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Normgeber:Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Aktenzeichen:51-6950.70/33
Erlassdatum:21.06.2017
Fassung vom:21.06.2017
Gültig ab:06.09.2017
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2281
Fundstelle:K. u. U. 2017, 140
 

9.
Internationale Jugendbegegnungen


9.1
Zur Förderung von internationalen Jugendbegegnungen können Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden, sofern keine Förderung nach dem Zentralstellen- oder Direktverfahren des Kinder- und Jugendplans des Bundes erfolgt.


9.2
Zuwendungsvoraussetzungen für Begegnungsmaßnahmen junger Menschen (bilateral und multilateral):


9.2.1
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen nicht jünger als zwölf Jahre sein und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben;


9.2.2
Die Begegnung soll mindestens fünf und höchstens 30 Tage (ohne An- und Abreisetag) betragen;


9.2.3
Eine Gruppe soll nicht weniger als fünf und nicht mehr als 60 Personen umfassen;


9.2.4
Der Zahl der Begegnungen im Ausland soll eine vergleichbare Zahl von Begegnungen in Deutschland entsprechen. Das Prinzip der Gegenseitigkeit soll soweit als möglich beachtet werden;


9.2.5
Das Zahlenverhältnis zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Ausland und aus Baden-Württemberg soll bei bilateralen Programmen ausgeglichen und bei multilateralen Maßnahmen angemessen sein;


9.2.6
Die Zahl der mitwirkenden Leiterinnen und Leiter sowie Fachkräfte muss in einem angemessenen Verhältnis zur jeweiligen Gruppenteilnehmerzahl stehen. Bei gemischten Gruppen sollen männliche und weibliche Betreuungspersonen die Gruppe begleiten, auch wenn dadurch eine angemessene Teilnehmer-Betreuer-Relation unterschritten wird. Diese kann auch in begründeten Einzelfällen, wie zum Beispiel bei behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, unterschritten werden;


9.2.7
Die verantwortlichen Leiterinnen und Leiter der Begegnung müssen Erfahrungen in der internationalen Jugendarbeit haben. Sie sollten über die erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse verfügen;


9.2.8
Der Träger hat dafür Sorge zu tragen, dass die teilnehmenden Personen gegen Unfall, Krankheit und Schadenersatzansprüche versichert sind;


9.2.9
Internationale Jugendbegegnungen müssen ein zwischen den Partnern rechtzeitig vorbereitetes und vereinbartes Programm haben.


9.3
Zuwendungsvoraussetzungen für internationale Fachkräftemaßnahmen (bilateral und multilateral):


9.3.1
Die Begegnung soll mindestens zwei und höchstens zehn Tage (ohne An- und Abreisetag) betragen;


9.3.2
Eine Gruppe soll nicht mehr als acht Personen umfassen;


9.3.3
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen im Hinblick auf die Umsetzung einen besonderen fachlichen Bezug zum Thema der Maßnahme aufweisen;


9.3.4
Der Träger muss eine jährlich größere Anzahl an Projekten internationaler Jugendbegegnungen nachweisen;


9.3.5
Die Ziffern 9.2.8 und 9.2.9 gelten sinngemäß.


9.4
Der Zuschuss wird im Wege der Projektförderung (Festbetragsfinanzierung) gewährt, bei Maßnahmen in Baden-Württemberg als Zuschuss zu den Aufenthalts- und Programmkosten, bei Maßnahmen im Ausland als Zuschuss zu den Fahrkosten.


9.4.1
Für Maßnahmen in Baden-Württemberg können Zuwendungen zu den Aufenthalts- und Programmkosten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland (überwiegend aus Baden-Württemberg) und dem Ausland gegeben werden. Zuwendungen für internationale Maßnahmen in Baden-Württemberg werden in der Regel als Festbeträge (maximal 10 Euro) pro Programmtag für jeden förderfähigen Teilnehmer gewährt. An- und Abreisetag gelten zusammen als ein voller Tag. Die Höhe der Festbeträge richtet sich nach den verfügbaren Haushaltsmitteln.


9.4.2
Für Teilnehmende aus Baden-Württemberg an Maßnahmen im Ausland können prozentuale Zuschüsse (maximal 40 Prozent) zu den Fahrkosten (An- und Abreisekosten) gegeben werden. Berechnungsgrundlage sind zwei durch den Antragsteller einzureichende Angebote (gegebenenfalls unterschiedlicher Beförderungsmittel) der An- und Abreisekosten. Der Zuschussberechnung ist das günstigere Angebot zugrunde zu legen.


9.4.3
Die für die Teilnehmenden geltenden Festbeträge (Ziffer 9.4.1 und 9.4.2) können auch für die begleitenden Fachkräfte gewährt werden, soweit sie nicht ständig an der Einrichtung tätig sind, von der die Maßnahme durchgeführt wird.


9.4.4
Aufgrund begrenzter Fördermittel sind Zuschüsse je Begegnung auf maximal 4 000 Euro begrenzt.


9.5
Antragsfrist ist der 1. April des Jahres, in welchem die Begegnung stattfindet.


9.6
Aus Landesmitteln können Maßnahmen, auch anderer Antragsteller, gefördert werden, sofern am Zustandekommen der internationalen Jugendbegegnung ein besonderes Landesinteresse besteht.



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