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Aktuelle Gesamtausgabe
Gesamtausgaben-ListeVorherige Fassung
juris-Abkürzung:Gym5bis11StTafelV BW
Ausfertigungsdatum:23.06.1999
Gültig ab:01.08.1999
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Fundstelle:GBl. 1999, 323,
K.u.U. 1999, 179
Gliederungs-Nr:2215-1
Verordnung des Kultusministeriums
über die Stundentafeln der Klassen 5 bis 10
der Gymnasien der Normalform
und der Klassen 7 bis 11 der Gymnasien
in Aufbauform mit Internat
(Stundentafelverordnung Gymnasien)
Vom 23. Juni 1999
Zum 19.06.2019 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Überschrift sowie Vorbemerkung zu den Anlagen sowie Anlagen 1, 2 und 3 geändert durch Artikel 6 der Verordnung vom 27. Juni 2018 (GBl. S. 280, 284)***

Fußnoten

***

[Red. Anm.: Gemäß Artikel 13 Abs. 2 Nr. 3 der Verordnung vom 27. Juni 2018 (GBl. S. 280) tritt Art. 6 der vorgenannten Verordnung mit der Maßgabe in Kraft, dass er erstmals für Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahr 2018/2019 in die Klasse 8 eintreten, Anwendung findet und das Profilfach IMP den Besuch des Aufbaukurses Informatik voraussetzt.]

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Auf Grund von § 35 Abs. 3, § 89 Abs. 1, 2 Nr. 3 und § 100a Abs. 3 des Schulgesetzes für Baden-Württemberg in der Fassung vom 1. August 1983 (GBl. S. 397), zuletzt geändert durch Artikel 10 der 5. Anpassungsverordnung vom 17. Juni 1997 (GBl. S. 278), wird verordnet:

§ 1
Stundentafeln

(1) Für die Klassen 5 bis 10 der Gymnasien der Normalform gilt die als Anlage 1 beigefügte Stundentafel.

(2) Für die Klassen 7 bis 11 der Gymnasien in Aufbauform mit Internat gelten die als Anlage 2, 3 und 4 beigefügten Stundentafeln.

§ 2
Poolstunden, Pflichtwochenstunden, Nachmittagsunterricht

(1) In den Gymnasien der Normalform werden vier Poolstunden für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend ausgewiesen. Darüber hinaus werden sechs Poolstunden in den Klassen 5 bis 10 und nach Maßgabe der Abiturverordnung Gymnasien der Normalform auch in den Jahrgangsstufen für fachspezifische Förderungen eingesetzt, insbesondere für Fachunterricht in geteilten Klassen oder Kursen. 1,7 Poolstunden werden für zusätzliche individuelle Förder- und Differenzierungsmaßnahmen in den Klassen 5 und 6 ausgewiesen, zwei Poolstunden werden für zusätzliche individuelle Förder- und Differenzierungsmaßnahmen zur Vertiefung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen in der Klasse 10 eingesetzt. Die Stundenzahl in der Klasse 10 wird dadurch für die Schülerinnen und Schüler nicht erhöht.

(2) Auf Antrag der Schule kann das zuständige Regierungspräsidium in begründeten Einzelfällen auf Grundlage eines mit Zustimmung der Schulkonferenz und nach Anhörung des Elternbeirates gefassten Beschlusses der Gesamtlehrerkonferenz eine Ausnahme von den Regelungen des Absatzes 1 genehmigen.

(3) In den Gymnasien der Normalform sollen in den Klassen 5 und 6 in der Zeit von Montag bis Freitag mindestens drei, in den Klassen 7 bis 9 mindestens zwei Nachmittage in der Woche von Pflichtunterricht freigehalten werden. In den Klassen 5 und 6 soll der Pflichtunterricht auf jeweils 32 Wochenstunden begrenzt sein.

(4) Die Regelungen der Absätze 1 und 3 gelten nicht Schülerinnen und für Schüler, die auf die Profilfächer Kunst, Sport oder Musik hingeführt werden oder diese Profilfächer gewählt haben, die bilingual in dafür eingerichteten Abteilungen unterrichtet werden oder die ganztägig betreut werden.

(5) Soweit erforderlich, treffen für die Aufbaugymnasien die Regierungspräsidien Regelungen, die den Besonderheiten des jeweiligen Standortes angepasst sind und eine ausgewogene Stundenplanung sicherstellen.

§ 2a
Übergangsbestimmungen

Für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2016/2017 die Klassen 7 bis 12 besuchen, gelten die Anlagen 1 bis 4 der Stundentafelverordnung Gymnasien in der am 31. Juli 2016 geltenden Fassung bis zu deren Abschluss am Gymnasium weiter. Satz 1 gilt nicht für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer Klassenwiederholung in eine Klasse wechseln, die sich im Schuljahr 2016/2017 in der Klassenstufe 5 oder 6 befand.

§ 3
Inkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 1999 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Kultusministeriums über die Stundentafeln der Klassen 5 bis 11 der Gymnasien der Normalform und der Klassen 8 bis 11 der Gymnasien in Aufbauform mit Heim vom 28. April 1994 (GBl. S. 287), geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 15. August 1996 (GBl. S. 544), außer Kraft.

(2) Abweichend hiervon gelten für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums der Normalform, die zu Beginn des Schuljahres 1999/2000 in Klasse 10 eintreten und nicht am Schulversuch zu den Profilen des allgemein bildenden Gymnasiums teilgenommen haben, die bisherigen Vorschriften weiter.

Stuttgart, den 23. Juni 1999

Dr. Schavan

Vorbemerkung zu den Anlagen

Für die folgende Beschreibung von Stundenanteilen (Gesamtkontingente) ist zwischen einzeln genannten Fächern, Fächerfeldern und Profilen zu unterscheiden.

Einzeln genannte Fächer sind: Deutsch, Mathematik, erste Pflichtfremdsprache, zweite Pflichtfremdsprache, Religionslehre, Ethik, Musik, Bildende Kunst, Sport, Aufbaukurs Informatik.

Dem gesellschaftswissenschaftlichen Fächerfeld gehören an: Geographie, Gemeinschaftskunde, Geschichte, Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung.

Dem naturwissenschaftlichen Fächerfeld gehören an: Physik, Chemie, Biologie, Fächerverbund Biologie, Naturphänomene und Technik (BNT).

Profile (ab Klasse 8): Sprachliches Profil (dritte Fremdsprache), naturwissenschaftliches Profil (Naturwissenschaft und Technik oder Informatik, Mathematik und Physik [IMP]), künstlerisches Profil (Musik oder Bildende Kunst), sportliches Profil (Sport).

In den Klassen 7 bis 10 werden für Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, sieben Kontingentstunden Ethik vorgesehen. Die Verteilung der Kontingentstunden in Religionslehre wird unter Beteiligung der zuständigen kirchlichen Beauftragten festgelegt.

Von den in den Klassen 5 und 6 zu unterrichtenden Fremdsprachen beginnt die erste zu Beginn der Klasse 5 und die zweite zu Beginn der Klasse 6. Ausnahmen sind die altsprachlichen Gymnasien und die Abi-Bac-Schulen, die weiterhin parallel mit zwei Fremdsprachen in Klasse 5 beginnen können.

Beim Übergang von Grundschülerinnen und Grundschülern mit vier Jahren Französischunterricht soll die Überbrückung bis zur möglichen Weiterführung von Französisch in Klasse 6 ermöglicht werden.

Sind Latein und Französisch erste und zweite Fremdsprache, so beginnt der Unterricht in Englisch nach Entscheidung der Schule in Klasse 7 oder 8. Der Unterricht im Fach Französisch wird frühestens am Ende der Klasse 7 abgeschlossen.

Die sechs Kontingentstunden des Fächerverbunds BNT werden wie folgt verteilt: Biologie vier Stunden, Physik eine Stunde, Chemie eine Stunde. Der Fächerverbund BNT wird in den Klassen 5 und 6 unterrichtet.

Die Naturwissenschaften, die im Fächerverbund BNT enthalten sind, werden als eigenständige Fächer wie folgt fortgesetzt: Biologie und Physik in Klasse 7, Chemie in Klasse 8.

Geschichte beginnt in Klasse 5 oder 6, Gemeinschaftskunde und Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung in Klasse 8. Der Aufbaukurs Informatik wird in Klasse 7 unterrichtet. Die übrigen Fächer beginnen in Klasse 5.

In Klasse 5 wird ein Basiskurs Medienbildung im Umfang von 35 Unterrichtsstunden durchgeführt, die aus dem Stundenvolumen der beteiligten Fächer entnommen werden. Die Gesamtlehrerkonferenz und die Schulkonferenz entscheiden über die am Basiskurs Medienbildung beteiligten Fächer und deren zeitlichen Anteil.

Die Kontingentstunden des Profilfachs IMP werden an Gymnasien der Normalform wie folgt verteilt: in Klasse 8 Informatik zwei Stunden, Mathematik und Physik jeweils eine Stunde; in Klasse 9 Physik zwei Stunden, Informatik und Mathematik jeweils eine Stunde; Klasse 10 Mathematik zwei Stunden, Informatik und Physik jeweils eine Stunde. An Gymnasien in Aufbauform mit Ausnahme des dreijährigen Aufbauzuges richtet sich die Verteilung der Kontingentstunden nach dem jeweiligen Dehnungsmodell der Schule.

Das Profilfach Musik, Bildende Kunst oder Sport setzt in den Klassen 5 bis 7 einen verstärkten Fachunterricht voraus; zur Hinführung auf das Profilfach stehen die in Anlage 1 in der Kontingentstundentafel ausgewiesenen Stunden für die Klassen 5 bis 7 zur Verfügung.

In Gymnasien, in denen der Unterricht in dafür eingerichteten Abteilungen in bilingualer Form erteilt wird, werden für deutsch-englische Abteilungen zusätzlich sechs Stunden und für deutsch-französische Abteilungen zusätzlich 15 Stunden zugewiesen; zudem werden für den bilingualen Unterricht vier Stunden aus den Poolstunden verwendet.

Anlage 1

(zu § 1 Abs. 1)

Kontingentstundentafel
für die Klassen 5 bis 10 der Gymnasien
der Normalform

Unterrichtsfach

Stundenkontingent

Religionslehre

11

Ethik

(7)

Deutsch

24

Erste Pflichtfremdsprache

22

Zweite Pflichtfremdsprache

18

Mathematik

24

Gesellschaftswissenschaftliches Fächerfeld

 

Geschichte

10

Geographie

7

Gemeinschaftskunde

4

Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung

3

Naturwissenschaftliches Fächerfeld

 

Fächerverbund Biologie, Naturphänomene und Technik

6

Physik

8

Chemie

6

Biologie

5

Aufbaukurs Informatik

1

Musik

9

Bildende Kunst

9

Sport

16

Profile (dritte Fremdsprache, Naturwissenschaft und Technik, IMP, gegebenenfalls Musik, Bildende Kunst oder Sport)

12

Physik (zusätzlich, nur wenn kein Profilfach in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe fortgeführt werden kann)

1

Poolstunden (für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend)

4

Pool für Maßnahmen zur Differenzierung und Förderung

9,7

Anlage 2

(zu § 1 Abs. 2)

Kontingentstundentafel
für die Klassen 7 bis 11 der Gymnasien
in Aufbauform

Unterrichtsfach

Stundenkontingent

Religionslehre

9

Ethik

7

Deutsch

20

erste Pflichtfremdsprache

16

zweite Pflichtfremdsprache

18

Mathematik

20

Gesellschaftswissenschaftliches Fächerfeld

 

Geschichte

10

Geographie

5

Gemeinschaftskunde

4

Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung

3

Naturwissenschaftliches Fächerfeld

 

Physik

9

Chemie

6

Biologie

6

Aufbaukurs Informatik

1

Musik

7

Bildende Kunst

8

Sport

12

Profile (dritte Fremdsprache, Naturwissenschaft und Technik, IMP, gegebenenfalls Musik, Bildende Kunst oder Sport)

12

Physik (zusätzlich, nur wenn kein Profilfach in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe fortgeführt werden kann)

1

Poolstunden

10

Anmerkung: Ethik beginnt in Klasse 8.

Anlage 3

(zu § 1 Abs. 2)

Kontingentstundentafel
für die Klassen 8 bis 11 der Gymnasien
in Aufbauform
Sechsjähriger Aufbauzug

Unterrichtsfach

Stundenkontingent

Religionslehre

7

Ethik

7

Deutsch

15

erste Pflichtfremdsprache

14

zweite Pflichtfremdsprache

15

Mathematik

16

Gesellschaftswissenschaftliches Fächerfeld

 

Geschichte

6

Geographie

3

Gemeinschaftskunde

4

Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung

3

Naturwissenschaftliches Fächerfeld

 

Physik

7

Chemie

6

Biologie

4

Musik

5

Bildende Kunst

6

Sport

9

Profile (dritte Fremdsprache, Naturwissenschaft und Technik, IMP, gegebenenfalls Musik, Bildende Kunst oder Sport)

12

Physik (zusätzlich, nur wenn kein Profilfach in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe fortgeführt werden kann)

1

Poolstunden

8

Anlage 4

(zu § 1 Abs. 2)

Kontingentstundentafel
für die Klasse 11 der Gymnasien
in Aufbauform

Unterrichtsfach

Stundenkontingent

Religionslehre

2

Ethik

2

Deutsch

4

Englisch

4

Französisch

4

Mathematik

4

Gesellschaftswissenschaftliches Fächerfeld

 

Geschichte

2

Geographie

1

Gemeinschaftskunde

1

Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung

1

Naturwissenschaftliches Fächerfeld

 

Physik

2

Chemie

2

Biologie

2

Musik

1

Bildende Kunst

1

Sport

2

Profile

2

Physik (zusätzlich, nur wenn kein Profilfach in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe fortgeführt werden kann)

1

Poolstunden

0


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