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Einzelvorschrift
Aktuelle Gesamtvorschrift
Normgeber:Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Aktenzeichen:21-6740.3/1345
Erlassdatum:08.04.2019
Fassung vom:08.04.2019
Gültig ab:01.08.2019
Gültig bis:31.07.2020
Quelle:juris Logo
Gliederungs-Nr:2206
Fundstelle:K. u. U. 2019, 67
Gesamtvorschrift in der Gültigkeit zum 01.08.2019 bis 31.07.2020

Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zur Unterrichtsorganisation und Eigenständigkeit der Schulen im Schuljahr 2019/2020
(Organisationserlass)



Verwaltungsvorschrift vom 8. April 2019



Az.: 21-6740.3/1345



Fundstelle: K.u.U. 2019, S. 67



Inhaltsverzeichnis

Titel

Fassung vom

Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zur Unterrichtsorganisation und Eigenständigkeit der Schulen im Schuljahr 2019/2020 (Organisationserlass) 08.04.2019
Inhaltsübersicht08.04.2019
1 Allgemeines08.04.2019
1.1 Zweck des Organisationserlasses08.04.2019
1.2 Pflichtunterricht08.04.2019
1.3 Direktzuweisung an allgemein bildenden Schulen08.04.2019
1.4 Vertretungsreserve08.04.2019
1.5 Budget der Schulaufsichtsbehörden, Ergänzungsbereich08.04.2019
1.6 Vertretungsregelungen08.04.2019
1.7 Eigenständigkeit der Schule, Lehrereinsatz08.04.2019
1.8 Klassenausgleich08.04.2019
2 Grundschulen08.04.2019
3 Werkreal- und Hauptschulen08.04.2019
4 Realschulen08.04.2019
5 Gemeinschaftsschulen08.04.2019
5.1 Sekundarstufe I08.04.2019
5.2 Sekundarstufe II08.04.2019
6 Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren08.04.2019
6.1 Schulbudget und Direktzuweisung08.04.2019
6.2 Grundzuweisung08.04.2019
6.2.1 Kontingente bei Schülerinnen und Schülern mit schwerer Mehrfachbehinderung08.04.2019
6.2.2 Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung08.04.2019
6.3 Ausgleichsbudget08.04.2019
6.4 Ganztagsschulen und Internate08.04.2019
6.5 Sonderpädagogischer Dienst08.04.2019
6.6 Frühförderung durch die Beratungsstellen an SBBZ08.04.2019
6.7 Mitwirkung in Schulkindergärten08.04.2019
6.8 Private sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren08.04.2019
7 Allgemein bildende Gymnasien08.04.2019
7.1 Gymnasien der Normalform08.04.2019
7.2 Aufbaugymnasien mit Internat08.04.2019
8 Berufliche Schulen08.04.2019
8.1 Stundenbudget08.04.2019
8.2 Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des Stundenbudgets08.04.2019
8.3 Verwendung der Lehrerwochenstunden08.04.2019
8.3.1 Vorrang für duale und quasiduale Ausbildung08.04.2019
8.3.2 Spielraum der Schulleitung08.04.2019
8.3.3 Klassenbildung08.04.2019
9 Lehrerbericht08.04.2019
9.1 Grund-, Werkreal-, Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren08.04.2019
9.2 Allgemein bildende Gymnasien08.04.2019
9.3 Berufliche Schulen08.04.2019
10 Inkrafttreten und Geltungsdauer08.04.2019

Inhaltsübersicht



1
Allgemeines


1.1
Zweck des Organisationserlasses


1.2
Pflichtunterricht


1.3
Direktzuweisung an allgemein bildenden Schulen


1.4
Vertretungsreserve


1.5
Budget der Schulaufsichtsbehörden, Ergänzungsbereich


1.6
Vertretungsregelungen


1.7
Eigenständigkeit der Schule, Lehrereinsatz


1.8
Klassenausgleich


2
Grundschulen


3
Werkreal- und Hauptschulen


4
Realschulen


5
Gemeinschaftsschulen


5.1
Sekundarstufe I


5.2
Sekundarstufe II


6
Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren


6.1
Schulbudget und Direktzuweisung


6.2
Grundzuweisung


6.2.1
Kontingente bei Schülerinnen und Schülern mit schwerer Mehrfachbehinderung


6.2.2
Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung


6.3
Ausgleichsbudget


6.4
Ganztagsschulen und Internate


6.5
Sonderpädagogischer Dienst


6.6
Frühförderung durch die Beratungsstellen an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren


6.7
Mitwirkung in Schulkindergärten


6.8
Private sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren


7
Allgemein bildende Gymnasien


7.1
Gymnasien der Normalform


7.2
Aufbaugymnasien mit Internat


8
Berufliche Schulen


8.1
Stundenbudget


8.2
Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des Stundenbudgets


8.3
Verwendung der Lehrerwochenstunden


8.3.1
Vorrang für duale und quasiduale Ausbildung


8.3.2
Spielraum der Schulleitung


8.3.3
Klassenbildung


9
Lehrerbericht


9.1
Grund-, Werkreal-, Haupt-, Real-, und Gemeinschaftsschulen sowie Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren


9.2
Allgemein bildende Gymnasien


9.3
Berufliche Schulen


10
Inkrafttreten und Geltungsdauer


1
Allgemeines


1.1
Zweck des Organisationserlasses


Mit dieser Verwaltungsvorschrift wird die Verteilung der im Landeshaushalt für den Unterricht in Form von Stellen zur Verfügung gestellten Ressourcen auf die einzelnen Schulen geregelt. Ziel ist es, eine bedarfsgerechte, vergleichbare und transparente Zuweisung der Lehrkräfte zu gewährleisten.


1.2
Pflichtunterricht


Pflichtunterricht ist der Unterricht nach der Stundentafel der jeweiligen Schulart. Der Pflichtbereich wird zur Erfüllung des Pflichtunterrichts nach der jeweiligen Stundentafel zugewiesen. Er enthält auch die Lehrerwochenstunden für die notwendigen Gruppenbildungen zum Beispiel in Religionslehre und Ethik oder in Sport.


Die Schulleitung trägt die Verantwortung für den Beginn des Pflichtunterrichts zum 1. Schultag des neuen Schuljahres nach Stundenplan.


1.3
Direktzuweisung an allgemein bildenden Schulen


Die Direktzuweisung umfasst


die zur Erfüllung des Pflichtunterrichts erforderlichen Lehrerwochenstunden,


die durch Einzelentscheidungen der obersten Schulaufsichtsbehörde verfügten Lehrerwochenstunden, insbesondere für Schulversuche,


die Lehrerwochenstunden für genehmigte Ganztagsschulen und bilinguale Züge,


das sonderpädagogische Budget, das den allgemeinen Schulen zur Durchführung inklusiver Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot bedarfsgerecht von der unteren Schulaufsichtsbehörde zugewiesen wird. Die inklusiven Bildungsangebote an allgemeinen Schulen und die Bildungsangebote der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sollen jeweils über eine qualitativ vergleichbare Ausstattung verfügen,


an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren Lehrerwochenstunden zum Ausgleich pädagogischer, organisatorischer oder örtlicher Besonderheiten und zur Unterstützung inklusiver Bildungsangebote.


Für die Schulen besonderer Art und für die integrierte Orientierungsstufe gilt die Direktzuweisung entsprechend. Die oberen Schulaufsichtsbehörden entscheiden bei den Schulen besonderer Art auf der Grundlage der berechneten Bedarfe über die Verteilung der insgesamt erforderlichen Lehrerwochenstunden auf die Grundschule, die Orientierungs- und die Mittelstufe sowie die gymnasiale Oberstufe. Entsprechend werden Lehrkräfte mit den passenden Lehrbefähigungen zugewiesen.


Das Stundenvolumen der Direktzuweisung wird rechnerisch für jede Schule auf der Basis der Stundentafeln der einzelnen Schularten und der jeweils geltenden Parameter ermittelt.


Den Schulaufsichtsbehörden steht für ihren Bezirk für jede Schulart jeweils die Summe dieser errechneten Werte für die Direktzuweisung zur Verfügung. Sie können unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen für die Einzelschule von den errechneten Werten für die Direktzuweisung abweichen. Die Gesamtsumme der im Bezirk für die jeweilige Schulart als Direktzuweisung zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden darf nicht überschritten werden. Bei den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren ist ein Ausgleich unter den Bezirken möglich.


1.4
Vertretungsreserve


Im Landeshaushalt stehen insgesamt 1666 Stellen für Vertretungen zur Verfügung. Aus dieser Vertretungsreserve weisen die Schulaufsichtsbehörden zum Beginn des Schuljahres Stammschulen Lehrerdeputate für Vertretungsfälle, die Lehrerreserve, zu. Die Stammschule hat diese Lehrerwochenstunden im Unterricht so einzuplanen, dass jederzeit in entsprechendem Umfang geeignete Vertretungslehrkräfte zur Verfügung gestellt werden können, die gegebenenfalls an andere Schulen abgeordnet werden. Die Dauer der Abordnungen soll in der Regel nicht unter drei Wochen liegen.


An den einzelnen Schularten sind in folgendem Umfang Deputate für die Lehrerreserve einzusetzen:


Schulart

Umfang

Grundschulen

431 Deputate

Werkreal- und Hauptschulen

73 Deputate

Realschulen

233 Deputate

Gemeinschaftsschulen einschließlich auslaufender Züge Werkreal- und Hauptschule beziehungsweise Realschule

149 Deputate

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren

140 Deputate

Gymnasien

330 Deputate

Berufliche Schulen

310 Deputate



Die unteren Schulaufsichtsbehörden können in begründeten Fällen für ihren Bereich im Rahmen der ihnen zugewiesenen Deputate Umschichtungen zwischen den Schularten vornehmen. Die Vertretungsreserven in den einzelnen Schularten können darüber hinaus im Bedarfsfall auch schulartübergreifend eingesetzt werden.


1.5
Budget der Schulaufsichtsbehörden, Ergänzungsbereich


Lehrerwochenstunden, die über die Direktzuweisungen an die Schulen und die Vertretungsreserve hinaus zur Verfügung stehen, bilden das Budget der Schulaufsichtsbehörden.


Dazu werden den unteren Schulaufsichtsbehörden für Grund-, Haupt- und Werkrealschulen sowie Gemeinschaftsschulen jeweils für 23 Schüler im Schulaufsichtsbezirk bis zu zwei Lehrerwochenstunden, für Realschulen jeweils für 28 Schüler im Schulaufsichtsbezirk bis zu zwei Lehrerwochenstunden zugewiesen. Den oberen Schulaufsichtsbehörden stehen für die allgemein bildenden Gymnasien jeweils für 28 Schüler im Schulaufsichtsbezirk bis zu einer Lehrerwochenstunde zur Verfügung.


Die oberen beziehungsweise die unteren Schulaufsichtsbehörden können unter Berücksichtigung der gesamten Unterrichtssituation aus ihrem Budget weitere Deputate der Vertretungsreserve zuordnen.


Aus ihrem Budget können die Schulaufsichtsbehörden den Schulen gezielt auf Grund örtlicher schulischer Besonderheiten und zur Einrichtung zusätzlicher Unterrichtsangebote Lehrerwochenstunden zuweisen. Die Lehrerwochenstunden, die der Einzelschule auf diese Weise zugewiesen sind, bilden deren Ergänzungsbereich. Dieser zählt nicht zur Direktzuweisung.


1.6
Vertretungsregelungen


Bei Ausfällen von Lehrkräften während des Schuljahres muss vorrangig der Pflichtunterricht erfüllt werden. Erforderlichenfalls sind dazu die über den Pflichtunterricht hinausgehenden Unterrichtsangebote zu kürzen.


Besondere Verantwortung tragen die Schulen für Maßnahmen bei kurzfristigen Ausfällen. Dabei ist vor allem die Einhaltung der Unterrichtszeiten im Rahmen der Verlässlichen Grundschule, in der Grundschulstufe der, sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sowie im Rahmen der Ganztagsschule zu berücksichtigen.


Wenn zwingende dienstliche Verhältnisse dies erfordern, ist bei Lehrerausfällen vorrangig zu prüfen, ob diese Lücken durch Mehrarbeit ausgeglichen werden können. Diese ist nach § 67 Absatz 3 des Landesbeamtengesetzes vorrangig durch spätere Dienstbefreiung auszugleichen. Ist Dienstbefreiung aus zwingenden dienstlichen Gründen nicht möglich, kann nach den Voraussetzungen des § 65 des Landesbesoldungsgesetzes Mehrarbeitsvergütung gewährt werden.


Für kurzfristige Vertretungen in den Grundschulen oder den Grundschulstufen der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren können Schulleitungen auf das zu diesem Zweck der Schule zugeordnete Stundenvolumen unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen direkt Verträge abschließen.


Die Lehrerreserve ist gezielt bei längerfristigen (das heißt bei einer Dauer von mehr als drei Wochen) Abwesenheitszeiten zum Beispiel wegen Krankheit, gegebenenfalls auch zur Vermeidung kurzfristiger Ausfälle in der Verlässlichen Grundschule und der Ganztagsschule einzusetzen.


Weiterhin können nach Maßgabe der vorhandenen Mittel Verträge für Vertretungslehrkräfte durch die oberen Schulaufsichtsbehörden abgeschlossen werden. Darüber hinaus können zur Gewinnung von längerfristig unabdingbar erforderlichen Vertretungsstunden auf Antrag im Rahmen freier Stellen Teilzeitbeschäftigungen erhöht und Beurlaubungen unterbrochen oder vorzeitig aufgehoben werden (vergleiche §§ 69 ff Landesbeamtengesetz).


Die Organisation der Lehrerreserve obliegt der oberen beziehungsweise der unteren Schulaufsichtsbehörde. Ersatzanforderungen für längerfristige Bedarfsfälle sind von der vom Ausfall betroffenen Schule grundsätzlich elektronisch mit dem Verfahren „Vertretungspool Online“ an die zuständige Schulaufsichtsbehörde zu richten.


1.7
Eigenständigkeit der Schule, Lehrereinsatz


Die Schulen erhalten die Unterrichtsstunden als Schulbudget. Für die allgemein bildenden Schulen setzt sich dieses Schulbudget zusammen aus der Direktzuweisung an die Schule, den Stellenanteilen der Lehrerreserve und den Zuweisungen aus dem Budget der unteren beziehungsweise der oberen Schulaufsichtsbehörde. Innerhalb des zugewiesenen Schulbudgets sind die Zahl der Klassen sowie gemäß Stundentafel-Öffnungsverordnung vom 27. Juni 1998 (GBl. S. 375, K.u.U. S. 143), zuletzt geändert am 3. August 2004 (GBl. S. 684, K.u.U. S. 221), die in den Stundentafeln ausgewiesenen Unterrichtsstunden variabel. Veränderungen der Variablen dürfen keinen Mehrbedarf an Deputaten auslösen. Soweit das Fach Religionslehre betroffen ist, sind die zuständigen kirchlichen Beauftragten zu beteiligen.


Die einzelnen Schulleiterinnen und Schulleiter sind für den regelkonformen Einsatz des Schulbudgets verantwortlich und tragen Sorge dafür, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule erfüllt und das Ziel der an der Schule bestehenden Bildungsgänge erreicht wird. Ergänzend wird auf die Konferenzordnungen hingewiesen.


Bei der Planung der Klassenbildung und der Lehraufträge auf der Grundlage der Lehrerzuweisung ist unter Berücksichtigung der Profilbildung vorrangig der Pflichtunterricht zu gewährleisten. Dies ist gegebenenfalls auch durch klassen- oder jahrgangsübergreifenden Unterricht sicherzustellen.


Lehrkräfte mit Ausbildung in Engpassfächern sind überwiegend in diesen Fächern einzusetzen. Lehrkräfte mit dem Stufenschwerpunkt Hauptschule sind bei entsprechendem Bedarf überwiegend gemäß ihrem Schwerpunkt einzusetzen. Auf die besondere Bedeutung des Faches Religionslehre wird hingewiesen.


Die zusätzlichen Unterrichtsangebote sind von der Schule im Rahmen des zugewiesenen Schulbudgets auszugestalten. Dabei haben besondere Förderangebote und musisch-kulturelle Aktivitäten in der Regel Vorrang vor anderen Angeboten, sofern die entsprechenden Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Dafür sind Organisationsformen zu wählen, die einen effizienten Ressourceneinsatz durch Schwerpunktbildung ermöglichen.


Die auf Grund flexibler Unterrichtsorganisation innerhalb der Direktzuweisung erwirtschafteten Stunden verbleiben an der Schule. Sie sollten vorausschauend verplant werden, dürfen aber auch in angemessenem Umfang für unterrichtsbezogene Schulentwicklungsprojekte eingesetzt werden. Die hierfür erforderlichen Entscheidungen trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter; die Gesamtlehrerkonferenz, Schulkonferenz und der Elternbeirat können hierzu unbeschadet des § 41 Absatz 1 Schulgesetz (SchG) allgemeine Empfehlungen abgeben. Diese Stunden sind in den Lehrerstundenplänen nachzuweisen und in den elektronischen Verfahren abzubilden.


1.8
Klassenausgleich


Für alle Schularten prüft die jeweilige Schulaufsichtsbehörde anhand der Lehrerberichte auf. der Basis von § 76 Absatz 2 und § 88 Absatz 4 SchG für die Eingangsklassen und an Werkrealschulen auch für die 10. Klassen, ob an benachbarten Schulen in zumutbarer Erreichbarkeit die entsprechenden Schülerplätze zur Verfügung stehen, so dass die Bildung einer weiteren Eingangsklasse wegen Überschreiten des Klassenteilers vermieden werden kann.


Die entsprechende Prüfung ist vorzunehmen, falls die Aufnahmekapazität einer Schule erschöpft ist oder durch Aufnahme von Schülern in einzelnen Klassenstufen zusätzliche Klassen, Gruppen oder Lerngruppen entstünden.


Auf die zusätzlichen Regelungen für die beruflichen Schulen (Nummer 8.3.3) wird verwiesen.


2
Grundschulen


Die Grundschulen erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen als Direktzuweisung


die Lehrerwochenstunden für den Unterricht nach Kontingentstundentafel je Zug,


gegebenenfalls Differenzierungsstunden für jahrgangsübergreifenden Unterricht,


gegebenenfalls Stunden für die Fortführung der Klassen von 1 nach 2 beziehungsweise 3 nach 4,


gegebenenfalls Stunden auf Grund von Erlassen (Schulversuche, Ganztagsbetrieb),


gegebenenfalls Stunden für Vorbereitungsklassen,


gegebenenfalls Stunden des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen.


Die beiden deutsch-französischen Grundschulen werden im Schuljahr 2019/2020 nach den bisher geltenden Regelungen versorgt.


Berechnungsgrundlage sind die folgenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung:


Klassenart

Mindestschülerzahl

Klassen- / Gruppenteiler

Regelklassen



jahrgangsbezogen

16

28

jahrgangsübergreifend

16

25

Religionslehre, Sport



jahrgangsbezogen

8

28

jahrgangsübergreifend

8

25

Vorbereitungsklassen

10

24

Sprachförderkurse

4

16

Muttersprachliche Klassen

12

25



Jahrgangsübergreifende Klassen sind verbindlich dann zu bilden, wenn die Mindestschülerzahl 16 für die Klassenbildung in zwei aufeinander folgenden Klassenstufen unter Berücksichtigung des Klassenteilers 25 unterschritten wird.


Freiwillig gebildete jahrgangsübergreifende Klassen bedürfen der Genehmigung der unteren Schulaufsichtsbehörde.


Für jahrgangsübergreifende Klassen werden je nach Klassengröße zusätzlich Lehrerwochenstunden für Differenzierungsmaßnahmen zugewiesen, nämlich zwei Lehrerwochenstunden bei 16 bis 20 Schülern, drei Lehrerwochenstunden bei mehr als 20 Schülern.


Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden erhalten für jede genehmigte Vorbereitungsklasse an Grundschulen zwei Lehrerwochenstunden, die sie den Grundschulen bedarfsgerecht zuweisen.


Kurse zur Sprachförderung oder nachgehenden Sprachförderung können klassen-, jahrgangs- oder schulartübergreifend gebildet werden. Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden weisen im Rahmen der zur Verfügung gestellten Stellen je Gruppe bis zu vier Lehrerwochenstunden zu.


Muttersprachliche Klassen erhalten die von Lehrkräften des Landes Baden-Württemberg erteilten Lehrerwochenstunden.


Die Zuweisung des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen erfolgt bedarfsgerecht durch die untere Schulaufsichtsbehörde.


Für örtlich getrennte Außenstellen von Grundschulen sind die Lehrerwochenstunden wie für selbstständige Schulen zu berechnen.


3
Werkreal- und Hauptschulen


Die Werkreal- und Hauptschulen erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen als Direktzuweisung


die Lehrerwochenstunden für den Unterricht nach Kontingentstundentafel je Zug,


Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen für Religionslehre / Ethik und Sport,


Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen für Wahlpflichtunterricht,


den Teilungsstundenpool für die Klassen 5 bis 9 und für Klasse 10,


gegebenenfalls Stunden für Schüler in Klasse 10 in Abhängigkeit von der Zahl derer, die die Hauptschulabschlussprüfung anstreben,


gegebenenfalls zusätzliche Stunden für jahrgangsübergreifende Klassen,


gegebenenfalls Stunden auf Grund von Erlassen (Schulversuche, Ganztagsbetrieb),


gegebenenfalls Stunden für Vorbereitungsklassen,


gegebenenfalls Stunden des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen.


Berechnungsgrundlage sind die folgenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung:


Klassenart

Mindestschülerzahl

Klassen- / Gruppenteiler

Regelklasse



jahrgangsbezogen

16

30

jahrgangsübergreifend

16

28

Religionslehre, Ethik, Sport



jahrgangsbezogen

8

30

jahrgangsübergreifend

8

28

Wahlpflichtfächer: Alltagskultur, Ernährung, Soziales (AES), Technik

12

30

Wahlpflichtbereich Natur und Technik, Wirtschaft und Informationstechnik, Gesundheit und Soziales1)

12

30

Wahlfach Informatik

12

30

Vorbereitungsklassen

10

24

Sprachförderkurse

4

16

Kooperationsklassen WRS-BS und HS-BS

10

16



Jahrgangsübergreifende Klassen sind an Werkreal- und Hauptschulen dann einzurichten, wenn auf einer Stufe die Mindestschülerzahl 16 für die Klassenbildung unter Berücksichtigung des Klassenteilers 28 unterschritten wird.


Für jahrgangsübergreifende Klassen werden je nach Klassengröße zusätzlich Lehrerwochenstunden für Differenzierungsmaßnahmen zugewiesen, nämlich drei Lehrerwochenstunden bei 16 bis 19 Schülern, sechs Lehrerwochenstunden bei 20 bis 23 Schülern und acht Lehrerwochenstunden bei mehr als 23 Schülern.


Für die Klassenstufen 5 bis 9 erhalten die Werkreal- und Hauptschulen für die unter Berücksichtigung ihrer pädagogischen Schwerpunkte und der örtlichen Gegebenheiten gebildeten Gruppen in den Fächerverbünden, im Wahlpflichtbereich sowie für den Basiskurs Medienbildung einen Teilungsstundenpool von 18 Lehrerwochenstunden je Zug. Werkrealschulen erhalten für jede nach den oben genannten Parametern gebildete Klasse 10 einen zusätzlichen Teilungsstundenpool von vier Lehrerwochenstunden.


Falls Schüler der Klassenstufe 10 die Hauptschulabschlussprüfung anstreben, werden bei bis zu acht Schülern vier Lehrerwochenstunden, bei mehr als acht Schülern sechs Lehrerwochenstunden zusätzlich zugewiesen.


Kurse zur Sprachförderung oder nachgehenden Sprachförderung können klassen-, jahrgangs- oder schulartübergreifend gebildet werden. Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden weisen im Rahmen der zur Verfügung gestellten Stellen je Gruppe bis zu vier Lehrerwochenstunden zu.


Die Zuweisung des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen erfolgt bedarfsgerecht durch die untere Schulaufsichtsbehörde.


4
Realschulen


Die Realschulen erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen als Direktzuweisung


die Lehrerwochenstunden für den Unterricht nach Kontingentstundentafel je Zug,


die Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen für Religionslehre / Ethik und Sport,


den Teilungsstundenpool,


gegebenenfalls Stunden auf Grund von Erlassen (zum Beispiel bilinguale Züge, Ganztagsbetrieb, Schulversuche),


gegebenenfalls Stunden für Vorbereitungsklassen,


gegebenenfalls Stunden des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen.


Berechnungsgrundlage sind dabei die folgenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung:


Klassenart

Mindestschülerzahl

Klassen- / Gruppenteiler

Regelklasse

16

30

Religionslehre, Ethik, Sport

8

30

Wahlfach Informatik

12

30

Vorbereitungsklassen

10

24

Sprachförderkurse

4

16



Für die Einrichtung bilingualer Unterrichtsangebote gilt an den genehmigten Realschulen die Mindestschülerzahl 22.


Die Realschulen erhalten für die unter Berücksichtigung ihrer pädagogischen Schwerpunkte und der örtlichen Gegebenheiten gebildeten Gruppen im Wahlpflichtbereich, im Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten beziehungsweise Biologie, Naturphänomene und Technik und für den Basiskurs Medienbildung einen Teilungsstundenpool von 22 Lehrerwochenstunden je Zug.


Kurse zur Sprachförderung oder nachgehenden Sprachförderung können klassen-, jahrgangs- oder schulartübergreifend gebildet werden. Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden weisen im Rahmen der zur Verfügung gestellten Stellen je Gruppe bis zu vier Lehrerwochenstunden zu.


Die Zuweisung des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen erfolgt bedarfsgerecht durch die untere Schulaufsichtsbehörde.


5
Gemeinschaftsschulen


5.1
Sekundarstufe I


Die Gemeinschaftsschulen erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen in Sekundarstufe I als Direktzuweisung


die Lehrerwochenstunden für den Unterricht nach Kontingentstundentafel je Zug,


die Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen für Religionslehre / Ethik und Sport,


den Teilungsstundenpool,


die Stunden für den Ganztagsbetrieb,


gegebenenfalls Stunden in den ersten drei Jahren nach Errichtung der Schule,


gegebenenfalls Stunden auf Grund von Erlassen (zum Beispiel Schulversuche),


gegebenenfalls Stunden für Vorbereitungsklassen,


gegebenenfalls Stunden des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen.


Berechnungsgrundlage sind die folgenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung:


Klassenart

Mindestschülerzahl

Klassen- / Gruppenteiler

Regelklasse

16

28

Religionslehre, Ethik, Sport

8

28

2. Fremdsprache in Klassenstufe 6

12

28

Profilfächer:



3. Fremdsprache

8

28

Musik, Sport, Bildende Kunst

12

28

NWT, IMP

12

28

Vorbereitungsklassen

10

24

Sprachförderkurse

4

16



Für die Sekundarstufe I erhalten die Gemeinschaftsschulen für die unter Berücksichtigung ihrer pädagogischen Schwerpunkte und der örtlichen Gegebenheiten gebildeten Gruppen im Wahlpflichtbereich, im Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten beziehungsweise Biologie, in Naturphänomene und Technik und für den Basiskurs Medienbildung sowie für NwT einen Teilungsstundenpool von 22 Lehrerwochenstunden je Zug.


Kurse zur Sprachförderung oder nachgehenden Sprachförderung können klassen-, jahrgangs- oder schulartübergreifend gebildet werden. Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden weisen im Rahmen der zur Verfügung gestellten Stellen je Gruppe bis zu vier Lehrerwochenstunden zu.


Die Gemeinschaftsschulen erhalten in der Sekundarstufe I je errechneter Regelklasse für den verpflichtenden Ganztagsunterricht


an vier Tagen fünf Lehrerwochenstunden,


an drei Tagen zwei Lehrerwochenstunden.


Darüber hinaus erhalten die Gemeinschaftsschulen


für jede errechnete Regelklasse 5 im ersten Jahr der Genehmigung der Schule einen einmaligen Zuschlag von drei Lehrerwochenstunden,


für jede errechnete Regelklasse 6 im zweiten Jahr der Genehmigung der Schule einen einmaligen Zuschlag von zwei Lehrerwochenstunden,


für jede errechnete Regelklasse 7 im dritten Jahr der Genehmigung der Schule einen einmaligen Zuschlag von einer Lehrerwochenstunde.


Die Zuweisung des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen erfolgt bedarfsgerecht durch die untere Schulaufsichtsbehörde.


5.2
Sekundarstufe II


Die Gemeinschaftsschulen erhalten für die Klassenstufe 11 als Direktzuweisung


die Lehrerwochenstunden für den Unterricht nach Stundentafel,


die Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen in Religionslehre / Ethik, Sport, in fortgeführter 2. Fremdsprache und neu beginnenden Fremdsprachen, in Profilfächern,


gegebenenfalls Stunden auf Grund von Erlassen (zum Beispiel Schulversuche),


gegebenenfalls Stunden des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen.


Berechnungsgrundlage sind die folgenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung:


Klassenart

Mindestschülerzahl

Klassen- / Gruppenteiler

Regelklasse

16

30

Religionslehre, Ethik, Sport

8

30

2. Fremdsprache



fortgeführt

8

30

neu beginnend

12

30

Profilfächer:



3. Fremdsprache

8

30

Musik, Sport, Bildende Kunst

12

30

NWT, IMP

12

30

Physik zusätzlich, wenn das Profilfach nicht fortgeführt werden kann

8

30



Höchstwerte für Lehrerwochenstunden in den Jahrgangsstufen 1 und 2


Zahl der Schüler je Jahrgangsstufe

Höchstwerte für die Zahl an Lehrerwochenstunden je Jahrgangsstufe1)2)

bis 59

Formel: L = 37 + S × 1,45

ab 60 bis 109

Formel: L = 43 + S × 1,35

ab 110

Formel: L = 5 + S × 1,70



In den Jahrgangsstufen kann im Rahmen des Budgets bei der Bildung von Kursen von der Höchstschülerzahl 23 ausgegangen werden.


6
Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren


6.1
Schulbudget und Direktzuweisung


Das Schulbudget jedes sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) setzt sich zusammen aus der Direktzuweisung, der Lehrerreserve, den Ressourcen für den sonderpädagogischen Dienst, für die sonderpädagogischen Frühförderung und für sonderpädagogische Maßnahmen in Schulkindergärten sowie dem Ergänzungsbereich.


Die genannten Teilbereiche sind an jedem SBBZ jeweils getrennt zu verwalten.


Die Direktzuweisung an ein SBBZ umfasst als Grundzuweisung die errechneten Lehrerwochenstunden für den entsprechenden Förderschwerpunkt, ggf. die für den Ganztagsbetrieb oder durch Einzelerlasse der obersten beziehungsweise oberen Schulaufsichtsbehörde verfügten Lehrerwochenstunden sowie zum Ausgleich pädagogischer, organisatorischer oder örtlicher Besonderheiten und zur Unterstützung inklusiver Bildungsangebote Lehrerwochenstunden aus dem Ausgleichsbudget der unteren Schulaufsichtsbehörde.


Für örtlich getrennte Außenstellen von SBBZ sind die Lehrerwochenstunden wie für selbstständige Schulen zu berechnen.


6.2
Grundzuweisung


Berechnungsgrundlage für die Höhe der Grundzuweisung sind die im Folgenden festgelegten Parameter.


Förderschwerpunkt


Grundzuweisung

Lernen


8 % der Zahl1) der Grundschüler × 1,4 LWS


für bis zu ... Schüler


Emotionale-soziale Entwicklung

12

35 LWS

Sehen3)

102)

38 LWS

Hören3)

10

38 LWS

Sprache

12

30 LWS


Mittlere Gruppengröße


Geistige Entwicklung

6

26 LWS Fachlehrkraft oder technische Lehrkraft sowie 8 LWS Lehrkraft Sonderpädagogik

Körperliche und motorische Entwicklung3)

6

34 LWS Lehrkraft Sonderpädagogik Bewegungsförderung: 19 LWS Fachlehrkraft körperlich-motorische Entwicklung je errechneter Gruppe (einschließlich Bildungsgang G)



6.2.1
Kontingente bei Schülerinnen und Schülern mit schwerer Mehrfachbehinderung


Für Schülerinnen und Schüler mit schwerer Mehrfachbehinderung erhalten SBBZ mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und entsprechende Abteilungen anderer SBBZ einen Zuschlag von je zwei Lehrerwochenstunden einer Fachlehrkraft (geistige Entwicklung oder körperlich-motorische Entwicklung) und 0,5 Lehrerwochenstunden einer Lehrkraft mit Lehrbefähigung Sonderpädagogik.


Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit schwerer Mehrfachbehinderung ist im Einzelfall auf Vorschlag der Schule unter Anlegung eines strengen Maßstabes von der unteren Schulaufsichtsbehörde festzustellen.


6.2.2
Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung


Für die SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung gilt die Verwaltungsvorschrift Organisatorischer Aufbau der Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung vom 28. Juli 1988 (K.u.U. S. 755).


6.3
Ausgleichsbudget


Den Schulaufsichtsbehörden wird jeweils für ihren Bereich ein Ausgleichsbudget zur Verteilung zur Verfügung gestellt. Sie weisen daraus den einzelnen SBBZ zum Ausgleich pädagogischer, organisatorischer oder örtlicher Besonderheiten und zur Unterstützung inklusiver Bildungsangebote Lehrerwochenstunden zu.


Das Gesamtvolumen des Ausgleichsbudgets für jeden Förderschwerpunkt im Bezirk wird nach folgender Tabelle ermittelt.


Förderschwerpunkt


Bemessungsgrundlage

Lernen


4,2 % der Zahl1) der 6- bis unter 15-Jährigen × 1,55 LWS abzüglich Grundzuweisung


für bis zu ... Schüler


Emotionale-soziale Entwicklung

12

7 LWS

Sehen3)

102)

7 LWS

Hören3)

10

7 LWS

Sprache

12

7 LWS


Mittlere Gruppengröße


Geistige Entwicklung

6

11,22 LWS-Fachlehrkraft (geistige Entwicklung oder körperlichmotorische Entwicklung)

Körperliche und motorische Entwicklung3)

6




Die für die einzelnen Förderschwerpunkte errechneten Stunden können bei Bedarf mit Ausnahme des Kontingents Fachlehrkraft (geistige Entwicklung oder körperlich-motorische Entwicklung) auch an SBBZ mit anderen Förderschwerpunkten eingesetzt werden.


6.4
Ganztagsschulen und Internate


Die SBBZ mit den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale-soziale Entwicklung oder Sprache, die Ganztagsschulen sind, erhalten die notwendigen Lehrerwochenstunden nach den jeweils geltenden Regelungen.


Mittagessen und Freizeitangebot, die an SBBZ mit Internat durch Personal des Internatsbereichs erbracht werden, sind entsprechend der anderweitig notwendigen Lehrerwochenstunden vom Soll der Schule abzusetzen.


6.5
Sonderpädagogischer Dienst


Die Mindestzahl der Deputate für den sonderpädagogischen Dienst, die jede obere Schulaufsichtsbehörde erhält, wird vom Kultusministerium festgelegt.


Die oberen Schulaufsichtsbehörden weisen aus diesem Budget der jeweiligen unteren Schulaufsichtsbehörde die Lehrerwochenstunden für den sonderpädagogischen Dienst gesondert und zweckgebunden zu.


Über die Verteilung dieser Lehrerwochenstunden auf die SBBZ mit den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale- und soziale Entwicklung, Sprache, geistige Entwicklung und Schüler in längerer Krankenhausbehandlung entscheidet die untere Schulaufsichtsbehörde im Zusammenwirken mit den entsprechenden sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren.


Über die so festgelegte Stundenzahl hinaus können je nach den örtlichen Verhältnissen aus dem Budget der unteren Schulaufsichtsbehörden den einzelnen Schulen weitere Lehrerwochenstunden zugewiesen werden, wobei ein Ausgleich zwischen den beteiligten Schularten anzustreben ist.


Für den sonderpädagogischen Dienst bei blinden, seh-, hör- oder körperbehinderten Schülerinnen und Schülern in allgemeinen Schulen kann den SBBZ für eine Beratungs- und Unterstützungseinheit pro Woche eine Lehrerwochenstunde zugewiesen werden.


Das gilt vergleichbar bei blinden, seh-, hör- oder körperbehinderten Schülerinnen und Schülern, die in einem zieldifferenten inklusiven Bildungsangebot an einer allgemeinen Schule unterrichtet werden, die die fachrichtungsspezifische Kompetenz Lernen oder geistige Entwicklung selbst vorhält oder von einem nahegelegenen SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung unterstützt wird.


6.6
Frühförderung durch die Beratungsstellen an SBBZ


Die Gesamtzahl der Lehrerwochenstunden für die sonderpädagogische Frühförderung wird vom Kultusministerium festgelegt. Über die oberen Schulaufsichtsbehörden wird den jeweiligen unteren Schulaufsichtsbehörden beziehungsweise dem jeweiligen SBBZ mit Internat jeweils ein Teilkontingent gesondert zugewiesen.


Die untere Schulaufsichtsbehörde legt im Zusammenwirken mit den verschiedenen Beratungsstellen die Zahl der Lehrerwochenstunden für die einzelne Beratungsstelle fest.


Ist einem SBBZ eine sonderpädagogische Beratungsstelle für die Frühförderung behinderter Kinder angeschlossen, so werden in einer Beratungsstelle für sprachbehinderte Kinder für je fünf Fördereinheiten (Förderung, Beratung und sonstige Aufgaben), in den übrigen Beratungsstellen für je vier Fördereinheiten pro Woche vier Lehrerwochenstunden eingesetzt.


6.7
Mitwirkung in Schulkindergärten


Für die notwendigen sonderpädagogischen Maßnahmen in Schulkindergärten erhalten die zugeordneten SBBZ acht Lehrerwochenstunden je Gruppe zugewiesen. Die Gruppenbildung ist geregelt in der VwV Öffentliche Schulkindergärten.


Für die Mitwirkung von Fachlehrern K (Physiotherapeuten) sind in Schulkindergärten für körperbehinderte Kinder 2,12 Lehrerwochenstunden je Kind vorzusehen. Diese Lehrerwochenstunden sind stellenmäßig dem Bereich der Schulkindergärten zuzuordnen.


6.8
Private sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren


Mit Ausnahme der oben angeführten Nummer 6.6 gelten für die privaten SBBZ die Regelungen der Verwaltungsvorschrift „Eigenständigkeit der Schulen und Unterrichtsorganisation im Schuljahr 2003/2004“ vom 10. Januar 2003 (K. u. U. Seite 5) auch im Schuljahr 2019/2020 weiter.


7
Allgemein bildende Gymnasien


7.1
Gymnasien der Normalform


Die Gymnasien erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen als Direktzuweisung


die Lehrerwochenstunden für den Unterricht nach Kontingentstundentafel je Zug,


den Teilungsstundenpool,


für die Jahrgangsstufen die Lehrerwochenstunden gemäß den nachstehenden Tabellen für die Berechnung der Höchstwerte,


gegebenenfalls Stunden für die Stufe 11 des Modellversuchs G9,


gegebenenfalls Stunden auf Grund von Erlassen (zum Beispiel bilinguale Züge, Ganztagsbetrieb, Schulversuche),


gegebenenfalls Stunden für Vorbereitungsklassen,


gegebenenfalls Stunden des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen.


Berechnungsgrundlage sind dabei die folgenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung:


Klassenart

Mindestschülerzahl

Klassen- / Gruppenteiler

Regelklasse (5–10 beziehungsweise 11)

16

30

Religionslehre, Ethik, Sport

8

30

1. und 2. Fremdsprache

16

30

Profilfächer:
3. Fremdsprachen:



Latein, Russisch, Griechisch

8

30

andere Sprachen

12

30

NWT, IMP

12

30

Physik zusätzlich, wenn in der Einführungsphase der Oberstufe das Profilfach nicht fortgeführt werden kann

8

30

Vorbereitungsklassen

10

24

Sprachförderkurse

4

16



Jedes allgemein bildende Gymnasium erhält einen Teilungsstundenpool von sieben Lehrerwochenstunden je Zug. Diese Stunden sind vorrangig für Teilungen in den Fächern Biologie, Naturphänomene und Technik (BNT), NwT und IMP sowie für den Basiskurs Medienbildung vorgesehen.


Kurse zur Sprachförderung oder nachgehenden Sprachförderung können klassen-, jahrgangs- oder schulartübergreifend gebildet werden. Die zuständigen Schulaufsichtsbehörden weisen im Rahmen der zur Verfügung gestellten Stellen je Gruppe bis zu vier Lehrerwochenstunden zu.


Für die Stufe 11 des Modellversuchs G 9 werden den Versuchsschulen zugewiesen:


31 Wochenstunden je G9-Klasse 11,


die Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen in Religionslehre / Ethik, Sport, der 2. Fremdsprache und den Profilfächern.


Höchstwerte für Lehrerwochenstunden in der Jahrgangsstufe 1 (AGVO)


Zahl der Schüler je Jahrgangsstufe

Höchstwerte für die Zahl an Lehrerwochenstunden je Jahrgangsstufe1) 2)

bis 59

Formel: L = 37 + S × 1,45

ab 60 bis 109

Formel: L = 43 + S × 1,35

ab 110

Formel: L = 5 + S × 1,70



In den Jahrgangsstufen kann im Rahmen des Budgets bei der Bildung von Kursen von der Höchstschülerzahl 23 ausgegangen werden.


Höchstwerte für Lehrerwochenstunden in der Jahrgangsstufe 2 (NGVO)


Zahl der Schüler je Jahrgangsstufe

Höchstwerte für die Zahl an Lehrerwochenstunden je Jahrgangsstufe1) 2)

bis 110

Formel: L = 38 + S × 1,3

ab 111

Formel: L = S × 1,65



7.2
Aufbaugymnasien mit Internat


Die bisherigen Regelungen für die Gymnasien in Aufbauform mit Internat bleiben erhalten.


8
Berufliche Schulen


8.1
Stundenbudget


Allen öffentlichen beruflichen Schulen steht ein Stundenbudget zur Unterrichtsorganisation zur Verfügung.


Zur Planung ihrer Unterrichtsorganisation erhalten sie zunächst ein vorläufiges Stundenbudget, das die obere Schulaufsichtsbehörde auf der Grundlage der in der Statistik des Schuljahres 2018/2019 ausgewiesenen Ist-Stunden in Absprache mit der Schule spätestens zum 1. Februar 2019 festgelegt hat.


Die Berechnungsgrundlagen aller Schulen bilden den Ausgangswert für die Verteilung der vorhandenen Ressourcen durch die oberen Schulaufsichtsbehörden. Den Schulen wird der entsprechende Anteil an den verfügbaren Ressourcen zugewiesen. Dabei berücksichtigt die obere Schulaufsichtsbehörde insbesondere auch die Versorgungssituation der jeweiligen Schule.


Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Unterrichtsversorgung können die oberen Schulaufsichtsbehörden weitere Maßnahmen (zum Beispiel Zielvereinbarungen mit Schulen) ergreifen.


Das endgültige Stundenbudget wird durch die obere Schulaufsichtsbehörde auf der Basis der nachfolgenden Regelungen ermittelt.


8.2
Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des Stundenbudgets


Die Berechnungsgrundlage umfasst für alle Bildungsgänge die zur Erfüllung des Pflichtbereichs der Stundentafeln (Pflicht- und Wahlpflichtunterricht) erforderlichen Lehrerwochenstunden unter Berücksichtigung der nachstehenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung sowie für die Jahrgangsstufen der beruflichen Gymnasien die Lehrerwochenstunden gemäß der nachstehenden Tabelle für die Berechnung der Höchstwerte und die durch Einzelentscheidung der obersten Schulaufsichtsbehörde verfügten Lehrerwochenstunden.


Bei der Ermittlung des Stundenbudgets sind außerdem inklusive Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit einem fortbestehenden Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot zu berücksichtigen. Maßgabe dabei ist, dass inklusive Bildungsangebote innerhalb der Regelbildungsgänge einer beruflichen Schule und Bildungsangebote beruflicher Schulen, die an den Förderschwerpunkten nach § 15 Absatz 1 Satz 4 SchG ausgerichtet sind, jeweils über eine qualitativ vergleichbare Ausstattung verfügen sollen.


Auf Grund der Berechnungsgrundlage des Klassen- / Gruppenteilers zu viel gebildete Klassen sind dem Regierungspräsidium bis zum Ende der ersten Schulwoche anzuzeigen und genehmigen zu lassen.


In der Statistik für berufliche Schulen finden die in der Anlage zu den Erläuterungen zu dieser Verwaltungsvorschrift aufgeführten maximalen Lehrerwochensollstunden Anwendung.


Schulart
Fächer / Fächergruppen

Mindestschülerzahl

Klassen- / Gruppenteiler

Sonderberufsschulen (SBS) und Sonderberufsfachschulen (SBFS)5)

8

16

Kooperationsklassen WRS – BS und HS – BS

10

16

Vorqualifizierungsjahr Arbeit / Beruf (VAB)1), Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), Berufseinstiegsjahr (BEJ) und Berufsschulklassen für Teilnehmerinnen / Teilnehmer an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen außerschulischer Maßnahmeträger

11

18

Berufsschulklassen mit Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag und Berufsschulklassen sowie Berufsfachschulklassen mit überwiegend Ausländern

12

24

Alle anderen Schularten

16

30

Praktische Fachkunde, Technologiepraktikum, Laborübungen, fachpraktischer Unterricht, Handlungskompetenz, Projektkompetenz mit Sozialkompetenz, individuelle Förderung2)

8

16

Informatik, Datenverarbeitung, Computertechnik, Textverarbeitung, soweit der Unterricht in diesen Fächergruppen den Einsatz von Rechnern erforderlich macht2)

8

16

Wahlpflichtfächer in Vollzeitklassen2)

8

303)

Fachpraxis im landwirtschaftlichen Betrieb

4,54)

Religionslehre, Ethik, Sport

8

30

Zusatzunterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife und zum schulischen Berufsabschluss

16

30

Sprachförderkurse6)

4

16



Höchstwerte für Lehrerwochenstunden in den Jahrgangsstufen der beruflichen Gymnasien je Dienststelle



Zahl der Schüler je Jahrgangsstufe

Höchstwerte für die Zahl an Lehrerwochenstunden je Jahrgangsstufe1) 2)

bis 110

Formel: L = 38 + S × 1,3

ab 111

Formel: L = S × 1,65



8.3
Verwendung der Lehrerwochenstunden


8.3.1
Vorrang für duale und quasiduale Ausbildung


Die oberen Schulaufsichtsbehörden sowie die Schulleitungen haben darauf zu achten, dass bei der Verwendung der zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden die dualen Ausbildungsgänge, die Erzieher- und Kinderpflegeausbildung (2BFHK, 1BKSP, 2BKSP, BKSPT, BKSPIT, BFQEE), die Altenpflege(hilfe)ausbildung sowie die das erste Lehrjahr ersetzenden Bildungsgänge vorrangig versorgt werden, im Übrigen für alle Schularten des beruflichen Schulwesens eine angemessene Unterrichtsversorgung gewährleistet ist. An den Berufsschulen sind langfristig 13 Wochenstunden je Klasse (einschließlich Religionslehre und Praktische Fachkunde beziehungsweise Technologiepraktikum) anzustreben unter Ausgleich bei den einzelnen Schultypen und Schulen.


Der in den Stundentafeln festgelegte Berufsschulunterricht ist so zu organisieren, dass innerhalb der Gesamtarbeitszeit der Auszubildenden eine möglichst hohe Anwesenheitszeit in der Ausbildungsstätte erreicht wird.


8.3.2
Spielraum der Schulleitung


Die Stundentafeln der Vollzeitschulen und ihrer entsprechenden Teilzeitformen sind in angemessenem Umfang variabel. Nach Festlegung durch die Schulleitung können in diesem Rahmen Selbstlernsequenzen oder Unterricht ersetzende oder ergänzende betriebliche Praktika angeboten werden. Durch den Unterricht ersetzende oder ergänzende Maßnahmen oder durch Flexibilisierungen der Stundentafel dürfen mögliche Anrechnungen von Schulzeit auf die Ausbildungszeit nicht gefährdet werden.


8.3.3
Klassenbildung


Bei der Bildung von Eingangsklassen sind die Kooperationsmöglichkeiten, insbesondere an Berufsschulzentren und benachbarten Schulen, auszuschöpfen. Jede Erweiterung der Zahl der Eingangsklassen bedarf der Zustimmung der oberen Schulaufsichtsbehörde.


In den Jahrgangsstufen des beruflichen Gymnasiums kann im Rahmen des Budgets bei der Bildung von Kursen von der Höchstschülerzahl 23 ausgegangen werden.


Kommt auf Grund zu geringer Schülerzahl keine Klasse beziehungsweise Gruppe zustande, sind die Schülerinnen und Schüler einer benachbarten Schule zuzuweisen.


In besonders gelagerten Einzelfällen, insbesondere


zur Erhaltung des Bildungsangebots, vor allem im ländlichen Raum,


für sonderpädagogische Maßnahmen in Klassen mit überwiegend lern- und leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern oder aus anderen zwingenden pädagogischen Gründen und


aus zwingenden Gründen der örtlichen Raumsituation,


sind Ausnahmen von den Mindestschülerzahlen und Klassenteilern möglich. Wurde die Mindestschülerzahl bereits im Schuljahr 2018/2019 unterschritten, ist ein besonders strenger Maßstab anzulegen. Ausnahmen von der Mindestschülerzahl sind dem Regierungspräsidium bis zum Ende der ersten Schulwoche anzuzeigen.


Der Unterricht in abweichend von der Mindestschülerzahl gebildeten Klassen ist so zu organisieren, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst in allen Fächern, in denen es nach Stundentafel und Lehrplan vertretbar ist, klassenübergreifend zusammengefasst werden können. Dabei sind auch andere Schulen, insbesondere solche an Berufsschulzentren, einzubeziehen.


9
Lehrerbericht


9.1
Grund-, Werkreal-, Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren


Die Lehrerberichte zur Vorbereitung des neuen Schuljahres werden mit Hilfe des Verfahrens ASD-BW (Amtliche Schuldaten Baden-Württemberg) erstellt.


Die Schulen geben die notwendigen Daten in das Verfahren ASD-BW ein. Sie pflegen die Lehrerdaten selbstständig und erstellen die Prognose. Stichtag der Prognose ist der 15. März 2019.


Die Schulleiter und Schulleiterinnen geben bis spätestens 22. März 2019 die Daten ihrer Schule für die zuständige untere Schulaufsichtsbehörde frei.


Die untere Schulaufsichtsbehörde prüft die Daten der Schulen und gibt diese bis spätestens 15. April 2019 für die Auswertungen frei. Bis zu diesem Termin sind auch die Abstimmungen über Personalbewegungen zwischen der unteren und der oberen Schulaufsichtsbehörde abzuschließen.


Die Ergebnisse der Lehrerberichte sind dem Kultusministerium spätestens am 23. April 2019 vorzulegen.


Die gemeldeten voraussichtlichen Schüler- und Klassenzahlen sind im Verfahren ASD-BW zu aktualisieren und bis zum 26. Juli 2019 für die untere Schulaufsichtsbehörde freizugeben.


Zum Unterrichtsbeginn sind die gemeldeten Schüler- und Klassenzahlen und die Unterrichtssituation im Verfahren ASD-BW erneut zu aktualisieren. Stichtag für die Situation zum Schuljahresanfang ist der 16. September 2019.


Die Schulen geben die Daten bis zum 19. September 2019 für die untere Schulaufsichtsbehörde frei.


Die untere Schulaufsichtsbehörde prüft die Daten der Schulen und gibt diese bis spätestens 27. September 2019 für die Auswertungen frei.


9.2
Allgemein bildende Gymnasien


Die Gymnasien erstellen die Lehrerberichte zur Vorbereitung des neuen Schuljahres mit den im Verfahren WINLAV zur Verfügung gestellten Formularen. Zur Unterstützung der Personalplanung bei der oberen Schulaufsichtsbehörde wurde der Bogen 1 (Schülerzahlen, Unterrichtsstunden und Fächerkombination) mit vorläufigen Prognosedaten sowie der Bogen 2 mit den bis dahin bekannten personellen Veränderungen bis zum 14. Januar 2019 der oberen Schulaufsichtsbehörde bereits übersandt.


Die endgültigen Lehrerberichtsbögen 1 und 2 werden nach der Anmeldung der Grundschüler und der Aktualisierung der personellen Veränderungen bis spätestens 10. April 2019 der oberen Schulaufsichtsbehörde vorgelegt.


Die oberen Schulaufsichtsbehörden übersenden dem Kultusministerium bis spätestens 17. April 2019 die zusammengefassten Ergebnisse der Lehrerberichte (Schülerzahlen und Unterrichtsstunden).


Die aktualisierten voraussichtlichen Schüler- und Klassenzahlen sind der oberen Schulaufsichtsbehörde bis zum 26. Juli 2019 (Eingang bei der oberen Schulaufsichtsbehörde) mit dem entsprechenden Bericht im Verfahren WINLAV zu melden.


9.3
Berufliche Schulen


Die Schulen informieren bis spätestens 10. April 2019 die für die Lehrerzuweisung zuständige obere Schulaufsichtsbehörde nach deren Vorgaben im Rahmen des Lehrerbedarfsberichts über die vorgesehene Klassenbildung für das Schuljahr 2019/2020 und über Veränderungen beim fächerspezifischen Lehrerbedarf.


Ergeben sich bei Unterrichtsbeginn auf Grund der tatsächlich angetretenen Schülerinnen und Schüler Änderungen gegenüber der vorgesehenen Klassenbildung, hat die Schule unverzüglich die obere Schulaufsichtsbehörde zu informieren.


10
Inkrafttreten und Geltungsdauer


Diese Verwaltungsvorschrift tritt am 1. August 2019 in Kraft und gilt bis zum 31. Juli 2020.

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