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Amtliche Abkürzung:RahmenVO-KM
Ausfertigungsdatum:27.04.2015
Gültig ab:01.08.2015
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Fundstelle:GBl. 2015, 417
Gliederungs-Nr:2204
Rechtsverordnung des Kultusministeriums über Rahmenvorgaben für die Umstellung
der allgemein bildenden Lehramtsstudiengänge an den Pädagogischen Hochschulen,
den Universitäten, den Kunst- und Musikhochschulen sowie der Hochschule
für Jüdische Studien Heidelberg auf die gestufte Studiengangstruktur mit Bachelor-
und Masterabschlüssen der Lehrkräfteausbildung in Baden-Württemberg
(Rahmenvorgabenverordnung Lehramtsstudiengänge - RahmenVO-KM)
Vom 27. April 2015
Zum 18.07.2019 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 2 und 6 sowie Vorbemerkungen zu den Anlagen geändert durch Artikel 27 des Gesetzes vom 19. Februar 2019 (GBl. S. 37, 52)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Es wird verordnet auf Grund von

1.

§ 35 Absatz 3 des Schulgesetzes in der Fassung vom 1. August 1983 (GBl. S. 397), geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 18. Dezember 1995 (GBl. 1996 S. 29),

2.

§ 15 Absatz 4 des Landesbeamtengesetzes (LBG) vom 9. November 2010 (GBl. S. 793, 794),

3.

§ 34 Absatz 5 des Landeshochschulgesetzes (LHG) vom 1. Januar 2005 (GBl. S. 1), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 1. April 2014 (GBl. S. 99) im Einvernehmen mit dem Wissenschaftsministerium:


§ 1
Anwendungsbereich, Bezeichnungen, Grundlagen, Ziele

(1) Die gestuften lehramtsbezogenen Studiengänge sichern die Professionalität und Qualität künftiger Lehrkräfte allgemein bildender Schulen; sie vermitteln dafür integriert fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Kenntnisse und Kompetenzen sowie schulpraktische Erfahrungen. Sie eröffnen auch die Möglichkeit, sich andere Berufsfelder sowie den vereinfachten Einstieg in fachwissenschaftliche Studiengänge zu erschließen.

(2) Diese Verordnung bestimmt grundlegende Elemente des Bachelor- und Masterstudiums sowie für alle Fächer und Fachrichtungen Kompetenzen und Studieninhalte, die in den Studien- und Prüfungsordnungen der Pädagogischen Hochschulen, der Universitäten, der Kunsthochschulen und Musikhochschulen sowie der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg umgesetzt werden.

(3) Die genannten Hochschulen haben bei der Umstellung auf die gestufte Studiengangstruktur folgende Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK) in der jeweils geltenden Fassung zu beachten:

1.

vom 6. Mai 1994 in der Fassung vom 10. Oktober 2013 »Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung für sonderpädagogische Lehrämter (Lehramtstyp 6)«

2.

vom 28. Februar 1997 in der Fassung vom 10. Oktober 2013 »Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung für Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe (Lehramtstyp 1)«

3.

vom 28. Februar 1997 in der Fassung vom 7. März 2013 »Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung für Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I (Lehramtstyp 3)«

4.

vom 28. Februar 1997 in der Fassung vom 7. März 2013 »Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung für Lehrämter für die Sekundarstufe II (allgemeinbildende Fächer) oder für das Gymnasium (Lehramtstyp 4)«

5.

vom 10. Oktober 2003 in der Fassung vom 4. Februar 2010 »Ländergemeinsame Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen«

6.

vom 16. Dezember 2004 in der Fassung vom 12. Juni 2014 »Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften«

7.

vom 2. Juni 2005 »Eckpunkte für die gegenseitige Anerkennung von Bachelor- und Masterabschlüssen in Studiengängen, mit denen die Bildungsvoraussetzungen für ein Lehramt vermittelt werden«

8.

vom 16. Oktober 2008 in der Fassung vom 11. Dezember 2014 »Ländergemeinsame inhaltliche Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung«

9.

vom 7. März 2013 in der Fassung vom 27. Dezember 2013 »Regelungen und Verfahren zur Erhöhung der Mobilität und Qualität von Lehrkräften; Ländergemeinsame Umsetzungsrichtlinien für die Anpassung von Regelungen und Verfahren bei der Einstellung in Vorbereitungs- und Schuldienst sowie für die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen in Studiengängen der Lehramtsausbildung«

10.

vom 7. März 2013 »Empfehlungen zur Eignungsabklärung in der ersten Phase der Lehrerbildung«.

Die Beschlüsse der KMK sind veröffentlicht im Internet unter www.kmk.org und in der Sammlung der Beschlüsse der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, Loseblattwerke, Carl Link Verlag.

(4) Die von allgemein bildenden Lehramtsstudiengängen mit dem Abschluss Erstes Staatsexamen für ein Lehramt auf die gestufte Studiengangstruktur umgestellten Studiengänge der Lehrkräfteausbildung werden nach den Lehramtstypen der Rahmenvereinbarungen der KMK auf das Lehramt Grundschule (Lehramtstyp 1 nach Absatz 3 Nummer 2), Lehramt Sekundarstufe I (Lehramtstyp 3 nach Absatz 3 Nummer 3), Lehramt Gymnasium (Lehramtstyp 4 nach Absatz 3 Nummer 4) und Lehramt Sonderpädagogik (Lehramtstyp 6 nach Absatz 3 Nummer 1) ausgerichtet. Sie umfassen jeweils lehramtsbezogen einen Bachelor of Education, Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Fine Arts oder Bachelor of Music und einen ebenfalls lehramtsbezogenen Master of Education, der den Zugang zum Vorbereitungsdienst für das jeweilige aufgeführte Lehramt vermittelt. Beim Lehramt Grundschule eröffnet das mit 240 Leistungspunkten nach dem europäischen System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS-Punkte) nach § 2 Absatz 3 absolvierte Studium den Zugang zum entsprechenden Vorbereitungsdienst.

§ 2
Studienumfang, Regelstudienzeiten, Kooperationen, Schulpraxis

(1) Der Studien- und Prüfungsumfang für Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften und schulpraktische Anteile beträgt für die Bachelor- und Masterstudiengänge insgesamt 300 ECTS-Punkte und wird in dieser Verordnung jeweils innerhalb der erforderlichen Gesamtleistung für den Bachelor- (180 ECTS-Punkte) und den Masterstudiengang (120 ECTS-Punkte) zusammen ausgewiesen; für das Lehramt Gymnasium mit Kunst oder Musik beträgt er 360 ECTS-Punkte nach § 6. Die jeweilige Aufteilung der Studienanteile und Studieninhalte auf den Bachelor- und den Masterstudiengang nehmen die Hochschulen in ihren jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen vor. Beim Studiengang für das Lehramt Grundschule werden für den Masterstudiengang pauschal 60 ECTS-Punkte aus dem Vorbereitungsdienst auf den Abschluss Master of Education angerechnet. Hierfür wird von den zuständigen Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte den Anwärterinnen und Anwärtern pauschal eine erfolgreich durchlaufene Ausbildungszeit von zwölf Monaten im Vorbereitungsdienst für das Lehramt Grundschule schriftlich bestätigt.

(2) In ihren Studien- und Prüfungsordnungen können die Hochschulen ECTS-Punkte für angebotene Module entsprechend den in § 4 Absatz 1 und 2, § 5 Absatz 1, § 6 Absatz 1, 2 und 3 sowie § 7 Absatz 1 ausgewiesenen Tabellen variieren; die Gesamtanzahl der ECTS-Punkte für den Bachelorstudiengang beziehungsweise für den Masterstudiengang bleibt davon unberührt.

(3) Die Regelstudienzeiten betragen für die Studiengänge der Lehrämter Sekundarstufe I, Gymnasium und Sonderpädagogik jeweils zehn Semester (davon sechs Semester für den Bachelorstudiengang und vier Semester für den Masterstudiengang), bei den Studiengängen des Lehramts Gymnasium mit Kunst oder Musik zwölf Semester (davon acht Semester für den Bachelorstudiengang und vier Semester für den Masterstudiengang) und bei den Studiengängen für das Lehramt Grundschule acht Semester (davon sechs Semester für den Bachelorstudiengang und zwei Semester für den Masterstudiengang).

(4) Soweit in den Anlagen 2 und 4 vorgeschriebene Kenntnisse in einer alten Fremdsprache (Latein, Griechisch, Hebräisch) nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, bleiben je Fremdsprache bis zu zwei Semester unberücksichtigt. Sind moderne Fremdsprachen Studienvoraussetzung, können für diese, mit Ausnahme von Englisch, zusammen bis zu zwei Semester zusätzlich verwendet werden. Diese Studienvoraussetzungen sind Zulassungsvoraussetzung zum Vorbereitungsdienst.

(5) Bei der Ausgestaltung der Studiengänge streben die beteiligten Hochschulen soweit als möglich strukturierte und institutionalisierte Kooperationen an.

(6) Der Übergang von einem lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang auf einen auf ein anderes Lehramt bezogenen Masterstudiengang ist auch hochschulübergreifend möglich. Gegebenenfalls fehlende fachliche Qualifikationen und schulpraktische Studien sind nachzuholen. Studiengänge für das Lehramt Grundschule, das Lehramt Sekundarstufe I und für das Lehramt Sonderpädagogik bleiben den Pädagogischen Hochschulen zugeordnet. Studiengänge für das Lehramt Gymnasium bleiben den Universitäten, Musikhochschulen, Kunsthochschulen sowie der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg zugeordnet.

(7) Studiengänge mit dem Ziel eines nach § 1 Absatz 4 lehramtsbezogenen Bachelorabschlusses des Lehramts Sekundarstufe I werden von den Pädagogischen Hochschulen, Studiengänge mit dem Ziel eines entsprechenden lehramtsbezogenen Bachelorabschlusses des Lehramts Gymnasium werden von den Universitäten, Musikhochschulen, Kunsthochschulen sowie der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg angeboten. Die in Satz 1 genannten Hochschulen können gemeinsam verantwortete Studiengänge mit dem Abschluss Master of Education anbieten. Sie kooperieren miteinander bei Fächerkombinationen mit Bildender Kunst, Musik oder Jüdischer Religionslehre und stimmen die Studien- und Prüfungsordnungen ab, so dass ein Studium entsprechender Fächerkombinationen insbesondere in zeitlicher Hinsicht sinnvoll möglich ist. In den Fachdidaktiken können die Universitäten, Musikhochschulen, Kunsthochschulen sowie die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg mit Pädagogischen Hochschulen und mit den Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasien) kooperieren. Fachdidaktische Veranstaltungen werden forschungsbasiert ausgerichtet und müssen den besonderen Erfordernissen der schulischen Ausbildung in allen Stufen des Gymnasiums Rechnung tragen.

(8) Der Zugang zu einem lehramtsbezogenen Masterstudiengang setzt den Nachweis über den Abschluss eines lehramtsbezogenen Bachelorstudiengangs nach § 1 Absatz 4 voraus, der Studienanteile von zwei Fachwissenschaften und ihren Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien umfasst. In Ausnahmefällen ist der Zugang zu einem lehramtsbezogenen Masterstudiengang auch nach Abschluss eines Fachbachelorstudiengangs möglich, der lehramtsbezogene Elemente gemäß Satz 1 enthält. Voraussetzung ist, dass fehlende Studienleistungen eines entsprechenden lehramtsbezogenen Bachelorstudiengangs bis zur Anmeldung zur Masterarbeit nachgeholt sind. Die Regelungen zu den Studienumfängen in den §§ 4 bis 7 sind jeweils zu berücksichtigen. Insgesamt dürfen die fehlenden Studienleistungen eine Höchstgrenze von 50 ECTS-Punkten nicht überschreiten. Näheres regeln die Hochschulen in ihren Zulassungssatzungen. § 59 Absatz 1 Satz 1 LHG bleibt unberührt.

(9) Inhalte zu Grundfragen der Inklusion werden in jedem Lehramtsstudium (Bachelorstudiengang und Masterstudiengang) in den Bildungswissenschaften mit mindestens sechs ECTS-Punkten studiert. Daneben sind in den Anlagen Fragen der Inklusion berücksichtigt.

(10) Vertiefungsfächer aus dem Bereich der Sonderpädagogik können in allen Lehramtsstudiengängen optional angeboten werden. Darüber hinaus besteht für Studierende aller lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengänge die Möglichkeit, nach § 7 Absatz 6 innerhalb des jeweiligen Lehramts eine sonderpädagogische Fachrichtung als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang zu studieren.

(11) Innerhalb der Regelstudienzeit werden schulpraktische Studien im Bachelor- und im Masterstudiengang absolviert. Diese sind beim Lehramt Grundschule und beim Lehramt Sonderpädagogik das Orientierungspraktikum und das Integrierte Semesterpraktikum während des Bachelorstudiengangs und gegebenenfalls weitere Praktika im Masterstudiengang, die auch im Ausland stattfinden können; beim Lehramt Sekundarstufe I das Orientierungspraktikum im Bachelorstudiengang und das Integrierte Semesterpraktikum sowie gegebenenfalls weitere Praktika im Masterstudiengang, die auch im Ausland stattfinden können; beim Lehramt Gymnasium das Orientierungspraktikum im Bachelorstudiengang und das Schulpraxissemester im Masterstudiengang.

(12) Ausbildungsschulen sind die jeweiligen öffentlichen und mit Genehmigung des Regierungspräsidiums auch staatlich anerkannten privaten Schulen. Die Schulen sind verpflichtet, die zur Durchführung der schulpraktischen Studien erforderlichen Praktikumsplätze in ausreichender Zahl bereitzustellen. Schulleiterinnen oder Schulleiter und die von ihnen Beauftragten (Ausbildungslehrkräfte, Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater) betreuen die Studierenden und sind ihnen gegenüber weisungsbefugt.

(13) Die Studierenden dokumentieren und reflektieren den systematischen Aufbau berufsbezogener Kompetenzen in den einzelnen Praxiselementen ihrer Ausbildung in einem Portfolio. Das Portfolio wird in der Regel von Beginn des Studiums bis zum Ende des Vorbereitungsdienstes geführt. Es dokumentiert die Ausbildung als zusammenhängenden berufsbiographischen Prozess.

§ 3
Akkreditierung

(1) Lehramtsbezogene Bachelor- und Masterstudiengänge sind nach § 30 Absatz 4 Satz 4 LHG zu akkreditieren. Im Rahmen der Akkreditierung sind auch die hierzu einschlägigen Beschlüsse der KMK nach § 1 Absatz 3 in der jeweils geltenden Fassung sowie die landesspezifischen inhaltlichen und strukturellen Vorgaben zu berücksichtigen. Lehramtsbezogene Bachelor- und Masterstudiengänge werden innerhalb von fünf Jahren nachlaufend akkreditiert.

(2) Im Verfahren zur Programmakkreditierung von lehramtsbezogenen Masterstudiengängen wirkt zur Sicherung der staatlichen Verantwortung für die inhaltlichen Anforderungen der Lehrkräfteausbildung eine Vertreterin oder ein Vertreter des für das Schulwesen zuständigen Kultusministeriums mit, dessen Zustimmung zur Akkreditierung erforderlich ist.

(3) Verfügt eine Hochschule über eine Systemakkreditierung, muss sie gewährleisten, dass die Qualitätssicherung auch gegenüber den lehramtsbezogenen Studiengängen durch entsprechende Programmstichproben angemessen erfolgt. Die Regelungen zur Qualitätssicherung der lehramtsbezogenen Studiengänge sind mit dem Kultusministerium abzustimmen.

§ 4
Lehramt Grundschule

(1) Der Studienumfang für das Lehramt Grundschule wird wie folgt ausgewiesen:

Lehramt Grundschule

ECTS-Punkte

Fächer, davon

insgesamt 126

Grundbildung Deutsch oder Mathematik

mindestens 21

Fach 1 (Deutsch oder Mathematik)

mindestens 50

Fach 2

mindestens 50

Bildungswissenschaften

63

Schulpraktische Studien

30

Bachelor-/Masterarbeiten

21

Summe

240

(2) Der Studienumfang für das Lehramt Grundschule mit der Profilierung »Europalehramt« wird wie folgt ausgewiesen:

Lehramt Grundschule
Europalehramt

ECTS-Punkte

Fächer, davon

insgesamt 126

Grundbildung Deutsch oder Mathematik

mindestens 21

Fach 1 (Englisch oder Französisch)

mindestens 50

Fach 2 (bilinguales Sachfach)

mindestens 50

Bildungswissenschaften

63

Schulpraktische Studien

30

Bachelor-/Masterarbeiten

21

Summe

240

(3) Das Studium ist ausgerichtet auf die Erfordernisse der Bildung und Erziehung der Altersgruppe der fünf- bis zwölfjährigen Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung grundlegender Aspekte der Didaktik der Primarstufe und des Anfangsunterrichts. Das in den Grundschulen vorherrschende Klassenlehrerprinzip bedingt eine breit angelegte Ausbildung der Lehrkräfte dieser Schulart, wobei der Entwicklung der personalen Kompetenzen besondere Bedeutung beigemessen wird. Angesichts der heterogenen Lerngruppen in der Grundschule nehmen die Kooperation mit den Eltern und die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz sowie der Diagnose- und Förderkompetenz, insbesondere im Hinblick auf integrative und inklusive Bildungsangebote, einen hohen Stellenwert ein. Der Übergang aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung und Erziehung in die Grundschule sowie von der Grundschule in den Sekundarbereich der weiterführenden Schulen ist zu berücksichtigen. Querschnittskompetenzen sind in der Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, in der Medienkompetenz und -erziehung, der Prävention, der Bildung für nachhaltige Entwicklung, im Umgang mit berufsethischen Fragestellungen, der Gendersensibilität und in der Fähigkeit zur Teamarbeit zu sehen. Sie sind angesichts ihrer übergeordneten Bedeutung in den Bildungswissenschaften und allen Fächern zu verankern. Es werden vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und schulpraktischen Studien angestrebt.

(4) Das Studium umfasst Grundbildung in Deutsch oder in Mathematik, zwei Fächer, Studienanteile Deutsch als Zweitsprache, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien; die Grundbildung darf nicht in dem nach Absatz 1 gewählten ersten Fach Deutsch oder Mathematik studiert werden. Ein Fach ist Deutsch oder Mathematik. Als zweites Fach kann gewählt werden: Englisch, Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Französisch, Islamische Theologie/Religionspädagogik, Katholische Theologie/Religionspädagogik, Kunst, Musik, naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht (mit Schwerpunkt in Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Physik oder Technik), sozialwissenschaftlicher Sachunterricht (mit Schwerpunkt in Geographie, Geschichte, Politikwissenschaft oder Wirtschaftswissenschaft) oder Sport.

(5) Die Fächer Evangelische Theologie/Religionspädagogik oder Katholische Theologie/Religionspädagogik kann im Hinblick auf eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg nur wählen, wer der jeweiligen Konfession angehört. Darüber sind die Studierenden bei ihrer Immatrikulation zu informieren.

(6) Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie. Für die philosophischen, ethischen und politikwissenschaftlichen Grundfragen der Bildung sowie die christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerte unter besonderer Berücksichtigung der Pädagogik und Didaktik der Primarstufe und der frühkindlichen Bildung werden ECTS-Punkte aus den Bildungswissenschaften verwendet. Schwerpunktbildungen sind möglich, wobei jeweils christlich-abendländische Bildungs- und Kulturwerte zu berücksichtigen sind.

(7) Ein zusätzliches in Anlage 1 angeführtes Fach kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang mit 60 ECTS-Punkten, davon mindestens 50 ECTS-Punkte im Fach, studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums. Fächer mit abweichendem Umfang können studiert werden, sofern hierfür seitens der Pädagogischen Hochschule ein Studiengang mit entsprechender Studien- und Prüfungsordnung eingerichtet worden ist.

(8) Die schulpraktischen Studien (30 ECTS-Punkte), die von den Pädagogischen Hochschulen betreut werden, umfassen das begleitete Orientierungspraktikum im Umfang von in der Regel drei Wochen bis spätestens zum Beginn des dritten Semesters des Bachelorstudiengangs, das Integrierte Semesterpraktikum im Umfang von in der Regel mindestens zwölf Wochen nicht vor dem dritten Semester und gegebenenfalls weitere Praktika.

(9) Die Pädagogischen Hochschulen legen die zeitliche Einfügung des Integrierten Semesterpraktikums in den Studienablauf fest. Es wird in der Regel in einem zusammenhängenden Zeitraum absolviert. Ein Anspruch auf einen Praktikumsplatz an einer bestimmten Schule besteht nicht. Das Integrierte Semesterpraktikum wird von den Schulpraxisämtern der Pädagogischen Hochschulen organisiert. Es umfasst Unterricht (Hospitation und angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von in der Regel 130 Unterrichtsstunden, davon insgesamt angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von mindestens 30 Unterrichtsstunden) und Teilnahme an möglichst vielen Arten von Konferenzen, Besprechungen, Beratungsgesprächen und weiteren schulischen und außerschulischen Veranstaltungen auch in Kooperation mit anderen schulischen und außerschulischen Partnern und mit den Eltern. Eingeschlossen ist die Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden begleitenden Ausbildungsveranstaltungen der Pädagogischen Hochschule.

(10) Am Ende des Integrierten Semesterpraktikums entscheiden zwei betreuende Hochschullehrkräfte der Pädagogischen Hochschule aus den Fächern oder den Bildungswissenschaften gemeinsam mit der Schule, ob das Integrierte Semesterpraktikum bestanden wurde. Das Ergebnis und bei Nichtbestehen auch die tragenden Gründe der Entscheidung werden der oder dem Studierenden in einem schriftlichen Bescheid der Pädagogischen Hochschule mit der Feststellung »Integriertes Semesterpraktikum bestanden« oder »Integriertes Semesterpraktikum nicht bestanden« mitgeteilt. Grundlage der Entscheidung ist, ob die didaktischen, methodischen und personalen Kompetenzen im Praktikum dem erreichten Ausbildungsgrad entsprechend in hinreichender Weise erkennbar sind. Kriterien für die Beurteilung dieser Kompetenzen werden in den Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen festgelegt. Ist das Integrierte Semesterpraktikum nicht bestanden, führen die betreuenden Hochschullehrkräfte und die oder der nach § 2 Absatz 12 Satz 3 beauftragte Ausbildungsberaterin oder Ausbildungsberater auf Wunsch der Studierenden eine abschließende Beratung durch. Bei Nichtbestehen kann das integrierte Semesterpraktikum einmal wiederholt werden. Bei erneutem Nichtbestehen erlischt der Prüfungsanspruch im lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang; eine Zulassung zum Masterstudiengang Lehramt Grundschule und zum entsprechenden Vorbereitungsdienst ist ausgeschlossen.

(11) Die Masterarbeit kann in den Fächern und in den Bildungswissenschaften angefertigt werden.

(12) Das Lehramt Grundschule mit der Profilierung Europalehramt verbindet das Studium für das Lehramt Grundschule mit bilingualem Lehren und Lernen sowie mit kultureller Diversität und schließt ein verbindliches Auslandssemester ein. Verpflichtend zu wählen sind die Grundbildung Deutsch und Deutsch als Zweitsprache oder die Grundbildung Mathematik sowie das Fach Englisch oder Französisch und ein bilinguales Sachfach (Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Islamische Theologie/Religionspädagogik, Katholische Theologie/Religionspädagogik, Kunst, Musik, naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht, sozialwissenschaftlicher Sachunterricht oder Sport) entsprechend der Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule. 20 ECTS-Punkte aus den Fächern sollen für bilinguales Lehren und Lernen verwendet werden. Das Thema der Masterarbeit soll auf die Profilierung Europalehramt bezogen sein. Die Arbeit kann in der gewählten Zielsprache verfasst werden. Die schulpraktischen Studien nach Absatz 8 umfassen auch bilinguales Lehren und Lernen sowie kulturelle Diversität.

(13) Der Integrierte Studiengang für das Lehramt Grundschule wird an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Université de Haute-Alsace in Mulhouse auf der Basis des deutsch-französischen Kooperationsvertrags in der jeweils geltenden Fassung studiert.

(14) Die jeweiligen inhaltlichen Anforderungen an die Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen ergeben sich aus den Anlagen 1, 8 und 9.

§ 5
Lehramt Sekundarstufe I

(1) Der Studienumfang für das Lehramt Sekundarstufe I wird wie folgt ausgewiesen:

Lehramt Sekundarstufe I

ECTS-Punkte

2 Fächer, davon jeweils

insgesamt 186

Fachwissenschaft

insgesamt 138

 

je Fach mindestens 65

Fachdidaktik

insgesamt 48

 

je Fach mindestens 21

Bildungswissenschaften

63

Schulpraktische Studien

30

Bachelor-/Masterarbeiten

21

Summe

300

(2) Das Studium ist ausgerichtet auf die Erfordernisse der Bildung und Erziehung der Altersgruppe der 9- bis 17-jährigen Schülerinnen und Schüler, wobei der Entwicklung der personalen Kompetenzen besondere Bedeutung beigemessen wird. Angesichts der heterogenen Lerngruppen in den Schulen nehmen die Kooperation mit den Eltern, die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz sowie der Diagnose- und Förderkompetenz insbesondere im Hinblick auf integrative und inklusive Bildungsangebote einen hohen Stellenwert ein. Querschnittskompetenzen sind in der Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, in der Medienkompetenz und -erziehung, der Prävention, der Bildung für nachhaltige Entwicklung, im Umgang mit berufsethischen Fragestellungen, der Gendersensibilität und in der Fähigkeit zur Teamarbeit zu sehen. Sie sind angesichts ihrer übergeordneten Bedeutung in den Bildungswissenschaften und allen Fächern zu verankern. Es werden vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und schulpraktischen Studien angestrebt.

(3) Das Studium umfasst zwei Fächer, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien. Fachwissenschaften und Fachdidaktiken (Fächer) sind: Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Deutsch mit Studienanteilen Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Ethik, Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Französisch, Geographie, Geschichte, Informatik, Islamische Theologie/Religionspädagogik, Katholische Theologie/Religionspädagogik, Kunst, Mathematik, Musik, Physik, Politikwissenschaft, Sport, Technik sowie Wirtschaftswissenschaft. Für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg ist die Kombination von Katholischer Theologie/Religionspädagogik oder Evangelischer Theologie/Religionspädagogik oder Islamischer Theologie/Religionspädagogik untereinander ausgeschlossen; die Kombination eines dieser Fächer mit Ethik ist nicht möglich.

(4) Die Fächer Evangelische Theologie/Religionspädagogik oder Katholische Theologie/Religionspädagogik kann im Hinblick auf eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg nur wählen, wer der jeweiligen Konfession angehört. Darüber sind die Studierenden bei ihrer Immatrikulation zu informieren.

(5) Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie. Für die philosophischen, ethischen und politikwissenschaftlichen Grundfragen der Bildung sowie die christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerte unter besonderer Berücksichtigung der Pädagogik und Didaktik der Sekundarstufe I werden ECTS-Punkte aus den Bildungswissenschaften verwendet. Schwerpunktbildungen sind möglich, wobei jeweils christlich-abendländische Bildungs- und Kulturwerte zu berücksichtigen sind.

(6) Ein zusätzliches in den Anlagen 2 und 3 angeführtes Fach kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang mit 90 ECTS-Punkten studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums. Fächer mit abweichendem Umfang können studiert werden, sofern hierfür seitens der Hochschule ein Studiengang mit entsprechender Studien- und Prüfungsordnung eingerichtet worden ist. Bei einem Erweiterungsstudium mit dem Umfang 90 ECTS-Punkte muss der Anteil der Fachwissenschaft mindestens 65 ECTS-Punkte und der Anteil der Fachdidaktik mindestens 21 ECTS-Punkte betragen. Mit dem Bestehen der Erweiterungsprüfung bei einem Studienumfang von 90 ECTS-Punkten wird die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach für das Lehramt Sekundarstufe I nach § 1 Absatz 4 erworben.

(7) Die schulpraktischen Studien (30 ECTS-Punkte), die von den Pädagogischen Hochschulen betreut werden, umfassen das begleitete Orientierungspraktikum im Umfang von in der Regel drei Wochen bis spätestens zum Beginn des vierten Semesters des Bachelorstudiengangs, das Integrierte Semesterpraktikum im Umfang von in der Regel mindestens zwölf Wochen zu Beginn des Masterstudiengangs und gegebenenfalls weitere Praktika.

(8) Die Pädagogischen Hochschulen legen die zeitliche Einfügung des Integrierten Semesterpraktikums, das an Werkreal- und Hauptschulen sowie Realschulen und an Gemeinschaftsschulen absolviert werden kann, in den Studienablauf des Masterstudiengangs fest. Es wird in der Regel in einem zusammenhängenden Zeitraum absolviert. Ein Anspruch auf einen Praktikumsplatz an einer bestimmten Schule besteht nicht. Das Integrierte Semesterpraktikum wird von den Schulpraxisämtern der Pädagogischen Hochschulen organisiert. Wer sein Integriertes Semesterpraktikum absolviert, nimmt unter kontinuierlicher Beratung der oder des nach § 2 Absatz 12 Satz 3 beauftragten Ausbildungsberaterin oder Ausbildungsberaters am gesamten Schulleben teil. Dies umfasst Unterricht (Hospitation und angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von in der Regel 130 Unterrichtsstunden, davon insgesamt angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von mindestens 30 Unterrichtsstunden) und Teilnahme an möglichst vielen Arten von Konferenzen, Besprechungen, Beratungsgesprächen und weiteren schulischen und außerschulischen Veranstaltungen, auch in Kooperation mit anderen schulischen und außerschulischen Partnern und mit den Eltern. Eingeschlossen ist die Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden begleitenden Ausbildungsveranstaltungen der Pädagogischen Hochschule.

(9) Am Ende des Integrierten Semesterpraktikums entscheiden zwei betreuende Hochschullehrkräfte der Pädagogischen Hochschule aus den Fächern oder den Bildungswissenschaften gemeinsam mit der Schule, ob das Integrierte Semesterpraktikum bestanden wurde. Das Ergebnis und bei Nichtbestehen auch die tragenden Gründe der Entscheidung werden der oder dem Studierenden in einem schriftlichen Bescheid der Pädagogischen Hochschule mit der Feststellung »Integriertes Semesterpraktikum bestanden« oder »Integriertes Semesterpraktikum nicht bestanden« mitgeteilt. Grundlage der Entscheidung ist, ob die didaktischen, methodischen und personalen Kompetenzen im Praktikum dem erreichten Ausbildungsgrad entsprechend in hinreichender Weise erkennbar sind. Kriterien für die Beurteilung dieser Kompetenzen werden in den Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen festgelegt. Ist das Integrierte Semesterpraktikum nicht bestanden, führen die betreuenden Hochschullehrkräfte und die oder der nach § 2 Absatz 12 Satz 3 beauftragte Ausbildungsberaterin oder Ausbildungsberater auf Wunsch der Studierenden eine abschließende Beratung durch. Bei Nichtbestehen kann das Integrierte Semesterpraktikum einmal wiederholt werden. Bei erneutem Nichtbestehen erlischt der Prüfungsanspruch im lehramtsbezogenen Masterstudiengang; eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst ist ausgeschlossen.

(10) Die Masterarbeit kann in den Fächern und in den Bildungswissenschaften angefertigt werden.

(11) Das Lehramt Sekundarstufe I mit der Profilierung Europalehramt verbindet das Studium für das Lehramt Sekundarstufe I mit bilingualem Lehren und Lernen sowie mit kultureller Diversität auf der Grundlage der Zielsprache Englisch oder Französisch und schließt ein verbindliches Auslandssemester ein. Zu wählen sind als Fach Englisch oder Französisch und ein bilinguales Sachfach (Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Ethik, Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Geographie, Geschichte, Islamische Theologie/Religionspädagogik, Katholische Theologie/Religionspädagogik, Kunst, Mathematik, Musik, Physik, Politikwissenschaft, Sport, Technik oder Wirtschaftswissenschaft) entsprechend der Studienordnung der Hochschule. 20 ECTS-Punkte aus den Fächern sollen für bilinguales Lehren und Lernen verwendet werden. Das Thema der Masterarbeit soll auf die Profilierung Europalehramt bezogen sein. Die Arbeit kann in der gewählten Zielsprache verfasst werden. Die schulpraktischen Studien umfassen auch bilinguales Lehren und Lernen sowie kulturelle Diversität.

(12) Die jeweiligen inhaltlichen Anforderungen an die Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen ergeben sich aus den Anlagen 2, 3, 8 und 9.

§ 6
Lehramt Gymnasium

(1) Der Studienumfang für das Lehramt Gymnasium wird allgemein wie folgt ausgewiesen:

Lehramt Gymnasium

ECTS-Punkte

2 Fächer, davon jeweils

insgesamt 218

Fachwissenschaft

insgesamt 188

 

je Fach mindestens 90

Fachdidaktik

je Fach 15

Bildungswissenschaften

45

Schulpraxissemester

16

Bachelor-/Masterarbeiten

21

Summe

300

(2) Der Studienumfang für das Lehramt Gymnasium mit dem Fach Bildende Kunst und einem wissenschaftlichen Fach wird wie folgt ausgewiesen:

Lehramt Gymnasium
mit dem Fach Bildende Kunst

ECTS-Punkte

Bildende Kunst und wissenschaftliches Fach, davon

insgesamt 278

Bildende Kunst

mindestens 150

Wissenschaftliches Fach

mindestens 90

Fachdidaktik

je Fach 15

Bildungswissenschaften

45

Schulpraxissemester

16

Bachelor-/Masterarbeiten

21

Summe

360

(3) Der Studienumfang für das Lehramt Gymnasium mit dem Fach Musik und einem wissenschaftlichen Fach oder Verbreiterungsfach wird wie folgt ausgewiesen:

Lehramt Gymnasium
mit dem Fach Musik

ECTS-Punkte

Musik und wissenschaftliches Fach oder Verbreiterungsfach, davon

insgesamt 278

Musik

mindestens 150

Wissenschaftliches Fach oder Verbreiterungsfach

mindestens 90

Fachdidaktik

je Fach 15

Bildungswissenschaften

45

Schulpraxissemester

16

Bachelor-/Masterarbeiten

21

Summe

360

(4) Das Studium ist ausgerichtet auf die Erfordernisse der Bildung und Erziehung von 9- bis 19-jährigen Schülerinnen und Schülern, die zur Studierfähigkeit führen. Der Entwicklung der personalen Kompetenzen wird besondere Bedeutung beigemessen. Angesichts der heterogenen Lerngruppen in den Schulen nehmen die Kooperation mit den Eltern, die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz sowie der Diagnose- und Förderkompetenz insbesondere im Hinblick auf integrative und inklusive Bildungsangebote einen hohen Stellenwert ein. Querschnittskompetenzen sind in der Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, in der Medienkompetenz und -erziehung, der Prävention, der Bildung für nachhaltige Entwicklung, im Umgang mit berufsethischen Fragestellungen, der Gendersensibilität und in der Fähigkeit zur Teamarbeit zu sehen. Sie sind angesichts ihrer übergeordneten Bedeutung in den Bildungswissenschaften und allen Fächern zu verankern. Es werden vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und schulpraktische Studien angestrebt.

(5) Das Studium umfasst zwei Fächer, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien. Fachwissenschaften und Fachdidaktiken (Fächer) sind: Bildende Kunst, Biologie, Chemie, Chinesisch, Deutsch mit Studienanteilen Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Evangelische Theologie, Französisch, Geographie, Geschichte, Griechisch, Informatik, Italienisch, Islamische Religionslehre, Jüdische Religionslehre, Katholische Theologie, Latein, Mathematik, Musik, Naturwissenschaft und Technik (NwT), Philosophie/Ethik, Physik, Politikwissenschaft, Russisch, Spanisch, Sport und Wirtschaftswissenschaft. Die Fächer Bildende Kunst und Musik können mit allen in Satz 2 genannten Fächern verbunden werden, nicht jedoch untereinander. Das Fach NwT kann nur in Verbindung mit einem der Fächer Biologie, Chemie, Physik oder Geographie mit Schwerpunkt Physische Geographie studiert werden. Für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg ist die Kombination von Katholischer Theologie oder Evangelischer Theologie oder Jüdischer Religionslehre oder Islamischer Religionslehre untereinander ausgeschlossen; die Kombination eines dieser Fächer mit Philosophie/Ethik ist nicht möglich.

(6) In Kombination mit dem Fach Bildende Kunst oder Musik kann als zweites Fach eine Fachwissenschaft nach § 6 Absatz 5 gewählt werden. In Kombination mit dem Fach Musik kann das Verbreiterungsfach Musik/Jazz und Popularmusik gewählt werden. In Kombination mit dem Fach Bildende Kunst und einer Fachwissenschaft kann das Erweiterungsfach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten nach Absatz 10 Satz 9 im Umfang von 90 ECTS-Punkten nach dem Abschluss Master of Education im Fach Bildende Kunst studiert werden.

(7) Die Zulassung zum Musikstudium (Bachelor of Music) oder zum Kunststudium (Bachelor of Fine Arts) für das Lehramt Gymnasium erfolgt durch eine künstlerische Eignungsprüfung vor Beginn des Studiums. Bei Bestehen des Bachelorabschlusses in Musik oder Bildender Kunst mit Lehramtsanteilen und einem Weiterstudium des Masterstudiengangs mit Abschluss Master of Education in Musik oder Bildender Kunst erfolgt keine neuerliche Eignungsprüfung. Der bestandene Bachelorabschluss in Musik oder Bildender Kunst ersetzt diese. Zum Eintritt in einen Masterstudiengang mit dem Abschluss Master of Education in den Fächern Bildende Kunst oder Musik erfolgen künstlerische Eignungsprüfungen, wenn ein Neueintritt in die Hochschule oder in den Studiengang erfolgt.

(8) Die Fächer Evangelische Theologie oder Katholische Theologie kann im Hinblick auf eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg nur wählen, wer der jeweiligen Konfession angehört. Darüber sind die Studierenden bei ihrer Immatrikulation zu informieren.

(9) Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie. Für die philosophischen, ethischen und politikwissenschaftlichen Grundfragen der Bildung sowie die christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerte unter besonderer Berücksichtigung der Pädagogik und Didaktik der Sekundarstufe I und II werden ECTS-Punkte aus den Bildungswissenschaften verwendet. Schwerpunktbildungen sind möglich, wobei jeweils christlich-abendländische Bildungs- und Kulturwerte zu berücksichtigen sind. Das Orientierungspraktikum ist Bestandteil der Bildungswissenschaften im Bachelorstudiengang.

(10) Ein zusätzliches in den Anlagen 2, 4, 5 und 6 angeführtes Fach kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang mit 90 ECTS-Punkten oder mit 120 ECTS-Punkten studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums. Fächer mit abweichendem Umfang können studiert werden, sofern hierfür seitens der Hochschule ein Studiengang mit entsprechender Studien- und Prüfungsordnung eingerichtet worden ist. Bildende Kunst und Musik können nicht als Erweiterungsfach studiert werden. Die Fächer Informatik, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft können nur im Umfang von 120 ECTS-Punkten studiert werden. Fachwissenschaften und Fachdidaktiken (Fächer), die nur als Erweiterungsfach studiert werden können, sind: In Absatz 5 nicht genannte andere lebende Fremdsprachen, Astronomie, Erziehungswissenschaft, Geologie, Hebräisch, Bildende Kunst/Intermediales Gestalten und Psychologie. Astronomie und Geologie können nur im Umfang von 90 ECTS-Punkten studiert werden. Bei einem Erweiterungsstudium mit dem Umfang von 120 ECTS-Punkten muss der Anteil der Fachwissenschaft mindestens 90 ECTS-Punkte und der Anteil der Fachdidaktik 15 ECTS-Punkte betragen. Bei einem Erweiterungsstudium mit dem Umfang von 90 ECTS-Punkten muss der Anteil der Fachwissenschaft mindestens 65 ECTS-Punkte und der Anteil der Fachdidaktik 15 ECTS-Punkte betragen. Mit dem Bestehen der Erweiterungsprüfung bei einem Umfang von 120 ECTS-Punkten wird die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach auf allen Stufen des Gymnasiums erworben; mit dem Bestehen der Erweiterungsprüfung bei einem Umfang von 90 ECTS-Punkten wird außer im Fach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten und im Fach Musik/Jazz und Popularmusik, für die ein Vorbereitungsdienst folgt, die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach auf der Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums erworben.

(11) Die schulpraktischen Studien umfassen das durch die Hochschulen begleitete Orientierungspraktikum im Umfang von in der Regel drei Wochen im Bachelorstudiengang und das Schulpraxissemester im Umfang von in der Regel zwölf Wochen in einem Wintersemester des Masterstudiengangs. Ein Bachelorabschluss mit Lehramtsbezug setzt den Nachweis des Orientierungspraktikums im Bachelorzeugnis nach § 8 Satz 1 voraus.

(12) Das Schulpraxissemester kann an allgemein bildenden Gymnasien und an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg absolviert werden. In Absprache mit der Schulleitung kann eine benachbarte Gemeinschaftsschule einbezogen werden. Schulen, die Studierende selbst besucht haben, sind ausgeschlossen. Das Schulpraxissemester ermöglicht ein fundiertes Kennenlernen des gesamten Tätigkeitsfeldes Schule unter professioneller Begleitung von Schulen und Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasien beziehungsweise Berufliche Schulen). Es beginnt jeweils im Oktober. Die Studierenden im Schulpraxissemester nehmen am gesamten Schulleben ihrer Schule teil. Dies umfasst Unterricht (Hospitation und angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von in der Regel 120 Unterrichtsstunden, davon insgesamt angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von mindestens 30 Unterrichtsstunden), Teilnahme an möglichst vielen Arten von Dienstbesprechungen, Konferenzen und schulischen Veranstaltungen und Teilnahme an regelmäßig stattfindenden Ausbildungsveranstaltungen der nach § 2 Absatz 12 Satz 3 beauftragten Ausbildungslehrkräfte. Die Universitäten, Musikhochschulen, Kunsthochschulen und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg legen die zeitliche Einfügung des Schulpraxissemesters in den Studienablauf fest. Es wird in der Regel in einem zusammenhängenden Zeitraum absolviert; die einzelne Universität, Musikhochschule, Kunsthochschule oder die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg kann beim Kultusministerium beantragen, dass in den Studienplänen einzelner Fächer die Absolvierung des Schulpraxissemesters in zwei bis drei jährlich mit der Schulverwaltung abgestimmten Modulen vorgesehen werden kann. Die Studierenden erstellen einen schriftlichen Abschlussbericht als Teil des Portfolios nach § 2 Absatz 13. Die Ausbildungslehrkräfte beraten sie kontinuierlich. Die unterrichtliche Praxis wird in regelmäßigen erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Veranstaltungen der Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasien beziehungsweise Berufliche Schulen) begleitet. Das Ausbildungsvolumen hierfür beträgt im Bereich Pädagogik/Pädagogische Psychologie und im Bereich Fachdidaktik jeweils 32 Stunden. Studierende der Musik können das Schulpraxissemester auch im Frühjahr beginnen; das Nähere regeln die Musikhochschulen mit der Schulverwaltung. Ein Anspruch auf einen Praktikumsplatz an einer bestimmten Schule besteht nicht. Das Schulpraxissemester wird von den Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasien beziehungsweise Berufliche Schulen) organisiert.

(13) Am Ende des Schulpraxissemesters schlägt die Ausbildungslehrkraft der Schulleitung nach Anhörung des Seminars für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasien beziehungsweise Berufliche Schulen) eine schriftliche Beurteilung über die didaktischen, methodischen und personalen Kompetenzen der oder des Studierenden vor. Grundlage ist, ob die didaktischen, methodischen und personalen Kompetenzen im Praktikum dem erreichten Ausbildungsgrad entsprechend in hinreichender Weise erkennbar sind. Kriterien für die Beurteilung dieser didaktischen, methodischen und personalen Kompetenzen sind insbesondere:

1.

Fähigkeit zur Strukturierung, Methodenbewusstsein, Reflexionsfähigkeit, fachliches Interesse,

2.

Haltung und Auftreten, Sprache und Kommunikationsfähigkeit, Ausgeglichenheit und Belastbarkeit, Empathiefähigkeit und erzieherisches Wirken.

(14) Im Einvernehmen mit dem Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasien beziehungsweise Berufliche Schulen) erklärt die Schulleitung auf der Grundlage dieses Beurteilungsvorschlags, ob das »Schulpraxissemester bestanden« oder das »Schulpraxissemester nicht bestanden« ist und teilt dies der oder dem Studierenden mit schriftlichem Bescheid, im Falle des Nichtbestehens auch die tragenden Gründe, mit und unterrichtet schriftlich die Hochschule über die Entscheidung. Die Ausbildungslehrkraft führt auf der Grundlage des Abschlussberichts der oder des Studierenden und der Beurteilung durch die Schulleitung eine abschließende Beratung durch. Das Schulpraxissemester ist bestanden, wenn die Beurteilungskriterien nach Absatz 13 Satz 3 erfüllt wurden. Ist das Schulpraxissemester nicht bestanden, kann es einmal wiederholt werden. Ist das Schulpraxissemester erstmalig nicht bestanden, führt die Schule im Einvernehmen mit dem Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasien beziehungsweise Berufliche Schulen) mit der oder dem Studierenden eine Beratung durch. Die Hochschule kann einbezogen werden. Bei erneutem Nichtbestehen erlischt der Prüfungsanspruch im lehramtsbezogenen Masterstudiengang; eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst ist ausgeschlossen.

(15) Eine vergleichbare sonstige Schulpraxis als Fremdsprachenassistentin oder Fremdsprachenassistent, in einer deutschen Schule im Ausland oder in einem Vorbereitungsdienst aus einem anderen Lehramt kann von der Hochschule auf entsprechenden Antrag als Ersatz für maximal acht Wochen des Schulpraxissemesters anerkannt werden. Die letzten vier Wochen des Schulpraxissemesters müssen an einem baden-württembergischen Gymnasium absolviert werden (40 Hospitationsstunden, davon mindestens 15 Stunden eigener angeleiteter Unterricht). Die Begleitveranstaltungen der Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasien beziehungsweise Berufliche Schulen) müssen grundsätzlich besucht werden. Für das Schulpraxissemester im Übrigen gelten die Absätze 11 bis 14 entsprechend.

(16) Die Bachelorarbeit wird in den Fächern angefertigt, die Masterarbeit kann in den Fächern und in den Bildungswissenschaften angefertigt werden. Hochschulen können ECTS-Punkte aus den Fachwissenschaften für Masterarbeiten und gegebenenfalls Bachelorarbeiten vorsehen. Dies gilt auch für Masterarbeiten in den Bildungswissenschaften, soweit ein Bezug zu einem Fach vorliegt. Darüber hinaus können die Hochschulen festlegen, bis zu zwei ECTS-Punkte aus dem Bereich der Bildungswissenschaften für wissenschaftliches Arbeiten zu verwenden. Bei Fächerverbindungen mit Bildender Kunst oder Musik werden die Arbeiten in der Regel in Bildender Kunst oder Musik angefertigt; Studierende können die Bachelorarbeit in der Fachwissenschaft oder den Bildungswissenschaften Bildende Kunst oder Musik anfertigen.

(17) Die jeweiligen inhaltlichen Anforderungen an die Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen ergeben sich aus den Anlagen 2, 4, 5, 6, 8 und 9.

§ 7
Lehramt Sonderpädagogik

(1) Der Studienumfang für das Lehramt Sonderpädagogik wird wie folgt ausgewiesen:

Lehramt Sonderpädagogik

ECTS-Punkte

Fächer, davon

insgesamt 86

Grundbildung Deutsch oder Mathematik

mindestens 21

Fach

mindestens 60

Sonderpädagogische Fachrichtungen

insgesamt 66

Erste Fachrichtung

mindestens 38

Zweite Fachrichtung

mindestens 20

Sonderpädagogische Handlungsfelder

30

Sonderpädagogische Grundlagen einschließlich Medizinmodulen

18

Bildungswissenschaften

45

Schulpraktische Studien

34

Bachelor-/Masterarbeiten

21

Summe

300

(2) Das Studium ist ausgerichtet auf die Erfordernisse der Bildung und Erziehung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sonderpädagogischem Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsbedarf unter Berücksichtigung grundlegender Aspekte der Sonderpädagogik und der Didaktik allgemein bildender Schulen. Heterogene Lerngruppen und das in Sonderschulen vorherrschende Klassenlehrerprinzip bedingen eine breit angelegte Ausbildung der Lehrkräfte. Für die Vorbereitung auf die Tätigkeit in sonderpädagogischen Arbeitsfeldern hat die Entwicklung personaler Kompetenzen einen grundlegenden Stellenwert. Angesichts der schulart- und institutionenübergreifenden Bildungs-, Unterstützungs- und Beratungsaufgaben im Rahmen der sonderpädagogischen Dienste und der Frühförderung kommt der Entwicklung von Kompetenzen, die gelingende Kooperationsprozesse fördern, besondere Bedeutung zu. Querschnittskompetenzen sind in der Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, in der Medienkompetenz und -erziehung, der Prävention, der Bildung für nachhaltige Entwicklung, im Umgang mit berufsethischen Fragestellungen und in der Gendersensibilität zu sehen. Sie sind angesichts ihrer übergeordneten Bedeutung in den Bildungswissenschaften und allen Fächern zu verankern.

(3) Das Studium umfasst Grundbildung Deutsch oder Grundbildung Mathematik aus dem Studiengang Lehramt Grundschule, ein Fach aus dem Studiengang Lehramt Sekundarstufe I, Studienanteile Deutsch als Zweitsprache, Bildungswissenschaften, sonderpädagogische Grundlagen, sonderpädagogische Handlungsfelder, zwei sonderpädagogische Fachrichtungen und schulpraktische Studien.

1.

Sonderpädagogische Fachrichtungen sind: Lernen, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Lernen bei Blindheit und Sehbehinderung sowie Hören.

2.

Sonderpädagogische Handlungsfelder sind:

a.

Sonderpädagogischer Dienst/Kooperation/inklusive Bildungsangebote,

b.

Frühförderung sowie frühkindliche Bildung und Erziehung von Kindern mit Behinderungen,

c.

Ausbildung, Erwerbsarbeit und Leben,

d.

Religiöse Bildung in der Sonderpädagogik,

e.

Kulturarbeit, Gestalten und Lernen,

f.

Pädagogik bei Krankheit,

g.

Leiblichkeit, Bewegung, Körperkultur,

h.

Sprache und Kommunikation.

Das Handlungsfeld Sonderpädagogischer Dienst/Kooperation/inklusive Bildungsangebote ist für alle Studierenden verbindlich. Zwei weitere Handlungsfelder werden aus Satz 2 Nummer 2 Buchstabe b bis h gewählt. Das Handlungsfeld Sprache und Kommunikation gliedert sich in die Schwerpunkte Sprachwissenschaften, Unterstützte Kommunikation, Brailleschrift und Gebärdensprache. Von den Studierenden sind ein bis zwei dieser Schwerpunkte zu wählen. Für Studierende der Fachrichtung Sprache ist das Handlungsfeld Sprache und Kommunikation mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaften verbindlich, für Studierende der Fachrichtung Hören das Handlungsfeld Sprache und Kommunikation mit dem Schwerpunkt Gebärdensprache. Weiterführende Regelungen können in den Studienordnungen getroffen werden. Die Hochschulen sind verpflichtet, die Handlungsfelder Frühförderung sowie frühkindliche Bildung und Erziehung von Kindern mit Behinderungen und Ausbildung, Erwerbsarbeit und Leben anzubieten.

(4) Die Fächer Evangelische Theologie/Religionspädagogik oder Katholische Theologie/Religionspädagogik kann im Hinblick auf eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg nur wählen, wer der jeweiligen Konfession angehört. Darüber sind die Studierenden bei ihrer Immatrikulation zu informieren.

(5) Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie. Für die philosophischen, ethischen und politikwissenschaftlichen Grundfragen der Bildung sowie die christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerte werden ECTS-Punkte aus den Bildungswissenschaften verwendet. Schwerpunktbildungen sind möglich, wobei jeweils christlich-abendländische Bildungs- und Kulturwerte zu berücksichtigen sind. In allen den Bildungswissenschaften zugeordneten Bereichen sind sonderpädagogische Themenstellungen zu berücksichtigen.

(6) Ein zusätzliches Fach aus Anlage 1 mit 60 ECTS-Punkten (davon mindestens 50 ECTS-Punkte im Fach) nach § 4 Absatz 7 oder aus Anlage 2 mit 90 ECTS-Punkten nach § 5 Absatz 6 oder eine weitere sonderpädagogische Fachrichtung mit 60 ECTS-Punkten (einschließlich sonderpädagogischer Grundlagen, Handlungsfelder bezogen auf diese Fachrichtung) kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums. Fächer mit abweichendem Umfang können studiert werden, sofern hierfür seitens der Hochschule ein Studiengang mit entsprechender Studien- und Prüfungsordnung eingerichtet worden ist. Bei einem Erweiterungsstudium mit dem Umfang von 90 ECTS-Punkten muss der Anteil der Fachwissenschaft mindestens 65 ECTS-Punkte und der Anteil der Fachdidaktik mindestens 21 ECTS-Punkte betragen.

(7) Die schulpraktischen Studien (34 ECTS-Punkte), die von den Pädagogischen Hochschulen betreut werden, umfassen das begleitete Orientierungspraktikum im Umfang von in der Regel drei Wochen bis spätestens zum Beginn des dritten Semesters des Bachelorstudiengangs, das Integrierte Semesterpraktikum im Umfang von in der Regel mindestens zwölf Wochen nicht vor dem dritten Semester, das Blockpraktikum von in der Regel vier Wochen oder statt des Blockpraktikums Schulpraxisveranstaltungen mit Praxisanteilen in der zweiten sonderpädagogischen Fachrichtung im Masterstudiengang und gegebenenfalls zusätzlich weitere Praktika. Den Studierenden sind dabei Erfahrungen an einer allgemeinen Schule im Rahmen der Kooperationsfelder der jeweiligen Sonderschulen zu ermöglichen.

(8) Die Pädagogischen Hochschulen legen die zeitliche Einfügung des Integrierten Semesterpraktikums in den Studienablauf des Bachelorstudiengangs fest. Es wird in der Regel in einem zusammenhängenden Zeitraum absolviert. Im Zentrum des Integrierten Semesterpraktikums, das in der Regel in Baden-Württemberg absolviert wird, steht die von den Studierenden gewählte erste sonderpädagogische Fachrichtung sowie die Fachdidaktik des studierten Faches. Das Integrierte Semesterpraktikum wird von der Pädagogischen Hochschule, einer Sonderschule oder einer Schule mit inklusivem Bildungsangebot, welche die Betreuung durch eine Sonderschullehrkraft gewährleistet, verantwortlich begleitet. Ein Anspruch auf einen Praktikumsplatz an einer bestimmten Schule besteht nicht. Das Integrierte Semesterpraktikum wird von den Schulpraxisämtern der Pädagogischen Hochschulen organisiert. Es umfasst Unterricht (Hospitation und angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von in der Regel 130 Unterrichtsstunden, davon insgesamt angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von mindestens 30 Unterrichtsstunden) sowie die Übernahme von Aufgaben in kooperativen Arbeitsfeldern und Teilnahme an Beratungsgesprächen, Besprechungen, Konferenzen, schulischen und außerschulischen Veranstaltungen, auch in Kooperation mit anderen schulischen und außerschulischen Partnern und mit den Eltern. Eingeschlossen ist die Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden begleitenden Ausbildungsveranstaltungen der Pädagogischen Hochschule.

(9) Am Ende des Integrierten Semesterpraktikums entscheiden zwei betreuende Hochschullehrkräfte der Pädagogischen Hochschule aus den Fachrichtungen, Fächern oder Bildungswissenschaften und Schule gemeinsam, ob das Integrierte Semesterpraktikum bestanden wurde. Das Ergebnis und bei Nichtbestehen auch die tragenden Gründe der Entscheidung werden in einem schriftlichen Bescheid der Pädagogischen Hochschule mit der Feststellung »Integriertes Semesterpraktikum bestanden« oder »Integriertes Semesterpraktikum nicht bestanden« mitgeteilt. Grundlage der Entscheidung ist, ob die didaktischen, methodischen und personalen Kompetenzen im Praktikum dem erreichten Ausbildungsgrad entsprechend in hinreichender Weise erkennbar sind. Kriterien für die Beurteilung dieser Kompetenzen werden in den Studien- und Prüfungsordnungen der Pädagogischen Hochschulen festgelegt. Ist das Integrierte Semesterpraktikum nicht bestanden, führen die betreuenden Hochschullehrkräfte und die oder der nach § 2 Absatz 12 Satz 3 beauftrage Ausbildungsberaterin oder Ausbildungsberater auf Wunsch der oder des Studierenden eine abschließende Beratung durch. Bei Nichtbestehen kann das Integrierte Semesterpraktikum einmal wiederholt werden. Bei erneutem Nichtbestehen erlischt der Prüfungsanspruch im lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang; eine Zulassung zum Masterstudiengang Lehramt Sonderpädagogik und zum entsprechenden Vorbereitungsdienst ist ausgeschlossen.

(10) Die Masterarbeit kann in den sonderpädagogischen Grundlagen, den studierten sonderpädagogischen Handlungsfeldern, in der ersten oder zweiten sonderpädagogischen Fachrichtung oder im Fach angefertigt werden. Das Thema muss sonderpädagogische Bezüge aufweisen.

(11) Wer erfolgreich die Erste Staatsprüfung für ein Lehramt oder einen auf ein Lehramt bezogenen Masterstudiengang (mindestens 240 ECTS-Punkte) oder die Zweite Staatsprüfung für ein Lehramt absolviert hat, kann den Abschluss Master of Education Sonderpädagogik auch über ein viersemestriges Aufbaustudium erwerben. Das Aufbaustudium umfasst sonderpädagogische Grundlagen, ein sonderpädagogisches Handlungsfeld sowie die erste und zweite sonderpädagogische Fachrichtung. Die schulpraktischen Studien haben in der Regel einen Umfang von acht Wochen. Die erste und die zweite sonderpädagogische Fachrichtung müssen hierbei gleichermaßen Berücksichtigung finden. Die schulpraktischen Studien können auf zwei Praktika verteilt werden, um schulpraktische Studien sowohl in der ersten als auch in der zweiten sonderpädagogischen Fachrichtung zu ermöglichen.

(12) Die jeweiligen inhaltlichen Anforderungen an die Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen ergeben sich aus den Anlagen 7, 8 und 9.

(13) Wer vor dem Aufbaustudium eine Zweite Staatsprüfung für ein Lehramt bestanden hat, erwirbt mit dem Abschluss Master of Education Sonderpädagogik zugleich die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Schuldienstes für das Lehramt Sonderpädagogik. Wer eine Erste Staatsprüfung für ein Lehramt bestanden oder erfolgreich einen Abschluss eines auf ein Lehramt bezogenen Masterstudiengangs absolviert hat, erwirbt die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Schuldienstes für das Lehramt Sonderpädagogik mit der Zweiten Staatsprüfung.

§ 8
Zeugnisse, Diploma Supplement

Die Zeugnisse über den Bachelor- und den Masterabschluss weisen neben ihrer Bezeichnung auch den Bezug zum jeweiligen Lehramt nach § 1 Absatz 4 auf.

Zu vermerken sind im Bachelor- und im Masterzeugnis jeweils die Themenstellung der Bachelorarbeit und der Masterarbeit sowie die jeweiligen Abschlussnoten für die Fächer, für die Bildungswissenschaften und für die lehramtsbezogenen Studienbereiche sowie für die in anderen Studienangeboten der Hochschule erbrachten Studienleistungen. Das erfolgreiche Absolvieren der schulpraktischen Studien gemäß dem jeweiligen Lehramtsstudium ist im Bachelor- sowie Masterzeugnis aufzuführen. Die Gesamtnote des Masterabschlusses ist im Masterzeugnis aufzuführen. Bei Kooperation verschiedener Hochschulen nach § 2 Absatz 7 werden die Studienanteile jeweils dokumentiert und das Masterzeugnis sowie Diploma Supplement von der Hochschule ausgestellt, an der die Einschreibung besteht, beziehungsweise bei gemeinsam verantworteten Studiengängen von den beteiligten Hochschulen. Bei Studiengängen im Lehramt Gymnasium mit dem Fächern Bildende Kunst oder Musik werden die Bachelor- und Masterzeugnisse in der Regel von der Kunsthochschule oder der Musikhochschule ausgestellt.

§ 9
Übergangsbestimmungen

(1) Diese Verordnung findet auf Studierende Anwendung, die ihr Studium nach dem 31. Juli 2015 aufgenommen haben.

(2) Auf Studierende, die ihr Studium vor dem 1. August 2015 aufgenommen haben, findet

1.

die Grundschullehramtsprüfungsordnung I vom 20. Mai 2011 (GBl. S. 229, ber. S. 394),

2.

die Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung I vom 20. Mai 2011 (GBl. S. 271, ber. S. 394),

3.

die Gymnasiallehrerprüfungsordnung I vom 31. Juli 2009 (GBl. S. 373),

4.

die Sonderpädagogiklehramtsprüfungsordnung I vom 20. Mai 2011 (GBl. S. 316)

in der am 31. Juli 2015 jeweils geltenden Fassung noch bis 31. Juli 2021, die Regelungen der in Nummer 3 genannten Verordnung bei Fächerkombinationen mit Bildender Kunst oder Musik noch grundsätzlich bis 31. Juli 2021 plus zwei Semester Anwendung.

§ 10
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. August 2015 in Kraft. Gleichzeitig treten

1.

die Grundschullehramtsprüfungsordnung I vom 20. Mai 2011 (GBl. S. 229, ber. S. 394), geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 16. November 2012 (GBl. S. 659),

2.

die Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung I vom 20. Mai 2011 (GBl S. 271, ber. S. 394), geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 16. November 2012 (GBl. S. 659, 660),

3.

die Gymnasiallehrerprüfungsordnung I vom 31. Juli 2009 (GBl. S. 373), geändert durch Artikel 8 der Verordnung vom 16. November 2012 (GBl. S. 659, 660),

4.

die Sonderpädagogiklehramtsprüfungsordnung I vom 20. Mai 2011 (GBl. S. 316)

außer Kraft.

STUTTGART, den 27. April 2015

STOCH

Vorbemerkung zu den Anlagen

Die nachfolgenden Fachpapiere sind Grundlage für die Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen für die Lehramtsstudiengänge in Baden-Württemberg.

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen am Ende des Studiums für das Lehramt Grundschule, das Lehramt Sekundarstufe I, das Lehramt Gymnasium und das Lehramt Sonderpädagogik über fachwissenschaftliche, fachdidaktische, bildungswissenschaftliche und unterrichtspraktische Kenntnisse und Kompetenzen für den Unterricht in den Schularten, in denen sie als Lehrerin oder Lehrer tätig werden.

Das in der ersten Phase der Lehrerausbildung erworbene Wissen und Können bildet die Basis für die zweite Phase der Lehrerausbildung an den Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte sowie für die anschließende Phase der Berufsausübung. Die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen werden im Sinne des anschlussfähigen lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt.

Die in den Fachpapieren aufgeführten Kompetenzen und Studieninhalte sind verbindlich. Schwerpunktbildungen sind möglich.

Anlage 1

(zu § 4 Absatz 7 und 14 und § 7 Absatz 6)

Lehramt Grundschule

INHALTSÜBERSICHT

1.

Primarspezifisches Kompetenzprofil

2.

Grundbildung Deutsch/Deutsch als Zweitsprache, Fach Deutsch

3.

Englisch

4.

Bilinguales Lehren und Lernen und kulturelle Diversität im Rahmen des Europalehramts

5.

Evangelische Theologie/Religionspädagogik

6.

Französisch

7.

Islamische Theologie/Religionspädagogik

8.

Katholische Theologie/Religionspädagogik

9.

Kunst

10.

Grundbildung Mathematik, Fach Mathematik

11.

Musik

12.

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht

12.1

Schwerpunktfach Alltagskultur und Gesundheit

12.2

Schwerpunktfach Biologie

12.3

Schwerpunktfach Chemie

12.4

Schwerpunktfach Physik

12.5

Schwerpunktfach Technik

13.

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht

13.1

Schwerpunktfach Geographie

13.2

Schwerpunktfach Geschichte

13.3

Schwerpunktfach Politikwissenschaft

13.4

Schwerpunktfach Wirtschaftswissenschaft

14.

Sport

1.

Primarstufenspezifisches Kompetenzprofil

Im Studium für das Lehramt Grundschule erwerben die Studierenden Kompetenzen, die für ein professionelles Handeln von Lehrerinnen und Lehrern in Grundschulen erforderlich sind. In den Anlagen für das Lehramtsstudium Grundschule werden für die Bildungswissenschaften und die Fächer jeweils bereichs- beziehungsweise fachspezifische Kompetenzprofile beschrieben und dafür relevante Studieninhalte benannt. Diese Beschreibung des Lehramtsstudiums Grundschule orientiert sich an dem von der KMK am 16. Oktober 2008 beschlossenen Fachprofil Grundschulbildung in der Fassung vom 16. Mai 2013:

»Die Studienabsolventinnen und -absolventen haben den Auftrag der Grundschule, Bildung grundzulegen, theoretisch-systematisch und forschungsorientiert erschlossen, anwendungsorientiert erprobt und wissenschaftsbasiert reflektiert. Sie verstehen sich als Vermittler zwischen den Bildungsansprüchen des Kindes und den gesellschaftlich geltenden Bildungsanforderungen. Grundlage dafür ist der respektvolle, wertschätzende Umgang mit den Kindern, der aus einer differenzierten Wahrnehmung und der Erschließung kindlicher Weltzugänge resultiert« (Ländergemeinsame inhaltliche Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung, Beschluss der KMK vom 16.10.2008 i. d. F. vom 16.05.2013, S. 50).

Die Absolventinnen und Absolventen

haben eine wissenschaftlich reflektierte Vorstellung vom Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule in seiner historischen und gesellschaftlichen Bedingtheit,

überblicken die Aufgaben- und Handlungsfelder der Grundschule und haben ein differenziertes professionstheoretisch begründetes Verständnis von der Bedeutung und den Anforderungen des Berufs einer Grundschullehrerin oder eines Grundschullehrers,

haben eine wissenschaftlich begründete Vorstellung von den anthropologisch und soziokulturell-lebensweltlich bedingten Lernvoraussetzungen von Grundschulkindern,

verstehen grundlegende fachwissenschaftliche und fachdidaktische Methoden, Prinzipien, Strukturen und Konzepte in ausgewählten grundschulrelevanten Bildungsbereichen und Fächern in ihrer Anbindung an wissenschaftliche Fachkulturen und können die Bedeutung von anschlussfähigem Wissen und Können für kompetentes Handeln erläutern,

können kind- und sachgerecht begründete Entscheidungen für die Auswahl und Gestaltung von Lernangeboten treffen, kennen grundlegende Methoden und können unter Berücksichtigung fachdidaktischer und pädagogischer Überlegungen Unterricht ziel-, inhalts- und methodenadäquat reflektieren und dabei Aspekte der Medienbildung einbeziehen,

sind in der Lage, Möglichkeiten in der Grundschule bei der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit, auch in inklusiven Settings und in der interkulturellen Erziehung, zu begründen und in der Praxis anzuwenden,

haben einen differenzierten, diagnostisch begründeten Einblick in die Entwicklung und Förderung kognitiver, sozialer und emotionaler Fähigkeiten von Kindern einschließlich ihrer Sprach- und Kommunikationskompetenz, auch unter besonderer Berücksichtigung der Schuleingangsphase,

können Leistungen von Grundschülerinnen und -schülern im Rückgriff auf reflektierte und begründete Maßstäbe und Formen der Leistungsbeurteilung bewerten und ihr Urteil im Hinblick auf eine kindgerechte Rückmeldung, Beratung und Förderung pädagogisch nutzen,

können Ergebnisse von Leistungsvergleichen in der Grundschule und Erkenntnisse grundschulbezogener Schul- und Unterrichtsforschung reflektiert nutzen,

können die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführenden Schulen unter Berücksichtigung der jeweiligen Anforderungen theoretisch reflektieren und praktisch in Kooperation mit den beteiligten Institutionen und Personen sinnvoll gestalten.

2.

Grundbildung Deutsch/Deutsch als Zweitsprache, Fach Deutsch

Die Kompetenzen und die Studieninhalte sind für die Grundbildung Deutsch/Deutsch als Zweitsprache und das Fach Deutsch aufgeführt. Die mit (F) gekennzeichneten Kompetenzen und Studieninhalte sind dem Fach Deutsch zugeordnet und gehen über die Kompetenzen und Studieninhalte der Grundbildung hinaus.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

können mit Methoden der Sprach- und Medienwissenschaft Sprache und andere Medien analysieren und diese in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung verstehen,

können unter Berücksichtigung geeigneter Methoden Literatur in ihren unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen analysieren,

kennen und reflektieren Formen und Besonderheiten des Zweitspracherwerbs und der Mehrsprachigkeit und Interkulturalität für sprachliche und literarische Lernprozesse,

kennen Theorien und Konzepte der Spracherwerbs- und Zweitspracherwerbsforschung (F),

können Kommunikationsprozesse in unterschiedlichen Medien analysieren (F),

können Sprache als Mittel des Denkens und sprachliches Handeln als Mittel der Verständigung reflektieren und deren Bedeutung für Kognition, Lernen und soziale Beziehungen einschätzen (F),

können Kenntnisse über den Prozess der literarischen Sozialisation sowie von Theorien der Produktion und Rezeption literarischer Texte für ein Konzept von Literarizität anwenden,

können die Entwicklung der deutsch-sprachigen Literatur in ihren Grundzügen beschreiben (F),

können mit Methoden der Literaturwissenschaft Form, Gehalt und Wirkung von Literatur in verschiedenen Präsentationsformen analysieren (F),

können die Medialität von Sprache und Literatur im Zusammenhang mit Sprach-, Literatur- und Medientheorien reflektieren (F),

verfügen über eine differenzierte Sprachkompetenz und sind in der Lage, eigene Schreib- und Leseprozesse zu reflektieren und weiterzuentwickeln,

wissen um die Wirkung von Sprachvorbildern und reflektieren diese hinsichtlich der eigenen Berufsrolle,

sind in der Lage, ihre Kompetenzen in rhetorischer und ästhetischer Kommunikation adressatengerecht, nicht diskriminierend sowie kommunikativ und medial angemessen zu nutzen und weiterzuentwickeln (F).

Grundlagen der Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik und Textlinguistik

Grammatikmodelle und Sprachtheorien (F)

Soziale, kulturelle und historische Aspekte von Sprache und Sprachgebrauch

Theorien und Modellierungen von Mündlichkeit und Schriftlichkeit

Aspekte von Bildungssprache, Fachsprachen und fachlicher Kommunikation (F)

Sprachwandel (F)

Schriftspracherwerb und Schreibprozesse

Sprachaneignung

Mehrsprachigkeit und Zweitspracherwerb

Beobachtungs- und Diagnoseverfahren zu den Gegenständen des Deutschunterrichts

Sprachvarietäten und deren historischer Hintergrund (F)

Orthografie, einschließlich Interpunktion

Verhältnis von Sprache und Kognition (F)

Autoren, Werke und Medien deutschsprachiger Literatur

Epochen der deutschen Literaturgeschichte, auch im interkulturellen und internationalen Kontext (F)

Gattungen, Textsorten, Textformen

Sachtexte

Themen, Stoffe und Motive (F)

Kinderliteratur in ihren verschiedenen medialen Erscheinungsformen

Filme, Hörspiele, digitale Medien und Medienverbund

Literaturtheorie und Medientheorie (F)

Lese- und literarische Sozialisation

Methoden der Textanalyse und Textinterpretation

Theorien zur Produktion und Rezeption literarischer und pragmatischer Texte

Fachdidaktik

kennen die Besonderheiten sprachlichen und literarischen Lernens und können den Nutzen sprach-, literatur- und mediendidaktischer Modelle für die eigene Praxis einschätzen,

können sprachliche, schriftsprachliche und literarische Lernprozesse sowie Lese- und Schreibprozesse von Kindern analysieren,

können pädagogische und deutschdidaktische Prinzipien exemplarisch für die Gestaltung von Lehr- und Lernarrangements nutzen,

sind mit Theorien, empirischen Studien und Modellen zu Sprach-, Schreib-, Lese-, Medien- und literarischer Kompetenz vertraut und können die Reichweite in Bezug auf den Deutschunterricht in der Primarstufe einordnen (F),

kennen die Bedeutsamkeit präliteraler Fähigkeiten für den Schriftspracherwerb, Deutsch als Zweitsprachespezifischer Ausgangslagen sowie didaktischer Ansätze und können diese kritisch reflektieren,

kennen Theorien und Verfahren zum Wortschatz-, Grammatik-, Orthografie- und Textkompetenzerwerb (F),

können Lernschwierigkeiten im Deutschunterricht identifizieren und kennen entsprechende Förderkonzepte,

kennen Verfahren zur Gestaltung von Lese- und Schreibprozessen im Umgang mit pragmatischen und literarischen Texten und wissen, wie sich produkt- und prozessbezogene Lern-, Rezeptions- und Interpretationshandlungen im Unterricht inszenieren lassen (F),

sind in der Lage, für den Unterricht geeignete Kinderliteratur beziehungsweise Kindermedien interkulturell, geschlechts- und altersstufengerecht auszuwählen und Unterricht zu konzipieren,

können Sprach- und Literaturunterricht reflektiert integrieren und mit anderen Unterrichtsfächern zusammenführen (F),

können das Potenzial unterschiedlicher Medien für sprachliche und literarische Lehr- und Lernprozesse nutzbar machen (F),

können Texte gestalten und wirksam vermitteln,

können ästhetische und performative Lernprozesse anregen, begleiten und reflektieren (F),

können Bildungsstandards und Lehrwerke kritisch reflektieren und evaluieren (F),

wissen um die Heterogenität von Lerngruppen und sind in der Lage, Lernprobleme aus der Perspektive der Aufgaben des Deutschunterrichts und aus der Perspektive besonderer Lerngruppen zu identifizieren (F),

kennen Konzepte zur Aufgabenstellung und zur Bewertung im Deutschunterricht und wissen um die Bedeutung schülerseitiger Selbstevaluationsprozesse,

wissen um Chancen, Probleme und Aufgabenstellungen beim Übergang vom Elementarbereich in den Primarbereich und von dort in weiterführende Schulen,

können ihre Wertvorstellungen und Einstellungen zum Deutschunterricht reflektieren und alternative Entwürfe entwickeln (F),

kennen die Relevanz von Sprache und Literatur in Bildungstheorien und können diese auf fachdidaktische Fragestellungen auch unter Berücksichtigung von Genderaspekten und Transkulturalität beziehen (F),

sind in der Lage, ihre Rolle als Deutschlehrkräfte auch im Hinblick auf Klassenführung und Unterrichtskommunikation zu reflektieren und diese weiterzuentwickeln (F),

können das Verhältnis der Deutschdidaktik zur Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft und anderen Bezugswissenschaften reflektieren (F),

können an unterrichtsbezogener deutschdidaktischer Forschung mitarbeiten (F).

Theorie und Konzepte des Deutschunterrichts und seiner Lernbereiche, einschließlich der Erprobung im Unterricht

Bildungspläne

Fragestellungen, Arbeitsfelder und Positionen der Deutschdidaktik

Interkulturelle Deutschdidaktik

Schriftspracherwerb

Umgang mit Texten, Filmen, theatralen Formen und elektronischen und digitalen Medien

Methoden und Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation im Unterricht, einschließlich der Anleitung zur angemessenen Anschlusskommunikation

Literaturgeschichtliche, gattungsspezifische, thematische, biographische und interkulturelle Aspekte unter fachdidaktischer Perspektive (F)

Forschungsergebnisse zum Lehren und Lernen im Deutschunterricht (Schreib- und Leseforschung, relevante Nachbarwissenschaften)

Konzepte, Ziele und Aufgaben des Deutschunterrichts im Wandel (F)

Diagnose von Ausgangslagen und Prozessen im Bereich sprachlichen und literarischen Lernens

Umgang mit Heterogenität im Deutschunterricht

Leistungsbeurteilung

Individuelle Erwerbsverläufe sprachlichen und literarischen Lernens (F)

Förderkonzepte und Prinzipien zur Erstellung individueller Förderpläne

3.

Englisch

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Sprachpraxis

können die englische Sprache situationsangemessen mündlich und schriftlich, produktiv und rezeptiv in alltags- und berufsfeldbezogenen Domänen auf C1 Niveau entsprechend dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR) anwenden und im Unterricht mit stufenadäquater Lehrersprache interagieren,

können sich sozio- und interkulturell angemessen verständigen,

besitzen eine stufengerechte Erzähl- und Erklärungskompetenz und verfügen über vielfältige Kommunikations- und Darstellungstechniken zur Entwicklung des mündlichen Diskurses,

kennen sachfachbezogene Diskurse und können sie im bilingualen Sachfachunterricht realisieren,

können unterschiedliche Textsorten rezipieren und produzieren und sich an fachsprachlichen und berufsfeldbezogenen Diskursen beteiligen.

Sprachproduktion und Sprachrezeption: mündlicher und schriftlicher situationsangemessener Gebrauch der englischen Sprache

Wortschatz, Grammatik, Stilistik und Idiomatik

Besonderheiten und regionale Ausprägungen der Sprachpraxis des Englischen, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Diskurse, unterrichtsbezogene Diskurse

Aussprache (korrekte Lautbildung und Intonation)

Soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz

Rezeption von literarischen und audiovisuellen Texten

Textsortenadäquate Rezeption und Produktion von Sach- und Gebrauchstexten, auch für ausgewählte bilinguale Sachfächer

Rezeptive und produktive visual literacy

Sprachliche Ausdrucksfähigkeit, besonders im Hinblick auf drama techniques, storytelling, Dialoge mit der Handpuppe und andere verwandte Semantisierungstechniken

Sprachwissenschaft

sind mit den grundlegenden sprachwissenschaftlichen Forschungs- und Arbeitsmethoden vertraut und können sie reflektiert anwenden,

kennen Modelle der Sprachwissenschaft und können diese zu Sprachreflexion und -diagnostik heranziehen,

können bei der Anwendung und Reflexion sprachwissenschaftlicher Methoden Mehrsprachigkeit und Interkulturalität berücksichtigen,

beherrschen die Terminologie und Methodik zur Beschreibung beziehungsweise Erhebung des gegenwärtigen Sprachstands einzelner Sprecher im mündlichen wie schriftlichen Diskurs.

Theorien, Methoden und Modelle der anglo-amerikanischen Sprachwissenschaft

Struktureigenschaften des Englischen

Erscheinungsformen und Tendenzen der Weiterentwicklung des Englischen

Pragmatische, psycholinguistische, soziolinguistische und interkulturelle Aspekte der Fremdsprache Englisch

Terminologie und Methodik synchroner Linguistik

Verfahren empirischer sprachdidaktischer Unterrichtsforschung

Einsatz elektronischer Medien bei der Sprachanalyse (zum Beispiel Corpora)

Schriftspracherwerb (auch im Vergleich Deutsch - Englisch)

Literaturwissenschaft

beherrschen die grundlegenden literaturwissenschaftlichen Forschungs- und Arbeitsmethoden und können diese reflektiert anwenden,

sind in der Lage, Texte im Hinblick auf deren interkulturelle, intermediale und intertextuelle Bezüge einzuordnen,

kennen grundlegende Lesetheorien und relevante Lesestrategien,

verstehen literarische Werke und ihre medialen Repräsentationsformen vor dem Hintergrund der eigenen und der Zielkulturen,

können in der Rolle als Leserinnen und Leser die persönlichkeitsbildende Funktion von Literatur reflektieren.

Theorien, Methoden, Modelle der Literaturwissenschaft

Textsorten

Textanalyse, Textinterpretation

Exemplarische Literaturtheorie

Gattungen, Themen, Motive (insbesondere Kinder- und Jugendliteratur, Bilderbücher)

E-Books und Graphic Novels

Elektronische Medien, Literatur und Film

Entwicklung der englischsprachigen Literaturen unter besonderer Berücksichtigung der zeitgenössischen Literatur

Verfahren empirischer literaturdidaktischer Unterrichtsforschung

Kulturwissenschaft

sind vertraut mit der Entwicklung der Kulturen der englischsprachigen Welt,

kennen Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft und des Fremdverstehens,

können kulturelle Entwicklungen einschließlich inter- und transkultureller Phänomene und Mehrsprachigkeit unter Beteiligung des Englischen analysieren und reflektieren,

verfügen über eine adäquate Medienkompetenz.

Soziokulturelles Orientierungswissen

Stereotypen des Selbst- und Fremdbildes

Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft, Modelle der Inter-, Multi- und Transkulturalität

Inter- und transkulturelle Analysen von Texten und Quellen

Visuelle und digitale Medien, Internetquellen

Verfahren kulturdidaktischer Unterrichtsforschung

Fachdidaktik

kennen Sprachlerntheorien und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs,

kennen Theorie und Methodik eines kompetenzorientierten kommunikativen, interkulturellen Fremdsprachenunterrichts einschließlich der Diagnose, Feststellung und Förderung von Schülerleistungen, auch mit dem Sprachenportfolio,

haben ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Forschung (Konzepte, Prinzipien, Lernbereiche, Themen des frühen Fremdsprachenlernens wie beispielsweise der Schriftspracherwerb) und können die dazugehörigen fachwissenschaftlichen beziehungsweise fachpraktischen Inhalte und Methoden unter fachdidaktischen Aspekten analysieren und anwenden,

können differenzieren, individualisieren und entsprechende Lernszenarien entwickeln,

können stufenspezifische Besonderheiten des Fremdsprachenunterrichts darstellen und diese in einen schulübergreifenden Zusammenhang stellen,

kennen sprachdidaktische, spracherwerbstheoretische, kultur- und literaturtheoretische Ansätze und können sie auf schulische und außerschulische Praxisfelder beziehen.

Theorien des Sprachenlernens

Kommunikativer Fremdsprachenunterricht in Theorie und Praxis

Feststellung, Bewertung und Förderung von Schülerleistungen

Inter- und transkulturelles Lernen und seine Umsetzung im Unterricht

Motivationsforschung

Diagnostik und Differenzierungsmaßnahmen (zum Beispiel durch Lernaufgaben)

Verfahren der Klassenforschung

Literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren

Texte (in einem weitem Textverständnis, das heißt nicht-elektronische und elektronische, schriftliche und visuelle, statische und dynamische, künstlerische und nicht-künstlerische)

Künstlerische Medien und Vermittlungsformen

Fächer- und jahrgangsstufenübergreifende Ansätze

Formen des offenen Unterrichts und Individualisierung

Prinzipien des Anfangsunterrichts

Prinzipien des Übergangs

Prinzipien des bilingualen Sachfachunterrichts (Content and Language Integrated Learning)

Außerschulische Lernorte

4.

Bilinguales Lehren und Lernen und kulturelle Diversität im Rahmen des Europalehramts

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Kulturelle Diversität und Europäische Studien

sind in der Lage, Alltags- und Studienerfahrungen vor dem Hintergrund kultureller Diversität zu reflektieren,

verfügen über Orientierungswissen zu Fragestellungen mit Europabezug sowie über vertieftes Verständnis in ausgewählten Bereichen und können dieses anwenden,

verfügen über grundlegende Kenntnisse der europäischen Integrationsprozesse in der neueren Zeit und können sie in eine globale Perspektive einordnen,

kennen und analysieren gegenwärtige europäische sowie globale Transformationsprozesse (insbesondere Mobilität, Migration, Integration),

können Begriffe und Konzepte von Kultur und Diversität kritisch hinterfragen,

können sachfachliche Themen in verschiedenen kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontexten verorten und reflektieren.

Theorien zu Stereotypen, Selbst- und Fremdbildern, gegenseitige Einflüsse europäischer Kulturen, gesellschaftliche Dynamiken

Grundlegende kulturelle Entwicklungen Europas (insbesondere geographische, gesellschaftliche, historische, politische, ökonomische) und deren Einordnung auf der globalen Ebene

Bedeutung von Migration und Mehrsprachigkeit sowie kultureller Diversität

Heterogenität und Identitäten in einer globalisierten Welt

Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

kennen den wissenschaftlichen Diskurs zu verschiedenen Formen von Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning und sind in der Lage, sie mit den jeweiligen bildungspolitischen Ansätzen in Beziehung zu setzen,

können Lernbiographien (einschließlich der eigenen) im Hinblick auf Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning reflektieren, besonders unter dem Aspekt unterschiedlicher Sozialisationsverläufe,

sind zur Bedeutungsaushandlung in interdisziplinären Fachdiskursen fähig und verfügen über die Fähigkeit, zentrale Begriffe, Gegenstandsbereiche und Theorien des Sachfachs fachsprachlich kohärent in ihrer gewählten Zielsprache zu präsentieren,

kennen Formen des Umgangs mit Heterogenität im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning und können diese theoriegeleitet beschreiben.

Zentrale Prinzipien und Schlüsselbegriffe verschiedener Formen von Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

Entwicklung verschiedener Umsetzungsformen von Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning (insbesondere in Deutschland) inklusive Immersion

Rolle von Alltags- und Fachsprache im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning

Fachdidaktik

kennen Methodenkonzepte des bilingualen Unterrichts/Content and Language Integrated Learning und können diese bewerten,

können Lehr- und Lernmaterialien für den Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning entwickeln, bewerten und sie in Bezug zu didaktischen Konzepten sowie zur Unterrichtspraxis setzen,

können Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning und individuelle Lernprozesse auf der Basis didaktischer Konzepte beobachten und reflektieren,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung sowie -bewertung und können angemessene Diagnose- und Fördermöglichkeiten im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning entwickeln,

können altersgerechte Lernarrangements im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning auf der Basis didaktischer Theorien, geeigneter Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und sachfachspezifischer Unterrichtsmethoden konstruieren und reflektieren,

können Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning planen und situationsangemessen durchführen und hinsichtlich der spezifischen Herausforderungen einer Integration von Sachfach und Zielsprache reflektieren,

können fachspezifisch relevante und adäquate Medien nutzen, kennen deren Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Bildungspolitische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Bildungsplan, Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GeR))

verschiedene didaktische Konzepte: Bilinguales Lehren und Lernen, Content and Language Integrated Learning, Frühes Fremdsprachenlernen, Immersion, Übergangsdidaktik

Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit Bilingualem Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

Spezifische Formen des methodischen und spontanen Handelns im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning (zum Beispiel Umgang mit vorläufigen Begriffen, Umgang mit Fehlern, heuristische Hilfen, Leistungsbeurteilung, Medieneinsatz)

5.

Evangelische Theologie/Religionspädagogik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Altes Testament und Neues Testament

verfügen über Grundwissen bezüglich zentraler Texte und Themen des Alten und Neuen Testaments und ihres zeit- und religionsgeschichtlichen Hintergrundes,

können biblische Texte mit den Grundschritten exegetischer Methoden wissenschaftlich auslegen,

sind fähig zum hermeneutisch reflektierten Verständnis, zur Auslegung und Einordnung zentraler Texte und Themen des Alten und Neuen Testaments in ihre historischen, religionsgeschichtlichen und theologischen Kontexte sowie in gegenwärtige Bezugsfelder.

Überblick über die biblischen Schriften, Kenntnis zentraler Texte und Zusammenhänge (Bibelkunde)

Wissenschaftliche exegetische Methoden, Auslegung und Theologie zentraler biblischer Themenkomplexe im Kontext der Geschichte Israels und der frühen Kirche

Schwerpunkte der biblischen Theologie

Kirchengeschichte

sind mit zentralen Problemstellungen und Entwicklungslinien in der Geschichte des Christentums und der Kirchen in evangelischer Perspektive vertraut und können diese bezüglich ihrer historischen Bedeutung, Wirkungsgeschichte und Gegenwartsrelevanz begründet einschätzen,

können kirchen-, theologie- und dogmengeschichtliche Quellentexte wissenschaftlich erschließen.

Überblick über die Geschichte der Kirchen und des Christentums

Reformationsgeschichte

Schwerpunkte der Kirchen- und Theologiegeschichte

Systematische Theologie

können ethische und dogmatische Problemstellungen methodisch und hermeneutisch verantwortet reflektieren,

können das Fach Evangelische Theologie/Religionspädagogik in konfessioneller Perspektive wissenschaftstheoretisch reflektieren und im gesellschaftlichen und interdisziplinären Diskurs positionieren.

Grundlagen der Dogmatik und der Ethik

Exemplarische ethische Themen der Gegenwart

Grundentscheidungen reformatorischer Theologie und ihre Rezeption in der Neuzeit

Einführung in grundlegende religionsphilosophische, -soziologische und -psychologische Ansätze

Theologisch-interdisziplinäre und religionswissenschaftliche Perspektiven:
Ökumene, Religionen und Weltanschauungen

können grundlegende Gemeinsamkeiten und Unterschiede der christlichen Konfessionen darlegen und verfügen über Grundkenntnisse der Weltreligionen,

können Prinzipien und Konzeptionen des ökumenischen und interreligiösen Dialogs erläutern, auf dieser Grundlage ihre eigene theologische Position differenziert und kontextuell reflektieren und sich im ökumenischen und interreligiösen Dialog positionieren.

Ökumenische Bewegung

Geschichte, Inhalte und Formen des jüdischen und islamischen Glaubens in gesellschaftlicher und globaler Perspektive

Religiöse Gruppen und Vereinigungen

Aufgaben und Grenzen des interreligiösen Dialogs

Konzepte der Religionskritik

Weltanschauliche, philosophische und religiöse Strömungen in der Gegenwart

Fachdidaktik

können die Geschichte der Grundkonzepte eines christlichen Bildungs- und Erziehungsverständnisses darstellen und den gegenwärtigen Bildungsauftrag des Religionsunterrichts differenziert erläutern,

haben einen strukturierten Überblick über die Fragestellungen, Erkenntnisse und Theorien der Religionspädagogik,

können ihre eigene Religiosität und Spiritualität reflektieren und Vorstellungen ihrer künftigen Berufsrolle sowie in Ansätzen ein Selbstkonzept als Religionslehrerin beziehungsweise Religionslehrer in der Primarstufe entwickeln,

sind vertraut mit den Grundbegriffen und Grundstrukturen religionsdidaktischer Analyse-, Reflexions- und Entscheidungsprozesse,

können mithilfe sozialisationstheoretischer und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse und Befunde die religiösen Herkünfte, Lebenswelten, Erfahrungen, Entwicklungsstufen, Lernstände und Einstellungen der Schülerinnen und Schüler einschätzen und sie auf dieser Grundlage differenziert fördern,

können Bildungsstandards, religionsunterrichtliche Lehr- und Lernmaterialien sowie den Einsatz unterschiedlicher Medien kritisch analysieren und reflektieren und vor diesem Hintergrund unterrichtspraktische Vorschläge skizzieren,

können Lernarrangements auf der Basis fachdidaktischer Erkenntnisse, geeigneter Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifischer Unterrichtsmethoden an unterschiedlichen Lernorten unter der Perspektive von Heterogenität konstruieren,

können Konzepte des interreligiösen Lernens und der konfessionellen Kooperation in ihrem Unterricht umsetzen,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsfeststellung und -bewertung im Religionsunterricht,

können Religionsunterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachteten und analysieren,

können sich selbstständig neues Wissen und weitere Kompetenzen auf dem aktuellen Stand der theologischen und religionspädagogischen beziehungsweise -didaktischen Forschung zur professionellen Weiterentwicklung aneignen.

Bildungs- und Erziehungsauftrag des Religionsunterrichts im Rahmen allgemeiner Bildung

Rechtsrahmen und gesellschaftliche Situation des Religionsunterrichts

Religionspädagogische Schlüsselfragen und Leitbegriffe

Didaktische Prinzipien und Ansätze des Religionsunterrichts

Schulform- und schulstufenbezogene Didaktik

Fachdidaktische Erschließung exemplarischer Themen

Religiöse Entwicklung und Sozialisation im Kindes- und Jugendalter

Einführung in die Analyse und Planung des Religionsunterrichts

Konfessionelle Kooperation

Interreligiöses Lernen

6.

Französisch

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Sprachpraxis

verfügen auf der Basis einer soliden transferfähigen Sprachlernkompetenz über ein zielsprachliches Kompetenzniveau in allen Fertigkeitsbereichen von C1 entsprechend den Kriterien des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR),

können ihre Kenntnisse und Kompetenzen in unterschiedlichen Kontexten adressatengerecht und kommunikativ angemessen präsentieren.

insbesondere Phonetik, Wortschatz, Grammatik, Sprachpraxis und Sprachmittlung, Aussprache und Intonationsmuster

Sachfachlicher Wortschatz für grundschulspezifische Themen des Bildungsplans

insbesondere Autonomes Lernen, Sprach- und Sprachlernbewusstheit, Sprachlern- und Kommunikationsstrategien

Sprachwissenschaft

sind mit den grundlegenden Theorien, Methoden und Modellen der Sprachwissenschaft vertraut und können sie reflektiert anwenden,

sind in der Lage, die soziokulturellen und linguistischen Rahmenbedingungen der Sprachverwendung zu reflektieren und sie im eigenen Sprachgebrauch zu berücksichtigen,

können Zusammenhänge von Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Französischen beschreiben und auf unterschiedliche kulturelle Felder und Medien beziehen,

sind mit system-, varietäten- und pragmalinguistischen Fragestellungen vertraut und können diese zum kommunikativen Französischunterricht in Beziehung setzen,

können die Bedeutung und Entwicklung der französischen Sprache in einer globalisierten Welt reflektieren.

Gegenstandsbereiche, aktuelle Erkenntnisse und Theorien der Sprachwissenschaft

Grundlegende Zeichen- und Kommunikationsmodelle, deren Entwicklung und Bedeutung

Aspekte des Spracherwerbs, der Mehrsprachigkeit, des Sprachkontakts, Minderheitensprachen, Sprachenpolitik

Sozio- und interkulturelle Sprachkompetenz

Struktureigenschaften, Erscheinungsformen, Entwicklungstendenzen

Systemlinguistik, Varietätenlinguistik, Pragmalinguistik

Nonverbale Kommunikation

Literaturwissenschaft

können in ihrer Rolle als Leserin und Leser die persönlichkeitsbildende Funktion von Literatur erfahren und reflektieren,

besitzen ein Orientierungswissen über die Entwicklung der frankophonen Literatur und verfügen über detaillierte Leseerfahrungen und ein vertieftes Verständnis in ausgewählten Bereichen,

beherrschen grundlegende literaturwissenschaftliche Theorien, Methoden und Modelle und können diese textsortenbezogen reflektiert anwenden,

können die Bedeutung und Entwicklung der frankophonen Literatur in einer globalisierten Welt reflektieren.

Lektüre und Analyse ausgewählter literarischer Texte

insbesondere Gattungen, Themen, Motive

Ästhetische Zuordnung und historisch-soziale Kontextualisierung von Autoren und Werken der französischsprachigen Literatur

Epochen, zentrale Werke, wichtige Autorinnen und Autoren, aktuelle Strömungen, Kinder- und Jugendliteratur, elektronische Medien, Literatur

Textsortenadäquate Rezeption und Produktion von Sach- und Gebrauchstexten

Kulturwissenschaft

verfügen über ein (zum Beispiel im Rahmen eines zusammenhängenden mehrmonatigen Aufenthalts in Ländern der Zielsprache) erworbenes kulturelles Orientierungswissen über Frankreich und die Frankophonie und können die Bedeutung und Entwicklung der frankophonen Kulturen in einer globalisierten Welt reflektieren,

sind in der Lage, Alltags- und Studienerfahrungen im Herkunfts- und im Zielsprachenland unter einer kulturvergleichenden Perspektive zu reflektieren,

kennen ausgewählte kulturwissenschaftliche Methoden und sind in der Lage, diese auf das Zielsprachenland und das eigene Land zu beziehen.

Historisch-politische Entwicklung Frankreichs und der Frankophonie; grundlegende geographische, gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Gegebenheiten Frankreichs und der Frankophonie

Theorie des Fremdverstehens, stereotype Selbst- und Fremdbilder und ihre Funktionen

Kulturwissenschaftlicher Ländervergleich, Analyse ausgewählter Phänomene des Kulturraums

Interkulturelle Analyse von Texten, visueller Medien und Internetquellen

Aspekte von Heterogenität beziehungsweise Inklusion (insbesondere Mehrsprachigkeit, Gender, kulturelle Diversität)

Fachdidaktik

kennen Konzepte mehrsprachiger (frühkindlicher) Bildung und können die Bedeutung des Schulfachs Französisch an der Grundschule für die Lernenden und die Gesellschaft begründen,

verfügen über grundschul- und sachfachspezifische sprachliche Mittel zur Umsetzung immersiven Sprachenlernens,

können Erkenntnisse der wissenschaftsbasierten Fremdsprachendidaktik für einen kommunikativen Französischunterricht nutzen,

können stufenspezifische Besonderheiten des Französischunterrichts darstellen und diese in einen schulartübergreifenden Zusammenhang stellen,

sind in der Lage, ihre sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Kompetenzen unter bildungswissenschaftlichen Aspekten auf Unterrichtsprozesse zu beziehen,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen in der kompetenzorientierten Planung und Durchführung von Französischunterricht,

sind in der Lage, Aspekte von Heterogenität, Individualisierung, Mehrsprachigkeit, Gender, Inklusion und Diversität bei der Entwicklung ganzheitlicher Lernszenarien zu berücksichtigen,

sind in der Lage, didaktische Prinzipien, Konzepte und curriculare Grundlagen bei ihrer Planung von Unterricht einzusetzen und anhand eigener Unterrichtsversuche zu reflektieren,

kennen Formen und Relevanz von Diagnostik, Messung und Förderung von Schülerleistungen sowie Instrumentarien zur Selbstevaluation und Beratung,

kennen unterschiedliche Ansätze, Methoden und Verfahren der Projektarbeit und der kollegialen Teamarbeit und können diese reflektiert und produktiv anwenden,

können sachfachliche Inhalte in didaktischer und methodischer Hinsicht für den Fremdsprachenunterricht aufbereiten,

verfügen über Erkenntnis- und Arbeitsmethoden des Fachs Französisch sowie über einen Habitus des forschenden Lernens,

sind in der Lage, Lehr- und Lernmaterialien sowie den Einsatz unterschiedlicher Medien kritisch zu analysieren, zu reflektieren und zu entwickeln sowie Lernszenarien zu skizzieren.

Theorien und Modelle frühen bilingualen Spracherwerbs, Theorien des Sprachlernens und individuelle Voraussetzungen des Spracherwerbs

Verfahren empirischer Unterrichtsforschung, neurobiologische, lern- und entwicklungspsychologische Erkenntnisse

Wichtige didaktische Prinzipien und Schlüsselbegriffe

Prinzipien des Anfangsunterrichts, Prinzipien Bilingualen Lehrens und Lernens beziehungsweise der Immersion, Übergangsdidaktik

Analyse und Didaktisierung von Texten

Aufgaben der Klassenführung, Techniken der Klassenführung

Binnendifferenzierung im Fremdsprachenunterricht

Didaktik der Mehrsprachigkeit

Planung von Fremdsprachenunterricht

Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GeR), Bildungspläne, Bildungsplanentwicklung

Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung im Französischunterricht

Terminologie und Methodik der Beschreibung des gegenwärtigen Sprachstandes

Durchführung eines eigenen Projektes

Prinzip der Immersion

Ausgewählte sachfachliche Themen

Sprach-, literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren

Theoriegeleitete Analyse von Lehr- und Lernmaterialien

7.

Islamische Theologie/Religionspädagogik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über einen theologisch relevanten Grundwortschatz und können arabische Fachbegriffe des islamischen Religionsunterrichts mit Hilfe von Wörterbüchern übersetzen und analysieren.

Grundlagen des Arabischen

Das arabische Alphabet sowie verschiedene Umschriftsysteme

Koranwissenschaft

kennen die zentralen Quellen des islamischen Glaubens (Koran und Sunna) und können sich mit deren Entstehungs-, Auslegungs- und Wirkungsgeschichte auseinandersetzen,

können aufgrund von differenziertem Wissen gegenwärtige Koranexegese selbständig analysieren und einschätzen.

Entstehung, Sammlung und Überlieferung der koranischen Offenbarung

Grundlinien ihrer Auslegungsgeschichte

Inhalt des Korans

Methoden wissenschaftlicher Koranexegese

Hadithwissenschaften

sind in der Lage, die Traditionstexte des Islam angemessen auszulegen,

kennen die Entstehungsgeschichte der Hadithwissenschaften und die Anwendung der Hadithe zum besseren Verständnis des Korans.

Entstehungsgeschichte

Aufbau von Hadithen

Kategorien von Hadithen

Zentrale Hadithe

Anwendung der Hadithe auf den Koran

Islamische Rechtsschulen

Frühgeschichte des Islam

kennen die Lebensgeschichte des Propheten Muhammad in ihrer Bedeutung für die Entstehung des Islam.

Das vorislamische Arabien

Lebensgeschichte des Propheten Muhammad

Wendepunkte der islamischen Geschichte

Entstehung von sunnitischer und schiitischer Theologie

Islamische Glaubenslehre

sind in der Lage, den islamischen Glauben zu reflektieren und seine wesentlichen Inhalte in ihrem Zusammenhang problemorientiert und gegenwartsbezogen darzustellen,

kennen grundlegende Strukturen, Inhalte, Probleme und Schlüsselfragen der islamischen Glaubenslehre und -praxis,

können sich im Wissen um die eigene muslimische Identität kritisch-konstruktiv mit anderen islamischen Rechtsschulen und Denkschulen auseinandersetzen.

Geschichte der islamischen Theologie, zentrale Problemstellungen

Verschiedene theologische Richtungen des Islam

Grundlegende theologische Fragestellungen und Ansichten im historischen und theologiegeschichtlichen Kontext

Islamische Ethik

können den islamischen Glauben in seiner Relevanz für individual- und sozialethische Fragestellungen erörtern,

können den islamischen Glauben argumentativ im Dialog mit Positionen der philosophischen Ethik und anderer theologischer Ethiken reflektieren und vertreten,

sind in der Lage, verantwortungsvoll ethische und dogmatische Problemstellungen methodisch und hermeneutisch zu reflektieren.

Ethik allgemein

Grundfragen islamischer Ethik

Ethische Grundsätze im Islam

Interreligiöses Lernen

können die Glaubensgrundsätze anderer Religionen im Verhältnis zum Islam vergleichen und einen respektvollen Umgang mit den konkurrierenden Wahrheitsansprüchen der Religionen entwickeln,

sind in der Lage, den islamischen Glauben im Rahmen interreligiöser und interkultureller Problemhorizonte theologisch zu diskutieren.

Die großen Weltreligionen

Verhältnis des Islam zu den anderen Religionen

Merkmale der gegenwärtigen Religionen (Gotteshäuser, Gebet, Schriften)

Grundlagen des interreligiösen Dialogs

Fachdidaktik

sind in der Lage, ihre Persönlichkeit und Religiosität im Hinblick auf ihre zukünftige Rolle als Religionslehrkraft zu erläutern und eigene Perspektiven zu entwickeln,

können die Islamische Theologie/Religionspädagogik im gesellschaftlichen und interdisziplinären Diskurs diskutieren,

setzen sich mit religionspädagogischen Grundfragen unter Berücksichtigung der Erziehungswissenschaften, Sozialisationstheorien und der Entwicklungspsychologie auseinander,

können einen begründeten Standpunkt zum Fach Islamische Religionslehre an der Schule und im Kontext mit den anderen Schulfächern einnehmen,

sind in der Lage, die eigene theologisch-religionspädagogische Kompetenz in die Planung von Unterricht und die Strukturierung von Lern- und Bildungsprozessen sachgerecht einzubringen, und bewerten dabei den fachgerechten Einsatz von Methoden und Medien kritisch,

können Religionsunterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachten und analysieren,

sind in der Lage, fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien einzusetzen und die Schülerinnen und Schüler zu deren sachgerechter Nutzung anzuleiten,

können mithilfe sozialisationstheoretischer und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse und Befunde die religiösen Herkünfte, Lebenswelten, Erfahrungen, Entwicklungsstufen, Lernstände und Einstellungen der Schülerinnen und Schüler auch unter Genderaspekten differenziert einschätzen,

kennen die Grundlagen zur entwicklungsgerechten Initiierung religiöser Bildungs- und Erziehungsprozesse und zur differenzierten Förderung elementarer theologischer Denkstrukturen bei Schülerinnen und Schülern der Primarstufe,

können den Islamischen Religionsunterricht in der Primarstufe eigenständig planen, gestalten und beurteilen,

können fächerverbindenden und fächerübergreifenden Religionsunterricht in interreligiöser und konfessionell-kooperativer Hinsicht kompetent umsetzen,

sind in der Lage, religionsunterrichtliche Lehr- und Lernmaterialien sowie den Einsatz unterschiedlicher Medien kritisch zu analysieren und zu reflektieren,

kennen den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Religionsunterrichts,

können Grundkonzepte eines islamischen Bildungs- und Erziehungsverständnisses in Geschichte und Gegenwart zuordnen,

kennen Entwicklung, Gegenstandsbereiche und aktuelle Fragestellungen, Erkenntnisse und Theorien der Islamischen Religionspädagogik,

kennen die Entstehung und Entwicklung des Islamischen Religionsunterrichts in Deutschland und die verschiedenen Modelle und Konzeptionen,

sind in der Lage, Stellung für das Fach Islamische Theologie im gesellschaftlichen und interdisziplinären Diskurs zu nehmen,

kennen und reflektieren grundlegende Arbeits- und Analysemethoden der Islamischen Theologie/Religionspädagogik.

Entwicklung der Religionspädagogik, zum Beispiel frühere und aktuelle Konzepte

Analysen, Lehr- und Lernforschung

Religiöse Entwicklung und Sozialisation

Rahmenbedingungen des Islamischen Religionsunterrichts

Entwicklung der Islamischen Religionspädagogik

Religiöse Entwicklung und Sozialisation, Islamische Erziehung

Islamische Religionspädagogen

Didaktik und Methodik des Religionsunterrichts der Grundschule

Elementarisierung

Planung und Durchführung von Unterrichtseinheiten unter Einbeziehung des Bildungsplans

Reflexion, Evaluation

Fachdidaktische Ansätze und neuere Entwicklungen

Analyse islamischer Schulbücher und Unterrichtsmaterialien

Methodenvielfalt

Medien, Lehr- und Lernformen

Selbstverständnis der Religionslehrkraft, eigene Reflexion des Glaubens

Interreligiöse Kooperationsmöglichkeiten, zum Beispiel gemeinsame Unterrichtsthemen

Feste, Gebete

8.

Katholische Theologie/Religionspädagogik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Theologische Grundlegung

sind mit den Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens und den grundlegenden Arbeits- und Analysemethoden der theologischen Wissenschaft vertraut und können diese anwenden und reflektieren,

verfügen über grundlegendes Wissen in der Katholischen Theologie sowie den angrenzenden Wissenschaften und haben somit die Basis für eine in der weiteren Ausbildung sowie im Verlauf der beruflichen Tätigkeit sich entfaltende theologisch-religionspädagogische Kompetenz erworben,

können grundlegende Strukturen, Inhalte, Probleme und Schlüsselfragen der einzelnen theologischen Disziplinen miteinander verbinden.

Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, Literaturrecherche, Bibliographieren und Zitieren, Verfassen wissenschaftlicher Texte

Grundlegende Inhalte der Biblischen, der Systematischen, der Historischen und der Praktischen Theologie/Religionspädagogik

Biblische Theologie

verfügen über einen vertieften Einblick in die biblische Literatur und einen methodisch geübten sowie hermeneutisch reflektierten Zugang zu den geschichtlichen Traditionen des christlichen Glaubens.

Historisch-kritische Exegese

Biblische Grundthemen (Schöpfung, Vätererzählungen, Exodus, Psalmen, Jesus Christus, Paulus, Aufbau und Entstehung der Bibel/Kanon/Übersetzungen), orientiert am Bildungsplan der Grundschule

Historische Theologie

kennen kirchengeschichtliche Perioden beziehungsweise Themen unter besonderer Berücksichtigung der institutionellen Entwicklung der Kirche, ihrer Glaubensgeschichte sowie ihres pastoralen und spirituellen Lebens und deren Relevanz für die Gegenwart christlicher Soziallehre.

Schwerpunkte der Kirchengeschichte (zum Beispiel frühchristliche Konzilien, Reformation und katholische Reformen, Vatikanische Konzilien)

Systematische Theologie

verfügen über eine differenzierte Argumentations- und Urteilsfähigkeit im Hinblick auf die Glaubens- und Lehrüberlieferungen der Kirche, ihre sittlichen Grundsätze und ihre gelebte Praxis.

Der Glaube der Kirche im Kontext moderner Herausforderungen

Glaube und Vernunft

Grundthemen der Dogmatik (zum Beispiel Jesus Christus und trinitarische Gotteslehre, Menschsein und Schöpfung, Kirche und Sakramente, Ökumene)

Theologie der Religionen (zum Beispiel Judentum, Islam, Interreligiöser Dialog)

Grundfragen der Moraltheologie und der Sozialethik (zum Beispiel Person, Gewissen, Freiheit, Normen und Werte, Verantwortung, Schuld)

Praktische Theologie/Religionspädagogik

verfügen über einen strukturierten Überblick über die Entwicklung, die Gegenstandsbereiche sowie über aktuelle Fragestellungen, Erkenntnisse und Theorien der Religionspädagogik.

Religionspädagogische Konzeptionen und Prinzipien für die Grundschule

Erziehungs- und Bildungsauftrag des Religionsunterrichts

Gesetzliche Texte und kirchliche Dokumente zum Religionsunterricht

Fachdidaktik

verfügen über anschlussfähiges fachdidaktisches Wissen und sind in der Lage, Wissensbestände aus den einzelnen theologischen Disziplinen subjektorientiert und altersspezifisch auf Themenfelder des Religionsunterrichts zu beziehen,

verfügen über erste Erfahrungen im Bereich des kompetenzorientierten Unterrichtens,

verfügen über fachdidaktische Fähigkeiten zur Initiierung, Durchführung und Reflexion von Lern- und Bildungsprozessen im Fach Katholische Religionslehre und haben somit die Basis für eine in der weiteren Ausbildung sowie im Verlauf der beruflichen Tätigkeit sich entfaltende theologisch-religionspädagogische Kompetenz erworben,

sind darauf vorbereitet, sich eigenständig mit neuen und veränderten theologischen Fragen und Problemfeldern sowie Sachgebieten vertraut zu machen und sie didaktisch auf den Unterricht hin zu transformieren,

verfügen über sozialisationstheoretische und entwicklungspsychologische Kenntnisse und Befunde über religiöse Herkünfte, die es ermöglichen, Lebenswelten, Erfahrungen, Entwicklungsstand, Lernstände und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern differenziert einzuschätzen und Religionsunterricht so zu gestalten, dass die aktuelle Relevanz seiner Inhalte erkennbar wird,

setzen sich aus theologischer Perspektive und in empathischer Weise mit dem Anliegen und den Konzepten von Inklusion auseinander,

sind in der Lage, mit Blick auf ihre künftige Tätigkeit im bischöflichen Auftrag als Religionslehrerin beziehungsweise Religionslehrer den eigenen Glauben rational zu verantworten und sich mit der Wirklichkeit von Mensch und Welt im Horizont des christlichen Glaubens auseinanderzusetzen,

können Religion und Glaube nicht nur aus der theologischen Binnensicht, sondern auch aus der Außenperspektive anderer Wissenschaften wahrnehmen und reflektieren und sind zu fachübergreifenden und fächerverbindenden Kooperationen in der Lage, insbesondere mit anderen (religiös-) wertbildenden Fächern.

Didaktische Elementarisierung religiöser und lebensweltlicher Inhalte

Planung, Durchführung, Reflexion von Unterrichtssequenzen mit Unterrichtsbeobachtung unter Einbeziehung des Bildungsplans

Didaktik und Methodik des Religionsunterrichts der Grundschule

Aktuelle Fragestellungen im Kontext einer pluralen Gesellschaft

Fachdidaktische Ansätze und aktuelle Entwicklungen (insbesondere Symboldidaktik, Erzähldidaktik, Bilddidaktik, Performativer Religionsunterricht, Theologische Gespräche)

Domänenspezifisches Wissen

Diagnose- und Förderkonzepte

Aktuelle Forschungsfelder, -ansätze und -methoden der Religionspädagogik und -didaktik (Forschendes Lernen)

UN-Behindertenrechtskonvention 2008

Biblische, sozialethische und empathische Begründungsansätze

Berufliches Selbstverständnis von Religionslehrerinnen und -lehrern einschließlich der spirituell-religiösen Dimension

konfessionell-kooperative, interdisziplinäre und interreligiöse Modelle und Projekte

9.

Kunst

Zum Studium des Faches Kunst kann nur zugelassen werden, wer die entsprechende Eignungsprüfung bestanden hat. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über ein Repertoire an technisch-medialen Fähigkeiten, Fertigkeiten und künstlerischen Ausdrucksformen in den Gestaltungsbereichen Zeichnung, Malerei und Farbe, Druckgrafik, Körper und Raum, Fotografie und digitale Bildbearbeitung, Film und Video, Performance und Spiel und Aktion,

können eigenständig künstlerische Frage- und Problemstellungen, Konzepte, Vorhaben und Strategien in Fläche, Körper, Raum, Bewegung und Prozess entwickeln, realisieren und präsentieren,

verfügen über Einsichten in die spezifischen Gestaltungsstrukturen und Intentionen der Kunst und der Bilderwelt in Alltag und Medien und kennen grundlegende angemessene Analyse- und Interpretationsverfahren,

verfügen über grundlegende und exemplarisch vertiefte Kenntnisse in ausgewählten Bereichen der Kunstwissenschaft (zum Beispiel Epochen, Positionen, Konzepte und Entwicklung der historischen und gegenwärtigen Kunst, Theorien künstlerischer Kreativität),

können zentrale wissenschaftliche Begriffe, Gegenstandsbereiche und Theorien in kunstpädagogischen Bezugsdisziplinen systematisch darstellen und kritisch reflektieren,

können Grundlagen ästhetischer Wahrnehmung und Erfahrung sowie die Bedeutung von Sinnlichkeit und Körperlichkeit in der Welt- und Selbstaneignung von Grundschulkindern vermitteln.

Entwicklung und Strukturierung künstlerischer Arbeitsprozesse

Experimentelle Erprobung künstlerischer Darstellungs- und Ausdrucksmittel

Traditionelle und zeitgenössische Techniken, Verfahren und Konzepte in den Gestaltungsbereichen Zeichnung, Malerei und Farbe, Druckgrafik, Körper und Raum, Fotografie und digitale Bildbearbeitung, Film und Video, Performance und Spiel und Aktion

Analyse, Interpretation, Beurteilung und Präsentation eigener und fremder Werke

Geschichte der Kunst im Überblick (Epochen, Positionen, Konzepte, Medien und Techniken, Gestaltungs- und Ausdrucksweisen) und exemplarische Vertiefung

Exemplarische Aspekte kunstpädagogischer Bezugsdisziplinen (Ästhetik, Kunsttheorie, Wahrnehmungstheorie, Kreativitätstheorie)

Grundzüge von Analyse- und Interpretationsverfahren

Theoriegeleitete Auseinandersetzung mit Werken der Bildenden Kunst und des materiellen Kulturerbes von Originalen

Fachdidaktik

kennen wesentliche historische und gegenwärtige fachdidaktische Positionen und Konzeptionen und können diese kritisch reflektieren,

können kunstpädagogische und kunstdidaktische Ansätze in konkreten Praxissituationen angemessen anwenden,

können situations- und inhaltsbezogen auf eigene Erfahrungen im künstlerisch-kreativen Denken und Handeln zurückgreifen,

können kind- und sachgerechte Entscheidungen für die Auswahl und Gestaltung von Lernangeboten treffen, kennen grundlegende Methoden und können unter Berücksichtigung fachlicher und pädagogischer Überlegungen Unterricht ziel-, inhalts- und methodenadäquat reflektieren,

können Kunstunterricht interdisziplinär und projektorientiert planen, realisieren und reflektieren,

können kreative Prozesse altersgemäß initiieren, entwickeln und begleiten,

können fachliche Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren (zum Beispiel mittels fachsprachlicher Kommunikation),

sind in der Lage, das ästhetische und bildnerische Verhalten von Kindern wahrzunehmen, systematisch zu beobachten, zu beschreiben, zu diagnostizieren und zu fördern,

kennen Verfahren empirischer Forschung im Bereich der Kunstpädagogik und können ihre Ergebnisse bei der Gestaltung von Lernprozessen berücksichtigen,

sind in der Lage, Möglichkeiten für einen förderlichen Umgang mit Heterogenität in der Grundschule bei der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit zu begründen,

können Leistungen von Grundschülerinnen und -schülern im Kunstunterricht angemessen beurteilen und bewerten und ihr Urteil im Hinblick auf eine kindgerechte Rückmeldung, Beratung und Förderung nutzen,

kennen die Anforderungen beim Übergang in die Grundschule und auf weiterführende Schulen und Lernbereiche.

Historische und gegenwärtige kunstpädagogische und kunstdidaktische Konzepte und Methoden und deren kritische Reflexion

Wesentliche Lehr-Lern-Theorien aus kunstpädagogischer Sicht

Künstlerische Prozesse und fachwissenschaftliche Sachverhalte aus fachdidaktischer Sicht

Grundlagen und Entwicklung der menschlichen Wahrnehmung bis zum Erwachsenenalter und Grundlagen des Rezeptionsverhaltens

Bildnerische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Ästhetik, Umwelt und Alltag der Kinder als Bezugspunkte für kunstpädagogische Fragestellungen

Modelle und Methoden der Kunstrezeption in Unterricht und kultureller Praxis

Planung, Analyse und Umsetzung von Unterrichtsprozessen auf der Basis eigener und fremder künstlerischer und kunst-didaktischer Erfahrung, interdisziplinärer Bezüge sowie erziehungswissenschaftlich begründeter Vorgehensweisen

Beobachtung, Diagnose und Beurteilung der ästhetischen Prozesse und Produkte von Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung lebensweltlicher Bedingungen

Grundzüge kunstpädagogischer Fragestellungen hinsichtlich Inklusion und heterogener Lerngruppen

Einblick in relevante Methoden und wesentliche Befunde kunstdidaktischer Forschung

10.

Grundbildung Mathematik, Fach Mathematik

Die Kompetenzen und Studieninhalte sind für die Grundbildung Mathematik und das Fach Mathematik aufgeführt. Die mit (F) gekennzeichneten Kompetenzen und Studieninhalte sind dem Fach Mathematik zugeordnet und gehen über die Kompetenzen und Studieninhalte der Grundbildung hinaus.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

können inner- und außermathematische Situationen explorieren, Strukturen erkennen, Vermutungen aufstellen, deren Begründungsnotwendigkeit erkennen und Begründungen finden,

können eigene Lösungswege sowie mathematische Ideen und Zusammenhänge fach- und adressatengerecht strukturieren, darstellen und präsentieren, auch unter Verwendung von Symbolsprache und geeigneter Medien,

können übergreifende und bereichsspezifische Problemlösestrategien anwenden und Problemlöseprozesse bewerten (F),

können mathematische Modelle entwickeln und nutzen sowie Bearbeitungsschritte und Ergebnisse interpretieren,

können mathematische Modelle vergleichen und hinsichtlich ihrer Grenzen bewerten (F),

können die Universalität von mathematischen Modellen an Beispielen aufzeigen (F),

können Begründungen zu schlüssigen Beweisen formalisieren und verschiedene Beweistechniken anwenden (F),

können Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher mathematischer Darstellungen und Werkzeuge beurteilen (F),

können die Struktur und Eigenschaften von Zahlbereichen im Zusammenhang erklären,

können präalgebraische Argumentationsformen zur Darstellung und Lösung arithmetischer Probleme nutzen,

können Zahleigenschaften und -muster mit Hilfe formaler algebraischer Darstellungen beschreiben (F),

können elementare Formen und Symmetrien in der Ebene und im Raum beschreiben und vergleichen,

können elementare Konstruktionen ausführen, beschreiben und begründen,

können geometrische Zusammenhänge argumentativ in Begründungen und Beweisen durchdringen (F),

können funktionale Zusammenhänge in inner- und außermathematischen Situationen mit verschiedenen Darstellungen beschreiben, diese analysieren und interpretieren (F),

können statistische Erhebungen planen, durchführen und auswerten sowie grafische Darstellungen und Kennwerte verwenden und interpretieren (F),

können mit Hilfe von Verteilungen und Wahrscheinlichkeiten modellieren und argumentieren (F),

kennen abstrakte mathematische Strukturierungskonzepte und wenden diese in exemplarischen Inhaltsbereichen an (F),

kennen Anwendungsfelder von Mathematik in Wissenschaft und Technik und beschreiben darin exemplarische Modellierungsprozesse (F).

Elementare Arithmetik und Algebra (zum Beispiel Zahlen und Zahlenmuster, Teilbarkeit und Teiler, Primfaktorzerlegung, systematisch Zählen, Zahldarstellungen)

Elementargeometrie (zum Beispiel Figuren in der Ebene und im Raum, Kongruenzabbildungen in der Ebene)

Zahlentheorie und Arithmetik (F)

Elementare Algebra (F)

Funktionale Zusammenhänge (F)

Daten und Kombinatorik (F)

Geometrie (F)

Fachdidaktik

kennen theoretische Konzepte zu zentralen mathematischen Denkhandlungen,

können zu zentralen Bereichen des Mathematiklernens in der Elementar- und Primarstufe verschiedene Zugangsweisen, Grundvorstellungen und paradigmatische Beispiele, typische Präkonzepte und Verstehenshürden beschreiben,

können begriffliche Vernetzungen und Stufen der begrifflichen Strenge und Formalisierungen und deren altersgemäße Umsetzung beschreiben (F),

kennen curriculare Vorgaben für den Mathematikunterricht und deren Funktion,

kennen Konzepte für schulisches Mathematiklernen und -lehren und können diese bewerten,

können individuelle mathematische Lernprozesse beobachten, analysieren und kennen adäquate individuelle Fördermaßnahmen,

können adäquate individuelle Fördermaßnahmen auswählen und umsetzen (F),

kennen Lernumgebungen mit Diagnose- und Förderpotential,

können ein informelles diagnostisches Gespräch durchführen, auswerten und entsprechende Fördermaßnahmen benennen (F),

kennen Konzepte zum Umgang mit Rechenschwäche und mathematischer Begabung (F),

können Formen des Umgangs mit Heterogenität im Mathematikunterricht beschreiben und bewerten,

kennen Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsfeststellung und -bewertung im Mathematikunterricht (F),

können Ergebnisse von Schulleistungstests und zentralen Lernstandserhebungen angemessen interpretieren (F),

kennen Aufgabenstellungen und Anforderungen beim Übergang aus dem Elementarbereich und zu weiterführenden Schulen (F),

kennen theoretische Konzepte zu Bedingungen und Prozessen der frühen mathematischen Bildung (F),

können Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien anhand fachdidaktischer Theorien beurteilen und Lehr-Lern-Situationen konstruieren,

können Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifische Unterrichtsmethoden auf der Basis fachdidaktischer Theorien beurteilen und auswählen sowie ausgehend davon Lehr-Lern-Situationen konstruieren und bewerten (F),

kennen fachspezifische Formen des spontanen Lehrerhandelns,

können Mathematikunterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachten und analysieren (F),

können selbst geplanten Unterricht situationsangemessen und fachgerecht umsetzen, dabei Formen des spontanen Lehrerhandelns nutzen und kritisch reflektieren (F),

können Einstellungen und Haltungen zur Mathematik und zum Mathematiklernen kritisch reflektieren (F),

können fachdidaktische Forschungsergebnisse rezipieren und diese mit ihren Kenntnissen vernetzen (F),

kennen Verfahren qualitativer und quantitativer empirischer Unterrichtsforschung und können deren Ergebnisse bei der Gestaltung von fachlichen Lernprozessen berücksichtigen (F),

kennen grundlegende Methoden zur Erforschung von mathematikbezogenen Lernprozessen und können diese in umrissenen Forschungsfeldern exemplarisch anwenden (F).

Konzepte zentraler mathematischer Denkhandlungen (zum Beispiel Begriffsbilden, Modellieren, Problemlösen und Argumentieren)

Didaktik mathematischer Inhaltsbereiche (zum Beispiel bezogen auf die Leitideen »Zahlen und Operationen« sowie »Raum und Form«)

Didaktik mathematischer Inhaltsbereiche (zum Beispiel Muster und Strukturen, Größen und Messen, Daten, Häufigkeit, Wahrscheinlichkeit) (F)

Bildungsstandards

Konzepte für schulisches Mathematiklernen (zum Beispiel entdeckendes Lernen, Prinzip der fortschreitenden Schematisierung, genetisches Lernen)

Möglichkeiten des Diagnostizierens im Mathematikunterricht, Unterstützens und Förderns einzelner Kinder sowie von Lerngruppen

Formen des Umgangs mit Heterogenität (zum Beispiel natürliche Differenzierung, individuelles Lernen, gemeinsames Lernen in homogenen und heterogenen Gruppen)

Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsfeststellung und -bewertung (zum Beispiel Standortbestimmungen im Mathematikunterricht und Vergleichsarbeiten) (F)

Theoretische Konzepte zu Bedingungen und Prozessen der frühen mathematischen Bildung (zum Beispiel natürliche Lernsituationen im Elementarbereich) (F)

Fachspezifische Formen des spontanen Lehrerhandelns (zum Beispiel Umgang mit vorläufigen Begriffen und Fehlern, Impulse zur kognitiven Aktivierung)

Mathematikdidaktische Kriterien für guten Unterricht (F)

Methoden zur Erforschung von mathematikbezogenen Lernprozessen (zum Beispiel Analyse von Schülerdokumenten und Videosequenzen unter dem Blickwinkel selbstentwickelter Forschungsfragen) (F)

11.

Musik

Zum Studium des Faches Musik kann nur zugelassen werden, wer die entsprechende Eignungsprüfung bestanden hat. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse in Gegenstandsbereichen, Theorien und Arbeitsmethoden der historischen und systematischen Musikwissenschaft,

kennen Grundlagen der allgemeinen Musiklehre, der Musiktheorie, der Gehörbildung und der musikalischen Analyse,

können aktuelle musikalische Entwicklungen und Themenstellungen wissenschaftlich aufbereiten,

können musikalische Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren, kritisch reflektieren und adressatengerecht präsentieren,

sind in der Lage, Anlage und Qualität wissenschaftlicher Arbeiten kritisch zu bewerten und eigene Arbeiten an wissenschaftlichen Standards zu orientieren,

können Grundlagen ästhetischer Wahrnehmung und Erfahrung sowie die Bedeutung von Sinnlichkeit und Körperlichkeit in der Welt- und Selbstaneignung von Grundschulkindern vermitteln.

Epochen der Musik, Musiksoziologie, Musikpsychologie, Musikethnologie, Medien, Populäre Musik

Beschreibung, Analyse und Interpretation von Notentexten und Hörbeispielen in verschiedenen Stilen und Epochen

Arrangement und Komposition für grundschultypische Besetzungen (inklusive der Verwendung digitaler Medien und elektroakustischer Instrumente)

Digitale Medien, aktuelle musikalische Stilrichtungen, Interkulturalität, Globalisierung

Fachsprache, Präsentationstechniken

aktuelle Publikationen und Studien, Textanalyse und -vergleiche

Fachpraktische Grundlagen

verfügen über vielfältige Erfahrungen und Fähigkeiten im Bereich künstlerischer Praxis: professionell gestaltete, stilistisch versierte und technisch angemessene Produktion und Reproduktion von Musik,

verfügen über breit gefächerte, reflektierte Repertoirekenntnis und -praxis,

können Ensembles leiten,

verfügen über Fertigkeiten und Erfahrungen in Improvisation und Komposition,

verfügen über fundierte Fähigkeiten und Fertigkeiten im schul- und chorpraktischen Instrumentalspiel (Akkordinstrument),

verfügen über ein angemessenes Repertoire im Bereich Musik und Bewegung,

kennen und beherrschen Techniken im Bereich Musik und Medien.

Stimmbildung und Stimmphysiologie, Gesang, Instrumentalspiel, rhythmische Grundschulung: solistisch und im Ensemble (zum Beispiel Orchester, Chor, Big Band, Band, Kammermusik)

Erfahrungen mit der Vielfalt musikalischer Kulturen, insbesondere mit Musik im kindlichen und jugendkulturellen Kontext

Methoden und Techniken der Ensembleleitung (instrumental, vokal, Kinderstimmbildung)

Methoden und Techniken der Improvisation und Komposition, auch für die Klasse

Methoden, Techniken und Einsatzmöglichkeiten des Lehrerinstruments unter Einbeziehung verschiedener Stilrichtungen, Bewegungsbegleitung

Freie und gebundene Bewegung zur Musik, Tänze verschiedener Stilrichtungen

Digitale Produktion von Musik, Umgang mit Musiksoftware, elektroakustische Instrumente und Apparate

Fachdidaktik

kennen die Bedeutung musikalischer Bildung für Gesellschaft und Schulentwicklung,

kennen fachspezifische und fächerübergreifende Modelle, Konzeptionen und Methoden der Musikdidaktik und können diese reflektieren,

können ästhetisch-biografische Erfahrungen reflektieren (einschließlich der eigenen), besonders unter dem Aspekt unterschiedlicher geschlechtstypischer und kulturspezifischer Sozialisationsverläufe,

können die Bildungsstandards und Unterrichtsmaterialien bewerten und sie in Bezug zu didaktischen Konzepten und zur Unterrichtspraxis setzen,

können Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit musikalischer Bildung beschreiben,

kennen und nutzen Theorien und Modelle fachspezifischer Forschung zum musikalischen Lehren und Lernen,

können fachdidaktische Forschungsergebnisse reflektieren und mit ihren Kenntnissen vernetzen,

verfügen über unterrichtsbezogene Handlungskompetenzen (Planung, Umsetzung, Diagnose, Förderung, Heterogenität, Leistungsbewertung, Begleitung von schulischen Übergängen).

Begründungsaspekte des Musikunterrichts (insbesondere Bildungswert von Musik, angenommene und tatsächliche Transfereffekte, Bedeutung von Musik für das Schulleben)

Geschichte der Musikpädagogik, historische und aktuelle Vorstellungen von Musikunterricht

Ergebnisse musikalischer Gender-, Sozialisations- und Präferenzforschung

Bildungspläne, Unterrichtsmedien, Fachzeitschriften

Projektarbeit, Musik im Jahreslauf

Musikalische Entwicklungs- und Lerntheorien, empirische Unterrichtsforschung, Testverfahren

Altersgerechte Lernarrangements auf der Basis fachdidaktischer Theorien und Unterrichtsmethoden unter Einbeziehung relevanter Unterrichtsmaterialien

Anleitung von Schülerinnen und Schülern in allen Umgangsweisen mit Musik unter Zuhilfenahme geeigneter Instrumente und Geräte

Erkennen und Beurteilen musikalischer Potenziale von Schülerinnen und Schülern

Altersgemäße Initiation, Entwicklung und Begleitung musikbezogener und kreativer Prozesse

Verfahren für den Umgang mit Heterogenität im Musikunterricht

Ziele, Grundlagen und Instrumente einer ausgewogenen Leistungsmessung und -beurteilung

Chancen, Probleme, Aufgabenstellungen und Anforderungen beim Übergang aus dem Elementarbereich und zu weiterführenden Schulstufen

12.

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht

Der Sachunterricht kann studiert werden als

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht mit einem der Schwerpunktfächer: Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Physik, Technik

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht mit einem der Schwerpunktfächer: Geographie, Geschichte, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

können sich mit sachunterrichtsrelevanten Themen aus Gesellschaft, Kultur, Naturwissenschaft, Technik, Alltagskultur und Gesundheit auseinandersetzen,

kennen Inhalte und Methoden aus den naturwissenschaftlichen, technischen, soziokulturellen, räumlichen und zeitlichen Fachperspektiven sowie deren Arbeitsweisen und können sie themenspezifisch vernetzen,

kennen domänenspezifische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen und können diese anwenden.

Raumvorstellung, Raumorientierung, Zeitbewusstsein, Nachhaltigkeit

Inhalte und Methoden der Vermittlung und des Verstehens kultureller Formen und Regeln des Zusammenlebens

Naturphänomene und Erklärungsmodelle, Körperlichkeit, Wirkung und Funktionsweise von technischen Objekten

Hypothesenbildung und Überprüfung

Fachdidaktik

kennen theoretische Ansätze der Didaktik des Sachunterrichts, können Dimensionen der Lebenswelt von Kindern und Prinzipien unterrichtlicher Welterschließungsprozesse in Beziehung setzen und sich auf unterschiedliche Interpretationen einlassen und reflektieren,

können sich mit Phänomenen und Problemen aus dem Erfahrungsraum von Grundschulkindern sachbezogen und vielperspektivisch auseinandersetzen und sie didaktisch rekonstruieren,

kennen Unterrichtsformen, Methoden, Medien und Materialien zur Gestaltung von integrativen Lehr-Lernsituationen für sachbezogenes Lernen und die Entwicklung sachgerechter Lernstrategien,

kennen Bildungspläne und Standards für ein sachbezogen-welterschließendes Lernen und können sie theorie- und praxisbezogen reflektieren,

können Lehr-Lernsituationen im Sachunterricht planen, gestalten, initiieren, begleiten, analysieren, bewerten,

orientieren sachunterrichtliche Lehr- und Lernprozesse an den anthropologischen, psychologischen und soziokulturellen Voraussetzungen von Kindern im Grundschulalter und wissen um die Aspekte vorschulischer und weiterführender Bildungsarbeit,

kennen Ansätze und Ergebnisse der Lehr- und Lernforschung im Sachunterricht und können selbstständig ausgewählten Forschungsfragen nachgehen.

Konzeptionen und Prinzipien des Sachunterrichts als wissenschaftliche Disziplin, Bildungswert des Sachunterrichts, Geschichte des Sachunterrichts, Kindheit und Lebenswelten (Kindheitsforschung)

Dimensionen (Kind-Sache-Gesellschaft)

Arbeit und Beruf, Bildung, Energie, Familie, Geld, Geschlecht, Gesundheit, Gender, Klima, Konsum, Lebensgestaltung, Macht, Medien, Migration, Mobilität, Ökologie, Technik, Umwelt

Sachgerechte Unterrichtsmethoden und -medien, Vermittlung sachgerechter Lernstrategien sowie Sicherheits- und Unfallschutz

Perspektivrahmen Sachunterricht, aktueller Bildungsplan, Curricula, Standards und Kompetenzmodelle

Unterrichtsanalyse und -planung, Beobachtung, Dokumentation, Diagnose, Förderung, Leistungsbewertung und Evaluation

Übergänge Elementarbereich-Grundschule, Grundschule-Sekundarbereich, Schuleingangsstufe, sprachsensibler Sachunterricht, Lernvoraussetzungen, Heterogenität und Inklusion, Schülervorstellungen

Sachunterrichtsdidaktische und domänenspezifische Lehr- und Lernforschung

12.1

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Alltagskultur und Gesundheit

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

beherrschen elementare natur- und kulturwissenschaftliche Arbeitsmethoden,

reflektieren kulturelle, ästhetische, soziale, ökonomische, technologische, ökologische und gesundheitliche Aspekte in der Alltagskultur,

besitzen grundlegende Kenntnisse über soziokulturelle Rahmenbedingungen von Konsumentscheidungen und können diese reflektieren,

reflektieren die Konsumentenrolle in rechtlichen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen und setzen sich mit Gestaltungsmöglichkeiten einer nachhaltigen Lebensführung auseinander,

setzen sich mit den Gewohnheiten und Routinen des Konsum- und Alltagshandelns auseinander,

verfügen über grundlegende Kenntnisse zu Ernährung und Bekleidung des Menschen und setzen sich damit auch unter Gesundheitsaspekten kritisch auseinander,

besitzen grundlegende Kenntnisse über die kulturellen Voraussetzungen, die Bedeutungen und Funktionen von Lebensmitteln, Mahlzeiten, Textilien und Bekleidung,

reflektieren Gewohnheiten, Moden und Trends in den Bereichen Ernährung und Textil,

setzen sich mit Einflussfaktoren, Begrenzungen und Gestaltungsmöglichkeiten der individuellen Lebensgestaltung auseinander,

reflektieren das Verhältnis von Körper, Körpergestaltung, Bekleidung und Essverhalten,

verfügen über grundlegende Kenntnisse zu Berufen in den Bereichen Textil und Mode sowie Ernährung und Haushalt,

verfügen über grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zum fachgerechten, kulinarisch-ästhetischen Umgang mit Lebensmitteln,

verfügen über grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zum Entwerfen, Gestalten, Experimentieren und Bewerten im Bereich Mode und Textil,

setzen sich mit der Kultur und Technik der Nahrungszubereitung sowie mit der Kultur und Technik der Textilfertigung auseinander und können dazu jeweils Verfahren, Werkzeuge und Geräte der Produktion und der Verarbeitung von Nahrungsmitteln im Unterricht einsetzen.

Anthropologische Grundlagen und kulturethnologische Aspekte

Psychologie und Soziologie des Essens und des Kleidens

Ernährung und Ernährungskonzepte

Mode und Modetheorien

Gender Studies

Biografische und ästhetische Zugangsweisen zur Alltagskultur

Lebensstil und Lebenslagen

Materialkunde, Funktionstextilien

Bekleidungsphysiologie, Textiltechnik und -technologie

Ernährungswissenschaftliche Grundlagen

Lebensmittelkunde, Lebensmittelproduktion

Ernährung, Bekleidung und Gesundheit

Wertschöpfungsketten

Konzepte der Nachhaltigkeit: ökologische, soziale und ökonomische Aspekte bei Produktion, Konsum und Entsorgung von Konsumgütern

Einflussfaktoren auf Konsumentscheidungen und -gewohnheiten

Budget- und Zeitmanagement im privaten Haushalt

Nationale und internationale Gesetzgebung zum Verbrauchermarkt

Berufsorientierung in den Bereichen Mode und Textil sowie Ernährung und Haushalt

Hygiene und Sicherheit

Wahrnehmung und Kreativität

Information, Anleitung und Transformation

Verknüpfung von Fachwissenschaft, Fachpraxis und Fachdidaktik

Kultur und Techniken der Nahrungszubereitung

Gestaltung von Esskultur und -situationen

Kultur und Techniken der Herstellung und Gestaltung von Textilien

Arbeitsplatzgestaltung

Fachdidaktik

kennen Modelle und Konzepte der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation der Vermittlung von mode- und textilwissenschaftlichen sowie ernährungs- und haushaltswissenschaftlichen Inhalten und verfügen über reflektierte Erfahrungen im Planen und Gestalten von Unterricht,

reflektieren und nutzen Möglichkeiten der Vernetzung schulischer und außerschulischer fachbezogener Lehr- und Lernarrangements,

verfügen über grundlegende Kenntnisse im Feld Diagnose, Begleitung, Beurteilung fachbezogener Lernprozesse.

Fachdidaktische Positionen, Theorien und Modelle

Fachspezifische Methoden, Lernen in der Unterrichtspraxis

Auswahl und Nutzung fachrelevanter Medien

Berufsbezogene Orientierungs- und Entscheidungsprozesse

Fachspezifische Leistungsbeurteilung, Lerndiagnostik und Beurteilung von Lernprozessen

Entwicklung von Förderstrategien

12.2

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Biologie

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen zentrale naturwissenschaftliche Begriffe (zum Beispiel Leben, Reaktion, Energie, System) und können unterschiedliche Begriffsdefinitionen reflektieren,

beherrschen grundlegende naturwissenschaftliche Denkweisen,

kennen grundschulrelevante naturwissenschaftliche Erkenntnis- und Arbeitsmethoden,

verfügen über vernetzte Kompetenzen in Biologie und können die Bezüge zu verschiedenen System- und Komplexitätsebenen darstellen,

kennen die biologischen Basiskonzepte und verfügen über strukturierte Kenntnisse in grundlegenden, insbesondere in den grundschulrelevanten Bereichen der Biologie,

können ihre Kenntnisse der Biologie einsetzen, um die Vielfalt der Lebensformen zu erschließen sowie den nachhaltigen Umgang mit der Natur und gesundheitsfördernde Maßnahmen zu begründen,

können aktuelle Themenstellungen (zum Beispiel erneuerbare Energieversorgung, Nachhaltigkeit, gesunde Lebensführung) Disziplinen übergreifend aufbereiten und beschreiben,

können ausgewählte biologische und interdisziplinäre Themen in verschiedenen Kontexten erschließen,

erkennen die Anwendung biowissenschaftlicher Erkenntnisse in Alltagskontexten und können deren Bedeutung darlegen,

sind vertraut mit erfahrungsbasiertem Lernen vor Ort in verschiedenen Lebensräumen, Tiergärten und Museen, biologischen Stationen oder in Laboren,

können Informationsquellen, wie biologische Originale und andere Medien, erschließen sowie kritisch und gezielt nutzen.

Basiskonzepte wie Struktur und Funktion, Stoff- und Energieumwandlung, Kompartimentierung und Emergenz, Steuerung und Regelung, Reproduktion, Stammesgeschichtliche Verwandtschaft, Variabilität und Angepasstheit

Grundlegende Einblicke in die Zellbiologie

Grundlegende Einblicke in die Tier- und Pflanzenphysiologie und Physiologie des Menschen

Morphologie und Systematik

Fortpflanzung und Entwicklung

Grundlegende Einblicke in Soziobiologie und Verhalten

Grundlegende Einblicke in die Genetik

Theorien und Mechanismen der Evolution

Evolution des Menschen und bedeutender Tier- und Pflanzengruppen

Ökologie, Biodiversität

Artenkenntnis häufiger Vertreter der einheimischen Flora und Fauna

Grundschulrelevante biologische Arbeits- und Forschungsmethoden in Klassenzimmer, Labor und Freiland

Wissenschaftliche Grundlagen von Gesundheitsförderung und Suchtprävention

Biologische Grundlagen der Wertschöpfungsketten von Naturprodukten, insbesondere von Nahrungs- und Genussmitteln

Grundlagen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Fachdidaktik

kennen fachdidaktische Theorien, Modelle und Erkenntnismethoden und können diese kritisch analysieren, beurteilen und auswählen,

können Lehr- und Lernprozesse zu biologischen Themen im Sachunterricht gestalten und reflektieren,

sind in der Lage, Inhalte und Themenstellungen überfachlicher Bildungsaufgaben (zum Beispiel Gesundheitsförderung, Sexualbildung, Bildung für Nachhaltigkeit) didaktisch fundiert aufzubereiten,

können fachdidaktische Forschungsergebnisse rezipieren und sie mit ihren Kenntnissen vernetzen,

sind vertraut mit grundlegenden Verfahren der Diagnose und Evaluation im Unterricht,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung und -bewertung,

kennen und beachten relevante Sicherheits-, Krankheitspräventions-, Tier- und Naturschutzvorschriften und Regeln beim Umgang mit Gerätschaften, Stoffen und lebenden und toten Organismen,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Fachdidaktische Konzeptionen und curriculare Ansätze sowie grundlegende Ergebnisse biologiebezogener Lehr-Lern-Forschung

Präkonzepte, Lernhindernisse sowie Einstellungen, Werthaltungen und motivational-emotionale Orientierungen als Grundlage für die Planung von Lernprozessen

Planung und Gestaltung von Biologieunterricht mit fachdidaktisch begründeter Auswahl von Zielen, Inhalten, Methoden und Medien

Möglichkeit verschiedener Zugänge zu einem Thema (zum Beispiel Forschungs-, Problem-, Alltagsorientierung) auch unter Berücksichtigung heterogener Lerngruppen

Planung und Gestaltung von Unterricht unter Einbezug fachgemäßer und grundschulrelevanter Arbeitsweisen

Grundlagen von individueller Förderung, Differenzierung und fachbezogener Leistungsbeurteilung

Grundlagen biologiebezogenen Kommunizierens und Reflektierens unter Verwendung angemessener Darstellungsformen und der Fachsprache

Exemplarisches fachdidaktisches Forschen und Urteilen

Grundlagen der Unfallverhütung und Hygiene, Kenntnis einheimischer Tiere und Pflanzen, die Krankheiten und Allergien übertragen beziehungsweise auslösen können

12.3

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Chemie

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über anschlussfähiges, für den Grundschulunterricht relevantes Wissen über Inhalte und Tätigkeiten chemienaher Forschungs- und Industrieeinrichtungen,

können chemische Sachverhalte in verschiedenen Anwendungsbezügen erfassen, bewerten und in mündlicher und schriftlicher Form adäquat darstellen,

können chemische Sachverhalte durch adressatenorientierte Fragestellungen strukturieren, vernetzen und Bezüge zum chemiebezogenen Sachunterricht herstellen,

kennen die wesentlichen Arbeits- und Erkenntnismethoden der Chemie,

können im Sachunterricht sicher experimentieren,

kennen ausgewählte chemisch-naturwissenschaftliche Theorien und Begriffe,

kennen den Prozess der Gewinnung chemischer Erkenntnisse (Wissen über Chemie) und können die individuelle und gesellschaftliche Relevanz der Chemie begründen.

Funktion und das Bild der Chemie in der Gesellschaft, Exkursionen zum Beispiel in die chemische Industrie

Chemische Sachverhalte in grundschulrelevante Kontexte setzen, bewerten und präsentieren

Einsatz digitaler Medien zur Präsentation chemischer Sachverhalte

Chemische Sachverhalte strukturieren, vernetzen und Zusammenhänge vermitteln

Gefahrstoffverordnung, Arbeitsschutz, toxikologische Grundlagen, Entsorgung/Umweltfolgen, Gerätekunde, Brandschutz

Grundbegriffe (Stoff, Element, Atom, Energie, Reaktion) und Basiskonzepte der Chemie

»Natur der Naturwissenschaften« (Nature of Science), Entwicklung naturwissenschaftlichen Wissens sowie kulturelle und gesellschaftliche Implikationen, Reflexion des erkenntnistheoretischen Status naturwissenschaftlichen Wissens

Fachdidaktik

können Unterrichtskonzepte und -medien für den chemiebezogenen Sachunterricht gestalten und inhaltlich bewerten,

können die Bedeutung einer Bildung für Nachhaltigkeit chemiebezogen, adressatengerecht und grundschulspezifisch darstellen und begründen,

verfügen über anschlussfähiges fachdidaktisches Wissen,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen des kompetenzorientierten chemiebezogenen Sachunterrichts,

können Grundlagen der Leistungsdiagnose und -beurteilung anwenden,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Chemiebezogene, empirische Lehr- Lernforschung, fachdidaktische Konzeptionen und curriculare Ansätze

Diagnostische Kompetenz zum Erkennen von Lernschwierigkeiten und Schülervorstellungen in den Themengebieten des chemiebezogenen Sachunterrichts

Grundlagen kompetenzorientierter Lernprozesse des chemiebezogenen Sachunterrichts

Planung und Durchführung chemiebezogenen Sachunterrichts

12.4

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Physik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse in den für die Grundschule relevanten physikalischen Inhaltsbereichen,

kennen zentrale physikalische Begriffe und können diese erklären,

verfügen über grundlegende Kenntnisse in ausgewählten Bereichen der Physik,

können ihre Kenntnisse der Physik einsetzen, um ausgewählte Phänomene und Alltagssituation zu beschreiben,

sind in der Lage, ausgewählte Aufgaben und Probleme der klassischen Physik zu lösen,

können einfache physikalische Fragestellungen formulieren, Hypothesen beziehungsweise Lösungsideen anhand einschlägiger physikalischer Theorien entwickeln und deren Plausibilität überprüfen,

beschreiben und reflektieren grundlegende physikalische Erkenntnis- und Arbeitsmethoden,

vergleichen und bewerten ausgewählte physikalische Modelle hinsichtlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen.

Naturphänomene

Grundlagen der Physik (insbesondere Eigenschaften von Gasen, Sinken und Schwimmen, einfacher elektrischer Stromkreis, Licht und Schatten, optische Abbildung)

Exemplarische Vertiefung in Physik (zum Beispiel in Mechanik, Wärmelehre und Thermodynamik, Elektrizitätslehre und Elektrodynamik sowie Optik)

Experimente zur Physik

Erkenntnismethoden der Physik

Fachdidaktik

können Physik als Disziplin charakterisieren und ihre Funktion und ihr Bild in der Gesellschaft reflektieren,

können zu den zentralen Bereichen des Lernens von Physik in der Primarstufe verschiedene Zugangsweisen und Grundvorstellungen beschreiben,

kennen für die Grundschule relevante domänenspezifische Vorstellungen und Verständnisschwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern,

können fachdidaktische Forschungsergebnisse rezipieren und sie mit ihren Kenntnissen vernetzen,

können die Rolle von Alltagssprache und Fachsprache im Unterricht reflektieren,

verfügen über anschlussfähiges physikdidaktisches Wissen, insbesondere zur kind- und sachgerechten Auswahl und Begründung von Zielen, Inhalten, Methoden und Medien,

können die relevanten Bildungspläne und Bildungsstandards bewerten und sie in Bezug zu physikdidaktischen Konzepten und zur Unterrichtspraxis setzen,

kennen Unterrichtsarrangements, in denen Schülervorstellungen erkannt und weiterentwickelt werden können,

erkennen individuelle auf Physik bezogene Lernprozesse und können adäquate Fördermaßnahmen vorschlagen,

können Ergebnisse empirischer Kompetenzmessung (zum Beispiel zentrale Lernstandserhebungen) interpretieren,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Beurteilung von physikbezogenem Unterricht der Grundschule,

können physikspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen und kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen,

können Unterricht aus physikdidaktischer Perspektive in ersten Ansätzen analysieren,

können Lehr-Lernarrangements auf der Basis physikdidaktischer Theorien in ersten Ansätzen entwickeln,

können in ersten Ansätzen Formen des Umgangs mit Heterogenität im Physikunterricht auch unter Berücksichtigung von Genderaspekten beschreiben und bewerten,

sind in der Lage, mit einfachen physikalischen Geräten der Grundschulphysik fach- und sachgerecht umzugehen (einschließlich Pflege, Entsorgung),

kennen und beachten beim Experimentieren relevante Sicherheitsvorschriften und Regeln zur Unfallverhütung.

Physikdidaktische Grundlagen (Naturwissenschaftliche Lehr-Lernforschung, insbesondere Nature of Science und Genderaspekte)

Vertiefung Physikdidaktik für die Grundschule

Schülervorstellungen zu physikalischen Phänomenen in der Primarstufe

Lehr-Lern-Arrangements zum Sachunterricht über physikalische Themen (zum Beispiel zum Sinken und Schwimmen)

Physikalische Experimente im Sachunterricht der Primarstufe

Empirische Grundlagen der physikdidaktischen Forschung

Naturwissenschaftliche Bildung im Elementarbereich

Intuitive Physik

Planung von physikbezogenem Sachunterricht

Reflexion von eigenem physikbezogenem Sachunterricht und eigenen Unterrichtserfahrungen in Physik

Sicherheit im Sachunterricht

12.5

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht: Schwerpunktfach Technik

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse in ausgewählten technikwissenschaftlichen Bereichen (zum Beispiel Maschinen-, Energie-, Bau-, Produktions-, Elektro- und Informationstechnik),

verfügen über grundlegendes Verständnis allgemeintechnologischer Strukturierungen,

können ausgewählte technische Phänomene in ihrem historischen und gegenwärtigen Kontext einordnen und daraus zukünftige Entwicklungsszenarien ableiten,

verfügen über grundlegende Fertigkeiten der technischen Praxis sowie technische Problemlösestrategien in ausgewählten Bereichen,

können techniktypische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen in den für die Grundschule relevanten technischen Inhaltsbereichen beschreiben, anwenden, kommunizieren, analysieren und bewerten,

können spezifische Fertigungsverfahren, Maschinen, Werkzeuge und Werkstoffe zur Lösung unterschiedlicher technischer Problemstellungen zweckbezogen auswählen sowie sachgerecht, sicher und zielorientiert einsetzen,

kennen und beachten relevante Sicherheitsvorschriften und Regeln zur Unfallverhütung und Arbeitssicherheit bei der Handhabung von Werkzeugen, Werkstoffen, Geräten und Maschinen.

Ausgewählte Technikwissenschaften

Grundlagen der Technikphilosophie, Systemtheorie und Allgemeinen Technologie, Technikbegriff

Kulturelle und historische Bedeutung der Technik

Praktisch-technologische Grundlagen, Fertigungsverfahren

Technische Problemlösestrategien

Technische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen (zum Beispiel Konstruieren, Fertigen, Optimieren, Analysieren, Experimentieren, Erkunden, Gebrauchen, Bewerten, Warten, Instandsetzen, Entsorgen, Dokumentieren)

Technikbewertung, Technikfolgenabschätzung, zum Beispiel unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten

Umgang mit Messzeugen, Werkzeugen, Werkstoffen, Vorrichtungen, Geräten und Maschinen

Unfallverhütung, Arbeitssicherheit

Fachdidaktik

können Technik als Disziplin charakterisieren sowie ihre Funktion und ihr Bild in der Gesellschaft reflektieren und im Unterricht thematisieren,

können zu den zentralen Bereichen des Lernens von Technik in der Primarstufe verschiedene Zugangsweisen und Grundvorstellungen beschreiben,

kennen technikspezifische Präkonzepte und Verstehenshürden bei Schülerinnen und Schülern,

wissen um die Chancen, Probleme, Aufgabenstellungen und Anforderungen beim Übergang aus dem Elementarbereich und in die weiterführenden Schularten,

verfügen über anschlussfähiges fachdidaktisches Wissen, insbesondere zur kind- und sachgerechten Auswahl und Begründung von Zielen, Inhalten, Methoden und Medien,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten,

können Möglichkeiten und Grenzen mehrperspektivischen Unterrichts beschreiben,

kennen die relevanten Bildungspläne und Bildungsstandards, analysieren sie kritisch und setzen sie in Bezug zu technikdidaktischen Konzepten und zur Unterrichtspraxis,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung, Beurteilung und Weiterentwicklung von technikbezogenem Sachunterricht der Grundschule,

können Lernarrangements auf der Basis fachdidaktischer Erkenntnisse, geeigneter Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifischer Unterrichtsmethoden an unterschiedlichen (außerschulischen) Lernorten und in unterschiedlichen Fachräumen konstruieren,

können individuelle auf Technik bezogene Lernprozesse beobachten und analysieren und Unterrichtsarrangements mit Diagnostik- und Förderpotenzial wählen,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung und -bewertung im technikbezogenen Sachunterricht der Grundschule,

können die Rolle von Alltagssprache und Fachsprache im Unterricht reflektieren,

können Formen des Umgangs mit Heterogenität im technikbezogenen Sachunterricht auch unter Berücksichtigung von Genderaspekten beschreiben und bewerten.

Technische Bildung: Geschichte, Legitimation, Merkmale

Präkonzepte, Zugangsweisen, Übergänge

Fachdidaktische Grundlagen des technikbezogenen Unterrichts der Grundschule

Ansätze des technikbezogenen Unterrichts der Grundschule

Sach- und soziotechnische Aspekte des technikbezogenen Unterrichts der Grundschule

Ziele, Inhalte, Methoden, Medien und außerschulische Lernorte

Technikdidaktische Lehr-Lernforschung

Planung, Durchführung und Evaluation von technikbezogenem Unterricht der Grundschule

Differenzierung und Individualisierung im technikbezogenen Unterricht der Grundschule

Lernstandsdiagnose, Leistungsbewertung und Fördermaßnahmen im technikbezogenen Unterricht der Grundschule

Vertiefung ausgewählter Aspekte der Fachdidaktik

13.

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht

Der Sachunterricht kann studiert werden als

Naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht mit einem der Schwerpunktfächer: Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Physik, Technik

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht mit einem der Schwerpunktfächer: Geographie, Geschichte, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

können sich mit sachunterrichtsrelevanten Themen aus Gesellschaft und Kultur auseinandersetzen und sie didaktisch rekonstruieren,

kennen Inhalte und Methoden aus den sozialwissenschaftlich-kulturellen, geographischen, historischen, politischen und ökonomischen Fachperspektiven sowie deren Arbeitsweisen und können sie themenbezogen vernetzen,

kennen domänenspezifische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen und können diese anwenden.

Zentrale Themenbereiche des Sachunterrichts: zum Beispiel Nachhaltigkeit, Regionalität und Globalisierung, Demokratie, Gerechtigkeit, Formen und Regeln des Zusammenlebens, Interkulturalität, Informations- und Kommunikationstechnologie

Gesellschaftliche und kulturelle Phänomene und entsprechende Erklärungsmodelle, Raumorientierung, Zeitbewusstsein, Raumverhalten, Partizipation, Urteilsbildung, domänenspezifische Lernvoraussetzungen

Domänenspezifische Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen: zum Beispiel Befragung, Beobachtung, Karten- und Quellenarbeit

Fachdidaktik

kennen theoretische Ansätze der Didaktik des Sachunterrichts, können Dimensionen der Lebenswelt von Kindern und Prinzipien unterrichtlicher Welterschließungsprozesse in Beziehung setzen und sich auf unterschiedliche Interpretationen einlassen und diese reflektieren,

können sich mit Phänomenen und Problemen aus dem Erfahrungsraum von Grundschulkindern sachbezogen und vielperspektivisch auseinandersetzen und sie didaktisch rekonstruieren,

kennen Unterrichtsformen, Methoden, Medien und Materialien zur Gestaltung von integrativen Lehr-Lernsituationen für sachbezogenes Lernen und die Entwicklung sachgerechter Lernstrategien,

kennen Bildungspläne und Standards für ein sachbezogen-welterschließendes Lernen und können sie theorie- und praxisbezogen reflektieren,

können integrative Lehr-Lernsituationen im Sachunterricht planen, gestalten, initiieren, begleiten, analysieren und bewerten,

können sachunterrichtliches Lernen anschließen an Lernvoraussetzungen, an vor- und außerschulisches, an ästhetisches, sprachliches und mathematisches und an weiterführendes schulisches Lernen,

kennen Ansätze und Ergebnisse der Lehr- und Lernforschung im Sachunterricht und können selbstständig ausgewählten Forschungsfragen nachgehen.

Konzeptionen und Prinzipien des Sachunterrichts als wissenschaftliche Disziplin, Bildungswert des Sachunterrichts, Geschichte des Sachunterrichts, Kindheit und Lebenswelten (Kindheitsforschung)

Dimensionen (Kind-Sache-Gesellschaft), Ziele, Inhalte, Methoden, Bedingungen, Prinzipien des Sachunterrichts

Inhaltliche Bezüge zum Erfahrungsraum von Grundschulkindern wie Ökologie, Gesundheit, Mobilität, Medien, Familie, Umwelt, Energie, Geld, Konsum, Migration, Bildung, Arbeit und Beruf, Macht, Gender

Unterrichtsformen und Methoden wie Erkundung, Interview, Modellbau, Beobachtung, Experiment, Projekt, Differenzierung und Individualisierung, Dokumentation

Perspektivrahmen Sachunterricht; Bildungsplan, Fächerverbund, Curricula, Standards und Kompetenzmodelle

Didaktische Netze, Unterrichtsanalyse und -planung, Beobachtung und Evaluation, Leistungsbewertung und Förderung

Übergänge, Schuleingangsstufe, sprachsensibler Sachunterricht, ästhetische Zugänge, Lernvoraussetzungen, Heterogenität und Inklusion, Anthropologie des kindlichen Lernens

Lehr-Lernforschung, Forschungsfragen im Sachunterricht

13.1

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht: Schwerpunktfach Geographie

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen zentrale geowissenschaftliche Begriffe, Kategorien, Gegenstandsbereiche, Modelle und Theorien und können diese systematisch darstellen, anwenden und kritisch reflektieren,

können aktuelle Themenstellungen als disziplinübergreifende Phänomene aufbereiten und beschreiben,

können das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren im System Erde-Mensch beschreiben und analysieren,

sind in der Lage, geographische Phänomene, Strukturen und Prozesse in ihrer räumlichen und zeitlichen Veränderung zu analysieren, in einen systemischen Kontext einordnen und daraus zukünftige Entwicklungsszenarien abzuleiten,

können globale, regionale und lokale, räumliche Strukturen und Prozesse nach ausgewählten Merkmalen beschreiben, gegeneinander abgrenzen, vergleichen und bewerten,

können Raumanalysen vor Ort durchführen (Geländepraktika, Exkursionen),

können die Geographie als geowissenschaftliche Disziplin und ihre Brückenfunktion zwischen den Natur- und Gesellschaftswissenschaften charakterisieren,

können die Funktion und die Wahrnehmung der geowissenschaftlichen Bildung in der Gesellschaft reflektieren,

entwickeln die Fähigkeit, Räume auf den verschiedenen Maßstabsebenen als natur- und humangeographische Systeme zu erfassen und Wechselbeziehungen (zwischen Mensch und Umwelt) analysieren zu können,

entwickeln Orientierungskompetenz,

sind in der Lage, geowissenschaftliche Fragestellungen zu formulieren, Hypothesen zu entwickeln, deren Plausibilität zu überprüfen und zu begründen,

können ausgewählte geowissenschaftliche Fragestellungen und Probleme erkennen, mit geeigneten geographischen Methoden bearbeiten und spezifische Antworten und Lösungskonzepte entwickeln und reflektieren,

können geowissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren,

sind in der Lage, die Qualität geowissenschaftlicher Arbeiten kritisch zu bewerten und eigene Arbeiten an wissenschaftlichen Standards zu orientieren,

sind in der Lage, Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher geowissenschaftlicher Methoden abzuwägen.

Wissenschaftstheoretische, disziplinsystematische und -historische Grundlagen der Geographie

Grundlegende Konzepte: Struktur, Funktion, Prozess, System, Raumbegriffe, Maßstabsebenen sowie unterschiedliche Ansätze geographischer Erkenntnisgewinnung

Grundlegende Inhalte, Theorien und Modelle aus den Teildisziplinen Geomorphologie, Klimageographie, Hydrogeographie, Bodengeographie, Vegetationsgeographie

Physisch-geographisch relevante Sachverhalte aus weiteren geowissenschaftlichen Disziplinen

Grundlegende Inhalte, Theorien und Modelle aus den Teildisziplinen Bevölkerungs- und Stadtgeographie, Wirtschafts-, Verkehrs- und Tourismusgeographie, Geographie des ländlichen Raumes, Raumordnung, Entwicklungsforschung

Humangeographisch relevante Sachverhalte aus weiteren raumwissenschaftlichen Disziplinen

Humanökologie, politische Ökologie, geographische Entwicklungsforschung, Hazardforschung, Landschafts- und Stadtökologie

Syndromkonzept, Kernprobleme im globalen Wandel, Naturrisiken, nachhaltige Entwicklung von Räumen

Ansätze regionaler Geographie unter länderkundlichen, dynamischen, vergleichenden, problemorientierten Aspekten

Regionalisierung: Typen, Maßstabsebenen, Regionen unterschiedlichen Typs und Maßstabs (Nahraum, Deutschland, Europa, außereuropäische Räume, Geozonen)

Fach- und erkenntnistheoretische Verfahrensweisen: verstehend, erklärend; qualitativ, quantitativ

Informationsbeschaffung im Gelände: Exkursionen und Medien

Räumliche Orientierung: topographisches Orientierungswissen, Kartenkompetenz, Orientierung in Realräumen, Reflexion von Raumwahrnehmungen

Geographische Darstellungsmittel

Informationsverarbeitung und -auswertung zum Beispiel Kartographie, Statistik

Fach- und adressatengemäße Präsentation

Fachdidaktik

kennen wesentliche Ergebnisse geographiedidaktischer Forschung und können auf dieser Grundlage schüler-, ziel- und fachgerechte Unterrichtskonzepte entwickeln,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Beurteilung von kompetenzorientiertem Unterricht für heterogene Lerngruppen in der Grundschule,

können Lernvoraussetzungen erfassen und als Grundlage der Unterrichtsplanung nutzen,

können fachspezifische Medien und Medien aus dem Alltag nutzen und reflektieren, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten,

können Lernarrangements auf der Basis fachlicher und fachdidaktischer Erkenntnisse konstruieren und geeignete Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifische Unterrichtsmethoden einsetzen und reflektieren,

können Unterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachten und analysieren,

kennen Grundlagen der Leistungsdiagnose und -beurteilung,

kennen Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit dem Fach Geographie.

Wissenschaftstheoretische, disziplinsystematische und -historische Grundlagen der Geographiedidaktik

Grundfragen, Erkenntnismethoden und grundlegende Ergebnisse geographiedidaktischer Forschung

Gesellschaftliche sowie lern- und entwicklungspsychologische Voraussetzungen und Bedingungen geographischen und geowissenschaftlichen Lehrens und Lernens

Bildungsbeitrag, Ziele, Kompetenzmodelle, Bildungsstandards, Inhalte, curriculare Konzepte und Strukturen des Geographieunterrichts

Bedeutung und Struktur der Geographie im Sachunterricht (Perspektivrahmen Sachunterricht)

Aufgabenkultur im Geographieunterricht

Fachspezifische Methoden, Unterrichtsmethoden und Medien, Unterrichtsprinzipien, kompetenzorientierte Unterrichtsplanung und -analyse, Lernerfolgskontrolle und Leistungsbeurteilung

Perspektivenvernetzendes Arbeiten: zum Beispiel Bildung für nachhaltige Entwicklung, globales Lernen, interkulturelles Lernen, Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt, Verbraucherbildung, Medienbildung

13.2

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht: Schwerpunktfach Geschichte

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

verstehen Geschichte als ein in der Zeit und im Raum wandelbares gesellschaftliches Konstrukt, das sich gegenwartsgebunden über Vergangenheit äußert, und verfügen so über ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein,

kennen das geschichtswissenschaftliche Konzept der Quelle, können sich kritisch mit Quellen auseinandersetzen und textanalytische Methoden anwenden,

kennen zentrale historische Begriffe und Vorgehensweisen und können diese kritisch reflektieren,

verfügen über strukturiertes Grundwissen aus ausgewählten historischen Epochen,

können ausgewählte komplexe historische Sachverhalte einordnen und aus der Perspektive geschichtswissenschaftlicher Forschungsansätze beschreiben,

erarbeiten sich ausgewählte epochenübergreifende Themen und stellen daran Bezüge zu anderen sachunterrichtlichen Perspektiven her,

verfügen über regional- und lokalgeschichtliche Kenntnisse und können sie in den größeren Zusammenhang der allgemeinen Geschichte einordnen,

können Phänomene der Geschichtskultur als zeit- und gesellschaftsgebunden erklären und beurteilen,

können geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse und Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert und an wissenschaftlichen Standards orientiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren,

sind in der Lage, das im Studium erworbene Grundwissen stetig und dem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt des Fachs Geschichte entsprechend zu ergänzen.

Konzept der Quelle, Quellenkritik

Quellenkunde (Text- und Bildquellen, Sachquellen)

Historische Methoden, geschichtswissenschaftliche Arbeitstechniken

Zentrale historische Begriffe, zum Beispiel Objektivität und Parteilichkeit, synchrone und diachrone Betrachtungsweisen

Epochen und Epochengrenzen

Geschichtswissenschaftliches Orientierungswissen zu ausgewählten historischen Epochen

Ausgewählte geschichtswissenschaftliche Zugänge (zum Beispiel Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Gender)

Ausgewählte epochenübergreifende Themen, zum Beispiel wirtschaftlicher und technischer Wandel, Strukturen sozialer Ordnung, Kindheit im Wandel, Mobilität, Nachhaltigkeit

Regionale und lokale Geschichte, historische Monumente in der Region

Geschichtskulturelle Phänomene in der Lebenswelt

Unterschiedliche Darstellungs- und Präsentationsformen

Fachdidaktik

kennen und beurteilen zentrale Begriffe und Prinzipien sowie Methoden des frühen historischen Lernens,

kennen Kompetenzmodelle frühen historischen Lernens und reflektieren ihre Bedeutung für die Unterrichtspraxis,

kennen und beurteilen die Dimensionen des Geschichtsbewusstseins und reflektieren ihre Bedeutung für die Unterrichtspraxis,

kennen Institutionen und Formen der Geschichtskultur und beurteilen deren geschichtsdidaktisches Potential,

kennen und beurteilen unterschiedliche Quellen im Hinblick auf die Unterrichtspraxis,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten,

können geschichtsdidaktische Forschungsergebnisse rezipieren und diese mit ihren Kenntnissen vernetzen,

können Curricula und Bildungspläne unter geschichtsdidaktischer Perspektive bewerten,

kennen Möglichkeiten der Vernetzung historischen Lernens mit weiteren fachlichen Perspektiven,

können in Bezug auf historisches Lernen Heterogenität in Lerngruppen erkennen und reflektieren unterschiedliche Zugangsweisen,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Reflexion von frühem historischem Lernen,

kennen und reflektieren Ziele und Methoden der perspektivenbezogenen Leistungsbeurteilung.

Orientierung in der historischen Zeit, Zeitleiste; Historizität

Alterität und Identität, Perspektivität

Fakten und Fiktion

Orientierung an Phänomenen und Kinderfragen, Lebensweltbezug

Forschendes und entdeckendes Lernen

Historische Frage-, Sach-, Methoden-, Medien-, Narrations- und Orientierungskompetenz

Geschichtsbewusstsein und seine Dimensionen

Historische Stätten, Museen, Ausstellungen, Denkmäler, Gedenkstätten

Historische Bilder, Filme, Bücher, »Living History«/Reenactment

Akten, Briefe, Tagebücher, Historienbilder, Fotos, historische Filme, archäologische Funde, Zeitzeugenaussagen

Historische Darstellungen, Schulbuch, Filme, Digitale Medien

Empirische Studien

Bildungsplan, Zielsetzungen und Kompetenzorientierung frühen historischen Lernens

Perspektivrahmen Sachunterricht, Didaktische Netze

Vorwissen, Präkonzepte

Visuelle, textliche, gegenständliche Zugänge, Szenisches Spiel

Unterrichtsplanung, Unterrichtsentwurf

Leistungsdokumentationen (insbesondere Portfolio, Lerntagebuch, Präsentation)

13.3

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht: Schwerpunktfach Politikwissenschaft

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen und reflektieren die Grundbegriffe der Politikwissenschaft, die Gliederung des Faches sowie seine Erkenntnisinteressen und zentralen theoretischen Ansätze,

verfügen über Kenntnisse des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union und können deren Strukturen, Arbeitsweisen und Funktionslogiken bewerten,

können unterschiedliche politische Systemtypen und Politikfelder systematisch darstellen, vergleichen und analysieren,

kennen die Bedeutung und Funktionsbedingungen internationaler Politik in der globalisierten Welt und können die Arbeit inter- und transnationaler Akteure beurteilen,

sind vertraut mit den Grundzügen der Geschichte politischer Ideen und den Grundbegriffen der politischen Theorie,

können sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und politische Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren, adressatengerecht präsentieren und eigene Arbeiten an wissenschaftlichen Standards ausrichten und überprüfen,

können aktuelle politische Sachverhalte (zum Beispiel Globalisierung, Interkulturalität, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit) vor dem Hintergrund fachwissenschaftlichen und methodischen Wissens reflektieren, ihre disziplinübergreifenden Charakteristika beschreiben und ihre Bedeutung für die politische Bildung in der Grundschule bewerten,

beurteilen zentrale Ergebnisse der politischen Kultur-, Sozialisations- und Partizipationsforschung für die Bedeutung politischer Bildung in der Grundschule,

können, ausgehend von eigenen Forschungsfragen, kleine Forschungsvorhaben planen, durchführen, auswerten und dokumentieren.

Grundzüge der Politikwissenschaft (zum Beispiel Grundbegriffe, zentrale theoretische Ansätze und Teilgebiete)

Politische Kommunikation und Politische Akteure (zum Beispiel Parteien, Verbände, soziale Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen)

Staat und Institutionen (zum Beispiel Parlament, Regierung, Verwaltung, Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland)

Politisches System der Europäischen Union und Theorien der europäischen Integration

Politische Systeme (zum Beispiel Analyse politischer Strukturen und Prozesse in Deutschland und anderen Ländern, Grundlagen der vergleichenden Methode, Politikzyklus)

Internationale Beziehungen (zum Beispiel Problemlösung und Konfliktbewältigung in einer globalisierten Welt; internationale und transnationale Institutionen, Organisationen und Netzwerke, Außen- und Sicherheitspolitik)

Politische Theorie (zum Beispiel Geschichte politischer Ideen, Grundbegriffe der politischen Theorie, Demokratietheorien)

Politische Kultur (zum Beispiel Politische Sozialisation, Politische Partizipation)

Methoden und Arbeitstechniken der Politikwissenschaft

Fachdidaktik

sind mit den Zielen politischer Bildung vertraut und setzen sich kritisch mit ihnen auseinander,

kennen Konzeptionen und Kompetenzmodelle der Politikdidaktik, können diese analysieren, vergleichen, bewerten und diese mit ihren Kenntnissen vernetzen,

kennen Verfahren qualitativer und quantitativer empirischer Unterrichtsforschung und können deren Ergebnisse bei der Gestaltung von Lernprozessen berücksichtigen,

kennen die sozialwissenschaftlichen Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Reflexion von kompetenzorientiertem Politikunterricht in der Grundschule,

können Unterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachten, analysieren und reflektieren und kennen Mitgestaltungsmöglichkeiten für Grundschülerinnen und -schüler am Schulleben und im Unterricht,

können Lernarrangements auf der Basis fachlicher und fachdidaktischer Erkenntnisse konstruieren und geeignete Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifische Unterrichtsmethoden einsetzen und reflektieren,

kennen Ansätze der politischen Kommunikation und demokratischer Aushandlungsprozesse,

können auf der Grundlage der Unterscheidung zwischen objektiven Tatbeständen und Werturteilen Wege zur rationalen Urteilsbildung aufzeigen,

können Alltagsvorstellungen von Lernenden erkennen, analysieren und mögliche Verstehenshürden beschreiben,

können individuelle politische Lernprozesse beobachten, analysieren und reflektieren,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung und Leistungsbewertung im Sachunterricht,

können Elemente sozialen Lernens von politischem Lernen abgrenzen und Überschneidungen aufzeigen,

können eigene fachdidaktische Forschungsfragen formulieren und kleine Forschungsvorhaben planen, durchführen, auswerten und dokumentieren.

Ziele politischer Bildung

Wissens-, Kompetenz-, Urteils- und Einstellungserwerb

Politikdidaktische Ansätze und Konzeptionen

Kompetenzmodelle und kompetenzorientierte politische Bildung

Politikdidaktische Forschungsrezeption

Lehr-Lern-Forschung

Bildungsstandards, Basis- und Fachkonzepte der politischen Bildung

Bezugswissenschaften der politischen Bildung

Politikwissenschaftliche Perspektiven der sozialwissenschaftlichen Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen

Frühes politisches Lernen

Planung, Analyse und Reflexion von Politikunterricht

Mikro- und Makromethoden und Unterrichtsmedien

Projektorientiertes politisches Lernen

Außerschulische Lernorte

Schülervorstellungen, Lernhaltungen, Lernvoraussetzungen

Differenzierung, Individualisierung und Leistungsüberprüfung

Politik- und Demokratielernen

13.4

Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht: Schwerpunktfach Wirtschaftswissenschaft

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen zentrale ökonomische und sozialwissenschaftliche Begriffe, können diese im fachlichen Kontext anwenden und kritisch reflektieren,

verfügen über strukturierte Kenntnisse zu den grundlegenden, insbesondere schulrelevanten, Teilgebieten der Wirtschaftswissenschaft,

kennen zentrale ökonomische Theorien und Modelle, können diese systematisch darstellen und hinsichtlich ihrer Potenziale vergleichen, bewerten und kritisch reflektieren,

kennen aktuelle ökonomische Problemlagen (Strukturen und Prozesse) und können diese systematisch darstellen und die Vor- und Nachteile verschiedener Ansätze abwägen,

sind in der Lage, ökonomische und sozialwissenschaftliche Frage- und Problemstellungen zu formulieren und zu untersuchen, Hypothesen zu entwickeln, deren Plausibilität zu überprüfen, anhand einschlägiger ökonomischer Theorien zu begründen sowie spezifische Lösungskonzepte entwickeln,

verfügen über grundlegende Kenntnisse ökonomischer Strukturen, Prozesse, Handlungen und Strategien, die am Leitbild der Nachhaltigkeit ausgerichtet sind,

können zwischen objektiven Tatbeständen und Werturteilen unterscheiden und Wege zur rationalen Urteilsbildung aufzeigen,

können grundlegende Fragen der Wirtschaftsethik diskutieren und reflektieren,

sind in der Lage, das Verhältnis zwischen Politik und Ökonomie unter Berücksichtigung unterschiedlicher Wertorientierungen zu analysieren,

können ökonomische und sozial-wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren,

sind in der Lage, Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Methoden abzuwägen.

Zentrale ökonomische Begriffe wie Wirtschaftssystem, Wirtschaftsordnung, Wirtschaftskreislauf

Stellung der privaten Haushalte, Unternehmen sowie Staat und Ausland im Wirtschaftsgeschehen

Funktionen des Staates in einer marktwirtschaftlichen Ordnung

Wirtschaftsordnung eines Landes als Gestaltungsaufgabe

Private Haushalte in funktionaler Perspektive, Strukturentwicklung und Haushaltstypologien

Zentrale Handlungsfelder privater Haushalte, wie Konsumverhalten und Finanzkompetenz (zum Beispiel Umgang mit Geld und Lebensrisiken, Altersvorsorge, ökonomische versus ökologische Kaufentscheidungen)

Aufgaben und Umfeld von Unternehmen in der Gesellschaft

Unternehmen als ökonomische und soziale Aktionszentren

Die Bedeutung von Unternehmertum und Innovationsentwicklung für die Gesellschaft

Arbeitsmarkt, Arbeit und Beruf

Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Globalisierung

Konsumökonomik, Arbeitsökonomik und Gesellschaftsökonomik sowie Mikro- und Makroökonomie

Nachhaltigkeit und Wirtschaftsethik

Gesellschaftliche Grundwerte (Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit, Fortschritt)

Stellenwert digitaler Medien und Heterogenität im wirtschaftlichen Kontext

Grenzen des Wachstums

Fachdidaktik

kennen Konzepte von ökonomischer Bildung und können diese bewerten,

verfügen über theoretische Konzepte des wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Lernens in der Grundschule,

kennen und beurteilen zentrale Prinzipien und Methoden des frühen ökonomischen Lernens,

können typische Präkonzepte und Verstehenshürden beschreiben,

können die Bildungsstandards auf der Grundlage didaktischer Konzepte analysieren und bewerten,

können Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Arbeitens in der Grundschule im Zusammenhang mit dem Fach Wirtschaftslehre beschreiben und analysieren,

können Unterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte beobachteten und analysieren,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Beurteilung von sozialwissenschaftlichem Unterricht der Grundschule,

können Lernarrangements auf der Basis fachlicher und fachdidaktischer Erkenntnisse konstruieren und geeignete Aufgaben zum Aufbau ökonomischer Kompetenzen entwickeln,

können Lehr- und Lernmaterialien und fachspezifische Unterrichtsmethoden treffend auswählen und einsetzen,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Konzepte und Leitbilder der Wirtschaftsdidaktik (insbesondere kategorial, handlungstheoretisch, institutionenökonomisch, konstruktivistisch, alltags- und lebenssituativ)

Kompetenzmodelle des Sachunterrichts

Zentrale didaktische Prinzipien der ökonomischen Bildung, wie zum Beispiel Problemorientierung, Handlungsorientierung, Entscheidungsorientierung, Multiperspektivität, Kontroversität, Lebens- und Alltagsorientierung

Orientierung an Phänomenen und Kinderfragen, Lebensweltbezug, Propädeutik, forschendes, entdeckendes und außerschulisches Lernen

Kategorien, Bildungsstandards, Kompetenzbereiche, Bildungsplan der Grundschule

Konzepte zu Bildung für nachhaltige Entwicklung

Perspektiven (sozialwissenschaftlich, naturwissenschaftlich, historisch, geographisch, technisch)

Gestaltung von Lernsituationen, Theorie der Unterrichtsentwicklung und -evaluation

Modelle der Aufgabenstruktur und Aufgabenanalyse

Einschlägige Methoden mit Affinität zu ökonomischen Denkweisen (insbesondere Projektarbeit, Wettbewerbe, ökonomische Experimente, Planspiele, Schülerfirmen, Fallstudien)

Medien sozialwissenschaftlicher Bildung

14.

Sport

Zum Studium des Fachs Sport kann nur zugelassen werden, wer die entsprechende Eignungsprüfung bestanden hat. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Fachwissenschaft

kennen zentrale sportwissenschaftliche Gegenstandsbereiche, Theorien, Methoden und empirische Ergebnisse aus den Bereichen Sport und Gesellschaft, Sport und Erziehung, Sport und Bewegung und Training,

sind in der Lage, sportwissenschaftliche Fragestellungen zu sozialisatorischen Prozessen und der Aneignung sportiver Kulturtechniken sowie zum Umgang mit Heterogenität (Geschlecht, Ethnie, Milieu) im Sportunterricht nachzuvollziehen und zu reflektieren,

können die Zusammenhänge von Körper, Spiel, Sport und Bewegung hinsichtlich Gesundheit und Prävention im Lebenslauf und in der Lebensführung von Kindern theoriegeleitet reflektieren,

verfügen über ein handlungsorientiertes sportwissenschaftliches Fachwissen, das sie zur Anleitung und Reflexion von (zum Beispiel inklusiven) Bewegungssituationen befähigt,

sind in der Lage, sich auf der Grundlage ausgewählter sozialwissenschaftlicher Theorien mit sozialen Ungleichheiten in Gesellschaft und Sport sowie Integration und Inklusion in unterschiedlichen Settings auseinanderzusetzen und einen wissenschaftlich begründeten Standpunkt zu formulieren,

können die Rolle der Sportlehrerin und des Sportlehrers unter Berücksichtigung der eigenen Biografie und in gesellschaftlichen Kontexten reflektieren,

sind in der Lage, Professionalität in der didaktischen Gestaltung von Lehr-Lernprozessen zu entwickeln,

kennen unterschiedliche Methoden der Unterrichtsforschung und können Ergebnisse bei der Gestaltung von Lernprozessen berücksichtigen,

kennen Konzepte schulischer und außerschulischer Sport- und Bewegungserziehung inklusive Gesundheitserziehung und können diese kritisch-konstruktiv beurteilen und umsetzen,

kennen Ansätze zur psychomotorischen Entwicklung und zu motorischem Lernen, zu Diagnoseverfahren und entsprechenden Förderkonzepten im Sportunterricht und in der Leistungsmessung.

Sport und Gesellschaft:

Sportwissenschaftliche Grundlagen: zum Beispiel Bewegung, Spiel und Sport in kindlichen Lebenswelten, Soziologie des Körpers und des Sports, Geschichte des Sports, soziale Ungleichheit und Geschlechterkonstruktionen im Sport, Sozialisation im und durch Sport, Sport und Nachhaltigkeit

Themenbezogene Vertiefung, zum Beispiel Fußball in Sport und Gesellschaft, Trendsport und Jugendkultur, Fitness und Gesundheit im Spiegel sozialwissenschaftlicher Reflexion, Umgang mit dem Körper und mit Geschlechterkonstruktionen in Sport und Gesellschaft, Gewalt im Sport; Sportliche Aktivität im Lebenslauf, soziale Ungleichheiten im Sport

Sport und Erziehung:

Sportwissenschaftliche Grundlagen: zum Beispiel Interkulturelle Erziehung, Heterogenität/Diversität im Sportunterricht, Inklusion in Schule und Sportunterricht

Themenbezogene Vertiefung, zum Beispiel Integration/Inklusion im Sportunterricht, Angst im Sportunterricht, Genderkompetenz im Sportunterricht; unterrichtsbezogene didaktische Konzepte und deren Umsetzung

Sport und Bewegung:

Sportwissenschaftliche Grundlagen: zum Beispiel psychologisch-physische Leistungsvoraussetzungen, Prozessformen der motorischen Entwicklung, Prinzipien und Methoden des sportlichen Trainings

Themenbezogene Vertiefung, zum Beispiel motorische Entwicklung und motorisches Lernen, Leistungsdiagnostik und Bewegungsanalyse

Diagnosegestützte Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht

Qualitative und quantitative empirische Methoden, hermeneutisch-phänomenologische Methoden

Forschendes Lernen: Durchführung von forschungsbasierten Projekten

Fachdidaktik

erwerben eine solide Basis eigener motorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten fundamentaler spiel- und bewegungsbezogener Inhalte,

kennen methodisch verschiedene Handlungs- und Vermittlungsformen des Sportunterrichts und können diese in den verschiedenen Feldern von Bewegung, Spiel und Sport anwenden,

können grundlegende spiel- und bewegungsbezogene Inhalte kindgerecht erklären, demonstrieren, korrigieren und sichernd unterstützen,

sind in der Lage, ausgewählte Besonderheiten des Spielens und Bewegens auf der Grundlage pädagogisch-didaktischer Perspektiven zu nutzen, um selbst gesteuertes Lernen und selbstständiges Handeln im und durch Sport bei Schülerinnen und Schülern zu entwickeln,

können den bewussten Umgang mit dem eigenen Körper (Wahrnehmungsschulung, Förderung koordinativer und konditioneller Fähigkeiten) schulen und in den verschiedenen Bewegungsfeldern mit geeigneten pädagogisch-didaktischen Perspektiven gestalten,

sind in der Lage, gesundheits- oder lebensgefährdende Situationen zu erkennen und diese angemessen bei der Planung und Durchführung von Unterricht zu berücksichtigen. Im Notfall ist die Lehrkraft in der Lage, einen Schüler oder eine Schülerin aus einer gesundheits- oder lebensgefährdenden Situation aus dem Wasser zu befreien,

vertiefen und erweitern die eigenen motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Beispiel durch ausgewählte Bereiche von Bewegung, Spiel und Sport,

können eine inhaltliche Auswahl von Unterrichtsinhalten in Rückgriff auf sportdidaktische Konzepte kompetenzorientiert begründen,

kennen unterschiedliche Ansätze, Methoden und Verfahren der Projektarbeit und der kollegialen Teamarbeit und können diese reflektieren und anwenden,

kennen die theoretischen Begründungszusammenhänge einer bewegungsfreudigen Grundschule im schulischen Alltag und reflektieren diese in Bezug auf die Anwendung in der beruflichen Praxis.

Integrative Sportspielvermittlung (Zielschussspiele und Rückschlagspiele)

Bewegen und Turnen an und mit Geräten

Laufen, Springen, Werfen

Bewegen im Wasser, Anfängerschwimmen, Wasserrettung

Gestalten, Tanzen, Darstellen

Psychomotorik, Erlebnispädagogik

Outdoorsport, Trendsport

Ringen, Raufen, Kämpfen

Rollen und Fahren

Anlage 2

(zu § 2 Absatz 4, § 5 Absatz 3, 6 und 12, § 6 Absatz 5, 10 und 17 und § 7 Absatz 3 und 6)

Lehramt Sekundarstufe I und Lehramt Gymnasium

INHALTSVERZEICHNIS

1.

Allgemeines Kompetenzprofil

2.

Kunst (Lehramt Sekundarstufe I), Bildende Kunst (Lehramt Gymnasium)

3.

Biologie

4.

Chemie

5.

Deutsch

6.

Englisch

7.

Evangelische Theologie/Religionspädagogik (Lehramt Sekundarstufe I), Evangelische Theologie (Lehramt Gymnasium)

8.

Französisch

9.

Geographie

10.

Geschichte

11.

Informatik

12.

Islamische Theologie/Religionspädagogik (Lehramt Sekundarstufe I), Islamische Religionslehre (Lehramt Gymnasium)

13.

Katholische Theologie/Religionspädagogik (Lehramt Sekundarstufe I), Katholische Theologie (Lehramt Gymnasium)

14.

Mathematik

15.

Musik

16.

Ethik (Lehramt Sekundarstufe I), Philosophie/Ethik (Lehramt Gymnasium)

17.

Physik

18.

Politikwissenschaft

19.

Sport

20.

Wirtschaftswissenschaft

1.

Allgemeines Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen aller Studienfächer

haben ein solides und strukturiertes Fachwissen zu den grundlegenden Gebieten ihrer Fächer erworben, sie können darauf zurückgreifen und dieses Fachwissen ausbauen,

verfügen aufgrund ihres Überblickwissens über den Zugang zu den aktuellen grundlegenden Fragestellungen ihrer Fächer,

können sich aufgrund ihres Einblicks in andere Disziplinen weiteres Fachwissen erschließen und damit fachübergreifende Qualifikationen entwickeln,

sind mit den Erkenntnis- und Arbeitsmethoden ihrer Fächer vertraut,

sind in der Lage, diese Methoden in zentralen Bereichen ihrer Fächer anzuwenden,

haben eine wissenschaftlich reflektierte Vorstellung vom Bildungs- und Erziehungsauftrag,

haben ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze und können fachwissenschaftliche beziehungsweise fachpraktische Inhalte unter didaktischen Aspekten analysieren,

kennen und nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung über das Lernen in ihren Fächern,

kennen Grundlagen der Diagnose und Leistungsbeurteilung,

haben Kenntnisse über Merkmale von Schülerinnen und Schülern, die den Lernerfolg fördern oder hemmen können, und darüber, wie daraus Lernumgebungen differenziert zu gestalten sind,

sind in der Lage, heterogene Lernvoraussetzungen sowie individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen,

kennen Möglichkeiten der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit, auch in inklusiven Settings und in der interkulturellen Erziehung, und reflektieren diese,

verfügen über Kenntnisse zur Auswahl und Nutzung fachrelevanter Medien,

verfügen über Querschnittskompetenzen: Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, Medienkompetenz und -erziehung, Prävention, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Fragen der Berufsethik und Gendersensibilität.

2.

Kunst (Lehramt Sekundarstufe I), Bildende Kunst (Lehramt Gymnasium)

Studienvoraussetzungen

Zum Studium der Fächer Kunst und Bildende Kunst kann nur zugelassen werden, wer die entsprechende künstlerische Eignungsprüfung besteht. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen entwickeln als unverzichtbare Grundlage für die Betätigung im künstlerischen Lehramt eine eigenständige künstlerische Position, welche im Laufe des Studiums erarbeitet wird. Vor diesem Hintergrund und im Bewusstsein der Erfahrungen des eigenen ästhetischen Ausdrucks verfügen die Absolventinnen und Absolventen über fachspezifische Kompetenzen im künstlerischen Feld, im theoretisch-wissenschaftlichen Feld und im vermittelnden-pädagogischen Feld. Die kunstdidaktische Orientierung befähigt die Absolventinnen und Absolventen, Kindern und Jugendlichen Experimentierfelder und Vorstellungswelten zu eröffnen, denen sie sich auf der Basis eines künstlerischen oder kunstnahen Denkens und Handelns annähern.

Sie

verfügen über Erfahrungen im künstlerischen Denken und Handeln aus der eigenen Praxis und über ein Repertoire an technisch-medialen Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks, auf das sie nach inhaltlichen Maßgaben zugreifen können und haben Einblick in das Denken und Handeln angewandter Kunstbereiche,

sind in der Lage, ihre eigene künstlerische Praxis im Bewusstsein verschiedener künstlerischer Erfahrungs-, Erkenntnis- und Ausdrucksformen zu verorten,

sind in der Lage, Schülerinnen und Schülern einen theoriegeleiteten Zugang zu Werken der Bildenden Kunst und Zeugnissen des kulturellen Erbes zu eröffnen,

verfügen über grundlegende fachwissenschaftliche Kenntnisse in den Bereichen der Kunstgeschichte und Kunstwissenschaften, kennen deren grundlegende Theorien und Methoden und können diese sachgerecht anwenden,

verfügen unter Anwendung kunstpädagogischer und kunstdidaktischer Kenntnisse über erste Erfahrungen hinsichtlich Planung und Umsetzung von Kunstunterricht und -vermittlung im Praxisfeld Schule unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse, des soziokulturellen Kontextes und des gesellschaftlichen Bildungsinteresses.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Kunstpraxis

sind in der Lage, eigenständige künstlerische Fragestellungen und Konzepte zu entwickeln,

verfügen über breit gefächerte künstlerische, gestalterische und technologische Fähigkeiten,

verfügen über Erfahrungen der Ausstellungspraxis, können Werke der Bildenden Kunst, des Designs und der Architektur in angemessener Form präsentieren und kennen erste Fragestellungen kuratorischer Praxis,

sind in der Lage, Kunst und Design als eigenständige Formen der Wissensproduktion zu beurteilen.

Entwicklung und Strukturierung künstlerischer Arbeitsprozesse

Experimentelle Erprobung der sinnlichen, emotionalen, sozialen und kognitiven Möglichkeiten künstlerischer Darstellungsmittel

Darstellung, Transformation von Wirklichkeit sowie von ästhetischen, sozialen, politischen, psychischen und begrifflichen Zusammenhängen

Traditionelle und zeitgenössische Techniken, Verfahren und Konzepte in den zwei- und dreidimensionalen Bereichen analoger und digitaler Medien

Technologie, Material- und Werkzeugkunde in den oben genannten Bereichen

Analyse, Interpretation, Beurteilung und Präsentation eigener und fremder Werke

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Professionalisierung künstlerischer Arbeitsprozesse

Selbstverantwortlichkeit, Eigenständigkeit und Freiheit bezüglich künstlerischer Problemstellungen und Thematik a priori

Fähigkeit zur adäquaten Beurteilung fortgeschrittener künstlerischer Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Schulen mit erweitertem Kunstunterricht, in Kunstzugklassen und in Gymnasien mit künstlerischem Profil sowie im fachpraktischen Abitur

Kunstgeschichte und Kunsttheorie

verfügen über breit gefächertes kunstgeschichtliches und kunsttheoretisches Wissen,

sind in der Lage, eigene und fremde künstlerische Arbeit im Kontext historischer und zeitgenössischer Theoriebildungen zu reflektieren, sowie die künstlerische Arbeit in ihrer Rolle als eigenständige implizite und explizite Theoriebildung zu bewerten,

verfügen über grundlegende Kenntnisse der Geschichte der Kunst und Architektur und ihrer Theorie. Sie sind mit kunstwissenschaftlicher Methodik vertraut und befähigt zu deren schriftlicher und mündlicher Umsetzung in der Interpretation und Vermittlung,

haben die Fähigkeit, unbekannte ästhetische Objekte sachgerecht zu beschreiben, methodisch zu analysieren und darauf aufbauend zu interpretieren.

Geschichte der Kunst im Überblick (Epochen, Positionen, Konzepte, Medien und Techniken, Gestaltungs- und Ausdrucksweisen)

Grundzüge der Design-, Architektur- und Schriftgeschichte

Grundzüge der Philosophie der Kunst und Ästhetik, sowie Grundzüge aktueller kunsttheoretischer Positionen (Problemstellungen, Begriffsbildungen, Reflexion in und der Praxis)

Grundzüge von Analyse- und Interpretationsverfahren

Theoriegeleitete Auseinandersetzung mit Werken der Bildenden Kunst und des materiellen Kulturerbes

Auseinandersetzung mit der Präsentation von Kunst in Ausstellungen, Galerien, Museen, im Öffentlichen Raum und im Außenraum

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Professionalisierung in Analyse, Interpretation, Einordnung und Bewertung der eigenen künstlerischen Arbeit im Kontext des aktuellen Kunstdiskurses und der kunsthistorischen und kunsttheoretischen Zusammenhänge

Professionalisierung in Präsentation eigener und fremder künstlerischer Arbeit vor dem Hintergrund ortsspezifischer Konditionen und Fragestellungen und in Relation zu Formen der Kunstpräsentation

Kunstpädagogik und Fachdidaktik

besitzen Kenntnisse zur Beurteilung und Anwendung kunstdidaktischer und bildungswissenschaftlicher Ansätze,

verfügen über Grundkenntnisse von bildungswissenschaftlichen und pädagogischen Fragestellungen (Erziehung, Bildung, Sozialisation), die hinsichtlich Inklusion, Heterogenität und Lernräumen entstehen,

kennen Grundzüge der Entwicklungspsychologie aus kunstpädagogischer Sicht

kennen Grundlagen der Kommunikation, Interaktion und Konfliktbewältigung,

verfügen über Fähigkeiten zur Planung und Umsetzung von fachlichen Inhalten und Erkenntnissen im Praxisfeld Schule,

kennen verschiedene Methoden des Kunstunterrichts,

kennen und reflektieren Grundzüge und Positionen kunstdidaktischer Forschung,

verfügen über Orientierungswissen, Kunstunterricht im Praxisfeld Schule interdisziplinär durchzuführen.

Wesentliche Konzepte und Methoden der Kunstvermittlung und des Kunstunterrichts und deren kritische Reflexion

Wesentliche Lehr-Lern-Theorien aus kunstpädagogischer Sicht

Theorien der Kreativität

Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung und deren Entwicklung bis zum Erwachsenenalter und Grundlagen des Rezeptionsverhaltens

Bildnerische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Jugendästhetik, Umwelt und Alltag als Bezugspunkt für kunstpädagogische Fragestellungen

Beobachtung, Diagnose und Beurteilung der ästhetischen Prozesse und Produkte von Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung lebensweltlicher Bedingungen

Grundzüge kunstpädagogischer Fragestellungen hinsichtlich Inklusion und heterogenen Lerngruppen

Künstlerische Prozesse und fachwissenschaftliche Sachverhalte aus fachdidaktischer Sicht

Einblick in relevante Methoden und wesentliche Befunde kunstdidaktischer Forschung

Modelle und Methoden der Kunstrezeption im Unterricht

grundlegende Planung, Analyse und Umsetzung von Unterrichtsprozessen auf der Basis eigener und fremder künstlerischer und kunstdidaktischer Erfahrung sowie erziehungswissenschaftlich begründeter Vorgehensweisen

3.

Biologie

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen beherrschen naturwissenschaftliche Denkweisen, verfügen über grundlegende, anschlussfähige fachwissenschaftliche Kenntnisse und können die Bezüge zwischen verschiedenen Teildisziplinen der Biologie sowie den Organisationsebenen biologischer Systeme darstellen. Sie können unter Beachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse Vermittlungs-, Lern- und Bildungsprozesse im Fach Biologie planen und durchführen. Sie verfügen über analytisch-kritische Reflexionsfähigkeit sowie fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kompetenzen.

Sie

sind vertraut mit Arbeits- und Erkenntnismethoden der Biologie sowie mit der Handhabung von (schulrelevanten) Geräten,

verfügen über Kompetenzen zur fachbezogenen Reflexion und Kommunikation,

können mithilfe gefestigter Grundlagenkenntnisse biologische Sachverhalte in verschiedenen Kontexten erfassen, sachlich und ethisch bewerten sowie die Bedeutung biologischer Themen für Individuum und Gesellschaft begründen,

können neuere biowissenschaftliche Forschung in Übersichtsdarstellungen, auch in englischer Sprache, verstehen und sie für den Unterricht erschließen,

kennen fachdidaktische Theorien, Modelle und Erkenntnismethoden und können diese analysieren und beurteilen,

verfügen über grundlegende Kenntnisse der Ergebnisse biologiebezogener Lehr-Lernforschung,

können die Bedeutung des Prinzips der Nachhaltigkeit für das Fach Biologie darstellen und begründen,

können überfachliche Bildungsaufgaben des Biologieunterrichts beschreiben und begründen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Grundlagen der Biologie

können Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion belebter Systeme erläutern,

können Entwicklungsprozesse auf verschiedenen Organisationsebenen darstellen,

können Prozesse der Informationsverarbeitung und Informationsspeicherung in biologischen Systemen erklären,

können Steuer- und Regelprozesse sowie Prozesse der Stoff- und Energieumwandlung auf verschiedenen Organisationsebenen darstellen,

können den Zusammenhang zwischen Variabilität, phylogenetischer Entwicklung und Biodiversität aufzeigen,

können wichtige Organismengruppen und -arten, insbesondere der einheimischen Flora und Fauna, erkennen und benennen,

verfügen über wissenschaftsmethodische Kenntnisse und beherrschen fachspezifische Arbeitstechniken,

sind in der Lage, wissenschaftliche Informationen sachbezogen zu erschließen und auszutauschen,

können biologische Sachverhalte aus verschiedenen Kontexten extrahieren, durchdringen und bewerten.

Struktur und Funktion belebter Systeme auf verschiedenen Organisationsebenen (Molekül, Zellorganelle, Zelle, Gewebe, Organ, Organismus, Population, Ökosystem)

Pro- und Eukaryotische Zellen

Zellteilung, Zelldifferenzierung und Zelltypen

Zellbiochemie

Tier- und Pflanzenphysiologie

Physiologie des Menschen

Morphologie und Systematik

Mikrobiologie

Fortpflanzung und Entwicklung

Immunologie

Genetik

klassische und molekulare Genetik

klassische und molekulare Genetik

Humangenetik

Evolution

Theorien und Mechanismen

Humanevolution

Ökologie, Biodiversität, Biogeographie

Artenkenntnis, insbesondere der einheimischen Flora und Fauna

biologische Arbeits- und Forschungsmethoden in Labor und Freiland

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium:

Biochemie

Molekularbiologie

Zellbiologie

Tier- und Pflanzenphysiologie

Immunbiologie

Darüber hinaus:

Zellkommunikation

Soziobiologie und Verhalten

Populationsökologie

Zell- und molekularbiologische Forschungsmethoden

Angewandte Biologie

erkennen die Anwendung biowissenschaftlicher Erkenntnisse in Alltagskontexten (zum Beispiel in der Gesundheitsförderung, Suchtprävention und Nahrung) und können deren Bedeutung darlegen,

können biowissenschaftliche Anwendungen multiperspektivisch analysieren und ethisch bewerten sowie deren Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung darstellen.

Biotechnik, Grundlagen der Gentechnik

wissenschaftliche Grundlagen von Gesundheitsförderung und Suchtprävention

biologische Grundlagen der Wertschöpfungsketten von Naturprodukten, insbesondere von Nahrungs- und Genussmitteln

Grundlagen einer nachhaltigen Entwicklung

Vertiefung der Kenntnisse zur Gentechnik

Reproduktionstechnik,

klassische und moderne Züchtungsmethoden für Nutztiere und Nutzpflanzen

Chemie und Physik für Biologie

verfügen über biowissenschaftlich relevante Grundlagenkenntnisse sowie Arbeitstechniken (und deren Anwendung) der Physik und Chemie.

Chemische und physikalische Grundlagen biologischer Systeme

Biologisch relevante Arbeitstechniken der Chemie und der Physik

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium insbesondere in Biophysik

Fachdidaktik

verfügen über grundlegendes fachdidaktisches Wissen,

kennen die Grundlagen adressatenorientierter Unterrichtsplanung,

können Unterricht in elementarer Form planen, durchführen und punktuell reflektieren,

erkennen die Bedeutung überfachlicher Bildungsaufgaben und sind in der Lage, dazu Inhalte und Themenstellungen aufzubereiten,

kennen Sicherheitsvorschriften und Regeln zur Unfallverhütung und Arbeitssicherheit bei der Planung und Durchführung naturwissenschaftlichen Unterrichts.

Fachdidaktische Konzeptionen und curriculare Ansätze sowie grundlegende Ergebnisse biologiebezogener Lehr-Lern-Forschung

Präkonzepte, Lernhindernisse sowie Einstellungen, Werthaltungen und motivational-emotionale Orientierungen als Grundlage für die Planung von Lernprozessen

Planung und Gestaltung von Biologieunterricht mit fachdidaktisch begründeter Auswahl von Zielen, Inhalten, Methoden und Medien

Möglichkeit verschiedener Zugänge zu einem Thema (zum Beispiel Forschungs-, Problem-, Alltagsorientierung) auch unter Berücksichtigung heterogener Lerngruppen

Planung und Gestaltung von Unterricht unter Einbezug fachgemäßer Arbeitsweisen

Grundlagen von individueller Förderung, Differenzierung und fachbezogener Leistungsbeurteilung

Grundlagen biologiebezogenen Kommunizierens und Reflektierens unter Verwendung angemessener Darstellungsformen und der Fachsprache

exemplarisches fachdidaktisches Forschen und Urteilen

Grundlagen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

ethisch-philosophische Betrachtung ausgewählter biotechnologischer Anwendungen und Verfahren

überfachliche Bildungsaufgaben (zum Beispiel Gesundheitsförderung, Sexualbildung, Bildung für Nachhaltigkeit)

4.

Chemie

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über anschlussfähiges fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Wissen in Chemie, das es ihnen ermöglicht, als Lehrkraft Vermittlungs-, Lern- und Bildungsprozesse im Fach Chemie zu gestalten.

Sie

verfügen über anschlussfähiges chemisches Fachwissen, das es ihnen ermöglicht, neuere chemische Forschung zu verstehen,

verfügen über anschlussfähiges Wissen über die Inhalte und Tätigkeiten chemienaher Forschungs- und Industrieeinrichtungen,

können chemische Sachverhalte in verschiedenen Anwendungsbezügen und Sachzusammenhängen erfassen und bewerten,

können chemische Gebiete durch Identifizierung schlüssiger Fragestellungen strukturieren, durch Querverbindungen vernetzen und Bezüge zur Schulchemie und ihrer Entwicklung herstellen,

kennen die wesentlichen Arbeits- und Erkenntnismethoden der Chemie und können sicher experimentieren,

kennen die Ideengeschichte ausgewählter chemisch-naturwissenschaftlicher Theorien sowie Begriffe und deren Aussagekraft,

kennen den Prozess der Gewinnung chemischer Erkenntnisse und können die individuelle und gesellschaftliche Relevanz der Chemie begründen,

können die Bedeutung des Prinzips der Nachhaltigkeit für das Fach Chemie darstellen und begründen,

verfügen über anschlussfähiges chemiedidaktisches Wissen auf Grundlage des aktuellen Forschungsstandes, insbesondere über grundlegende Kenntnisse der Ergebnisse chemiebezogener Lehr-Lernforschung,

können auf der Grundlage ihres Fachwissens Unterrichtskonzepte und -medien fachlich gestalten, inhaltlich bewerten.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Allgemeine, anorganische und analytische Chemie

können Grundlagen der allgemeinen, anorganischen und analytischen Chemie theoretisch durchdringen, ihre Entstehungsgeschichte darstellen und sie praktisch und experimentell anwenden,

können die Basiskonzepte der Chemie und deren Bedeutung für den Unterricht beschreiben,

können das Prinzip der Nachhaltigkeit an vielfältigen Beispielen erklären,

können analytische und synthetische Methoden in der anorganischen Chemie anwenden.

Grundlagen des chemischen Experimentierens

Historische Erkenntniswege der Chemie

Nachhaltigkeit als Grundprinzip chemischer Forschung und Produktion

Stoff-Teilchen-Konzept (Atome, Moleküle, Ionen, Periodensystem der Elemente)

Bindungs- und Wechselwirkungsmodelle

Struktur-Eigenschafts-Konzept

Chemische Reaktionen

Akzeptor-Donator-Konzept (Redoxreaktionen, Säure-Base-Reaktionen)

Quantitative Aspekte chemischer Reaktionen (Stöchiometrisches Rechnen)

Energie-Entropie-Konzept

Gleichgewichts-Konzept

Chemie der Nichtmetalle

Chemie der Metalle

analytische und synthetische Methoden in der anorganischen Chemie

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Molekülchemie

Koordinationschemie

Festkörperchemie

Spektroskopie: Methoden und theoretische Grundlagen

aktuelle Aspekte der anorganischen Chemie im Überblick: zum Beispiel bioanorganische Chemie, Materialforschung

Organische Chemie

können Struktur- und Bindungsvorstellungen für organische Moleküle erläutern,

können Eigenschaften organischer Stoffe aus ihrer Struktur und ihren funktionellen Gruppen ableiten,

können organische Reaktionen mechanistisch erklären und sie sicher experimentell durchführen.

Grundlagen des chemischen Experimentierens

Stoffklassen, funktionelle Gruppen

Trennmethoden und Strukturaufklärung durch Spektroskopie

Stereochemie, Isomerie, Chiralität

Ausgewählte Reaktionsmechanismen und Synthesen

Ausgewählte technische Produkte und Synthesen

Naturstoffe

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

weitere Reaktionsmechanismen: zum Beispiel Carbonylreaktionen, pericyclische Reaktionen, metallorganische Reaktionen

aktuelle Aspekte der organischen Chemie: zum Beispiel Syntheseplanung, organische Photo- und Elektrochemie

Polymere

Physikalische Chemie

können Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien der Physikalischen Chemie darstellen und zur Beschreibung von Stoffen und Stoffveränderungen anwenden,

können Alltagsprobleme und neuere Entwicklungen aus dem Bereich der Physikalischen Chemie analysieren und diese in Unterrichtsprozesse transformieren,

können physikalisch-chemische Messmethoden anwenden und die Messergebnisse interpretieren,

können mathematische Beschreibungen wiedergeben und erklären,

können ausgewählte Gesetze (zum Beispiel zu Gasen) herleiten.

Grundlagen des chemischen Experimentierens

Math. Beschreibungen und Herleitungen ausgewählter Gesetze zu Gasen, zur Thermodynamik, Reaktionskinetik, Elektrochemie

Mikroskopische Struktur der Materie (Atome, Moleküle, Molekülspektroskopie)

Phänomenologische Thermodynamik (Hauptsätze, Thermochemie)

Reaktionsgeschwindigkeit, chemisches Gleichgewicht (Massenwirkungsgesetz) und Katalyse

Elektrochemie

Kinetische Gastheorie

Aktuelle Aspekte der Physikalischen Chemie: zum Beispiel elektrochemische Energiespeicher, photochemische Prozesse in Natur, Wissenschaft und Technik, Physikalische Chemie der Effektstoffe (Farbstoffe, Pigmente, Flüssigkristalle, Tenside, Nanopartikel)

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Spektroskopische Methoden

Quantenmechanische Grundlagen

Hauptsätze der Thermodynamik aus makroskopischer, phänomenologischer und molekular sowie statistischer Sicht

Phasengleichgewichte, chemische und elektrochemische Gleichgewichte aus thermodynamischer und kinetisch-dynamischer Sicht

Kinetik und Dynamik chemischer Reaktionen (Reaktionsgeschwindigkeit, Reaktionsmechanismen, Transporteigenschaften, Aktivierung und Katalyse)

Entropie (reversible und irreversible Prozesse)

Physikalisch-chemische Messmethoden

Fachübergreifende Studieninhalte

können mathematische Verfahren zur Beschreibung und Modellierung chemischer Sachverhalte anwenden,

können Querbezüge der Chemie zu anderen Naturwissenschaften herstellen,

können an ausgewählten Beispielen technische und industrielle Anwendungen der Chemie erläutern.

Mathematik für Chemiker

ausgewählte Grundlagen der Physik und anderer Naturwissenschaften

technische und industrielle Anwendungen der Chemie

Computer in der Chemie

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Mathematik für Chemiker, weitere Vertiefung der Zusammenhänge mit Physik, Biologie, Technik oder Geologie

Fachdidaktik

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung, Durchführung und Reflexion kompetenzorientierten Unterrichts,

kennen fachdidaktische Konzepte des Chemieunterrichts,

können den Einsatz von Schulexperimenten im Chemieunterricht unter Beachtung fachdidaktischer und sicherheitsrelevanter Aspekte an Beispielen darstellen,

kennen aktuelle Ergebnisse der chemiebezogenen Lehr-Lern-Forschung,

kennen fächerübergreifende Zusammenhänge.

vertikale und horizontale Verknüpfung von Unterrichtsinhalten, auch in Hinblick auf integrierte Konzepte aus den Fächern Naturphänomene und Technik sowie Naturwissenschaft und Technik

Lernvoraussetzungen und Präkonzepte der Schülerinnen und Schüler

fachdidaktische Betrachtungsebenen: Stoffe und Teilchen, Modell und Wirklichkeit, Fachsystematik und Kontextorientierung sowie in Ansätzen Basiskonzepte im Chemieunterricht

fachspezifische Methoden und Unterrichtsverfahren

Elementarisierung im Chemieunterricht, Fachsprache und Alltagssprache

Medien im Chemieunterricht (Schwerpunkte: Theorie und praktische Übungen zu Schulexperimenten, Modelle)

Diagnostizieren, individuelles Fördern und Formen der Leistungsmessung im Chemieunterricht

erweitert für das Lehramt Gymnasium: Wissenschaftspropädeutik.

5.

Deutsch

Studienvoraussetzungen

Englisch und eine weitere Fremdsprache

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über anschlussfähiges fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Wissen in Deutsch, das es ihnen ermöglicht, als Lehrkraft Vermittlungs-, Lern- und Bildungsprozesse im Fach Deutsch zu gestalten.

Sie

sind in der Lage, adressatengerecht sowie rhetorisch, ästhetisch und medial angemessen zu kommunizieren,

verfügen über eine differenzierte und elaborierte Schreib- und Lesekompetenz und sind in der Lage, eigene sowie fremde Schreib- und Leseprozesse zu reflektieren und weiterzuentwickeln,

können die Medialität und Historizität von Sprache und Literatur im Zusammenhang mit Sprach-, Literatur- und Medientheorien reflektieren,

vermögen die gesellschaftlich-kulturelle Bedeutung sprachlicher, literarischer und medialer Bildung, auch in ihrer historischen Dimension, gegenüber verschiedenen Personengruppen darzustellen und zu begründen,

vernetzen Wissen über Sprache und Kommunikation, Literatur und Medien sowie deren Geschichte im Hinblick auf Kinder und Jugendliche,

sind mit anschlussfähigem Orientierungswissen über die Entwicklung von sprachlichen und literarischen Kompetenzen von Lernenden vertraut, auch im Hinblick auf Zweitspracherwerb und Mehrsprachigkeit.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Literaturwissenschaft

sind in der Lage, die Entwicklung der deutschsprachigen Literatur in ihren wesentlichen Zusammenhängen zu beschreiben und anhand von Autoren und Werken zu konkretisieren,

können unter Berücksichtigung geeigneter fachwissenschaftlicher Methoden Literatur in ihren verschiedenen medialen Erscheinungsformen analysieren,

können die Bedeutung literarischer Texte als Modus historisch-kulturellen Handelns und als Möglichkeit ästhetischer Erfahrung reflektieren und erläutern,

können Literatur im Hinblick auf Identitätsbildungs-, Sozialisations-, Enkulturations- und Kommunikationsprozesse erschließen,

können literarische Themen, Stoffe und Motive in ihrem gesellschaftlichen und kulturellen Kontext erkennen, vergleichen, analysieren und interpretieren,

können Kenntnisse über den Prozess der literarischen Sozialisation anwenden,

erfassen die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und Interkulturalität für ästhetische Erfahrung und literarische Bildung.

Epochen der deutschen Literaturgeschichte, auch im internationalen und interkulturellen Kontext

Autoren und Werke deutschsprachiger Literatur mindestens seit der Aufklärung

Literatur, Theater und Medien im kulturgeschichtlichen und interkulturellen Zusammenhang

Überblick über Entwicklung, Gegenstandsbereiche und aktuelle Tendenzen der Literaturwissenschaft unter Berücksichtigung medienwissenschaftlicher Aspekte

Gattungen, Textsorten, Textformen, auch diachron und intermedial

Themen, Stoffe und Motive

Kinder- und Jugendliteratur in ihren verschiedenen medialen Erscheinungsformen

Film und Filmgeschichte, Literatur in digitalen Medien

Literaturtheorie, Medientheorie

Modelle der Textanalyse und Textinterpretation

Theorien zur Produktion und Rezeption literarischer und pragmatischer Texte

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Literaturgeschichtliche Entwicklung vom Mittelalter bis zur Gegenwart auch im internationalen und interkulturellen Kontext

Autoren und Werke deutschsprachiger Literatur seit dem Mittelalter

Themen, Stoffe und Motive in historischer Perspektive

Rhetorik, Poetik, Ästhetik in historischer und systematischer Perspektive

Neuere Literatur- und Kulturtheorien

Literaturgeschichte im Kontext der Wissensgeschichte

Sprachwissenschaft

kennen Methoden der Sprachwissenschaft und können sie anwenden,

sind in der Lage, die Struktur und Bedeutung von Wörtern, Sätzen, Texten und Gesprächen methodisch kontrolliert zu analysieren und Zusammenhänge von Sprach- und Schriftstruktur zu beschreiben und erklären,

können linguistisch argumentieren,

können theoriegeleitet Kommunikationsprozesse in unterschiedlichen Medien analysieren,

sind in der Lage, Theorien des Erst- und Zweitspracherwerbs sowie der Mehrsprachigkeit zu erläutern,

können die einzelsprachlichen und soziokulturellen Rahmenbedingungen der Sprachverwendung reflektieren und ihren eigenen Sprachgebrauch daraufhin beobachten,

können zentrale Erscheinungen des Sprachwandels und gegenwärtige Ausprägungen der deutschen Sprache beschreiben und erklären,

berücksichtigen Mehrsprachigkeit und Interkulturalität im Hinblick auf sprachliche Lernprozesse.

Überblick über Phonetik, Phonologie, Morphologie, Lexik, Syntax, Semantik, Pragmatik und Texttheorie

Grammatikmodelle

Kognitive, soziale und kulturelle Aspekte von Sprache und Sprachgebrauch

Sprachgeschichte und Theorien des Sprachwandels

Sprachvarietäten und deren historischer Hintergrund

Theorien und Modellierungen von Mündlichkeit und Schriftlichkeit

Sprachproduktion und -verstehen, Spracherwerb und -entwicklung

Mehrsprachigkeit, Zweitspracherwerb

Modelle zu Schriftspracherwerb, Schreib- und Leseprozessen

Systematische und historische Grundlagen der deutschen Orthographie, einschließlich der Interpunktion

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Strukturelle Zusammenhänge des deutschen Sprachsystems von der Lautebene bis zur Text- und Gesprächsebene

Theorien und Modelle der linguistischen Teildisziplinen

Richtungen, Entwicklungen und aktuelle Tendenzen der Sprachwissenschaft des Deutschen

Geschichte der deutschen Sprache von den Anfängen bis zur Gegenwart, Kenntnis des Mittelhochdeutschen

Typologie und Sprachvergleich

Sprache, Denken und Wirklichkeit: Sprachphilosophische Grundlagen

Fachdidaktik

kennen wichtige Fragestellungen, Arbeitsfelder, Positionen und Methoden der Deutschdidaktik und können eigene Positionen entwickeln,

kennen Verfahren der didaktischen Analyse sprachlicher und literarischer Unterrichtsgegenstände,

berücksichtigen die Heterogenität von Lerngruppen im Hinblick auf Sprachproduktion und Textverstehen und kennen fachspezifische Verfahren der Diagnose sowie Möglichkeiten der Differenzierung,

kennen Formen und Besonderheiten des Zweitspracherwerbs und der Mehrsprachigkeit,

können die Rolle der Schrift und des Schrifterwerbs für die Entwicklung der Sprachbewusstheit reflektieren,

sind mit Modellen zum Erwerb von Schreib- und Lesekompetenz vertraut,

kennen Designs und Verfahren deutschdidaktischer Forschung.

Theorien und Konzepte des Deutschunterrichts und seiner Arbeitsbereiche, Methoden der Erprobung und Evaluation im Unterricht

Forschungsmethoden, -diskurse und -ergebnisse zum Lehren und Lernen im Deutschunterricht (zum Beispiel Schreib- und Leseforschung, Forschung zu Sprachnorm und Sprachvariationen, Forschung zu literarischem Lernen und Verstehen)

Deutschunterricht im Wandel: Überblick und Vertiefung nach 1945

Didaktische Modelle zu sprachlichen und literarischen Gegenständen in Printmedien, audiovisuellen Medien, digitalen Medien und Inszenierungen

Methoden und Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation im Unterricht, einschließlich der Anleitung zur angemessenen Anschlusskommunikation

Modelle des Grammatikunterrichts

Grundzüge der Mediendidaktik

Mehrsprachenorientierter Deutschunterricht und Zweitspracherwerb

Konzepte der Diagnose, Planung, Förderung und Bewertung sprachlichen und literarischen Lernens

Literaturgeschichtliche, gattungsspezifische, thematische und biographische Aspekte von Literatur unter fachdidaktischer Perspektive

Sprachliche und kulturelle Diversität im Deutschunterricht

6.

Englisch

Studienvoraussetzungen

Englisch Sprachniveau B2 (nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR)) Latinum oder Kenntnis einer weiteren modernen Fremdsprache

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in der Fremdsprachenpraxis, der Sprachwissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Kulturwissenschaft sowie in der Fachdidaktik und Schulpraxis. Der schulische Fremdsprachenunterricht erfordert, dass die Absolventinnen und Absolventen das im Studium erworbene Wissen systematisch abrufen und ihre Kompetenzen unterrichtsbezogen einsetzen können.

Sie

verfügen über eine fremdsprachliche Kompetenz, die sich am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR) orientiert und in Einzelkompetenzen der Niveaustufe C 2 entspricht,

verfügen über authentische Erfahrungen und Kenntnisse, die sie möglichst im Rahmen eines zusammenhängenden mehrmonatigen Aufenthalts in Ländern der Zielsprache erworben haben,

sie sind in der Lage, ihre fremdsprachliche und interkulturelle Kompetenz auf dem erworbenen Niveau ständig weiter zu entwickeln und verfügen über ein ausgeprägtes Sprach- und Sprachlernbewusstsein,

können auf vertieftes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen in den Teilgebieten der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft zugreifen und grundlegende wie aktuelle Fragestellungen und Methoden erkennen, reflektieren und weiterentwickeln,

verfügen über Erkenntnis- und Arbeitsmethoden des jeweiligen Fachs sowie über einen Habitus des forschenden Lernens,

können auf strukturiertes, anschlussfähiges und in ausgewählten Bereichen vertieftes Wissen der Sprach-, Literatur-, Kultur- und Mediendidaktik zugreifen und die entsprechenden Ansätze für den Unterricht nutzen,

verfügen über ein vertieftes, anschlussfähiges Wissen und ein ausgeprägtes Reflexionsvermögen im Hinblick auf fremdsprachliche Lehr- und Lernprozesse auch unter dem Gesichtspunkt von Mehrsprachigkeit,

verfügen über vertieftes Wissen zur Entwicklung und Förderung von kommunikativer, interkultureller und textbezogener fremdsprachlicher Kompetenz, methodischer Kompetenz und Sprachlernkompetenz von Lernenden.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Sprachpraxis

können die englische Sprache situationsangemessen mündlich und schriftlich, produktiv und rezeptiv gebrauchen,

können sich sozio- und interkulturell angemessen verständigen,

verstehen regionale Ausprägungen der Sprachpraxis und können Besonderheiten dieser benennen,

können unterschiedliche Textsorten rezipieren und produzieren und sich an fachsprachlichen und berufsfeldbezogenen Diskursen beteiligen,

können zwischen Sprechern verschiedener Sprachen vermitteln und Texte übersetzen.

Sprachproduktion und Sprachrezeption: mündlicher und schriftlicher situationsangemessener Gebrauch der englischen Sprache: Wortschatz, Grammatik, Stilistik und Idiomatik; Aussprache, korrekte Lautbildung und Intonation

Soziokulturelle und interkulturelle Sprachkompetenz

Textsortenadäquate Rezeption und Produktion von literarischen, wissenschaftlichen sowie Sach- und Gebrauchstexten

Rezeption von literarischen und audiovisuellen Texten

Sprachmittlung einschließlich Übersetzung

Besonderheiten und regionale Ausprägungen der Sprachpraxis des Englischen; fachwissenschaftliche, fachdidaktische und unterrichtsbezogene Diskurse

Sprachwissenschaft

können Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft zur Analyse und Interpretation von Äußerungen und Texten einsetzen,

sind vertraut mit den sprachwissenschaftlichen Besonderheiten des Englischen auf allen systemlinguistischen Ebenen auch in vergleichender Perspektive sowie mit den Gründen für die Ausbreitung und Vielfalt des Englischen,

kennen und nutzen Recherchemethoden der Linguistik.

Theorien, Methoden und Modelle der Sprachwissenschaft

Struktureigenschaften, Erscheinungsformen, Entwicklungstendenzen

soziale, pragmatische und interkulturelle Aspekte des Englischen

Terminologie und Methodik der Beschreibung gegenwärtiger Sprachstände

Methoden der Recherche als Basis für forschendes Lernen

Einsatz elektronischer Medien bei der Sprachanalyse (zum Beispiel Corpora)

Theorien des Spracherwerbs

Varietäten, inklusive Englisch als Weltsprache

Aspekte der Mehrsprachigkeit und des Sprachkontakts, inklusive Englisch als Lingua Franca in der Europäischen Union, Sprachenpolitik

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Diachronische und synchronische Betrachtung des Englischen

sprachliche Varietätenforschung

Sprachverwandtschaften

Literaturwissenschaft

können Theorien, Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft zur Analyse und Interpretation von Texten aller Gattungen einsetzen,

sind vertraut mit der Entwicklung englischsprachiger Literaturen,

können Autoren und Werke ästhetisch zuordnen und historisch kontextualisieren.

Theorien, Methoden, Modelle der Literaturwissenschaft

Theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und Textinterpretation, der Kategorisierung von Textsorten sowie ihrer ästhetischen Mitteln, Verfahren und Strukturen

Entwicklung der englischsprachigen Literaturen unter besonderer Berücksichtigung der zeitgenössischen Literatur, Gattungen, Themen, Motive

Ästhetische Zuordnung und historische Kontextualisierung von Autoren und Werken der englischsprachigen Literaturen

Elektronische Medien und Literatur

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Textanalysen der englischsprachigen Literaturen seit dem Mittelalter

Vertiefte Kenntnisse einzelner Epochen und Gattungen im jeweiligen historischen Umfeld

Kenntnis von Werken Shakespeares im Original

Reflexion von Literatur in ihrer kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und historischen Kontingenz seit dem Mittelalter

Literaturwissenschaftliche Schwerpunkte einzelner englischsprachiger Literaturen

Methoden der Filmanalyse

Kulturwissenschaft

können Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft zur Analyse und Interpretation von kulturellen Texten einsetzen,

sind vertraut mit der Entwicklung der Kulturen der englischsprachigen Welt,

können kulturelle Entwicklungen einschließlich inter- und transkultureller Phänomene und Mehrsprachigkeit unter Beteiligung des Englischen analysieren.

Theorien, Methoden und Modelle der Kulturwissenschaft

Theorien des Fremdverstehens,

soziokulturelles Orientierungswissen

Interkulturelle Analysen von Texten, visueller Medien und Internetquellen

Bedeutung der diversen Medialisierungsformen und von Performativität für die englischsprachigen Kulturen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Text- und kontextbasierte Ansätze der kulturwissenschaftlichen Theoriebildung

Methoden und Kernbereiche des kulturwissenschaftlichen Ländervergleichs

Entwicklung der Kulturen der englischsprachigen Welt, einschließlich inter-, trans- und subkultureller Phänomene unter Beteiligung des Englischen

Politische Rhetorik

Fachdidaktik

kennen Theorien des Sprachlernens und die vielfältigen Voraussetzungen für einen gelungenen Spracherwerb,

kennen Ansätze und Verfahren eines kompetenzorientierten, kommunikativen und interkulturell ausgerichteten Fremdsprachenunterrichts und können diese unterrichtspraktisch reflektieren,

verfügen über ein solides und strukturiertes Fachwissen und fachdidaktische Positionen,

können fachwissenschaftliche beziehungsweise fachpraktische Inhalte auf ihre Bildungswirksamkeit hin und unter didaktischen Aspekten analysieren,

kennen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung.

Theorien des Sprachlernens und individuelle sowie soziokulturelle Voraussetzungen des Spracherwerbs

Theorie und Methodik kompetenz- und lernaufgabenorientierten Englischunterrichts einschließlich der Feststellung, Evaluierung und Förderung von Schülerleistungen

theoriegeleitete Analyse und Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien

Theorien, Ziele und Verfahren des sprachlichen und interkulturellen Lernens und deren Umsetzung im Unterricht (zum Beispiel Verfahren der Klassenforschung und exploratory practice)

Literatur-, text-, kultur- und mediendidaktische Theorien, Ziele und Verfahren

Relevanz von und Anforderungen an bilinguales Lernen und Lehren

Umgang mit Heterogenität, Differenzierung

7.

Evangelische Theologie/Religionspädagogik (Lehramt Sekundarstufe I), Evangelische Theologie

(Lehramt Gymnasium)

Studienvoraussetzungen

Lehramt Gymnasium: Graecum und Latinum

Lehramt Gymnasium bei Erweiterungsfachstudium im Umfang von 90 ECTS-Punkten: Latein- und Griechischkenntnisse, die die Lektüre lateinischer und griechischer Texte ermöglichen

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über eine grundlegende theologisch-religionspädagogische Kompetenz als Bestandteil eines ganzheitlichen Bildungsprozesses, die sie befähigt, in ihrem späteren Berufsfeld fachlich, didaktisch und pädagogisch angemessen zu handeln.

Sie

kennen grundlegende Strukturen, Inhalte, Probleme und Schlüsselfragen der Theologie in disziplinärer wie interdisziplinärer Perspektive,

sie beherrschen methodische Verfahren der Erkenntnisgewinnung, verfügen über hermeneutische Fähigkeiten und sind im Blick auf die christliche Überlieferung und ihre Gegenwartsbedeutung urteils- und argumentationsfähig,

können in der Begegnung mit anderen wissenschaftlichen Perspektiven, aber auch mit anderen Konfessionen und Religionen sowie anderen weltanschaulichen Lebens- und Denkformen die eigene theologische Position reflektieren und im Dialog argumentativ vertreten sowie die Stellung des Faches im Kontext des schulischen Bildungsauftrages begründen,

sind in der Lage, theologisch reflektiert und in Aufnahme empirischer Befunde die lebensweltlichen Voraussetzungen sowie Entwicklungsstufen und Einstellungen der Schülerinnen und Schüler differenziert einzuschätzen und sie bei der Planung von Lernprozessen zu berücksichtigen,

können zentrale Texte und Themen im Religionsunterricht methodisch gesichert erschließen und didaktisch so transformieren, dass ihre Lebensbedeutsamkeit erkennbar wird,

sind sich der Notwendigkeit bewusst, in kontinuierlicher Aufnahme theologisch-religionspädagogischer Forschungsergebnisse die eigenen Kompetenzen auszudifferenzieren, den Religionsunterricht fächerverbindend zu betrachten, besonders auch in konfessionell-kooperativer Hinsicht, und das Schulleben um seine religiöse Dimension zu bereichern,

entwickeln ein erstes Selbstkonzept als Religionslehrerin oder -lehrer in Auseinandersetzung mit theologischem Fachwissen, der Berufsrolle sowie der wissenschaftlichen Religionspädagogik und sind in der Lage, es im Blick auf die eigene Persönlichkeit und Religiosität kritisch zu reflektieren.

Lehramt Gymnasium: Alle Kompetenzen gelten auf der Grundlage der originalsprachlichen griechischen und lateinischen Quellen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Altes Testament und Neues Testament

verfügen über die Fähigkeit zum methodisch und hermeneutisch reflektierten Umgang mit alt- und neutestamentlichen Texten,

können sich mit ihrer Auslegungs- und Wirkungsgeschichte sowie mit relevanten Texten der antiken Umwelt differenziert auseinandersetzen.

Bibelkunde und Einleitungsfragen

Exegese und Hermeneutik

Geschichte Israels und des frühen Christentums in ihrer Umwelt

Exegese, Theologie und Wirkungsgeschichte zentraler biblischer Themenkomplexe

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

weitere ausgewählte Schwerpunkte der Theologie des Alten Testaments

weitere ausgewählte Schwerpunkte der Theologie des Neuen Testaments

Kirchengeschichte

kennen zentrale Problemstellungen und Entwicklungslinien in der Geschichte des Christentums,

können Entwicklungslinien im Blick auf ihre historische Bedeutung, Wirkungsgeschichte und Gegenwartsrelevanz beurteilen.

Methodik kirchengeschichtlichen Arbeitens

Epochen der Kirchen- und Christentumsgeschichte mit exemplarischen Vertiefungen in Antike, Mittelalter, Reformation und Neuzeit

Theologie und Wirkungsgeschichte der Reformation

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

ausgewählte Themen der Kirchen-, Theologie- und Christentumsgeschichte

Regionale Kirchengeschichte

Systematische Theologie

können zentrale Inhalte des christlichen Glaubens in evangelischer Perspektive darstellen, reflektieren und in Auseinandersetzung mit anderen Deutungsoptionen auf Fragestellungen der Gegenwart beziehen,

können zentrale ethische Problemfelder in evangelischer Perspektive darstellen, reflektieren und in Auseinandersetzung mit anderen Positionen auf gegenwärtige Problemstellungen beziehen.

Theologie als Wissenschaft

Religionstheoretische und -philosophische Grundfragen

Grundlagen und Themen der Dogmatik: Überblick und exemplarische Vertiefung; Grundentscheidungen reformatorischer Theologie

Grundlagen, Konzeptionen und Konkretionen theologischer und philosophischer Ethik: Überblick und exemplarische Vertiefung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Grundentscheidungen reformatorischer Theologie und ihre Rezeption in Dogmatik und Ethik

Gegenwartsfragen als Herausforderungen für die Theologie

Wissenschaftspropädeutik: Erkenntnistheorie und Interdisziplinarität

Theologisch-interdisziplinäre und religionswissenschaftliche Perspektiven:
Ökumene, Religionen und Weltanschauungen

sind in der Lage, sich im Bewusstsein der eigenen evangelischen Identität kritisch-konstruktiv mit anderen christlichen Konfessionen auseinander zu setzen und zu verständigen,

können nichtchristliche Religionen vor dem Hintergrund interkultureller und -religiöser Fragestellungen sachgerecht darstellen und den christlichen Glauben in diesem Rahmen theologisch zur Sprache bringen,

können sich im Gespräch mit weltanschaulich-säkularen Ansätzen theologisch begründet positionieren.

Konfessionskunde, kontroverstheologische Probleme und ökumenische Annäherungen

Grundkenntnisse und vertiefte exemplarische Kenntnisse zeitgenössischer nicht-christlicher Religionen, besonders Judentum und Islam

Geschichte der Beziehungen zwischen Christentum und nichtchristlichen Religionen und interreligiöser Dialog

Religion und Säkularität

Religiöse und weltanschauliche Gruppen und Strömungen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Grundfragen, Theorien und Methoden der Religionswissenschaft und der interkulturellen Theologie

Einführung in grundlegende religionsphilosophische, -soziologische und -psychologische Ansätze

Religionskritik und Atheismus

Religionspädagogik/Fachdidaktik

kennen Grundbegriffe und Theorien der Religionspädagogik,

können Unterrichtsprozesse religionsdidaktisch analysieren, reflektieren sowie Lern- und Bildungsprozesse in Ansätzen sach- und methodengerecht planen,

kennen Grundlagen entwicklungsgerechter Initiierung religiöser Bildungsprozesse und differenzierter Förderung theologischer Denkstrukturen bei Schülerinnen und Schülern,

kennen aktuelle theologisch-religionspädagogische Forschungsergebnisse.

Allgemeine evangelische Religionspädagogik: Geschichte, Theorien, Methoden, didaktische Ansätze, Handlungsfelder und Professionstheorien

Stellung und Begründung des Religionsunterrichts im Kontext allgemeiner Bildung

Religiöse Entwicklung und Sozialisation im Kindes- und Jugendalter

Religionsdidaktik: Fachdidaktik, Bildungsforschung, schulform- und schulstufenbezogene Differenzierung, didaktische Analyse, Elementarisierung, Methoden

Konfessionelle Kooperation

Interreligiöses Lernen

8.

Französisch

Studienvoraussetzungen

Lehramt Gymnasium: Französisch Sprachniveau B2, nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR), Grundkenntnisse in einer zweiten romanischen Sprache (Mindestniveau A2 nach dem GeR), Grundkenntnisse in Latein (Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik, sprachliches und kulturelles Erbe vor allem in Bezug auf die Romania)

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in der Fremdsprachenpraxis, der Fachwissenschaft (Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Landes- und Kulturwissenschaften), der Fachdidaktik und der Schulpraxis. Der schulische Fremdsprachenunterricht erfordert, dass die Absolventinnen und Absolventen das im Studium erworbene Wissen systematisch abrufen und ihre Kompetenzen schülerbezogen einsetzen können.

Sie

verfügen über eine fremdsprachliche Kompetenz, die dem Mindestniveau von C1 (GeR) und in Einzelkompetenzen der Niveaustufe C2 (GeR) entspricht,

verfügen über eine akademische Sprachkompetenz,

verfügen über authentische Erfahrungen und kulturelle Kenntnisse, die sie möglichst im Rahmen eines zusammenhängenden mehrmonatigen Aufenthalts in Ländern der Zielsprache erworben haben,

sind in der Lage, ihre fremdsprachliche und interkulturelle Handlungskompetenz auf dem erworbenen Niveau zu erhalten, auszubauen und ständig zu aktualisieren,

verfügen über Erkenntnis-, Beschreibungs- und Arbeitsmethoden des Studienfachs Französisch sowie über einen Habitus des forschenden Lernens,

können Fachwissen der verschiedenen Teildisziplinen unter Bezugnahme relevanter Nachbarwissenschaften auf Unterrichtsprozesse beziehen,

kennen ausgewählte Ansätze der Sprach-, Literatur-, Kultur- oder Mediendidaktik und können diese für die Planung und Reflexion unterrichtlicher Prozesse heranziehen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Sprachpraxis

können allgemeinsprachliche und fachwissenschaftliche sowie literarische Texte aus mündlichen, schriftlichen und audiovisuellen Quellen rezipieren und verarbeiten,

können fachliche und fachdidaktische Fragestellungen und Forschungsergebnisse reflektiert in der Fremdsprache darstellen,

können textsorten- und adressatenbezogen in verschiedenen Kommunikationssituationen normgerecht mündlich und schriftlich kommunizieren,

beherrschen mündliche und schriftliche Formen der Sprachmittlung,

sind in der Lage, aus der Kontrastierung der Sprachen Sprachbewusstheit aufzubauen (Einsichten in Besonderheiten des Wortschatzes, der Strukturen und des Stils),

sind in der Lage, einen allgemeinsprachlich, fachsprachlich und professionsbezogenen differenzierten Wortschatz situationsangemessen zu verwenden,

verfügen über eine differenzierte und reflektierte Grammatikkompetenz,

verfügen über eine der Standardnorm entsprechende Aussprache und können Prozesse der Lautbildung erklären,

besitzen eine solide, transferfähige Sprachlernkompetenz (Sprach- und Sprachlernbewusstheit; eigenverantwortlicher, auch mediengestützter Spracherwerb).

Sprachwissenschaft

verfügen über vertieftes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen und können entsprechende Fragestellungen theoriegeleitet reflektieren,

sind mit den grundlegenden sprachwissenschaftlichen Analyse- und Arbeitsmethoden vertraut und können sie reflektiert einsetzen,

können interdisziplinäre Aspekte erkennen und beschreiben.

grundlegende Theorien und Methoden

grundlegende Bereiche der Sprachwissenschaft: Phonetik und Phonologie, Orthographie, Morphologie, Syntax, Semantik, Lexik und Pragmatik

Aspekte des Spracherwerbs, der Mehrsprachigkeit und des Sprachkontakts, Minderheitensprachen, Sprachenpolitik

soziale, pragmatische und interkulturelle Aspekte des Französischen (Varietäten- und Soziolinguistik)

Grundlagen der Textlinguistik

gesellschaftliche und sprachenpolitische Aspekte der Frankophonie

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

zentrale Prozesse der internen und externen französischen Sprachgeschichte vom Lateinischen bis in die Gegenwart; Sprachwandel und Sprachwandeltheorien

grundlegende Aspekte der Gesamtromania (Synchronie und Diachronie)

Französisch im Kontrast mit anderen Sprachen (Latein, Deutsch, Englisch oder einer zweiten romanischen Sprache)

Literaturwissenschaft

verfügen über vertieftes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen und können entsprechende Fragestellungen theoriegeleitet reflektieren,

sind mit den grundlegenden literaturwissenschaftlichen Analyse- und Arbeitsmethoden vertraut und können sie reflektiert einsetzen,

können wesentliche Entwicklungen der frankophonen Literatur beschreiben,

können interdisziplinäre Aspekte erkennen und beschreiben,

sind in der Lage, sich auch aufgrund eigener Lektüre von Werken im Original einen Überblick über die französischsprachige Literatur zu verschaffen.

grundlegende Theorien und Methoden

theoriegeleitete Verfahren der Textanalyse und -interpretation (verschiedene mediale Ausdrucksformen)

Überblick über die Entwicklung der französischsprachigen Literatur unter Berücksichtigung kultureller, politischer, gesellschaftlicher und historischer Aspekte (17. bis 21. Jahrhundert)

vertiefte Kenntnisse einzelner Epochen, Gattungen und Autoren (17. bis 21. Jahrhundert)

Kinder- und Jugendliteratur

historische und ästhetische Kontextualisierung von Autoren, Texten und medialen Ausdrucksformen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Überblick über die Entwicklung der französischsprachigen Literatur vom Mittelalter bis zum 16. Jahrhundert unter Berücksichtigung kultureller politischer, gesellschaftlicher und historischer Aspekte

Literatur als Element des kulturellen Gedächtnisses, transkultureller Diskurse sowie der Herausbildung von Identitäten unter Einbeziehung der Frankophonie

themenbezogene Analyse und Interpretation von Literatur unter Berücksichtigung verschiedener medialer Ausdrucksformen

Landes- und Kulturwissenschaften

verfügen über vertieftes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen und können entsprechende Fragestellungen theoriegeleitet reflektieren,

können interdisziplinäre und interkulturelle Aspekte erkennen, benennen und reflektieren.

landeskundliche und kulturelle Kenntnisse der wichtigsten Zielländer

transkulturelle Prozesse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unter Berücksichtigung des europäischen Kontexts und der Globalisierung

ausgewählte Phänomene des Kulturraumes

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Gegenstände und Methoden des kulturwissenschaftlichen Ländervergleichs

Französische Medienkultur und ihre verschiedenen Ausdrucksformen, auch aus interkultureller Perspektive

Fachdidaktik

verfügen über ausbaufähiges Orientierungswissen und Problembewusstsein in Hinblick auf fremdsprachliche und interkulturelle Lehr- und Lernprozesse,

können fachwissenschaftliche Inhalte funktional mit fachdidaktischen Fragestellungen verbinden und zunehmend für die unterrichtliche Praxis nutzen,

kennen Ansätze zur Entwicklung und Förderung fremdsprachlicher sowie methodischer Kompetenz,

können in Ansätzen Lernszenarien kompetenzorientiert planen und eigenes Unterrichtsverhalten reflektieren,

kennen Konzepte mehrsprachiger Bildung.

grundlegende Theorien des Spracherwerbs, des Fremdsprachenlehrens und -lernens, auch aus historischer Perspektive

fremdsprachliches und interkulturelles Lernen unter Berücksichtigung relevanter Grundlagentexte (zum Beispiel GeR)

kommunikativer Französischunterricht, Aufgaben- und Kompetenzorientierung

Analyse von Lehr- und Lernmaterialien

Grundlagen der Beobachtung, Planung, Durchführung und Reflexion von Französischunterricht

didaktische und methodische Entscheidungsfelder auf den verschiedenen Schulstufen mit heterogenen Lerngruppen

Grundlagen der Diagnose, der Binnendifferenzierung und individuellen Leistungsförderung sowie der Evaluation

fachbezogene Ansätze der Mediendidaktik

verschiedene Verfahren empirischer Unterrichtsforschung

die Rolle des Französischen im Bildungskontext

Ansätze der Mehrsprachigkeitsdidaktik; Prinzipien des Bilingualen Lehren und Lernens

9.

Geographie

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über anschlussfähiges fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Wissen in Geographie, das es ihnen ermöglicht, als Lehrerin oder Lehrer Vermittlungs-, Lern- und Bildungsprozesse im Fach Geographie zu gestalten.

Sie

verfügen über Orientierungswissen sowie vertiefte Kenntnisse von ausgewählten Räumen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen,

verfügen über fundierte physisch-geographische, humangeographische und regionalgeographische Kenntnisse sowie über ein Verständnis der Wechselbeziehungen zwischen dem System Erde und dem Menschen in räumlicher Perspektive,

können raumwirksame Aktivitäten auf ihre ökologische, ökonomische und soziale Verträglichkeit (Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Leitbild beziehungsweise Konzepte der Nachhaltigkeit) hin beurteilen und gegebenenfalls alternative Optionen erörtern,

kennen Ansätze, Kategorien und Vorgehensweisen geographischer Erkenntnisgewinnung sowie geographische Arbeitsmethoden und können selbstständig theoriegeleitet geographische Erkenntnisse gewinnen, aufarbeiten und fachlich verbalisieren,

verfügen über differenzierte Regionalkompetenz für europäische und außereuropäische Räume,

kennen wesentliche Ergebnisse geographiedidaktischer Forschung,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen in der kompetenzorientierten Planung und Durchführung von Geographieunterricht.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Theorie und Geschichte der Geographie

verfügen über Kenntnisse wissenschaftstheoretischer Grundlagen der Geographie,

sind in der Lage, geographiespezifische Konzepte anzuwenden.

Wissenschaftstheoretische, disziplinsystematische und -historische Grundlagen der Geographie

Grundlegende Konzepte: Handlungs- und Systemtheorien, Raumbegriffe, Maßstabsebenen, unterschiedliche Ansätze geographischer Erkenntnisgewinnung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Physische Geographie

verfügen über grundlegende Kenntnisse der Teildisziplinen der Physischen Geographie und können diese miteinander vernetzen,

sind in der Lage, Räume unter physisch-geographischen Gesichtspunkten zu analysieren und zu bewerten.

Grundlegende Begriffe, Inhalte, Theorien und Modelle aus den Teildisziplinen Geologie, Geomorphologie, Klimageographie, Hydrogeographie, Bodengeographie, Vegetationsgeographie

Geoökologische Zusammenhänge und Wechselwirkungen

Physisch-geographische Raumanalyse und Bewertung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Modellierung physisch-geographischer Prozesse

Klimageographie, Geomorphologie, geoökologische Zusammenhänge und Wechselwirkungen

Humangeographie

verfügen über grundlegende Kenntnisse der Teildisziplinen der Humangeographie und können diese miteinander vernetzen,

erkennen dabei sie Zusammenhänge und Wechselwirkungen.

Grundlegende Begriffe, Inhalte, Theorien und Modelle aus den Teildisziplinen Bevölkerungs- und Sozialgeographie, Wirtschaftsgeographie, Stadtgeographie und Geographie des ländlichen Raumes, politische Geographie

Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Akteuren und humangeographischen Prozessen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Prozesse räumlicher Steuerung

Humangeographische Raumanalyse und Landschaftsbewertung

Mensch-Umwelt-Wechselbeziehungen im Raum

reflektieren auf der Basis der erworbenen grundlegenden Kenntnisse der Mensch-Gesellschafts-Umwelt-Beziehungen Konzepte nachhaltiger Entwicklungen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen.

Konzepte der Mensch-Gesellschafts-Umwelt-Forschung: Ökologische und soziale Resilienz, Vulnerabilität, Politische Ökologie

Konzepte nachhaltiger Entwicklung

Klimawandel und gesellschaftsrelevante Folgen

Naturrisiken und Hazardforschung

Ressourcennutzung

Geographische Entwicklungsforschung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Kritische Reflexion von Gesellschafts-Umwelt-Konzepten

Human- und geoökologische Raumanalyse und mögliche Handlungsoptionen

Regionale Geographie

verfügen über solides Orientierungswissen und sind in der Lage, sich in ausgewählten Räumen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zu orientieren,

können Problemlösungsstrategien zukunftsorientiert einsetzen.

Regionen unterschiedlichen Typs und Maßstabs: Nahraum, Deutschland, Europa, außereuropäische Räume, Geozonen

Problemlösungs- und zukunftsorientierte Strategien

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Komplexere Beziehungen zwischen unterschiedlichen Maßstabsebenen

Empirische Regionalforschung

Methoden

kennen geographierelevante Methoden,

können fragengeleitet geographierelevante Methoden anwenden.

Quantitative und qualitative Methoden natur- und sozialwissenschaftlicher Forschung

Erhebung geographischer Daten: Geländearbeit, Labor, Befragungen, Literatur- und Internetrecherche, statistische Daten

Datenauswertung und Datenaufbereitung, Visualisierung und Präsentation: zum Beispiel Kartographie, Geographische Informationssysteme (GIS), Fernerkundung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Modellierung

Diskursanalyse

Fachdidaktik

sind in der Lage, wesentliche Ergebnisse geographiedidaktischer Forschung aufzuführen und zu erläutern,

verfügen über theoretische geographiedidaktische Grundlagen und erste Ansätze der praktischen Umsetzung,

können geographiedidaktisch urteilen und forschen.

Wissenschaftstheoretische, disziplinsystematische und -historische Grundlagen der Geographiedidaktik

Leitfragen, Erkenntnismethoden und grundlegende Ergebnisse geographiedidaktischer Forschung

Bildungs- und Erziehungsbeitrag

Fachübergreifendes Arbeiten: Umweltbildung, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), Interkulturelles Lernen, Bildung für globale Entwicklung

Räumliche Orientierung: Kartenkompetenz, Raumwahrnehmung und -konstruktion

grundlegende Unterrichtsmethoden und Medien, Unterrichtsprinzipien, kompetenzorientierte Unterrichtsplanung und -analyse

vertikale und horizontale Verknüpfung von Unterrichtsinhalten, auch in Hinblick auf integrierte Konzepte aus den Fächern Naturphänomene und Technik sowie Naturwissenschaft und Technik

10.

Geschichte

Studienvoraussetzungen

Lehramt Gymnasium: Latinum, Englisch und eine weitere Fremdsprache (passiv beherrscht)

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über vernetzte und für die zweite Phase der Lehrerausbildung anschlussfähige Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Schulpraxis, die sie befähigen, Vermittlungs-, Lern- und Bildungsprozesse im Fach Geschichte zu initiieren und zu gestalten.

Sie

verfügen über ein strukturiertes Überblickswissen aus allen Epochen, das zentrale Aspekte der europäischen und außereuropäischen Geschichte einschließlich der National-, Regional- und Landesgeschichte umfasst, und können raum-, kulturen- und epochenvergleichende Problemstellungen erarbeiten und Transfers zwischen den verschiedenen Bereichen herstellen,

sind in der Lage, forschungsorientiert historische Sachverhalte zu erarbeiten und zu beurteilen, sind mit den Methoden und Arbeitstechniken des Faches vertraut, beschreiben und erklären wichtige geschichtswissenschaftliche und -didaktische Forschungsansätze und beherrschen die kritische Auseinandersetzung sowohl mit historischen Quellen und den historischen Grundbegriffen als auch mit den Ergebnissen historischer und geschichtsdidaktischer Forschung,

reflektieren in Ansätzen theoretische Konzepte sowie empirische Befunde der Fachdidaktik, um diese bei der Analyse, Diagnose, Planung und Evaluierung von Lernprozessen anzuwenden, die auf die Ausbildung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins auf der Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zielen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Fachwissenschaft: Alte Geschichte, Mittelalterliche Geschichte, Frühe Neuzeit, Neuere und Neueste Geschichte
(19. und 20. Jahrhundert)

verfügen über ein quellenkundliches Basiswissen und sind in der Lage, historische Quellen kritisch zu kontextualisieren und zu analysieren,

verfügen über ein strukturiertes historisches Grundwissen, kennen die konventionellen Gliederungsmodelle von Geschichte und können deren Reichweite kritisch reflektieren,

kennen die epochenspezifischen politischen Ordnungsmodelle und Ideen und sind fähig, sich kritisch mit etablierten beziehungsweise tradierten Forschungsthesen, Begriffen und Paradigmen auseinanderzusetzen,

überblicken die für jede Epoche spezifischen kulturellen, sozialen und religiösen Transformationsprozesse, können geschichtliche Strukturen und Prozesse systematisch beschreiben und kennen die entsprechenden historischen Grundbegriffe in deren Eigengeschichtlichkeit,

haben grundlegende Kenntnisse der verschiedenen Perspektiven der Geschichtswissenschaften und ihrer quantitativen und qualitativen Methoden und können die Qualität geschichtswissenschaftlicher Arbeiten kritisch bewerten,

können historische Erkenntnisse und Geschichtsbilder als zeit- und standortgebundene Konstruktionen erkennen und reflektieren, die historische Prägung der Gegenwart beschreiben und entwickeln ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein.

Numismatik, Schriftkunde, Siegel- und Wappenkunde, historische Bild- und Filmkunde.

Periodisierung

Herrschaftsstrukturen und politische Teilhabe, Strukturen sozialer Ordnung.

Recht als gesellschaftlicher Ordnungsfaktor, Bildung als gesellschaftliche Ressource, wirtschaftlicher und technischer Wandel.

Gender-Geschichte, Historische Anthropologie, Historische Demographie, Ideengeschichte, Klimageschichte, Kulturgeschichte, Globalgeschichte, Regionalgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Landesgeschichte.

Geschichte der Geschichtswissenschaft.

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

epochenspezifisches quellenkundliches Basiswissen und eigenständige und forschungsorientierte Anwendung an ausgewählten historischen Quellen

historisches Grundwissen

Kontinuitäten und Diskontinuitäten einzelner Problemstellungen im Raum-, Kultur- und Epochenvergleich und Auseinandersetzung mit aktuellen geschichtstheoretischen Debatten zu kulturellen, sozialen und religiösen Ordnungsmodellen und Transformationsprozessen

Kenntnisse der verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Perspektiven, Ansätze und Methoden

Fachdidaktik

kennen zentrale Begriffe, Konzepte und Prinzipien des historischen Lehrens und Lernens,

rezipieren geschichtsdidaktische Forschungsergebnisse und vernetzen diese mit ihren Kenntnissen,

kennen Kompetenzmodelle historischen Lernens und die Dimensionen von Geschichtsbewusstsein und können diese im Hinblick auf die Gestaltung historischer Lernprozesse reflektieren,

bewerten curriculare Vorgaben auf der Grundlage didaktischer Konzepte,

stellen dar, wie sie die Ausprägung der Heterogenität in Lerngruppen erkennen und welche Maßnahmen sie daraus für das historische Lernen ableiten,

reflektieren ihre Erfahrungen mit der kompetenzorientierten Gestaltung und Durchführung von Geschichtsunterricht und historischem Lernen,

gehen kritisch mit den medialen Dimensionen der Geschichte und der Geschichtsvermittlung um,

reflektieren Ziele, Methoden der Leistungsprüfung und Bewertung im Geschichtsunterricht,

reflektieren die Funktion von Geschichte beziehungsweise historischer Bildung in der Gesellschaft und nehmen Stellung zu aktuellen Diskursen der Geschichtskultur.

Geschichtsbewusstsein, Geschichtskultur, Problemorientierung, Narrativität, Alterität, Multiperspektivität, Gegenwartsbezug, Wissenschaftspropädeutik

Forschungsansätze und -methoden der Geschichtsdidaktik

Historische Frage-, Sach-, Methoden-, Medien-, Narrations-, Reflexions- und Orientierungskompetenz

Zielsetzungen historischen Lernens

Graduierung historischer Kompetenzen, Binnendifferenzierung, individualisiertes Lernen, Unterrichtsarrangements mit Diagnose- und Förderpotenzial

grundliegende Planung von Geschichtsunterricht, thematische Strukturierungskonzepte, historisches Projekt und geschichtskulturelle Phänomene,

Quelle versus Darstellung, Geschichte in den digitalen Medien, Unterrichtsmedien fachgerecht beurteilen und gestalten, media und visual literacy Konzepte

Leistungsdokumentation

Historische Bildung als kulturelles Kapital, Geschichte als politisches Argument, ideologiekritische Verfahrensweisen, Diskurse, zum Beispiel zu Denkmälern

11.

Informatik

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über anschlussfähiges fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Wissen in Informatik, das es ihnen ermöglicht, gezielte Vermittlungs-, Lern- und Bildungsprozesse im Fach Informatik zu gestalten und neue fachliche und fächerverbindende Entwicklungen selbstständig in den Unterricht und in die Schulentwicklung einzubringen.

Sie

können informatische Sachverhalte in verschiedenen Anwendungsbezügen und Sachzusammenhängen sowie gesellschaftliche Auswirkungen erfassen, bewerten und erklären,

können Realsituationen analysieren und strukturieren, um diese der Verarbeitung mit Methoden der Informatik zugänglich zu machen,

können informatikspezifische Inhaltskonzepte und Prozesskonzepte auf andere Anwendungsfelder übertragen und ihre erworbenen informatischen Kompetenzen in außerinformatischen Kontexten nutzen,

können die Langlebigkeit und Übertragbarkeit zentraler informatischer Fachkonzepte beurteilen,

kennen die verschiedenen Sicht- und Arbeitsweisen der Informatik von ingenieursmäßigen Zugängen wie Analysieren und Konstruieren über mathematische Verfahren zur Erkenntnisgewinnung wie Formalisieren und Beweisen bis hin zu gesellschaftswissenschaftlichen und empirischen Methoden wie Experimentieren und Simulieren,

können informatische Konzepte wie Datenmodellierung und -strukturierung bei der Nutzung von Standardanwendungen (Text-, Bild-, Audio-, Videoeditoren, Tabellenkalkulation) vermitteln,

können Informatik als Disziplin charakterisieren und die Funktion und das Bild der Informatik beziehungsweise der informatischen Bildung in der Gesellschaft reflektieren,

können aktuelle Entwicklungstendenzen zur Schulinformatik reflektieren und eine kritische Offenheit bezüglich neuer Entwicklungen der Informatik vertreten,

können Bezüge zwischen ihrem Fachwissen und der Schulinformatik herstellen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Algorithmen und Datenstrukturen

können geeignete Algorithmen zur Lösung vorgegebener Probleme identifizieren und unter Verwendung von grundlegenden Ablauf- und Datenstrukturen formulieren,

können Anforderungen realer Anwendungen auf Datenstrukturen abbilden und Vor- und Nachteile unterschiedlicher Datenstrukturen benennen.

Zeit- und Platzkomplexität von Algorithmen

Asymptotisches Wachstum von Komplexität

Sortier- und Suchverfahren

Algorithmische Prinzipien: zum Beispiel Teile und Herrsche, systematische Suche

Entwurf einfacher Algorithmen

Abstrakte Datentypen und ihre Realisierung durch Datenstrukturen (Listen, Bäume)

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Graphenalgorithmen

Verteilte Algorithmen, nebenläufige Prozesse

Fortgeschrittene Datenstrukturen (balancierte Bäume, Hash-Tabelle)

NP-Vollständigkeit und Reduktionen

Formale Sprachen und Automaten

können Automaten, Grammatiken und reguläre Ausdrücke konstruieren und einsetzen,

können Aussagen in der Aussagen- und Prädikatenlogik formulieren und umformen,

können Berechenbarkeitsmodelle und Grenzen der Berechenbarkeit erklären und die O-Notation zur Angabe und zum Vergleich von Komplexität verwenden.

Grammatiken als Generatoren von Sprachen

Aussagen- und Prädikatenlogik

Automaten als Akzeptoren von Sprachen

endliche Automaten

Berechenbarkeit und ihre Grenzen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Kellerautomaten und Turing-Maschinen

Chomsky-Hierarchie

Berechenbarkeits- und Komplexitätsklassen

Datenmodellierung und Datenbanksysteme

können fachliche und logische Datenmodelle entwerfen,

können Datenbanken in einem Datenbanksystem implementieren, diese manipulieren und Anfragen formulieren,

können Normalisierungen begründen und anwenden.

Datenmodellierung und Datenbankentwurf

Relationales Modell

Anfragesprachen: Relationenalgebra, SQL

Strukturelle und domänenspezifische Integrität

Relationale Entwurfstheorie: Funktionale Abhängigkeiten, Normalformen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Transaktionsmanagement

Formale Semantik von Anfragesprachen

Programmierung und Softwaretechnik

können Programmierparadigmen vergleichen und beurteilen,

können Probleme mit Hilfe selbst geschriebener Programme lösen,

können verschiedene Strategien zur gemeinsamen Entwicklung von Programmierprojekten einsetzen und Tests zur Qualitätssicherung formulieren und anwenden.

Programmierparadigmen und -sprachen

Vorgehensmodelle für den Entwurf großer Softwaresysteme

Methoden und Sprachen für den objektorientierten Entwurf

Software-Testmethoden

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Syntax und Semantik von Programmiersprachen

Spezifikation und Verifikation von Programmen

Anforderungsmanagement

Architekturschemata, Entwurfsmuster

Rechnerstrukturen und Betriebssysteme

können grundlegende Rechnerarchitekturkonzepte benennen und die Aufgaben von Betriebssystemen erläutern,

können gängige Betriebssysteme administrieren,

können die Funktion verschiedener Protokolle beschreiben,

kennen Kodierungs-, Verschlüsselungs- und Komprimierungsverfahren und können diese anwenden.

Darstellung von Information, Kodierungen

Aufbau und Funktionsweisen von Rechnern und Rechnernetzen

Grundlagen von Betriebssystemen

Robotik

Sicherheit

Internetstandards

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Grundlagen von Schaltkreisen

Netzstrukturen und Basistechnologien

Verteilte und eingebettete Systeme

Protokollarchitektur

Grundlagen der Kryptographie

Informatik, Mensch und Gesellschaft

können Realisierungen von Schnittstellen zwischen Rechner und Außenwelt erläutern,

können gesellschaftliche Chancen und Risiken von Informatiksystemen einschätzen, Informatiksysteme nach Kriterien zur Mensch-Maschine-Interaktion beurteilen, Software unter rechtlichen Gesichtspunkten analysieren und bewerten und Datensicherheitskonzepte umsetzen.

Grundlagen der Mensch-Computer-Interaktion

Datenschutz

Urheberrecht bei digitalen Medien

Informationelle Selbstbestimmung

Schüler und Virtuelle Welten

Internetbasierte Kommunikation und Kollaboration

Fachdidaktik

verfügen über fachdidaktisches Wissen, insbesondere zur Bestimmung, Auswahl und Begründung von Zielen, Inhalten, Methoden und Medien informatischer Bildung,

kennen fachdidaktische Konzepte,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen in der Planung, Durchführung und Analyse von kompetenzorientiertem Informatikunterricht,

können Lernsoftware und rechnergestützte Lern- und Lehrmethoden zielgerichtet einsetzen.

grundlegende Planung, Organisation und Durchführung von Informatikunterricht

Didaktische Rekonstruktion fachlichen Wissens

Kenntnis, erste Analyse und didaktische Aufbereitung geeigneter Praxisfelder

Methoden und Medien zur Vermittlung informatischer Inhalte

Historische und aktuelle Unterrichtsansätze und typische Unterrichtsmethoden der Informatik

Analyse und Bewertung von Lehr- und Lernprozessen im Informatikunterricht

Fächerverbindende Aspekte im Zusammenhang mit dem Fach Informatik

12.

Islamische Theologie/Religionspädagogik (Lehramt Sekundarstufe I), Islamische Religionslehre

(Lehramt Gymnasium)

Studienvoraussetzungen

Lehramt Gymnasium: Arabisch sowie Türkisch- oder Persischkenntnisse

Lehramt Gymnasium bei Erweiterungsfachstudium im Umfang von 90 ECTS-Punkten: Arabischkenntnisse sowie Türkisch- oder Persischkenntnisse

Türkisch- oder Persischkenntnisse können durch Kenntnisse einer anderen Sprache aus einem islamisch geprägten Kulturkreis ersetzt werden.

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen des Fachs Islamische Religionslehre tragen zur Etablierung eines diskursiven und dialogfähigen Islams im europäischen Lebenskontext bei. Ihre Aufgabe besteht darin, das kulturelle Erbe und die Gegenwart des Glaubens anhand geeigneter Methoden zu reflektieren und zur religiösen Mündigkeit muslimischer Schüler beizutragen.

Sie

verfügen über eine umfassende theologisch-religionspädagogische Kompetenz als Bestandteil eines ganzheitlichen Bildungsprozesses, in dem auch die eigene Persönlichkeit und Religiosität im Hinblick auf die zukünftige Berufsrolle als Religionslehrer/ in kritisch reflektiert und weiterentwickelt wird,

verfügen über die Fähigkeit zum historisch-kritischen Umgang mit den zentralen Quellen des islamischen Glaubens (Koran und Sunna) und kennen ihre Auslegungs- und Wirkungsgeschichte,

sind in der Lage, die koranische Überlieferung, die islamisch-theologische Tradition sowie ihren theologischen Gehalt in der Vernetzung mit politischen, sozialen, institutionellen, kulturellen, wissenschaftlichen und intellektuellen Dimensionen und Entwicklungen in Geschichte und Gegenwart darzustellen,

verfügen über die methodische und theoretische Kompetenz zum Verstehen und zur sachgerechten Darstellung nicht-islamischer Religionen und interkultureller Fragestellungen, verbunden mit der Fähigkeit, den islamischen Glauben im Rahmen interreligiöser und interkultureller Problemhorizonte theologisch zur Sprache zu bringen,

können den islamischen Glauben und seine wesentlichen Inhalte in ihrem Zusammenhang problemorientiert und gegenwartsbezogen reflektieren und darstellen,

können den islamischen Glauben in seiner Relevanz für individual- und sozialethische Fragestellungen reflektieren und im Dialog mit Positionen der philosophischen Ethik und anderer theologischer Ethiken argumentativ vertreten,

sind in der Lage, sich im Wissen um die eigene muslimische Identität kritisch-konstruktiv mit allen islamischen Rechtsschulen und Denkschulen auseinanderzusetzen und diese zu verstehen und zu vermitteln,

verfügen über die Fähigkeit, religionspädagogische Grundfragen im Dialog mit den Bildungswissenschaften zu reflektieren und das Fach Islamische Religionslehre an der Schule und im Kontext der anderen Schulfächer reflektiert zu vertreten,

können die eigene theologisch-religionspädagogische Kompetenz in die grundlegende Planung von Unterricht und die Strukturierung von Lern- und Bildungsprozessen sachgerecht einbringen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Koran und Koranexegese/Klassische und moderne Koranexegese

kennen die koranische Offenbarung und ihren Kontext,

kennen Entstehungs- und Entwicklungsprozesse der Koranexegese und deren Zusammenhang mit anderen Wissenschaften,

sind in der Lage, methodische Ansätze in klassischen und modernen Korankommentaren reflektierend zu rezipieren,

verfügen über fundiertes Wissen der Koranwissenschaft,

verfügen über einen theologisch relevanten Grundwortschatz des Arabischen, arabisch-islamische Fachbegriffe und kennen die Grundlagen der Koranrezitation.

Aufarbeitung der Entstehung und der Hauptthemen des Korans sowie historische und religionsgeschichtliche Einordnung der Grundlinien der klassischen und modernen Koranauslegung

Einführung in die Koranwissenschaften

Methoden historisch-kritischer Textauslegung und der Hermeneutik des Korans

Wirkungsgeschichte des Korans anhand ausgewählter Beispiele

Rezitationsregeln des Korans

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Historisch-kritische, im Rahmen der Hermeneutik des Korantexts vertiefte Exegese des klassischen und modernen Koran-Diskurses

Textuelle und kontextuelle Vertiefung der verschiedenen Koranthemen in der mekkanischen und medinensischen Offenbarungsperiode

Systematische Theologie: Kalam und Άqida

verfügen über Kenntnisse im Bereich einschlägiger theologischer Werke und gegenwärtiger Methoden der islamischen Theologie,

können Begriffe der Methodenlehre, wie etwa Heiligtum, Offenbarung, Schöpfung, Kausalität, Rationalität, Bezeugung erarbeiten und auch Laien erklären,

sind in der Lage, fachwissenschaftliche Texte zu rezipieren und zu reflektieren,

können ethische und dogmatische Problemstellungen methodisch und hermeneutisch verantwortlich im interdisziplinären Diskurs reflektieren.

Theologie als Wissenschaft und theologische Erkenntnislehre

Religionstheoretische Grundfragen; Theologie und Hermeneutik mit speziellem Fokus auf die Beziehungen des Islams mit nichtislamischen Religionen

Zentrale dogmatische Themen der islamischen Lehre in ihrem systematischen Zusammenhang und im interdisziplinären Diskurs

Klassische Konzeptionen der Kalam-Wissenschaften

Grundfragen islamischer Ethik im Dialog mit ausgewählten Beispielen philosophischer Ethik; islamische Philosophie; Ansätze klassischer und moderner Philosophie; Grundzüge der theologischen Anthropologie

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Vertiefung der zentralen Themen der Glaubenslehre

Vertiefung der Geschichte und der zentralen Themen der spekulativen Theologie

Ethische Urteilsbildung und ethische Handlungsmodelle anhand der rationalen Theologie

Die Sira und die Hadith-Wissenschaften

verfügen über Grundlagenkenntnisse der Hadithwissenschaften und kennen ihre Anwendung in gegenwärtigen Diskussionskontexten,

können die Hauptquellen des Islams in gegenwärtigen Diskussionskontexten sicher beziehen,

können den Unterschied zwischen dem Entstehungskontext und dem Anwendungskontext des Hadith einschätzen.

Hadith-Wissenschaften (insbesondere Geschichte, Entstehung, Auslegung, Tradierung)

Zentrale Hadith-Quellen (insbesondere Sammlungen zu Aussprüchen, Handlungen und Überlieferungen des Propheten) und deren Auslegung

Methodik der Hadith-Wissenschaften

Sira (Prophetengeschichte) und Einleitungsfragen

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Sira

Texte: Klassische und moderne Annäherungen zur Sira, Einzelaspekte der Sira

Zentrale Texte aus weiteren Schriften über den Propheten, die Prophetengefährten und die Altvorderen

Geschichte der Hadith-Auslegung mit besonderer Berücksichtigung der historischen Entwicklung der Auslegungsgeschichte

Zentrale theologische, ethische und soziopolitische Themen der Hadith-Werke

Wirkungsgeschichte der Sunna des Propheten anhand ausgewählter Beispiele

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Geschichte der Hadith-Auslegung mit besonderer Berücksichtigung der Geschichte der Auslegungsgeschichte

Zentrale theologische, ethische und soziopolitische Themen der Hadith-Werke

Wirkungsgeschichte der Sunna des Propheten anhand ausgewählter Beispiele

Islamisches Recht: Fiqh

können mit Rechtsfragen unter Zuhilfenahme von Rechtsquellen und Methoden der Rechtsanwendung umgehen,

sind in der Lage, unterschiedliche Ansätze im Bereich des islamischen Rechts zu bewerten,

können moderne Ansätze zur Erneuerung des islamischen Rechts in gegenwärtigen Lebenskontexten anwenden.

Theorie und Praxis des islamischen Rechts

Theoretische und methodische Grundlagen der islamischen Rechtwissenschaften (usul al-fiqh)

Zentrale rechtswissenschaftliche Fragen im Zusammenhang mit der islamischen Lehre (insbesondere Koran- und Hadith-Wissenschaften)

Geschichte der Rechtsschulen

Kontextualisierung des islamischen Rechtes in der Moderne und in modernen westlichen Gesellschaften

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Rechtliche Strukturen der Religionsgemeinschaften in Europa

Vergleichende Analyse von Rechtssystemen und rechtswissenschaftlicher Methoden und Konzepte

Geschichte des Islam

verfügen über fundiertes Wissen hinsichtlich der Islamentstehung und -verbreitung,

können einzelne Aspekte und zentrale Themen der Islamgeschichte benennen.

Thematisierung der islamischen Geschichte

Dialog zwischen den Schriftreligionen

Brennpunkte in der Geschichte des Islams, seine historische Bedeutung, Wirkungsgeschichte und Gegenwartsbedeutung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Geschichte der Glaubensströmungen, Verhältnis Staat und Religion, Ämter und Dienste, Geschichte muslimischer Staaten und Völker, mystische Orden und religiöse Bewegungen, Heilige (awliya), bedeutende Personen

Dialog der Religionen und Weltanschauungen

sind in der Lage, den Dialog mit »dem religiös Anderen« zu führen,

verfügen über Kenntnisse des »religiös Anderen« (Christen, Juden), seine Geschichte, Inhalte und Denkweisen,

sind in der Lage, Grundfragen und Ansätze der »religiös Anderen« und des Islams aufeinander zu beziehen (Gemeinsamkeiten und Differenzen).

Grundfragen, Theorien und Methoden der Religionswissenschaft und der interkulturellen und kommunikativen Theologie

andere monotheistische Religionen

Geschichte und Gegenwart der Beziehungen zwischen dem Islam und den anderen monotheistischen Religionen; Grundfragen interreligiöser Begegnung; Möglichkeiten und Herausforderungen des Dialogs zwischen Gläubigen verschiedener Konfessionen und Religionen.

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Konzepte der Religionskritik

Weltanschauliche und religiöse Strömungen der Gegenwart

Aufgaben und Grenzen des interreligiösen Dialogs

Forschungen und Theorien der Religionssoziologie

Religionspädagogik/Fachdidaktik

verfügen über Orientierungswissen bezüglich der Planung, Durchführung und Beurteilung kompetenzorientierten Unterrichts,

können die Heterogenität von Lerngruppen, v. a. in religiöser Hinsicht adäquat berücksichtigen und in Ansätzen entsprechende Methoden einsetzen,

verfügen über Kenntnisse zu Grundfragen der Religionspädagogik und der Praktischen Theologie,

verfügen über Kenntnisse der institutionellen, persönlichen und sozialen Voraussetzungen der Religionspädagogik und sind in der Lage, Strukturen religionspädagogischen Handelns zu analysieren und auf der Grundlage professionellen Wissens zu gestalten.

Allgemeine Religionspädagogik: Theorien, Methoden, Ansätze, Handlungsfelder

Erkenntnisse islamischer Religionspädagogik

Institutionen der muslimischen Erziehung (insbesondere Familie, Moschee, Madrasa),

Entwicklungspsychologische und sozialisationstheoretische Zugänge zur Religiosität von Kindern und Jugendlichen

Religionsdidaktik: fachdidaktische Ansätze, Elementarisierung, Kompetenzorientierung, Umgang mit Heterogenität

Selbstverständnis der Religionslehrerin oder des -lehrers; Status des Faches an öffentlichen Schulen

Fachdidaktische Erschließung: Ansätze, Methoden, Themenfelder

Methoden: Lernformen, Sozialformen, Umgang mit Medien

Religiöser Pluralismus, Atheismus und Agnostizismus

13.

Katholische Theologie/Religionspädagogik (Lehramt Sekundarstufe I), Katholische Theologie

(Lehramt Gymnasium)

Studienvoraussetzungen

Lehramt Gymnasium:

Latinum oder Lateinkenntnisse, die die Lektüre der studienrelevanten originalsprachlichen Texte ermöglichen.

Graecum oder Griechischkenntnisse, die ein gutes Verständnis neutestamentlicher Texte ermöglichen.

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen haben die Basis für eine in der weiteren Ausbildung sowie im Verlauf der beruflichen Tätigkeit zu entfaltende theologisch-religionspädagogische Kompetenz erworben.

Sie

verfügen über grundlegendes Wissen in der Katholischen Theologie und angrenzenden Wissenschaften,

können in Bezug auf Religion und Glauben eigenständig reflektieren, argumentieren und sich positionieren,

verfügen über fachdidaktische Fähigkeiten zur Initiierung, Durchführung und Reflexion von Lern- und Bildungsprozessen im Fach Katholische Religionslehre,

können mit Blick auf ihre künftige Tätigkeit den eigenen Glauben rational verantworten und sich mit der Wirklichkeit von Mensch und Welt im Horizont des christlichen Glaubens auseinandersetzen.

Lehramt Gymnasium: Alle Kompetenzen gelten auf der Grundlage der originalsprachlichen griechischen und lateinischen Quellen

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Theologische Grundlegung

können verschiedene Erkenntnis- und Arbeitsmethoden der einzelnen theologischen Disziplinen anwenden,

können Erkenntnisse der einzelnen theologischen Disziplinen selbstständig rekonstruieren und miteinander verbinden.

Theologie als wissenschaftliche Durchdringung des Glaubens

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Biblische Theologie

können methodisch geübt und hermeneutisch reflektiert biblische Texte interpretieren,

können auf der Grundlage eines vertieften Einblicks in die biblische Literatur mit alt- und neutestamentlichen Texten und deren Auslegungs- und Wirkungsgeschichte sachgerecht umgehen.

Einführung in die jüdische und hellenistische Kultur

Einleitung in die Schriften des Alten Testaments (AT) und des Neuen Testaments (NT)

exemplarische exegetische Auseinandersetzung mit zentralen Texten und Themen aus AT und NT

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

vertiefte exegetische Auseinandersetzung mit weiteren Texten und Themen aus AT und NT

Historische Theologie

können durch einen methodisch geübten sowie hermeneutisch reflektierten Zugang geschichtliche Traditionen des christlichen Glaubens sachgerecht darstellen und beurteilen.

Glaube, Christentum und Sozialgestalt der Kirche in ihrer Geschichte und Geschichtlichkeit am Beispiel ausgewählter Themen aus mehreren Epochen (zum Beispiel frühchristliche Konzilien, Reformation und katholische Reform, Vatikanische Konzilien)

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Systematische Theologie

können Religion und Glaube aus der theologischen Binnenperspektive und aus der Außenperspektive anderer Wissenschaften wahrnehmen und reflektieren,

können mithilfe der Glaubens- und Lehrüberlieferungen der Kirche und ihrer sittlichen Grundsätze differenziert argumentieren und urteilen,

können sich im Bewusstsein der eigenen katholischen Identität mit anderen christlichen Konfessionen auseinandersetzen und verständigen,

können sich im fachübergreifenden und fächerverbindenden Diskurs und im Gespräch mit weltanschaulich-säkularen Ansätzen theologisch begründet positionieren.

Glaube und Vernunft

Grundthemen der Dogmatik (zum Beispiel Jesus Christus und trinitarische Gotteslehre, Menschsein und Schöpfung, Kirche und Sakramente, Ökumene),

Grundfragen der Moraltheologie und der Sozialethik

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Grundfragen der Religionsphilosophie

vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Themen der systematischen Theologie (zum Beispiel Glaube in der säkularen Welt; Kunst und Theologie; spezielle dogmatische, individualethische und sozialethische Fragestellungen)

Praktische Theologie

können die gelebte Praxis der Kirche sachgerecht darstellen und theologisch reflektiert beurteilen,

können die Frage nach der Lehr- und Lernbarkeit des Glaubens problembewusst beurteilen.

Handeln der Kirche in der Welt von heute

Fundamentalliturgische Themen (Kirchenjahr, gottesdienstliche Feiern)

Staatskirchenrechtliche Grundlagen des Religionsunterrichts

Theorien religiösen Lernens, religiöser Bildung und religiöser Entwicklung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Exemplarische Praxisfelder der Kirche in Auseinandersetzung mit theologischen Disziplinen und Humanwissenschaften (zum Beispiel Religion und Bildung, Schulpastoral, rechtliche Strukturen der Kirche, Orte religiösen Lernens)

Weltreligionen

können nichtchristliche Religionen, vor allem Judentum und Islam, im Horizont interkultureller und interreligiöser Fragestellungen sachgerecht darstellen,

können im interreligiösen Dialog theologisch argumentieren und Position beziehen.

Theologie der Religionen

Judentum und Christentum - Christentum und Islam

östliche Weltreligionen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Fachdidaktik

können den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Religionsunterrichts im Rahmen allgemeiner Bildung verstehen und reflektieren,

kennen fachdidaktische Modelle und Konzeptionen, um theologische Inhalte für die Schule zu transformieren,

können Inhaltsbereiche der Religionsdidaktik fachdidaktisch erschließen,

kennen Möglichkeiten, die Lernausgangslage von Schülerinnen und Schülern differenziert einzuschätzen,

kennen aktuelle Tendenzen in der Religionsdidaktik und berücksichtigen sie bei der Planung und Analyse von kompetenzorientiertem Religionsunterricht,

können theologisch-religionspädagogische Forschungsergebnisse kritisch diskutieren.

Theologische und religionspädagogische Begründungen von Religionsunterricht

Theorien, Konzepte, Modelle und Prinzipien der Religionsdidaktik

Inhaltsbereiche der Religionsdidaktik

Methoden, Modelle und Theorien der Unterrichtsplanung

aktuelle Tendenzen in der Religionsdidaktik (zum Beispiel performativer Religionsunterricht, Inklusion religionspädagogisch gewendet)

Professionstheorien und Spiritualität von Religionslehrerinnen und Religionslehrern

Einführung in religionspädagogische Forschungsmethoden

14.

Mathematik

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über anschlussfähiges mathematisches und mathematikdidaktisches Wissen, das es ihnen ermöglicht, gezielte Vermittlungs-, Lern- und Bildungsprozesse im Fach Mathematik zu gestalten und neue fachliche und fächerverbindende Entwicklungen selbstständig in den Unterricht und in die Schulentwicklung einzubringen.

Sie

können mathematische Sachverhalte adäquat mündlich und schriftlich und unter Verwendung geeigneter Medien darstellen, sowie zentrale Fragestellungen mathematischer Gebiete und deren Bezug zur Schulmathematik erläutern,

können mathematische Probleme planvoll, strategisch und unter Verwendung geeigneter Werkzeuge lösen sowie mathematische Beweise nachvollziehen und entwickeln,

können den allgemeinbildenden Gehalt mathematischer Inhalte und Methoden und die gesellschaftliche Bedeutung der Mathematik begründen und in den Zusammenhang mit Zielen und Inhalten des Mathematikunterrichts stellen,

können theoretische Konzepte und empirische Befunde der mathematikbezogenen Lehr-Lern-Forschung nutzen, um in Ansätzen Denkprozesse und Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu analysieren und individuelle Lernprozesse anzuleiten,

kennen und bewerten Konzepte für schulisches Mathematiklernen und -lehren auf der Basis fachdidaktischer Theorien und empirischer Befunde,

können grundlegend Mathematikunterricht auch mit heterogenen Lerngruppen auf der Basis fachdidaktischer Konzepte analysieren, planen und exemplarisch durchführen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Mathematisch Denken und Arbeiten

explorieren mathematische Situationen, generieren und überprüfen Vermutungen und entwickeln schlüssige Beweise,

entwickeln Lösungspläne, wenden Problemlösestrategien an und analysieren und bewerten Problemprozesse,

entwickeln und nutzen mathematische Modelle, bewerten sie hinsichtlich ihrer Grenzen und modifizieren sie,

verwenden symbolische und formale Darstellungsweisen der Mathematik,

nutzen den Computer als heuristisches und exploratives Werkzeug.

Beweistechniken

Problemlösestrategien

Exemplarische mathematische Anwendungen

Mengen, Aussagenlogik, Terme und Gleichungen, Graphen

Fachspezifische Software zum Beispiel

Arithmetik und Algebra

erklären die Struktur und Eigenschaften von Zahlbereichen im Zusammenhang,

nutzen elementar-algebraische Formelsprache als Werkzeug,

analysieren mathematische Situationen unter Verwendung algebraischer Strukturbegriffe.

Elemente der Zahlentheorie: Teilbarkeit, Primfaktorzerlegung, Restklassen

Zahlbereichserweiterungen

Algebraische Strukturen: Gruppen, Ringe, Körper

Algebraische Beschreibung von Symmetrien

Lösung algebraischer Gleichungen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Algebraisierung geometrischer Konstruktionen

Algebraische Körpererweiterungen

Geometrie

explorieren geometrische Formen und Konstruktionen,

nutzen Maße in Ebene und Raum und erläutern das Prinzip des Messens,

analysieren geometrische Strukturen und Abbildungen mit algebraischen Mitteln sowie nach Invarianz- und Symmetrieaspekten.

Geometrie der Ebene und des Raumes, Symmetrien

Trigonometrie

Grundlage des Messens

Geometrische Abbildungen: Kongruenz, Ähnlichkeit, Projektionen,

Geometrische Gebilde: Kegelschnitte, Rotationskörper, platonische Körper

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Axiomatische Grundlegung der ebenen Geometrie

Euklidische und nicht-euklidischen Geometrie

Parametrisierte Kurven und Flächen

Lineare Algebra und Analytische Geometrie

nutzen Werkzeuge der Linearen Algebra zur Bearbeitung von Problemen verschiedener mathematischer Gebiete,

nutzen das Koordinatisieren geometrischer Situationen als fundamentale Idee,

bestimmen Längen, Winkel und Volumen in Euklidischen Vektorräumen.

Analytische Geometrie und Koordinatisierung

Lineare Gleichungssysteme

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Vektorräume

lineare Abbildungen

Matrizen

Gauß-Algorithmus

Skalarprodukte

Determinanten und Eigenwerte

Funktionen und Analysis

arbeiten mit Funktionen in grafischer und symbolischer Darstellung,

analysieren Funktionen mit infinitesimalen Konzepten,

nutzen Funktionen zur Modellierung realer Phänomene.

Funktionen und ihre grundlegenden Eigenschaften

Änderungsraten durch lokale Approximation

Flächenmessung durch Ausschöpfung

Reelle Zahlen

Elementare Funktionen (Exponentialfunktion, Logarithmus, trigonometrische Funktionen)

Extremwertprobleme

Parameterabhängige Funktionen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Grenzwertdefinition und Stetigkeit

Differentiation und Integration

Funktionentheorie

Potenzreihen

Differentialgleichungen

Mehrdimensionale Differentiation und Integration

Stochastik

nutzen und reflektieren Verfahren der Datenerhebung und -auswertung,

modellieren und argumentieren mithilfe von Wahrscheinlichkeiten,

unterscheiden Wahrscheinlichkeitsaspekte und beschreiben typische Verständnisschwierigkeiten.

Wahrscheinlichkeitsrechnung in endlichen Ereignisräumen: bedingte Wahrscheinlichkeit, Erwartungswert, stochastische Unabhängigkeit

Grundlagen der beschreibenden Statistik: univariate und bivariate Kennwerte

Beispiele für Anwendungen der Stochastik

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Wahrscheinlichkeitsrechnung in diskreten und kontinuierlichen Wahrscheinlichkeitsräumen, Zufallsvariable, Gesetz der großen Zahlen

Zentraler Grenzwertsatz

Grundlagen der schließenden Statistik: Schätzen und Testen

Angewandte Mathematik und mathematische Technologie

wenden mathematische Denkmuster und Darstellungsmittel auf praktische Probleme an,

nutzen Software zur Darstellung und Exploration mathematischer Modellierungen und als heuristisches Werkzeug zur Lösung von Anwendungsproblemen.

Modellbildung und einfache numerische Verfahren in Anwendungen aus Natur-Humanwissenschaften oder Technik

Dynamische Geometrie-Software (auch dreidimensional), Software zur Stochastik und Tabellenkalkulation, einfache Computeralgebrasysteme

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

mindestens ein Gebiet der angewandten Mathematik, zum Beispiel Numerik, Diskrete Mathematik, Lineare oder Nichtlineare Optimierung, Grundlagen der Informatik

komplexere fachspezifische Software

Fachdidaktik

kennen und vergleichen Konzepte für schulisches Mathematiklernen und -lehren,

können Stufen der begrifflichen Strenge und Formalisierungen und deren altersgemäße Umsetzungen beschreiben,

können Lernprozesse in umrissenen Feldern exemplarisch erforschen,

können individuelle mathematische Lernprozesse und Fehler analysieren sowie individuelle Fördermaßnahmen beschreiben,

können kompetenzorientierten Mathematikunterricht auf der Basis fachdidaktischer Konzepte grundlegend planen, durchführen und analysieren,

können zu den Leitideen in der Sekundarstufe I: Zahl, Variable und Operation, Raum und Form, Messen, Funktionaler Zusammenhang, Daten und Zufall und in der Sekundarstufe II zusätzlich zu den Inhalten Differentiation und Integration, Lineare Algebra und Analytische Geometrie, Stochastik verschiedene Zugangsweisen, Grundvorstellungen und paradigmatische Beispiele, typische Präkonzepte und Verstehenshürden sowie begriffliche Vernetzungen beschreiben,

können Ergebnisse der Unterrichtsforschung bei der Gestaltung von fachlichen Lernprozessen berücksichtigen.

Theoretische Konzepte zu zentralen mathematischen Denkhandlungen wie Begriffsbilden, Modellieren, Problemlösen und Argumentieren

grundlegende Methoden zur Erforschung von mathematikbezogenen Lernprozessen

Konzepte zum Umgang mit Rechenschwäche und mathematischer Hochbegabung

Verstehenshürden, Präkonzepte, Grundvorstellungen, spezifische Schwierigkeiten kennen und didaktisch bewerten.

Verfahren qualitativer und quantitativer empirischer Unterrichtsforschung und Möglichkeiten der Berücksichtigung von Ergebnissen bei der Gestaltung fachlicher Lernprozesse

grundlegend Möglichkeiten und Grenzen von Medien, insbesondere von computergestützten mathematische Werkzeugen

Aufgaben Lehr- und Lernmaterialien u. fachspezifische Unterrichtsmethoden

15.

Musik

Studienvoraussetzungen

Zum Studium des Faches Musik kann nur zugelassen werden, wer die entsprechende künstlerische Eignungsprüfung besteht. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen können musikbezogene Angebote grundlegend pädagogisch so organisieren und gestalten, dass später Schülerinnen und Schülern ein Zugang zu musikalischer Bildung eröffnet wird, der es ihnen ermöglicht, selbstbestimmt am musikalischen Leben teilzunehmen.

Die im Studium zu erwerbenden Kompetenzen beziehen sich auf das Erteilen von Musikunterricht, auf das fächerübergreifende Arbeiten, auf das Betreuen musikbezogener Arbeitsgemeinschaften sowie auf die Kooperation mit außerschulischen Trägern musikalischer Bildungsangebote.

Sie

verfügen über vielseitige musikpraktische Fähigkeiten und künstlerisch-ästhetische Kompetenzen, die es ihnen grundlegend ermöglichen, Schülerinnen und Schüler beim Aufbau eigener musikalischer Fähigkeiten zu unterstützen und sie zur differenzierten Wahrnehmung von Musik, aber auch zum eigenen musikalischen Gestalten und Erfinden anzuregen sowie das Sprechen über Musik und damit das ästhetische Urteilsvermögen zu fördern,

verfügen über Wissen über die Musik und praktische Erfahrungen mit der Musik verschiedener Kulturen und Genres,

verfügen über vertiefte fachwissenschaftliche und grundlegende fachdidaktischen Kenntnisse und Fähigkeiten,

kennen Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse musikpädagogischer Forschung,

verfügen über ein erstes Repertoire an Unterrichtsmethoden sowie Grundlagen eines musikdidaktischen Reflexionsvermögens, die es ihnen erlauben, Unterrichtsversuche differenziert vorzubereiten und durchzuführen, auch für heterogene Lerngruppen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Musikpraxis

verfügen über vielseitige musikpraktische Fähigkeiten und künstlerisch-ästhetische Kompetenzen,

verfügen über praktische Erfahrungen mit der Musik verschiedener Kulturen und Genres,

verfügen über vielfältige Kompetenzen in der Leitung von Ensembles,

Lehramt Gymnasium: verfügen über die Fähigkeit zur Beurteilung fortgeschrittener künstlerischer auch kompositorischer Leistungen von Kindern und Jugendlichen.

Künstlerisch gestaltete, stilistisch versierte und technisch angemessene Interpretation von Musik, sowohl vokal als auch instrumental

Methoden und Techniken der Ensembleleitung und das Aufbauen von Ensembles unterschiedlicher stilistischer Ausrichtung (zum Beispiel Big Band, Band, Orchester, Chor)

Vielfalt musikalischer Kulturen, insbesondere mit Musik im jugendkulturellen Kontext. Anleitung von instrumentalem und vokalem Musizieren (einschließlich stimmbildnerischer Aspekte, insbesondere für Kinder und Jugendliche) sowie Improvisieren und Komponieren im Klassenverband

Methoden, Techniken und Einsatzmöglichkeiten schul- und chorpraktischen Klavier- beziehungsweise Instrumentalspiels (auch Klassenmusizieren) unter Einbeziehung verschiedener Stilrichtungen

Musik und Bewegung, szenisches Spiel

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Ausbildung für ein professionelles künstlerisches Niveau

Umfangreiche Werke der Instrumental- und Vokalliteratur

Vielfältiges Spiel in Ensembles (Orchester beziehungsweise Chor, Ensemble, Big Band, Band, Kammermusik), Dirigat (einschließlich dafür relevanter Probentechnik) großer Ensembles, zum Beispiel eines Symphonieorchesters oder einer Big Band, dazu u. a. entsprechendes Partiturspiel und Klavierauszugsspiel

Musiktheorie

verfügen über die notwendigen musiktheoretischen Kenntnisse und Fähigkeiten, um in Ansätzen Unterrichtsinhalte exemplarisch auszuwählen und zum Unterrichtsgegenstand zu machen sowie wissenschaftliche Publikationen kritisch nutzen zu können.

Allgemeine Musiklehre und musikalische Analyse verbunden mit Gehörbildung in verschiedenen musikalischen Stilbereichen. Methoden und Techniken des Improvisierens und Arrangierens, des Analysierens und Komponierens von Musik unterschiedlicher Stile und Besetzungen, insbesondere für schultypische Besetzungen

Digitale Medien und elektroakustische Instrumente; Differenziertes Musikhören (zum Beispiel im Sinne »angewandter Gehörbildung«) und musiktheoretische Arbeitsweisen für die eigene und schulische Musizierpraxis

Musiktheoretische Modelle, Theorien und Methoden

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

praktisch künstlerische Anwendung und Reflexion musiktheoretischer Modelle, Theorien und Methoden am Klavier,

kompositorische Studien in zeitgenössischer Satztechnik,

umfassende Analysen von Werken der symphonischen und der Neuen Musik,

Instrumentation.

Musikwissenschaft

verfügen über die notwendigen musikwissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, um in Ansätzen Unterrichtsinhalte exemplarisch auswählen und zum Unterrichtsgegenstand machen sowie wissenschaftliche Publikationen kritisch nutzen zu können.

verfügen über Wissen über die Musik verschiedener Kulturen und Genres.

Analyse von Musik zum Beispiel unter ästhetischen, empirischen, ethnologischen, historischen, kulturwissenschaftlichen, philosophischen, psychologischen und soziologischen Fragestellungen, auch in Auseinandersetzung mit der eigenen künstlerischen Musizierpraxis

Historische und systematische Musikwissenschaft

Grundlegende musikwissenschaftliche und -theoretische Arbeitstechniken und Forschungsmethoden

Überblick über die Musikgeschichte und über aktuelle Musik

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

fachwissenschaftliche Fundamentierung erweiterten Musikunterrichts (zum Beispiel ethnologischer, soziologischer und philosophischer Basis)

Musikpädagogik und Fachdidaktik

kennen Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse musikpädagogischer Forschung,

verfügen über ein grundlegendes Repertoire an Unterrichtsmethoden sowie Grundlagen eines musikdidaktischen Reflexionsvermögens, die es ihnen erlauben, Unterrichtsversuche differenziert vorzubereiten und durchzuführen, auch für heterogene Lerngruppen, sowie über erste reflektierte Erfahrungen in der kompetenzorientierten Planung und Durchführung von Musikunterricht,

kennen Grundlagen der Leistungsdiagnose und Leistungsbeurteilung.

Musikpädagogische Theorien, Methoden und Forschungsgebiete unter Berücksichtigung analytischer, ästhetischer, empirischer, ethnologischer, historischer, kulturwissenschaftlicher, pädagogischer, philosophischer, psychologischer und soziologischer Fragestellungen

Berufspraktische Bedeutung musikpädagogischer Forschung; Musikbezogene Lern- und Lehrprozesse unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Bezugswissenschaften

Theorien der Lern- und Leistungsmotivation einschließlich Selbstmotivationsstrategien sowie von Möglichkeiten der Anwendung im Unterricht

Musik unter pädagogischen und methodisch-didaktischen Fragestellungen sowie im Hinblick auf die Vernetzung von musikalisch-künstlerischer, wissenschaftlicher und schulischer Praxis

Fachspezifische und fächerübergreifende Modelle, Konzeptionen und Methoden der Musikdidaktik, Unterrichtsforschung

Unterrichtsmaterialien in Bezug zu didaktischen Konzepten und Unterrichtspraxis, Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit dem Fach Musik

Initiierung und Förderung musikalisch-kreativer Prozesse

Einblick in Forschungen zu musikalischer Begabung und Expertise

nur Lehramt Gymnasium:

Interkulturelle Dimensionen bei der Gestaltung von künstlerischen Bildungs- und Erziehungsprozessen

Methoden der Förderung selbstbestimmter, eigenverantwortlicher und kooperativer künstlerischer Produktion

Konzepte der künstlerischen Medienpädagogik und -psychologie sowie Möglichkeiten und Grenzen eines anforderungs- und situationsgerechten Einsatzes von Medien im Unterricht

Verfahren für die Beurteilung von Lehrleistung und Unterrichtsqualität

Bildungswissenschaften Musik, siehe auch Anlage 8 Nummer 3 Bildungswissenschaften Sekundarstufe I und Gymnasium

16.

Ethik (Lehramt Sekundarstufe I), Philosophie/Ethik

(Lehramt Gymnasium)

Studienvoraussetzungen

Lehramt Gymnasium: Latinum oder Graecum

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über die fachphilosophischen und philosophiedidaktischen Kompetenzen, um Bildungsprozesse im Fach Ethik beziehungsweise Philosophie/Ethik zu initiieren und zu gestalten.

Sie

haben ein strukturiertes Grundwissen zu zentralen Disziplinen, Themengebieten, Problemstellungen und Epochen der Philosophie, insbesondere der Praktischen Philosophie,

beherrschen philosophische Methoden und Denkformen, verfügen insbesondere über hermeneutische, analytische, diskursive und argumentative Kompetenz und kritische Urteilskraft,

können in lebensweltlichen Erfahrungen philosophische, insbesondere ethische Herausforderungen erfassen und können mit philosophischen Denkformen konkrete lebensweltliche Problemstellungen kritisch zur Reflexion bringen,

verfügen über fachdidaktisches Grundwissen im Hinblick auf das Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen,

können das Reflexionspotential der Philosophie und das philosophische Orientierungswissen für einen sinnorientierenden Unterricht nutzen, um so zur Identitätsfindung Heranwachsender beizutragen,

haben erste reflektierte Erfahrungen darin, philosophische Bildungsprozesse zu planen, anzuleiten und zu moderieren.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Theoretische Philosophie

kennen Grundzüge der Philosophiegeschichte und verstehen die Rolle der Philosophie im Kontext der Wissenskulturen,

können einschlägige Probleme und Problemlösungsversuche auf den Gebieten der theoretischen Philosophie diskutieren,

nutzen unterschiedliche Verfahrensweisen zur Analyse und Konstruktion von philosophischen Argumenten und sind in der Lage, sie in den philosophiegeschichtlichen Kontext einzuordnen,

verfügen über Kenntnisse grundlegender philosophischer Werke und der Problematik der Rezeptionsgeschichte,

kennen verschiedene Verfahrensweisen zur Erschließung wissenschaftlicher und philosophischer Texte und sind in der Lage, deren Stärken und Grenzen kritisch zu reflektieren.

Positionen und Probleme der theoretischen Philosophie in Geschichte und Gegenwart

Exemplarische Analyse einiger zentraler Themen und Problemstellungen: Probleme der Erkenntnis, der Rechtfertigung und Begründung, Fragen der Entwicklung und der kulturellen Rolle der Wissenschaften, Probleme der Wahrheit und Objektivität, Fragen der Logik und Argumentation, Sprache, Sein und Denken

unterschiedliche philosophischer Strömungen, Schulen, Denkformen

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Problemen der theoretischen Philosophie

verschiedene Gebiete systematischen Philosophierens

Praktische Philosophie

können sich mit den Herausforderungen einschlägiger ethischer Problemstellungen und Theorien auseinander setzen,

kennen Konzepte ethischen Urteilens und Entscheidens und können sie zur Klärung konkreter moralischer Herausforderungen einsetzen,

können sich mit Theorien moralischer Entwicklung und Bildung, auch psychologischer und sozialwissenschaftlicher Provenienz kritisch auseinandersetzen,

können Fragen menschlichen Zusammenlebens in persönlichen Beziehungen, Gesellschaft und Staat als Herausforderungen moralischen und politischen Handelns verstehen und artikulieren,

können die Fragen nach Glück, gelingendem Leben, Sinn, Geschichte, Religion als Grundfragen menschlicher Existenz erläutern.

Überblick über anthropologische, ethische und politische Theorien in Geschichte und Gegenwart

Interpretation grundlegender Werke der Moralphilosophie

moralische Grundbegriffe wie Moralität, Freiheit, Verantwortung, Gewissen, Wille, Tugend, Werte, Normen

Prinzipien und Formen ethischer Urteilsfindung

Bereiche und Problemstellungen der Angewandten Ethik

Theorien moralischer Entwicklung und Bildung unter Einbeziehung sozialwissenschaftlichen, kulturellen und religionskundliches Kontextwissens und der Frage von Normenbegründung und Normenkonflikten in pluralistischen Gesellschaften

sozialphilosophische Themen und Begriffe wie Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Freundschaft, Recht, Menschenrechte, Toleranz, Macht und Gewalt, Frieden, Ökonomie, Ökologie

Glück, gutes Leben, Sinn als philosophische Themen

Religionsphilosophie: die religiöse Frage und Formen ihrer Äußerung, unter Einbeziehung von Grundlagenwissen über verschiedene Religionen

exemplarisch Bereiche der Kulturphilosophie und Ästhetik

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

unterschiedliche Ethik-Theorien, einschließlich metaethischer Fragestellungen

grundlegende Theorien menschlichen Zusammenlebens in Gesellschaft und Staat

Fachdidaktik

kennen Konzeptionen der Fachdidaktik Philosophie/Ethik,

können Möglichkeiten philosophischer Bildung im schulischen Kontext reflektieren,

kennen Wege, philosophische Themen und Problemstellungen philosophierend zur Sprache zu bringen,

haben Einblick in fachspezifische Unterrichtsformen, Methoden, Medien,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen Planung und Durchführung von Philosophie- und Ethik-Unterricht.

fachdidaktische Theorien und Modelle

Konzepte des Philosophierens mit Kindern und Jugendlichen

Konzeptionen schulischen Philosophie- und Ethik-Unterrichts und Bildungspläne

Theorien und Positionen philosophischer Bildung

Formen, Ebenen, Dimensionen des Philosophierens

didaktische Analyse und Konzentration philosophischer Themen

philosophische Unterrichtsformen, Methoden (unter Einbeziehung des Spektrums nicht primär textinterpretierender Methoden), Medien

unterrichtliche Ziele, Kompetenzen, Arbeitsformen zu philosophischen Themen

Heterogenität der Lerngruppen im Philosophie- und Ethik-Unterricht, differenzierende Aufgabenstellungen, Grundlagen der Leistungsdiagnose und -beurteilung

17.

Physik

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen

beherrschen die grundlegenden Arbeits- und Erkenntnismethoden der Physik (Zusammenhang zwischen Theorie und Experiment), sind in der Lage, Experimente selbstständig einzusetzen,

sind mit grundlegenden Konzepten, Modellbildungen und Herangehensweisen der Physik vertraut, können in der physikalischen Fachsprache kommunizieren und physikalische Sachverhalte allgemeinverständlich darstellen,

finden selbstständig Lösungen zu physikalischen Fragestellungen und können dabei die wesentlichen Prinzipien der Physik zur Lösung konkreter Aufgabenstellungen einsetzen,

kennen die Geschichte ausgewählter physikalischer Konzepte, Theorien und Begriffe,

sind in der Lage, neuere physikalische Forschung in Übersichtsdarstellungen zu verfolgen und geeignete neue Themen in den Unterricht einzubringen,

können die gesellschaftliche Bedeutung der Physik begründen, sowie gesellschaftliche Diskussionen und Entwicklungen unter physikalischen Gesichtspunkten bewerten,

sind mit den grundlegenden Begriffen und Methoden der Mathematik zur Beschreibung physikalischer Sachverhalte vertraut,

verfügen über physikalisches und fachdidaktisches Fachwissen, das es ihnen ermöglicht einen schülerorientierten Unterricht zu planen,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen im Planen, Gestalten und Durchführen von kompetenzorientiertem Unterricht,

sind in der Lage, mit Kolleginnen und Kollegen anderer naturwissenschaftlicher Fächer zu kooperieren, um einen abgestimmten Unterricht zu planen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Experimentalphysik

verstehen die grundlegenden Methoden und Konzepte der experimentellen Physik,

erkennen den Zusammenhang zwischen den physikalischen Experimenten und entsprechenden mathematischen Formulierungen,

sind in der Lage, in allgemein verständlicher Weise über physikalische Sachverhalte zu kommunizieren,

können einfache physikalische Probleme mathematisch formulieren und exakt oder näherungsweise lösen.

Grundlegende Kenntnisse in folgenden Inhalten:

Mechanik (Massenpunkt und Systeme von Massenpunkten, starrer Körper, Drehbewegungen, Schwingungen und Wellen, Newton’sche Gesetze)

Thermodynamik (Temperatur und Energie, Hauptsätze, Phasenübergänge)

Optik (geometrische Optik, Beugung, Interferenz, Polarisation, optische Instrumente)

Elektrodynamik (Coulomb-Gesetz und Lorentzkraft, elektromagnetische Felder und Wellen, elektrische Bauelemente und Kennlinien)

Einblicke in die Atom- und Quantenphysik

Festkörperphysik (Aufbau der Materie, Grundlagen der Elektronen- und Wärmeleitung sowie des Magnetismus und der Halbleiterphysik)

Kern- und Teilchenphysik (Kerne und ausgewählte Elementarteilchen, Kernenergie, biologische Wirkungen ionisierender Strahlung)

Astrophysik und Kosmologie (Planeten, Sterne, Einblicke in Entwicklung des Universums)

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Elektrodynamik (elektromagnetische Felder und Wellen in Vakuum und Materie)

Atom- und Quantenphysik (Schrödingergleichung, Teilchen-Welle-Dualismus, grundlegende Quanteneffekte, Spektren und Auswahlregeln)

Festkörperphysik (Kristalle und Beugungsmethoden, Elektronen- und Wärmeleitung, Magnetismus, Halbleiter)

Kern- und Teilchenphysik (Kernmodelle, Elementarteilchen, Beschleuniger)

Astrophysik und Kosmologie (Planetensysteme, Sonne, Sternentwicklung, Schwarze Löcher, Urknall und Entwicklung des Universums)

Theoretische Physik

kennen die grundlegenden Methoden, Modelle und Denkweisen der theoretischen Physik und können diese anwenden,

können einfache Probleme der theoretischen Physik analysieren und lösen.

Übersicht über Strukturen und Konzepte der Physik, insbesondere:

harmonischer Oszillator

Kepler’sche Gesetze

Erhaltungssätze

klassische Gase

elementare thermodynamische Prozesse und Maschinen

Grundaussagen der Maxwell-Gleichungen

Spezielle Relativitätstheorie

Theoretische Mechanik (Prinzipien der Lagrange- und Hamilton-Mechanik, Symmetrie und Invarianz, Nichtinertialsysteme, Keplerproblem, harmonischer Oszillator, deterministisches Chaos)

Thermodynamik (Hauptsätze, thermodynamische Prozesse und Maschinen, statistische Gesamtheiten, thermodynamische Potenziale, klassische Gase)

Elektrodynamik und Relativitätstheorie (Maxwellgleichungen in Vakuum und Materie, elektrodynamische Potenziale und Eichinvarianz, elektromagnetische Wellen, relativistische Raum-Zeit-Struktur und ihre Anwendungen)

Quantentheorie (Postulate der Quantenmechanik und mathematische Beschreibung, Kopenhagener Deutung, Schrödingergleichung, Einteilchenpotenzial-Modelle, Spin, Mehrteilchenprobleme)

Physikalische Praktika

können grundlegende Mess- und Experimentiertechniken anwenden und kennen die relevanten Sicherheitsvorschriften,

beherrschen wichtige Verfahren der Fehlerrechnung und Fehlerabschätzung,

können Laborexperimente auswerten.

Experimentalphysikalisches Grundpraktikum (Messprinzipien und -verfahren, Messgeräte, aus verschiedenen Teilgebieten der Physik, bis hin zu selbst gewählten Problemstellungen aus ausgewählten Teilgebieten der Physik)

Schulorientiertes Experimentieren (Demonstrations-, Schüler-, Freihandexperimente)

einführendes Praktikum (Messprinzipien und -verfahren, Messgeräte, aus verschiedenen Teilgebieten der Physik)

weiterführendes Praktikum (zunehmende Komplexität und Selbstständigkeit in der Durchführung, bis hin zu selbst gewählten Problemstellungen aus ausgewählten Teilgebieten der Physik, zum Beispiel als Projektpraktikum)

Schulorientiertes Experimentieren (Demonstrations-, Schüler-, Freihandexperimente)

Mathematik für Physik

können mathematische Verfahren zur Beschreibung und Modellierung physikalischer Sachverhalte anwenden.

Grundlegende Kenntnisse in Verbindung mit physikalischen Anwendungen der folgenden Teilgebiete:

Vektorrechnung

Funktionen

Elemente der Differential- und Integralrechnung

Einblick in Differentialgleichungen

Statistik

Vertiefte Kenntnisse und physikalische Anwendungen der folgenden Teilgebiete:

Lineare Algebra

Analysis und Vektoranalysis in R und C

Gewöhnliche und partielle Differentialgleichungen

Funktionalanalysis

Stochastik und Statistik

Anwendungen der Physik

erkennen und erläutern physikalische Phänomene und Zusammenhänge in Natur, Technik und Umwelt.

Anwendung der Physik (auch im Zusammenhang mit anderen Fächern) auf Medizin, Sport, Klima und Wetter, Technik, Grundlagen und Anwendungen der Sensorik, Kommunikation, Spielzeug

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Fachdidaktik

können die fachdidaktischen Lerninhalte vernetzen und situationsgerecht anwenden,

kennen Konzepte fachbezogener Bildung und können diese in Ansätzen analysieren, bewerten und anwenden,

kennen fachdidaktische Forschungsergebnisse,

können in Ansätzen individuelle auf Lernprozesse im Physikunterricht bezogene Schülerleistungen beobachten und analysieren.

Fachdidaktische Denk- und Arbeitsweisen

Motivation und Interesse

Schülervorstellungen und Lernschwierigkeiten (mögliche Ursachen und deren Diagnose)

Planung und Analyse von Physikunterricht unter besonderer Berücksichtigung von Kompetenzorientierung, Heterogenität und Genderaspekten

Experimente, Medieneinsatz und Aufgabenkultur im Physikunterricht

Leistungsbewertung im Physikunterricht

Fachdidaktische Forschungen

18.

Politikwissenschaft

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen

sind mit zentralen sozialwissenschaftlichen Fragestellungen und Denkweisen vertraut. Sie beherrschen die Fachsprache sowie wesentliche sozialwissenschaftliche Arbeitstechniken und Methoden und können politische, soziale und ökonomische Probleme und Konfliktlagen angemessen beschreiben und analysieren. Gestützt auf diese Kompetenzen sind sie in der Lage, Wege zur rationalen politischen, sozialen und ökonomischen Urteilsbildung aufzuzeigen und eigene Urteile begründet zu fällen,

verfügen über Wissen in ausgewählten Themen aus Bezugswissenschaften (insbesondere Wirtschaftswissenschaften, Recht, Soziologie),

verfügen über anschlussfähiges fachdidaktisches Orientierungswissen und über erste schulpraktische Erfahrungen,

können grundlegend fachliche Lehr- und Lernprozesse schüler- und problemorientiert diagnostizieren, analysieren, auch für heterogene Lerngruppen planen und arrangieren,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen in der kompetenzorientierten Planung und Durchführung von Gemeinschaftskundeunterricht.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Grundlagen und Methoden der Politikwissenschaft

kennen die Gliederung der Politikwissenschaft sowie ihre Erkenntnisinteressen und zentralen theoretischen Ansätze,

vergleichen die Politikwissenschaft mit anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen,

reflektieren die analytische Bedeutung zentraler politikwissenschaftlicher Kategorien,

erörtern die Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten quantitativer und qualitativer Methoden,

analysieren politische, soziale und ökonomische Probleme und Konflikte mit sozialwissenschaftlichen Methoden,

erörtern die Aufgaben und die Funktionen der politischen Bildung und der Fachdidaktik Politik,

bewerten die Bedeutung aktueller politischer Sachverhalte und politikwissenschaftlichen Wissens für die politische Bildung in der Schule.

Grundbegriffe, zentrale theoretische Ansätze und Teilgebiete der Politikwissenschaft

Arbeitstechniken und Methoden der Politikwissenschaft, zum Beispiel Beschreibung, Erklärung und Bewertung von Informationsquellen (Kennzahlen, Statistiken, Fachtexte und Graphiken)

zentrale politische Kategorien (Macht, Interessen, Gemeinwohl, Gerechtigkeit)

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

exemplarische und prozessanalytische Studien

systematische Reflexion und Bewertung der erlangten Erkenntnisse

Fachwissenschaftliche Beiträge der Politikwissenschaft

kennen das politische System der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union und beurteilen deren Strukturen, Arbeitsweisen und Funktionslogiken,

vergleichen, analysieren und bewerten systematisch unterschiedliche politische Systemtypen und Politikfelder,

erläutern die Bedeutung und Funktionsbedingungen internationaler Politik in der globalisierten Welt und beurteilen die Arbeit inter- und transnationaler Akteure,

analysieren und erörtern das Verhältnis von Politik und Wirtschaft im nationalen, europäischen und internationalen Rahmen,

charakterisieren und erörtern die Grundzüge der Geschichte politischer Ideen,

erläutern die Grundbegriffe der politischen Theorie und beurteilen normative und empirisch-analytische Theorien der Politik,

beurteilen zentrale Ergebnisse der politischen Kultur-, Sozialisations- und Partizipationsforschung, insbesondere für die Bedeutung politischer Bildung in der Schule.

Politische Theorie (Grundbegriffe, politische Ideen, Demokratietheorien)

Politische Akteure (insbesondere Parteien, Verbände, soziale Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen)

Staat und Institutionen (Parlament, Regierung, Verwaltung; Verfassungs- und Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland)

Finanzierung, Organisation und Funktion öffentlicher Haushalte und sozialer Sicherungssysteme; Soziale Marktwirtschaft

Politisches System der Europäische Union, Organisation der europäischen Ökonomie, Theorien und Legitimationsprobleme der europäischen Integration

Internationale Beziehungen (insbesondere Strukturen und Prozesse der Globalisierung, Problemlösung und Konfliktbewältigung in einer globalisierten Welt, internationale und transnationale Strukturen und Institutionen, Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik)

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Vergleich politischer Systeme (Strukturen, Institutionen und Prozesse in Deutschland und anderen Ländern)

Vergleichende Analyse politischer Kulturen (politische Sozialisation und politische Partizipation)

Politikfeldanalysen (insbesondere Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Arbeitspolitik, Industriepolitik, Entwicklungspolitik, Bildungspolitik)

Geschichte politischer Ideen und Theorien

Fachwissenschaftliche Beiträge der Wirtschaftswissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse im Bereich Wirtschaftswissenschaften.

Kenntnisse aus dem Bereich der Politischen Wirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre

Grundfragen der Wirtschaftstheorie und der allgemeinen Wirtschafts- und Sozialpolitik

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Fachwissenschaftliche Beiträge der Rechtswissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse im Bereich Rechtswissenschaften.

Grundfragen des Rechts, Grundbegriffe von öffentlichem Recht und Privatrecht

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Fachwissenschaftliche Beiträge der Soziologie

verfügen über grundlegende Kenntnisse im Bereich Soziologie.

Gesellschaftsanalyse und Gesellschaftsstruktur der Bundesrepublik Deutschland

Grundprobleme der politischen Soziologie

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Fachdidaktik

kennen die Ziele der Politischen Bildung,

kennen grundsätzliche didaktische Prinzipien,

vergleichen fachspezifische Unterrichtsmethoden und erörtern deren Einsatzmöglichkeiten,

strukturieren politikwissenschaftliches Fachwissen unter didaktischen Gesichtspunkten für die Unterrichtsplanung,

erstellen Lernarrangements sowie Lehr- und Lernmaterialien,

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung, Durchführung und Reflexion von kompetenzorientiertem Gemeinschaftskundeunterricht.

Ziele der politischen Bildung und der Politikdidaktik

Wertebildung

Politikdidaktische Prinzipien (Beutelsbacher Konsens) und Konzeptionen

Planung, Analyse und Reflexion von Politikunterricht

Unterrichtsmethoden und -medien

Schülerkonzepte, Lernvoraussetzungen

Differenzierung und Individualisierung

Politikdidaktische Forschungsrezeption

Methoden der Lehr-Lern-Forschung

Voraussetzungen und Handlungsstrategien zur Förderung politischer und gesellschaftlicher Teilhabe von Jugendlichen

19.

Sport

Studienvoraussetzungen

Für das Studium des Faches Sport sind grundlegende bewegungs- und sportpraktische Kompetenzen notwendig, die in einer Eignungsprüfung nachzuweisen sind. Einzelheiten regeln die Hochschulen durch Satzung.

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über Kompetenzen in der Sportwissenschaft, in der Theorie und Praxis des Sports sowie in der Fachdidaktik, die für eine berufliche Tätigkeit als Sportlehrerin beziehungsweise Sportlehrer erforderlich sind.

Sie

verfügen über grundlegendes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen im Hinblick auf Bewegung und Sport im Zusammenhang mit Bildung und Erziehung, Individuum und Gesellschaft, Bewegung und Training sowie Leistung und Gesundheit und beschreiben Fragestellungen des Faches sowie fachspezifische Methoden und Arbeitstechniken,

verknüpfen Fachwissen über die zuvor genannten Bereiche im Hinblick auf Kinder und Jugendliche,

sind in der Lage, im Hinblick auf Bewegung und Sport analytisch-kritisch zu reflektieren, zu urteilen und verschiedene Methoden zu benennen und zu erklären,

können neuere sportwissenschaftliche Forschungsergebnisse verfolgen und diese adressatengerecht für den Sportunterricht erschließen,

verfügen über ein breites sportartspezifisches und -übergreifendes motorisches Können sowie über fundierte Fähigkeiten in Bezug auf Hilfs- und Sicherheitsmaßnahmen zur Gestaltung von Vermittlungs- und Lernprozessen,

verfügen über grundlegendes, strukturiertes und anschlussfähiges fachdidaktisches Wissen und Reflexions- sowie Urteilsfähigkeit,

verfügen über erste Erfahrungen in der kompetenzorientierten Planung und Durchführung von Sportunterricht und Schulsport sowie bewegungsorientierter Schulgestaltung.

Die Leistungsanforderungen müssen höher sein als in der fachpraktischen Abiturprüfung im Fach Sport in Baden-Württemberg gefordert wird. Es gelten die Wettkampfbestimmungen der jeweiligen Fachverbände.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Bildung und Erziehung

verfügen über grundlegendes und strukturiertes Wissen über Sport und Bewegung im Hinblick auf Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsprozesse,

können Sachverhalte im Hinblick auf Bewegung und Sport im Kontext von Bildung und Erziehung beschreiben und reflektieren sowie deren Relevanz für Kinder und Jugendliche beurteilen und begründen.

Grundlagen der Bildung, Erziehung und Sozialisation

Bildungs- und Erziehungspotenziale von Bewegung und Sport

Kontextbedingungen von Bildungs- und Erziehungsprozessen im Sport

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Bildung und Erziehung im Lebenslauf

Bildungs- und Erziehungswirkungen im Kontext von Bewegung und Sport

außerschulische Settings des Sportengagements

Individuum und Gesellschaft

verfügen über grundlegendes und strukturiertes Wissen über Sport und Bewegung im Hinblick auf Individuum und Gesellschaft,

können Sachverhalte im Hinblick auf Bewegung und Sport im Kontext von Individuum und Gesellschaft beschreiben und reflektieren sowie deren individuelle und gesellschaftliche Relevanz beurteilen und begründen.

Grundlagen von Entwicklung und Lernen, Persönlichkeit und sozialen Einflüssen

Grundlagen von Motivation, Emotion und Kognition

Organisationsstrukturen, soziale Ungleichheiten und Sozialisation im Sport, auch unter historischer Perspektive

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Psychologische Wirkungen von Bewegung und Sport

Entwicklung von Bewegungskultur und Sport

soziale Prozesse im Kontext von Bewegung und Sport

Bewegung und Training

verfügen über grundlegendes und strukturiertes Wissen über motorische Lern- und Trainingsprozesse,

können bewegungs- und trainingswissenschaftliche Sachverhalte beschreiben und reflektieren sowie deren Relevanz für Kinder und Jugendliche beurteilen und begründen.

Grundlagen der Bewegungswissenschaft

Motorisches Lernen und motorische Entwicklung

Grundlagen sportlichen Trainings

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Grundlagen der Biomechanik

Theorien der motorischen Kontrolle

Technik- und Taktiktraining

Leistung und Gesundheit

verfügen über grundlegendes und strukturiertes Wissen über Sport und Bewegung im Hinblick auf Leistung und Gesundheit,

können Sachverhalte im Hinblick auf Bewegung und Sport im Kontext von Leistung und Gesundheit beschreiben und reflektieren sowie deren Relevanz für Kinder und Jugendliche beurteilen und begründen.

Grundlagen der Anatomie und Physiologie

Diagnostik von Fähigkeiten und Fertigkeiten

Grundlagen der Diätetik, Prävention und Gesundheitserziehung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Funktionelle Anatomie

Leistungsphysiologie und Trainingssteuerung

Gesundheit, Bewegung und Sport im Lebenslauf

Spezifische und übergreifende Theorie und Praxis des Sports

verfügen über grundlegendes, strukturiertes und anschlussfähiges sportartspezifisches und sportartübergreifendes motorisches und methodisches Können zur Gestaltung von Vermittlungs- und Lernprozessen,

können fachwissenschaftliches Wissen im Zusammenhang mit Bewegungsfeldern und Sportarten konkretisieren und anwenden,

Lehramt Gymnasium: verfügen über vertieftes motorisches Können und schulbezogene Fähigkeiten des Steuern und Trainierens von sportmotorischen Leistungen oder des Gestaltens und Präsentierens oder des Diagnostizierens und Vermittelns.

schulbezogenes Bewegungs- und sportliches Können sowie Wissen

spezifische und übergreifende Technik- und gegebenenfalls Taktikelemente

Bewegungsanalyse und Bewegungskorrektur

Grundlegende Vermittlungsmethoden in den Bereichen Zielgruppen- und kontextspezifische Schulung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten, Gesundheit und Fitness

Kleine Spiele und integrative Sportspielvermittlung

Laufen, Springen, Werfen (Leichtathletik)

Tanzen, Gestalten, Darstellen (Gymnastik/Tanz)

Turnen an Geräten und Bewegungskünste (Geräteturnen)

Bewegen im Wasser (Schwimmen)

Wurf- und Schussspiele (zum Beispiel Basketball, Fußball, Handball, Hockey)

Rückschlagspiele (zum Beispiel Badminton, Volleyball)

Fahren, Rollen, Gleiten (zum Beispiel Inline Skating, Rudern, Skilauf, Windsurfen)

Kämpfen

Grundlagen und Konzeption von Exkursionen

Fakultativ: erlebnisorientierte Bewegungspraxen (zum Beispiel Klettern)

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

Modelle des Trainierens und Steuerns von motorischen Leistungen oder des Gestaltens und Präsentierens oder des Diagnostizierens, Evaluierens und Vermittelns

Sportwissenschaftliche Profilbildung

verfügen über vertieftes und anschlussfähiges Wissen, Reflexions- und Urteilsfähigkeit sowie methodische Kompetenzen der Fachwissenschaft,

Lehramt Gymnasium: sind fähig, sportwissenschaftliche Fragen auf der Basis theoretischer Modelle und empirischer Befunde vertiefend zu beschreiben, zu analysieren und zu beurteilen.

Analyse und Beurteilung empirischer und hermeneutischer Studien zu Sport und Schulsport

Theoretische Modelle zur Beschreibung und Analyse ausgewählter Probleme in Sport und Schulsport aus naturwissenschaftlicher Perspektive

Theoretische Modelle zur Beschreibung und Analyse ausgewählter Probleme in Sport und Schulsport aus sozial-, verhaltens- oder geisteswissenschaftlicher Perspektive

Sportwissenschaftliche Arbeits- und Forschungsmethoden

verfügen über die grundlegenden Arbeits-, Erkenntnis- und diagnostischen Methoden der Sportwissenschaft,

können empirische sportwissenschaftliche Studien verstehen und kritisch beurteilen.

Arbeits- und Studientechniken

Grundlagen empirischer Forschungsmethoden und Statistik

Multivariate statistische Verfahren oder Methoden der qualitativen Sozialforschung

Konzeption, Durchführung und Auswertung empirischer Studien

Fachdidaktik

verfügen über grundlegendes, strukturiertes und anschlussfähiges fachdidaktisches Theoriewissen,

können Ergebnisse der empirischen Schulsportforschung verstehen und in Ansätzen für den Sportunterricht erschließen,

verfügen grundlegend über fachdidaktische Reflexions- und Urteilsfähigkeit,

verfügen über erste Erfahrungen der Planung, Gestaltung und Auswertung mehrperspektivischen Sportunterrichts.

Fachdidaktische Positionen und Konzepte

Methoden, Lehren und Lernen im Sportunterricht

Heterogenität, Individualisierung und Differenzierung

Schüler und Lehrer im Schulsport

Beobachtung, Planung und Auswertung von Sportunterricht

Grundlagen der Diagnostik und Leistungsbeurteilung im Sportunterricht

Grundlagen der Curriculum- und Schulentwicklung

Sport im Ganztag, außerunterrichtlicher Schulsport

Empirische Schulsportforschung

20.

Wirtschaftswissenschaft

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen

sind mit den grundlegenden wirtschaftswissenschaftlichen Modellen und Denkweisen vertraut. Auf dieser Basis können sie gesamt- beziehungsweise einzelwirtschaftliche Problem-, Handlungs- und Konfliktsituationen erkennen, systematisch erklären und mit Hilfe geeigneter Modellvorstellungen ökonomisch analysieren,

können für ausgewählte Probleme spezifische Lösungsvorschläge entwickeln, wobei sie strukturelle Gegebenheiten und institutionelle Ordnungen (Verfassungs- und Rechtssystem, politisches System, Wirtschaftsordnung, Ökologie) systematisch einbeziehen,

können Lösungskonzepte unter Berücksichtigung verschiedener Interessenlagen und Wertorientierungen begründen sowie deren Vor- und Nachteile abwägen,

können ökonomische und sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Sachverhalte in mündlicher, schriftlicher und mediengestützter Form strukturiert kommunizieren und adressatengerecht präsentieren, wobei sie die Fachterminologie adäquat anwenden,

verfügen über Wissen in ausgewählten Themen aus Bezugswissenschaften (Politikwissenschaften, Recht, Geschichte, Soziologie, Geographie),

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen in der kompetenzorientierten Planung und Durchführung von Fachunterricht und kennen Grundlagen der Leistungsdiagnose und Beurteilung im Fach.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Gymnasium

Grundlagen und Methoden der Wirtschaftswissenschaft

kennen fachlich relevante Methoden der ökonomischen Erkenntnisgewinnung und können diese konkret anwenden,

kennen Methoden der Informationsbeschaffung, -aufbereitung und -auswertung,

können elektronische Informations- und Kommunikationstechniken sowie klassische Medien sachgerecht nutzen und können die Grenzen dieser Medien und Techniken kritisch hinterfragen,

können fächerübergreifende und fächerverbindende Bezüge, insbesondere mit der Politikwissenschaft, erkennen und im Sinne eines vernetzten Denkens umsetzen.

Reduzierung komplexer Zusammenhänge auf einfache Darstellungsmodelle

Ausgewählte empirische Methoden

Mathematische Modellierungen

Hypothesenbildung, Theoriebildung und -reflexion

Beschreibung, Erklärung und Bewertung ökonomischer Informationsquellen (Kennzahlen, Statistiken, Fachtexte, Graphiken)

Verfahren qualitativer und quantitativer empirischer Unterrichtsforschung

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium, darüber hinaus:

exemplarische Studien

systematische Reflexion und Bewertung der erlangten Erkenntnisse

Fachwissenschaftliche Beiträge der Wirtschaftswissenschaft

kennen zentrale ökonomische und sozialwissenschaftliche Begriffe, können diese anwenden und kritisch reflektieren,

verfügen über strukturierte Kenntnisse zu den grundlegenden, insbesondere zu den schulrelevanten, Teilgebieten der Wirtschaftswissenschaften,

verfügen über grundlegende Kenntnisse ökonomischer Strukturen, Prozesse, Handlungen und Strategien, die am Leitbild der Nachhaltigkeit ausgerichtet sind,

sind in der Lage, Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher sozialwissenschaftlicher Methoden abzuwägen,

können zwischen objektiven Tatbeständen und Werturteilen unterscheiden und Wege zur rationalen Urteilsbildung aufzeigen,

kennen grundlegende Fragen der Wirtschaftsethik.

Wirtschaftswissenschaftliche Gegenstandsbereiche und Theorien der Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Finanzwissenschaft, Arbeitsmarkt- und Konjunkturpolitik, Umweltökonomie,

schulrelevante Teilgebiete wie zum Beispiel Konsum-, Arbeits- und Gesellschaftsökonomik, Unternehmertum, Rechnungswesen und Controlling, Privat- und Wirtschaftsrecht

Funktionen des Staates in einer marktwirtschaftlichen Ordnung

Wirtschaftsordnung eines Landes als Gestaltungsaufgabe

Stellung der privaten Haushalte im Wirtschaftsgeschehen

Private Haushalte in funktionaler Perspektive, Strukturentwicklung und Haushaltstypologien

Zentrale Anwendungsfelder privater Haushalte, wie Konsumverhalten und Finanzkompetenz

Aufgaben und Umfeld von Unternehmen in der Gesellschaft

Unternehmen als ökonomische und soziale Aktionszentren

Arbeitsmarkt, Arbeit und Beruf

Branchen, Strukturen und Qualifikationsanforderungen der Berufs- und Arbeitswelt im Hinblick auf gelingende Übergänge

Gesellschaftliche Grundwerte

Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Globalisierung

Nachhaltigkeit und Wirtschaftsethik

Erkenntnisobjekt, Gegenstände und Methoden der Volkswirtschaftslehre (zum Beispiel Verhaltenstheorie, Wirtschaftskreislauf, volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Markt- und Preisbildung)

Grundbegriffe des Wirtschaftens

Internationale und vergleichende Wirtschaftslehre

Theoretische und methodische Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre

Externes Rechnungswesen als System zur Erfassung und Verarbeitung von Prozessdaten und zur Bereitstellung entsprechender Informationen zur zielgerichteten Planung, Steuerung und Kontrolle betriebswirtschaftlicher Prozesse und unternehmerischer Entscheidungen

Verfahren der Kostenrechnung und Instrumente des Controllings zur Fundierung unternehmenspolitischer Entscheidungen

Bedeutung ökologischer, gesellschaftlicher und politischer Aspekte für einzelwirtschaftliche Problemstellungen und Entscheidungsprozesse

Relevanz unterschiedlicher und teilweise konträrer Interessen für das ökonomische Denken und Handeln der Wirtschaftssubjekte in den Sektoren Haushalt, Unternehmen und Staat

individuelle beziehungsweise einzelwirtschaftliche ökonomischen Handlungen sowie politisch geprägte gesamtwirtschaftlichen und gesamtgesellschaftliche Strukturen und Prozesse

Auswirkungen des europäischen Integrationsprozesses, der Globalisierung, des zunehmenden Standortwettbewerbs und unterschiedlicher Spannungsfelder

Fachwissenschaftliche Beiträge der Politikwissenschaft

verfügen über grundlegende Kenntnisse im Bereich Politikwissenschaft.

Politisches System der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union

Soziale Marktwirtschaft

Vertiefung der Studieninhalte des Lehramts Sekundarstufe I für das Lehramt Gymnasium

Fachdidaktik

kennen die Ziele der ökonomischen Bildung,

kennen Konzepte von ökonomischer Bildung können diese ansatzweise bewerten,

kennen die Dimensionen der ökonomischen Bildung als Teil der Allgemeinbildung,

verfügen über theoretische Konzepte des wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Lernens,

kennen und beurteilen zentrale Prinzipien und Methoden des ökonomischen Lernens,

können grundlegend Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit dem Fach Wirtschaft beschreiben (zum Beispiel Berufs- und Studienorientierung),

verfügen über grundlegende Fähigkeiten zur Planung, Gestaltung und Beurteilung von sozialwissenschaftlichem Unterricht,

können fachspezifisch relevante und zeitgemäße Medien und Materialien nutzen, kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen und können Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten und kritisch konstruktiven Nutzung anleiten,

kennen Formen des Umgangs mit Heterogenität und Interkulturalität im Unterricht auch unter Berücksichtigung von Genderaspekten.

Ziele ökonomischer Bildung

Wertebildung

Konzepte und Leitbilder der Wirtschaftsdidaktik

Zentrale didaktische Prinzipien der ökonomischen Bildung, unter anderem Beutelsbacher Konsens

grundlegend Unterrichtsmethoden und -medien

Gestaltung von Lernsituationen

Unterrichtsarrangements mit Diagnostik und Förderpotenzial

Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung und -bewertung im Unterricht

Anlage 3

(zu § 5 Absatz 3, 6 und 12)

Lehramt Sekundarstufe I

INHALTSÜBERSICHT

1.

Allgemeines Kompetenzprofil

2.

Alltagskultur und Gesundheit

3.

Bilinguales Lehren und Lernen und kulturelle Diversität im Rahmen des Europalehramts

4.

Technik

1.

Allgemeines Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen aller Studienfächer

haben ein solides und strukturiertes Fachwissen zu den grundlegenden Gebieten ihrer Fächer erworben, sie können darauf zurückgreifen und dieses Fachwissen ausbauen,

verfügen aufgrund ihres Überblickwissens über den Zugang zu den aktuellen grundlegenden Fragestellungen ihrer Fächer,

können sich aufgrund ihres Einblicks in andere Disziplinen weiteres Fachwissen erschließen und damit fachübergreifende Qualifikationen entwickeln,

sind mit den Erkenntnis- und Arbeitsmethoden ihrer Fächer vertraut,

sind in der Lage, diese Methoden in zentralen Bereichen ihrer Fächer anzuwenden,

haben eine wissenschaftlich reflektierte Vorstellung vom Bildungs- und Erziehungsauftrag,

haben ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze und können fachwissenschaftliche beziehungsweise fachpraktische Inhalte unter didaktischen Aspekten analysieren,

kennen und nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung über das Lernen in ihren Fächern,

kennen Grundlagen der Diagnose und Leistungsbeurteilung,

haben Kenntnisse über Merkmale von Schülerinnen und Schülern, die den Lernerfolg fördern oder hemmen können und darüber, wie daraus Lernumgebungen differenziert zu gestalten sind,

sind in der Lage, heterogene Lernvoraussetzungen sowie individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen,

kennen Möglichkeiten der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit, auch in inklusiven Settings und in der interkulturellen Erziehung und reflektieren diese,

verfügen über Kenntnisse zur Auswahl und Nutzung fachrelevanter Medien,

verfügen über Querschnittskompetenzen: Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, Medienkompetenz und -erziehung, Prävention, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Fragen der Berufsethik und Gendersensibilität.

2.

Alltagskultur und Gesundheit

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über die Kompetenzen des Faches Alltagskultur und Gesundheit, das sich als lebensweltbezogenes Fach versteht, welches zu alltagskulturellen, gegenwarts- und zukunftsbezogenen Themen fachwissenschaftlich begründet Erkenntnisse ermöglicht, Kompetenzen entwickelt und für die private Lebensführung relevante Lernprozesse initiiert.

Das Studium des Faches Alltagskultur und Gesundheit ist den folgenden Herausforderungen verpflichtet:

Zu beachten ist die starke gegenseitige Beeinflussung der soziokulturellen Identität der Lehrperson und ihrer Wahrnehmung von Alltagskultur, Lebenswirklichkeit und Lebensbewältigung bei sich und den Schülerinnen und Schülern einerseits und der Interpretation von Bildungsauftrag und damit verbundenen Unterrichtsinhalten andererseits.

Auf der Basis von grundlegendem Wissen sind die individuellen und soziokulturellen Differenzen der Alltagsgestaltung - bezogen vor allem auf Geschlecht, Alter, Ethnie, Religion, Sozialmilieu - zu respektieren und zu reflektieren.

Die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse erfordern eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit neuen Inhalten sowie Methoden und Strategien, um Wissen zu generieren und Werte gestützte Orientierung zu entwickeln.

Die fachpraktische Auseinandersetzung ist Grundlage für den Erwerb von Handlungskompetenzen und grundsätzlich durch Fachwissenschaft und Fachdidaktik zu legitimieren.

Die Absolventinnen und Absolventen

beherrschen grundlegendes, strukturiertes und ausbaufähiges Wissen und sind mit zentralen Fragestellungen des Faches und mit entsprechenden fachspezifischen Methoden und Arbeitstechniken vertraut,

vernetzen Fachwissen über Alltagskultur und Gesundheit im Hinblick auf Kinder und Jugendliche,

analysieren und reflektieren aktuelle fachdidaktische und fachmethodische Konzeptionen und Forschungsergebnisse.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I

Fachwissenschaft

beherrschen elementare natur- und kulturwissenschaftliche Arbeitsmethoden und reflektieren kulturelle, ästhetische, ökonomische, technologische, ökologische, soziale und gesundheitliche Aspekte in der Alltagskultur,

benennen Grundlagen soziokultureller Rahmenbedingungen von Konsumentscheidungen und können diese kritisch reflektieren,

beschreiben Konzepte zur kurz- und langfristigen Ressourcenplanung im privaten Haushalt im Hinblick auf Lebensgestaltung und Daseinsvorsorge,

reflektieren die Konsumentenrolle in rechtlichen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen und setzen sich mit den Gestaltungsmöglichkeiten einer nachhaltigen Lebensführung auseinander,

setzen sich mit den Gewohnheiten und Routinen des Konsum- und Alltagshandelns auseinander,

verfügen über fundierte Kenntnisse zu Ernährung und Bekleidung des Menschen und setzen sich damit auch unter Gesundheitsaspekten kritisch auseinander,

verstehen, bewerten und wenden Nachhaltigkeit, Gesundheit und Funktionalität als zentrale Kriterien bei der Beurteilung von Konsumgütern und Dienstleistungen an,

besitzen grundlegende Kenntnisse über die kulturellen Voraussetzungen, die Bedeutungen und Funktionen von Lebensmitteln, Mahlzeiten, Textilien und Bekleidung,

reflektieren Gewohnheiten, Moden und Trends in den Bereichen Ernährung und Textil,

setzen sich mit Einflussfaktoren, Begrenzungen und Gestaltungsmöglichkeiten der individuellen Lebensgestaltung auseinander,

setzen Körperbilder und ihre gesellschaftliche Bedeutung in Beziehung,

reflektieren das Verhältnis von Körper, Körpergestaltung, Bekleidung und Essverhalten,

verfügen über grundlegende Kenntnisse der Berufe in den Bereichen Textil und Mode sowie Ernährung und Haushalt.

Anthropologische Grundlagen und kulturethnologische Aspekte

Psychologie und Soziologie des Essens und des Kleidens

Mode und Modetheorien

Gender Studies

Biografische und ästhetische Zugangsweisen zur Alltagskultur

Lebensstil und Lebenslagen

Materialkunde, Funktionstextilien und technische Textilien

Bekleidungsphysiologie, Textiltechnik und -technologie

Ernährungswissenschaftliche Grundlagen

Lebensmittelkunde, Lebensmittelproduktion

Ernährung, Bekleidung und Gesundheit

Wertschöpfungsketten

Konzepte der Nachhaltigkeit: ökologische, soziale und ökonomische Aspekte bei Produktion, Konsum und Entsorgung von Konsumgütern

Einflussfaktoren auf Konsumentscheidungen und -gewohnheiten

Budgetplanung, Zeit- und Finanzmanagement im privaten Haushalt

Markt- und Wirtschaftssystem

nationale und internationale Gesetzgebung zum Verbrauchermarkt

Berufsorientierung in den Bereichen Mode und Textil sowie Ernährung und Haushalt

Hygiene und Sicherheit

Fachpraxis

können fachgerecht und kulinarisch-ästhetisch mit Lebensmitteln umgehen,

verfügen über fundierte Kenntnisse und Fertigkeiten zum Entwerfen, Gestalten, Experimentieren und Bewerten im Bereich Mode und Textil,

diskutieren Kultur und Technik der Nahrungszubereitung und können dazu Verfahren, Werkzeuge und Geräte der Produktion und der Verarbeitung von Nahrungsmitteln im Unterricht einsetzen,

beschreiben und erklären Kultur und Technik der Textilfertigung und setzen dazu Verfahren, Werkzeuge und Geräte der Produktion und der Verarbeitung von Textilien im Unterricht ein.

Wahrnehmung und Kreativität

Information, Anleitung und Transformation

Techniken der Nahrungszubereitung

Gestaltung von Esskultur und -situationen

Techniken der Herstellung und Gestaltung von Textilien

Arbeitsplatzgestaltung

Hygiene und Sicherheit

Fachdidaktik

beschreiben Modelle und Konzepte der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation der Vermittlung von mode- und textilwissenschaftlichen sowie ernährungs- und haushaltswissenschaftlichen Inhalten und verfügen über reflektierte Erfahrungen im Planen und Gestalten von Unterricht,

reflektieren und nutzen Möglichkeiten der Vernetzung schulischer und außerschulischer fachbezogener Lehr-Lernarrangements,

können Lehr- und Lernprozesse im Unterricht der Alltagskultur und Gesundheit in Ansätzen planen, erproben, analysieren, kennen unterschiedliche Lernstrategien sowie fachspezifische und fachübergreifende Unterrichtsmethoden und können diese in Ansätzen zielorientiert einsetzen,

diskutieren Ergebnisse fachdidaktischer Forschung und können diese auf Fragestellungen des Unterrichts übertragen.

fachdidaktische Positionen, Theorien, Modelle und Methoden

Verbraucherbildung

fachspezifische Methoden: Lernen in der Unterrichtspraxis

Auswahl und Nutzung fachrelevanter Medien

Fachadäquate Leistungsbeurteilung, Lerndiagnostik und Beurteilung von Lernprozessen

Entwicklung von Förderstrategien

Berufsbezogene Orientierungs- und Entscheidungsprozesse

3.

Bilinguales Lehren und Lernen und kulturelle Diversität im Rahmen des Europalehramts

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen des Europalehramts verfügen - neben den Kompetenzen in der gewählten Zielsprache und dem studierten Bilingualfach - über fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kompetenzen in den Bereichen »Kulturelle Diversität/Europäische Studien« und »Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning (Content and Language Integrated Learning)«.

Sie

verfügen über Auslandserfahrungen, interkulturelle Kompetenzen und Kenntnisse zu Europa, die sie auch im Rahmen eines Auslandssemesters (vorzugsweise in Europa) erworben und im Rahmen des Studiums reflektiert haben,

verfügen über Kompetenzen in den Bereichen Methodik und Didaktik des Bilingualen Lehrens und Lernens/Content and Language Integrated Learning sowie über sachfachbezogene Sprachkompetenzen, um Inhalte aus ihrem Sachfach in der Zielsprache vermitteln zu können,

besitzen eine kulturreflektierte sowie europabezogene Handlungskompetenz, die es ihnen ermöglicht, Schülerinnen und Schülern den Europagedanken näher zu bringen und sie auf die Herausforderungen in einer globalisierten Welt vorzubereiten.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I

Kulturelle Diversität und Europäische Studien

sind in der Lage, Alltags- und Studienerfahrungen vor dem Hintergrund kultureller Diversität zu reflektieren,

verfügen über Orientierungswissen zu Fragestellungen mit Europabezug sowie über vertieftes Verständnis in ausgewählten Bereichen und können dieses anwenden,

verfügen über grundlegende Kenntnisse der europäischen Integrationsprozesse in der neueren Zeit und können sie in eine globale Perspektive einordnen,

kennen und analysieren gegenwärtige europäische sowie globale Transformationsprozesse (insbesondere Mobilität, Migration, Integration),

können Begriffe und Konzepte von Kultur und Diversität kritisch hinterfragen,

können sachfachliche Themen in verschiedenen kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontexten verorten und reflektieren.

Theorien zu Stereotypen, Selbst- und Fremdbilder, gegenseitige Einflüsse europäischer Kulturen, gesellschaftliche Dynamiken

Grundlegende kulturelle Entwicklungen Europas (insbesondere geographische, gesellschaftliche, historische, politische, ökonomische) und deren Einordnung auf der globalen Ebene

Bedeutung von Migration und Mehrsprachigkeit sowie kultureller Diversität

Heterogenität und Identitäten in einer globalisierten Welt

Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

kennen den wissenschaftlichen Diskurs zu verschiedenen Formen des Bilingualen Lehrens und Lernens/Content and Language Integrated Learning und sind in der Lage, sie mit den jeweiligen bildungspolitischen Ansätzen in Beziehung zu setzen,

können Lernbiographien (einschließlich der eigenen) im Hinblick auf Bilinguales Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning reflektieren, besonders unter dem Aspekt unterschiedlicher Sozialisations-verläufe,

sind zur Bedeutungsaushandlung in interdisziplinären Fachdiskursen fähig und verfügen über die Fähigkeit, zentrale Begriffe, Gegenstandsbereiche und Theorien des Sachfachs fachsprachlich kohärent in ihrer gewählten Zielsprache zu präsentieren,

kennen Formen des Umgangs mit Heterogenität im bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning und können diese theoriegeleitet beschreiben.

Zentrale Prinzipien und Schlüsselbegriffe verschiedener Formen von Bilingualem Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

Entwicklung verschiedener Umsetzungsformen von Bilingualem Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning (insbesondere in Deutschland) inklusive Immersion

Rolle von Alltags- und Fachsprache im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning

Fachdidaktik

kennen Methodenkonzepte des Bilingualen Unterrichts/Content and Language Integrated Learning und können diese bewerten,

können Lehr-Lernmaterialien für den Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning entwickeln, bewerten und sie in Bezug zu didaktischen Konzepten sowie zur Unterrichtspraxis setzen,

können Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning und individuelle Lernprozesse auf der Basis didaktischer Konzepte beobachten und reflektieren,

kennen und reflektieren Ziele, Methoden und Grenzen der Leistungsüberprüfung sowie -bewertung und können in Ansätzen angemessene Diagnose- und Fördermöglichkeiten im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning entwickeln,

können altersgerechte Lernarrangements im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning auf der Basis didaktischer Theorien, geeigneter Aufgaben, Lehr- und Lernmaterialien und sachfachspezifischer Unterrichtsmethoden konstruieren und reflektieren,

können in Ansätzen Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning planen und durchführen und hinsichtlich der spezifischen Herausforderungen einer Integration von Sachfach und Zielsprache reflektieren.

können fachspezifisch relevante und adäquate Medien nutzen, kennen deren Möglichkeiten und Grenzen und können in Ansätzen Schülerinnen und Schüler zur sachgerechten Nutzung anleiten.

Bildungspolitische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GeR))

verschiedene didaktische Konzepte: Bilinguales Lehren und Lernen, Content and Language Integrated Learning, Frühes Fremdsprachenlernen, Immersion, Übergangsdidaktik

Möglichkeiten und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts im Zusammenhang mit Bilingualem Lehren und Lernen/Content and Language Integrated Learning

Spezifische Formen des methodischen und spontanen Handelns im Bilingualen Unterricht/Content and Language Integrated Learning

4.

Technik

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über jene technikwissenschaftlichen, technikdidaktischen und fachpraktischen Kompetenzen, die für eine berufliche Tätigkeit als Techniklehrerin oder Techniklehrer erforderlich sind.

Sie

verfügen über technikwissenschaftliches Fachwissen und Strukturverständnis,

können technische Sachverhalte und technisches Handeln in gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und historischen Zusammenhängen erfassen, analysieren und bewerten,

sind vertraut mit technischen Problemstellungen und -lösungen in den Bereichen Planen, Konstruieren, Herstellen, Nutzen, Instandhalten und Warten sowie Verwerten und Entsorgen,

verfügen über fachpraktische Fähigkeiten und Fertigkeiten in Bezug auf schulrelevante Werkzeuge, Maschinen und Vorrichtungen,

verfügen über grundlegendes Wissen und Kompetenzen, um im Rahmen der vorberuflichen Orientierung arbeitsweltbezogene Aspekte der Technik und der Organisation der Arbeit, einschließlich gesellschaftlicher Geschlechterstereotypen bezüglich technisch geprägter Berufe aufzubereiten.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I

Fachwissenschaft

 

Mensch - Technik - Gesellschaft - Natur

verfügen über techniktheoretisches und technikphilosophisches Überblickswissen,

können spezifische Merkmale der Technik in Bezug auf human-soziale und naturale Dimensionen benennen,

können Zusammenhänge zwischen technischen Entwicklungen und Mensch, Gesellschaft und Natur erkennen,

kennen Verfahren der Technikbewertung und Technikfolgenabschätzung und können diese anwenden.

Wechselwirkungen zwischen Mensch, Technik, Gesellschaft und Natur

Grundlagen der Technikphilosophie, Allgemeine Technologie und Systemtheorie, Technikbegriff

kulturelle und historische Bedeutung der Technik

Technikbewertung, Technikfolgenabschätzung

Technische Entwicklung und Innovation

 

Technische Methoden und Handlungsformen

kennen relevante sozio- und sachtechnische Denk- und Handlungsformen und können sie anwenden,

beherrschen Problemlösestrategien bei technischen Fragestellungen,

können die Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Technik und deren Auswirkungen auf die Organisation, die Gestaltung der Arbeit und den Menschen einschätzen,

kennen einschlägige Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften und Maßnahmen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie der Gefahrenstoffverordnung.

Technikbezogene Kommunikation, technografische Kommunikation

Technische Problemlösungsstrategien und -verfahren

Arbeitsorganisation, Arbeitsgestaltung, technikinduzierte Veränderungen in der Arbeitswelt

Arbeitssicherheit, Unfallverhütung, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit

 

Stoffumsetzende Systeme und Prozesse

verfügen über grundlegende Struktureinsichten zu stoffumsetzenden Systemen und Prozessen,

kennen die wesentlichen Phasen des Produktlebenszyklus und Methoden beziehungsweise Verfahren zur Einschätzung und Bewertung,

verstehen den Interdependenzzusammenhang von Entwicklung, Herstellung, Verwendung und Verwertung beziehungsweise Entsorgung technischer Produkte,

kennen Verfahren und Prozesse der Bearbeitung von Stoffen und ihre Bedeutung für die technische Entwicklung,

kennen Merkmale und Wirkzusammenhänge in den Teilbereichen der Bautechnik.

Werkstoffe und Werkstoffwissenschaft; Ressourcenproblematik

Fertigungs-, Verfahrenstechnik

Bautechnik: Merkmale und Wirkzusammenhänge, Entwicklungstrends in der Produktionstechnik

Mittel und Verfahren der Produktplanung und -gestaltung, der Herstellung und Verteilung, der Inbetriebnahme, der Nutzung, der Instandhaltung, Wartung und Pflege sowie der Verwertung und Entsorgung

 

Energieumsetzende Systeme und Prozesse

verfügen über Struktureinsichten zur Energieumwandlungskette und können Möglichkeiten der Energieeinsparung aufzeigen,

kennen den Aufbau des gegenwärtigen Energieversorgungssystems und können Entwicklungsperspektiven zum Einsatz regenerativer und nicht-regenerativer Energien einschätzen,

analysieren Maschinensysteme unter strukturaler, funktionaler und hierarchischer Perspektive.

Energiebegriff

Energieträger, Energiearten, Energiewertigkeit, Energieeinsparung

Geräte, Maschinen und Prozesse zur Bereitstellung, Verteilung, Umwandlung, Anwendung und Speicherung von Energie

Energienetze, Energiesysteme und Entwicklungstrends in der Energieversorgung, Energiewirtschaft

Maschinentechnik, Maschinenbegriff, Einteilung von Maschinen, Maschinenanalyse

 

Informationsumsetzende Systeme und Prozesse

kennen Aufbau und Funktion informationsverarbeitender technischer Systeme und können konkrete Probleme mit Hilfe informationstechnischer Systeme lösen,

kennen Funktionselemente der Elektrotechnik beziehungsweise Elektronik, deren Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten,

können Eigenschaften und Zustände elektrotechnischer Systeme mit Hilfe von Messgeräten quantitativ erfassen,

kennen die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnik und können neue Entwicklungstrends einschätzen.

Informationsbegriff, Informationstechnik, Kommunikationstechnik

Elektrotechnik beziehungsweise Elektronik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik

Geräte, Maschinen und Prozesse zur Wandlung, zum Transport, zur Speicherung und zur Nutzung von Informationen

Informationsnetze und Entwicklungstrends in der Informations- und Kommunikationstechnik

Fachpraxis

kennen einschlägige Sicherheitsbestimmungen, Unfallverhütungsvorschriften sowie die Gefahrenstoffverordnung und können sie anwenden,

können Werkzeuge und Maschinen auswählen und sicher, zielorientiert und fachgerecht handhaben,

können Prozesse und Verfahren mit stoff-, energie- und informationsumsetzenden Systemen für eine technische Problemstellung auswählen, planen, fachgerecht umsetzen und auswerten.

Berücksichtigung relevanter Vorschriften zur Unfallverhütung und Arbeitssicherheit

Planung, Organisation, Durchführung, Auswertung, Dokumentation und Präsentation von Prozessen und Verfahren mit stoff-, energie- und informationsumsetzenden Systemen

Fachgerechte Auswahl und fachgerechter Einsatz von Messzeugen, Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen

Fachdidaktik

können Ansätze und Ziele der Technikdidaktik unterscheiden und wesentliche Merkmale bestimmen,

können Lehr- und Lernprozesse im Technikunterricht in Ansätzen planen, erproben, analysieren,

kennen unterschiedliche Lernstrategien sowie fachspezifische und fachübergreifende Unterrichtsmethoden und können diese in Ansätzen zielorientiert einsetzen,

können in Ansätzen Unterrichtsmedien auswählen, selbst herstellen und angemessen einsetzen,

kennen Ergebnisse technikdidaktischer Forschung und können die Forschungsergebnisse auf Fragestellungen des Technikunterrichts übertragen.

Ansätze und Modelle der Technikdidaktik

Verfahren und Ergebnisse technikdidaktischer Forschung

Bestimmung und didaktische Legitimation von Zielen, Inhalten und Methoden des Technikunterrichts

Spezifika einer allgemeinen technischen Bildung in Abgrenzung zur beruflichen Bildung

Unterrichtsmedien

Lernorte, auch außerschulische

Fachraummanagement

Sicherheitserziehung

grundlegende schulpraxisbezogene Planung, Organisation und Durchführung von Technikunterricht

Lerndiagnostik und Leistungsbeurteilung im Technikunterricht

Strategien zur Individualisierung und Förderung des Lernens

Anlage 4

(zu § 6 Absatz 5, 10 und 17)

Lehramt Gymnasium

INHALTSÜBERSICHT

1.

Allgemeines Kompetenzprofil

2.

Chinesisch

3.

Griechisch

4.

Hebräisch

5.

Italienisch

6.

Jüdische Religionslehre

7.

Latein

8.

Naturwissenschaft und Technik (NwT)

9.

Russisch

10.

Spanisch

1.

Allgemeines Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen aller Studienfächer

haben ein solides und strukturiertes Fachwissen zu den grundlegenden Gebieten ihrer Fächer erworben, sie können darauf zurückgreifen und dieses Fachwissen ausbauen,

verfügen aufgrund ihres Überblickwissens über den Zugang zu den aktuellen grundlegenden Fragestellungen ihrer Fächer,

können sich aufgrund ihres Einblicks in andere Disziplinen weiteres Fachwissen erschließen und damit fachübergreifende Qualifikationen entwickeln,

sind mit den Erkenntnis- und Arbeitsmethoden ihrer Fächer vertraut,

sind in der Lage, diese Methoden in zentralen Bereichen ihrer Fächer anzuwenden,

haben eine wissenschaftlich reflektierte Vorstellung vom Bildungs- und Erziehungsauftrag,

haben ein solides und strukturiertes Wissen über fachdidaktische Positionen und Strukturierungsansätze und können fachwissenschaftliche beziehungsweise fachpraktische Inhalte unter didaktischen Aspekten analysieren,

kennen und nutzen Ergebnisse fachdidaktischer und lernpsychologischer Forschung über das Lernen in ihren Fächern,

kennen Grundlagen der Diagnose und Leistungsbeurteilung,

haben Kenntnisse über Merkmale von Schülerinnen und Schülern, die den Lernerfolg fördern oder hemmen können und darüber, wie daraus Lernumgebungen differenziert zu gestalten sind,

sind in der Lage, heterogene Lernvoraussetzungen sowie individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen,

kennen Möglichkeiten der Gestaltung integrativer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit, auch in inklusiven Settings und in der interkulturellen Erziehung und reflektieren diese,

verfügen über Kenntnisse zur Auswahl und Nutzung fachrelevanter Medien,

verfügen über Querschnittskompetenzen: Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, Medienkompetenz und -erziehung, Prävention, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Fragen der Berufsethik und Gendersensibilität.

2.

Chinesisch

Studienvoraussetzungen

Englisch

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über sprachliche und fachwissenschaftliche Kenntnisse, die unter Einbeziehung fachdidaktischer Kompetenzen zur Vermittlung der chinesischen Sprache und der Kultur Chinas in Vergangenheit und Gegenwart, einschließlich der chinesischen Literatur, erforderlich sind.

Sie

verfügen über eine fremdsprachliche Kompetenz, die sich am Niveau Höhere Stufe Chinesisch (Advanced Chinese) auf der Stufe B2 orientiert und in Einzelkompetenzen der Niveaustufe C2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) entspricht,

verfügen über chinabezogene Medienkompetenz und sind in der Lage, die chinesischsprachige Berichterstattung routinemäßig zu verfolgen,

verfügen über ein vertieftes Wissen zur Geschichte und Kultur des chinesischen Kaiserreichs und des modernen China, zur chinesischen Literatur sowie zur Politik und Gesellschaft in Greater China,

sind imstande, herkömmliche und digitale Hilfsmittel der Chinawissenschaften zu nutzen,

sind in der Lage, chinaspezifische Themen und Fragestellungen unter Anwendung von philologisch-historischen, kultur- oder sozialwissenschaftlichen Methoden und unter Verwendung originalsprachlicher Literatur und originalsprachlicher Quellenmaterialien sachgerecht und auf dem Stand der Forschung zu bearbeiten,

können auf authentische Erfahrungen und Kenntnisse, die sie im chinesischsprachigen Ausland erworben haben, zurückgreifen und diese reflektiert in den Unterricht einbringen,

verfügen über ein Problembewusstsein für die besonderen Schwierigkeiten beim Unterrichten und Erlernen einer distanten Fremdsprache.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Gymnasium

Sprech- und Sprachpraxis

verfügen über Sprachkompetenz im Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben des Chinesischen auf dem Niveau Höhere Stufe Chinesisch (Advanced Chinese),

sind in der Lage, sich in kurzer Zeit einen Fachwortschatz anzueignen und diesen aktiv zu verwenden,

finden sich in den verschiedenen chinesischen Medien zurecht und verstehen, diese für sich zu nutzen,

haben eine Sensibilität für die kulturelle Kontextbedingtheit des Chinesischen und für die Eigenheiten der sprachlichen Kommunikation in China entwickelt,

sind in der Lage, ihre fremdsprachliche und interkulturell-kommunikative Kompetenz auf dem erworbenen Niveau eigenständig weiterzuentwickeln und langfristig zu erhalten.

Aussprache des Hochchinesischen

Hörverstehen

Lang- und Kurzzeichen, Schreibübungen

Wortschatzarbeit, einschließlich Idiomatik

grammatische Strukturen und Satzbildungsmuster

Sprachpraxis in Alltagssprachsituationen und in Situationen des dialogischen, narrativen und argumentativen Sprechens

differenzierte Ausdrucksfähigkeit in kontextabhängigen Sprechsituationen

Leseverstehen und Lesestrategien

Wiedergabe von und Stellungnahme zu Texten des öffentlichen Diskurses im zeitgenössischen China

Textverständnis wissenschaftlicher Texte

mündliche und schriftliche Übertragung von modernen chinesischen Texten ins Deutsche beziehungsweise Chinesische

schriftliche Kommunikation in lebens- und berufsweltlichen Zusammenhängen

Abfassung kürzerer Texte auf Chinesisch

Sprachwissenschaft

verfügen über ein solides Grundwissen zur Entwicklung des Sprach- und Schriftsystems des Chinesischen sowie zur Sprachgeographie Chinas,

verstehen den Aufbau der Schriftzeichen und sind imstande, deren Ordnungszeichen (Radikale) zu identifizieren,

verfügen über Einblicke in die grammatischen Strukturen und pragmatischen Ausdrucksformen des klassischen Chinesisch sowie der Schriftsprache des Vormodernen China, einschließlich der klassischen Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts.

Genetische und historische Klassifikation des Chinesischen

Aufbau und Entwicklung der chinesischen Schriftzeichen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Beschreibmaterialien

Phonetik des Chinesischen (Vier Töne)

Sprachregionen und Dialekte im heutigen China

schriftsprachliche Grundlagen

Semantik und Syntax des modernen Chinesisch

Literaturwissenschaft

verfügen über ein solides Überblickswissen über die Entwicklung der poetischen, erzählenden und philosophisch-religiösen Literatur Chinas von den Anfängen bis zur Gegenwart,

sind vertraut mit grundlegenden Methoden der Literaturwissenschaft,

kennen einschlägige Nachschlagewerke und Überblicksdarstellungen zur chinesischen Literatur.

Überblick über die verschiedenen literarischen Formen und Gattungen der chinesischen Literatur

Kontextualisierung repräsentativer Autoren und Hauptwerke unter Berücksichtigung ihres gesellschaftlichen und geistesgeschichtlichen Hintergrunds

Transformationsprozess der chinesischen Literatur nach dem Einbruch ausländischen Gedankenguts im späten 19. Jahrhundert

Gegenwartsliteratur in der Volksrepublik China, in Taiwan, Hong Kong und der chinesischen Diaspora

Rezeption chinesischer Literatur im Westen

Lektüre ausgewählter Texte (Prosa und Dichtung) in Originalsprache

Kulturwissenschaft

verfügen über vernetzte Kenntnisse der wichtigsten Grundströmungen der chinesischen Geschichte und Kultur von den Anfängen bis in die Gegenwart,

verfügen über ein fundiertes landeskundliches Wissen zur Geographie, Kultur, Politik, Gesellschaft, Religion und Wirtschaft in der Region Greater China,

haben ein Bewusstsein für die interkulturelle Dimension der Beschäftigung mit China entwickelt,

sind vertraut mit den wesentlichen Theorien und Arbeitsweisen der kultur- und sozialwissenschaftlichen Chinaforschung,

sind vertraut mit herkömmlichen und digitalen Hilfsmitteln zur Sammlung und Auswertung von Fachwissen.

Überblick über die chinesische Ereignisgeschichte, einschließlich der Geistes-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Schlüsselfiguren des politischen Geschehens sowie in literarischen und religiösen Kontexten

politische Systeme und gesellschaftliche Entwicklungen in der Region Greater China

Zeitgeschehen und aktuelle Diskurse im heutigen China

Funktions- und Denkweisen des vormodernen und des modernen chinesischen Staates

traditionelle Denkmuster, religiöse Vorstellungen, Wertekonzepte und ihre lebensweltlichen Ausprägungen in Vergangenheit und Gegenwart

wechselseitige Wahrnehmung Chinas und der Welt

Chinas Rolle in der Geschichte der Globalisierung und in aktuellen globalen Kontexten

Fachdidaktik

verfügen über fundierte Kenntnisse zu Lehr- und Lernprozessen distanter Fremdsprachen,

verfügen über ausbaufähiges Orientierungswissen und Problembewusstsein in Hinblick auf fremdsprachliche und interkulturelle Lehr- und Lernprozesse,

können fachwissenschaftliche Inhalte funktional mit fachdidaktischen Fragestellungen verbinden und zunehmend für die unterrichtliche Praxis nutzen,

kennen Ansätze zur Entwicklung und Förderung fremdsprachlicher sowie methodischer Kompetenz,

können grundlegend Lernszenarien kompetenzorientiert planen und eigenes Unterrichtsverhalten reflektieren,

kennen Konzepte mehrsprachiger Bildung.

Behandlung der Grundprinzipien des Unterrichts distanter Fremdsprachen sowie aktueller Fragen der chinesischen Fachdidaktik

Grundlagen der Didaktik und Methodik des kompetenzorientierten und kommunikativen Chinesischunterrichts

fremdsprachliches und interkulturelles Lernen unter Berücksichtigung relevanter Grundlagentexte

Didaktik der Phonetik des Chinesischen und Schriftzeichendidaktik

Grundlagen der Diagnose, der Binnendifferenzierung und individuellen Leistungsförderung sowie der Evaluation

fachbezogene Ansätze der Mediendidaktik

verschiedene Verfahren empirischer Unterrichtsforschung

Ansätze der Mehrsprachigkeitsdidaktik

3.

Griechisch

Studienvoraussetzungen

Graecum und Latinum

Beim Erweiterungsfachstudium im Umfang von 90 ECTS-Punkten: Graecum

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über sprachliche und fachwissenschaftliche Kenntnisse, die unter Einbeziehung fachdidaktischer Kompetenzen zur Vermittlung der (alt-)griechischen Sprache und der griechischen Literatur erforderlich sind.

Sie sind in der Lage,

auch schwierige griechische Texte ohne Hilfsmittel zielsprachenorientiert zu übersetzen,

deutsche Texte, die dem antiken Gedankenkreis zugeordnet sind, ins Griechische zu übertragen,

Elemente der griechischen Sprache in metasprachlichen Kategorien zu beschreiben und sprachvergleichend über die Funktion von Sprache überhaupt zu reflektieren,

griechische Texte im Zusammenhang des Werkes, der Gattung und der antiken Lebenswelt auf der Basis wissenschaftlicher Forschungen zu interpretieren,

Texte in ihren historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Kontext einzuordnen und in ihrer Bedingtheit zu verstehen,

die Rezeption von Texten und Vorstellungen bis in die Gegenwart zu verfolgen; Wurzeln europäischen Denkens und Handelns in der antiken Kultur zu benennen,

Inhalte der antiken Kultur und anderer Disziplinen (zum Beispiel Philosophie, Religion/Theologie, Geschichte, Literaturtheorie, Kunst) fachübergreifend zu vernetzen,

erste Entwürfe zur kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung in der Spracherwerbsphase und der Lektürephase zu erstellen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Gymnasium

Literaturwissenschaft

verfügen über literarisches Grundlagen- und Überblickswissen im Hinblick auf alle Epochen und Gattungen der griechischen Literatur sowie über die Werke bedeutender griechischer Autoren,

kennen grundlegende Methoden der Literaturwissenschaft,

kennen die griechische Literaturgeschichte sowie die antike Motivgeschichte,

kennen Methoden der einschlägigen Hilfswissenschaften.

Griechische Literaturgeschichte: Literaturtheorie, Rhetorik, Poetik, Kenntnisse der griechischen Kultur, Periodisierung und Epochen respektive Reflexion über Epochenmerkmale und Abgrenzungsprobleme

Lektüre in der Originalsprache (Prosa und Dichtung): wesentliche (vor allem schulrelevante) Autoren und Werke aus unterschiedlichen Epochen von Homer bis in die Spätantike

Textgeschichte und -überlieferung

Literarische Gattungen, Textsorten, Literaturbegriff

Rezeption griechischer Texte in Literatur, Philosophie, Religion, Bildender Kunst, Musik

Textimmanente und textexterne Interpretationskategorien

Methoden der Textarbeit

Hilfswissenschaften: Papyrologie, Epigraphik, Paläographie

Sprachwissenschaft

verfügen über angemessenen griechischen Wortschatz und Grammatikkenntnisse zur Erschließung, Übersetzung und Interpretation auch anspruchsvoller griechischer Texte,

kennen griechische Dialekte,

kennen Grundlagen und Methoden der antiken Metrik.

Wortschatz mit Phonologie und Morphologie

Wortgrammatik, Satzgrammatik, Textgrammatik

Syntax, Semantik

Geschichte der griechischen Sprache

Wissenschaftliche Sprachbetrachtung des Griechischen

Prosodie und Metrik

Berücksichtigung der griechischen Dialekte und der Sprachentwicklung bis zum Neugriechischen

Antike Kultur

verfügen über gute Kenntnisse zu Kultur, Raum, Historie und Lebenswelt der Antike,

sind vertraut mit der Geschichte und Entwicklung der Klassischen Philologie.

Geschichte des griechisch-römischen Altertums bis in die Spätantike

Geographie des Mittelmeerraums

Griechische Kunst und Architektur

Archäologische Stätten

Mythologie und Religion

Antike Philosophie und ihre Rezeption

Fortwirken der griechischen Sprache und der griechischen Kultur

Antike Lebenswelt

Geschichte der Klassischen Philologie

Fachdidaktik

sind in der Lage, relevante Studieninhalte in Ansätzen didaktisch und methodisch für einen altersgerechten und angemessenen Griechischunterricht aufzubereiten,

kennen Kriterien, Unterricht zu beobachten und zu bewerten, und haben erste Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Unterricht. Sie sind vertraut mit den grundsätzlichen methodischen und didaktischen Anforderungen an eine Lehrbuch- beziehungsweise Lektürestunde.

kennen die unterschiedlichen Formen der Lektüre (Anfangs-, Übergangslektüre, thematische Lektüre, Autoren- und Werklektüre) und verfügen über grundlegendes methodisches Können, Texte im Unterricht erschließen, interpretieren, bewerten und mit der aktuellen Lebenswelt in Beziehung setzen zu lassen.

Lehrbuchvergleich und Lehrbuchkritik

Einsatz von Unterrichtsmitteln

Für die Spracherwerbsphase: grundlegend Einführung von Vokabeln und Umgang mit dem Wortschatz; Methoden der Einführung von neuen Formen und neuer Syntax und ihrer Systematisierung; sprachvergleichendes Arbeiten und Sprachreflexion

Methoden der Text- und Satzerschließung

Für die Lektüre: grundlegende Formen der Interpretation, die eine gegenwartsbezogene Rezeption der Antike ermöglichen und auch kreative und produktionsorientierte Zugänge umfassen

Unterrichtsformen, die nachhaltiges und individuelles Lernen fördern

Legitimation der alten Sprachen im Bildungs- und Fremdsprachenprofil der Schule

Formen der Lernerfolgskontrolle und der Leistungsbeurteilung

4.

Hebräisch

Studienvoraussetzungen

Hebraicum

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über sprachliche und fachwissenschaftliche Kenntnisse, die unter Einbeziehung fachdidaktischer Kompetenzen zur Vermittlung der althebräischen Sprache und Literatur erforderlich sind.

Sie sind in der Lage,

althebräische Texte zielsprachenorientiert zu übersetzen,

Elemente der hebräischen Sprache in metasprachlichen Kategorien zu beschreiben und sprachvergleichend über die Funktion von Sprache zu reflektieren,

althebräische Texte auf der Basis alttestamentlicher wissenschaftlicher Forschung zu interpretieren,

hebräische Texte in ihren historischen, kulturellen, gesellschaftlichen und theologischen Kontext einzuordnen und in ihrer Bedingtheit zu verstehen,

Inhalte der jüdischen Kultur und anderer Disziplinen (zum Beispiel Geschichte, Kunst, Religion, Philosophie) fachübergreifend zu vernetzen,

erste kompetenzorientierte Planungen von Unterricht zu reflektieren.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Gymnasium

Hebräische Sprache

können althebräische Prosatexte ohne Hilfsmittel, althebräische poetische Texte mit Hilfsmitteln zielsprachenorientiert übersetzen,

können Formenlehre und Syntax des biblischen Hebräisch, auch sprachgeschichtlich, beschreiben,

können einen Konsonantentext aus dem Bereich der althebräischen Prosa korrekt vokalisieren,

können die Unterschiede zwischen unvokalisiertem Konsonantentext und vokalisiertem (masoretischen) Text historisch erläutern,

können die geschichtliche Entwicklung der hebräischen Sprache in ihren Hauptepochen darstellen und erläutern.

Wortschatz der hebräischen Bibel

Elemente der Sprache und ihre Funktionen (Phonologie, Morphologie, Syntax)

historische Laut- und Formenlehre und die geschichtlichen Perioden der hebräischen Sprache (Althebräisch, Kanaanäisch, Mittelhebräisch, Neuhebräisch, Ivrit)

Grundkenntnisse in einer weiteren semitischen Sprache, vorzugsweise im Aramäischen

Nachleben der hebräischen Sprache in den europäischen Sprachen, insbesondere im Deutschen oder im Jiddischen

Hebräische Literatur

können die Geschichte der Überlieferung des hebräischen Bibeltextes (Masora) in ihren Grundzügen und Hauptvertretern darstellen und erläutern,

erkennen und erläutern die wichtigsten hebräischen Prosa- und Dichtungsgattungen,

können althebräische Texte sachgemäß interpretieren.

Überblick über Texte aus den drei Teilen des biblischen Kanons (Tanak), einzelner nichtbiblischer Texte aus Qumran, zumindest eines Traktats der Mishna (zum Beispiel Pirqe Avot)

Epochen hebräischer Literatur

wichtigste hebräische Prosa- und Dichtungsgattungen

textimmanente und textexterne Methoden der Textinterpretation

Kultur des Alten Orients: Geschichte, Religion und Kultur

können hebräische Texte in ihren historischen, geistesgeschichtlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Hintergrund einordnen.

Geschichte der altorientalischen Reiche (Assyrer, Babylonier, Ägypter, Perser), der Griechen im Zeitalter des Hellenismus und der Römer

Religion Israels in vorexilischer, exilischer und nachexilischer Zeit (Familienreligion, Kult, Prophetie)

Religion des Judentums in hellenistischer und römischer Zeit

Entstehung des rabbinischen Judentums (Hillel, Schammai, Aqiba)

Jüdisches Gemeinde- und Familienleben (beispielsweise Jom Kippur, Pesach, Sukkot, Bar Mizwa, Kaschrut)

Fachdidaktik

können im Sprach- und Lektüreunterricht fachwissenschaftliche Kenntnisse unter Berücksichtigung lern- und motivationspsychologischer Aspekte in Ansätzen in Unterrichtskonzepte umsetzen,

sind grundsätzlich in der Lage, relevante Studieninhalte didaktisch und methodisch für einen altersgerechten und angemessenen adressatengerechten und kompetenzorientierten Unterricht aufzubereiten,

können mit ihrer Methodenkompetenz unterschiedliche Formen der Lektüre im Unterricht erschließen und interpretieren.

Arbeit mit Lehrbüchern: Grammatikmodelle, Einführung von Grammatikphänomenen, Übungsformen, Textarbeit

Formen der Textarbeit: Textauswahl, Texterschließungs- und Übersetzungsmethoden, Interpretationsverfahren

Interdependenz von Inhalten, Unterrichtszielen, Methoden und Medien

5.

Italienisch

Studienvoraussetzungen

Grundkenntnisse in Latein (Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik, sprachliches und kulturelles Erbe vor allem in Bezug auf die Romania), Grundkenntnisse in einer zweiten romanischen Sprache (Mindestniveau A2 gemäß GeR)

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in der Fremdsprachenpraxis, der Fachwissenschaft (Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Landes- und Kulturwissenschaften), der Fachdidaktik und der Schulpraxis. Der schulische Fremdsprachenunterricht erfordert, dass die Absolventinnen und Absolventen das im Studium erworbene Wissen systematisch abrufen und ihre Kompetenzen schülerbezogen einsetzen können.

Sie

verfügen über eine fremdsprachliche Kompetenz, die dem Mindestniveau von C1 (GeR) und in Einzelkompetenzen der Niveaustufe C2 (GeR) entspricht,

verfügen über authentische Erfahrungen und Kenntnisse, die sie möglichst im Rahmen eines zusammenhängenden mehrmonatigen Aufenthalts in Ländern der Zielsprache erworben haben,

sind in der Lage, ihre fremdsprachliche und interkulturelle Handlungskompetenz auf dem erworbenen Niveau zu erhalten und ständig zu aktualisieren,

verfügen über Erkenntnis-, Beschreibungsverfahren und Arbeitsmethoden des Studienfachs Italienisch,

können Fachwissen der verschiedenen Teildisziplinen unter Bezugnahme relevanter Nachbarwissenschaften auf Unterrichtsprozesse beziehen,

kennen ausgewählte Ansätze der Sprach-, Literatur-, Kultur- oder Mediendidaktik und können diese für die Planung und Reflexion von Unterrichtsprozessen heranziehen,

verfügen über ein anschlussfähiges und differenziertes Reflexionsvermögen im Hinblick auf fremdsprachliche Lehr- und Lernprozesse auch unter dem Gesichtspunkt von Mehrsprachigkeit.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Gymnasium

Sprachpraxis

können allgemeinsprachliche und fachwissenschaftliche sowie literarische Texte aus mündlichen, schriftlichen und audiovisuellen Quellen rezipieren und verarbeiten,

können fachliche und fachdidaktische Fragestellungen und Forschungsergebnisse reflektiert in der Fremdsprache darstellen,

können textsorten- und adressatenbezogen in verschiedenen Kommunikationssituationen normgerecht mündlich und schriftlich kommunizieren,

beherrschen mündliche und schriftliche Formen der Sprachmittlung,

sind in der Lage, aus der Kontrastierung der Sprachen Sprachbewusstheit aufzubauen (Einsichten in Besonderheiten des Wortschatzes, der Strukturen und des Stils),

sind in der Lage, einen allgemeinsprachlich, fachsprachlich und professionsbezogen differenzierten Wortschatz situationsangemessen zu verwenden,

verfügen über eine differenzierte und reflektierte Grammatikkompetenz,

verfügen über eine der Standardnorm entsprechende Aussprache und können Prozesse der Lautbildung erklären,

besitzen eine solide, transferfähige Sprachlernkompetenz (Sprach- und Sprachlernbewusstheit, eigenverantwortlicher, auch mediengestützter Spracherwerb).

Sprachwissenschaft

verfügen über vertieftes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen und können grundlegende Theorien sowie aktuelle Fragestellungen reflektieren,

sind mit den grundlegenden sprachwissenschaftlichen Analyse- und Arbeitsmethoden vertraut und können sie reflektiert einsetzen,

können interdisziplinäre Aspekte erkennen und beschreiben,

sind in der Lage, Aspekte des Spracherwerbs zu beschreiben und Besonderheiten der Mehrsprachigkeit im Spracherwerb zu berücksichtigen,

können Varietäten des Standarditalienischen beschreiben.

grundlegende Theorien und Methoden

grundlegende Bereiche der Sprachwissenschaft: Phonetik und Phonologie, Orthographie, Morphologie, Syntax, Semantik, Lexik, Pragmatik, Text- und Diskurslinguistik

Aspekte des Spracherwerbs, der Mehrsprachigkeit und des Sprachkontakts, Minderheitensprachen, Sprachenpolitik

angewandte Sprachwissenschaft: einzelne Schwerpunkte, zum Beispiel Psycholinguistik (insbesondere Spracherwerb) und Neurolinguistik

grundlegende Aspekte der Gesamtromania aus synchronischer und diachronischer Sicht

Varietäten- und Soziolinguistik (Fragen der Standardnorm, Differenzierung zwischen gesprochen und geschrieben, diaphasische, diastratische, diatopische Varietäten, Fach- und Gruppensprachen), zentrale Prozesse der internen und externen italienischen Sprachgeschichte vom Lateinischen bis in die Gegenwart; Sprachwandel und Sprachwandeltheorien

Kontrastieren des Italienischen mit mindestens einer weiteren romanischen Sprache, dem Lateinischen und dem Deutschen unter synchronischem und gegebenenfalls diachronischem Aspekt

Literaturwissenschaft

verfügen über vertieftes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen und können grundlegende Theorien sowie aktuelle Fragestellungen reflektieren,

sind mit den grundlegenden literaturwissenschaftlichen Analyse- und Arbeitsmethoden vertraut und können sie reflektiert einsetzen,

können Entwicklungen der italophonen Literatur im Zusammenhang beschreiben,

können interdisziplinäre Aspekte erkennen und beschreiben,

sind in der Lage, sich auch aufgrund eigener Lektüre einen Überblick über die italienischsprachige Literatur zu verschaffen.

Literaturanalyse in Theorie und Praxis

Überblickswissen zur Literatur Italiens von den Tre Corone bis in die Gegenwart

Vertiefte Kenntnisse einzelner Epochen, Gattungen und Autoren von den Tre Corone bis in die Gegenwart (mindestens zwei Gebiete; bei Erweiterungsfachstudium im Umfang von 90 ECTS-Punkten ein Gebiet aus dem 19. bis 21. Jahrhundert)

literaturästhetische Grundkenntnisse

themenbezogene Analyse und Interpretation von Literatur unter Berücksichtigung verschiedener medialer Ausdrucksformen

Bedeutung der italienischen Literatur für die kulturelle und transkulturelle Identität Italiens und Europas

Landeskunde und Kulturwissenschaft

verfügen über vertieftes, strukturiertes und anschlussfähiges Fachwissen und können grundlegende Theorien sowie aktuelle Fragestellungen reflektieren,

können interdisziplinäre und interkulturelle Aspekte erkennen und reflektieren.

fundierte landeskundliche und kulturwissenschaftliche Kenntnisse Italiens

Reflexion kultureller und transkultureller Prozesse im europäischen und globalen Kontext und deren Analysemöglichkeit

Analyse der italienischen Medienkultur

Gegenstände und Methoden des kulturwissenschaftlichen Ländervergleichs

Fachdidaktik

verfügen über ausbaufähiges Orientierungswissen und Problembewusstsein in Hinblick auf fremdsprachliche und interkulturelle Lehr- und Lernprozesse,

können fachwissenschaftliche Inhalte funktional mit fachdidaktischen Fragestellungen verbinden und zunehmend für die Schulpraxis nutzen,

kennen Ansätze zur Entwicklung und Förderung fremdsprachlicher sowie methodischer Kompetenz,

können in Ansätzen Lernszenarien kompetenzorientiert planen und eigenes Unterrichtsverhalten reflektieren,

kennen Konzepte von mehrsprachiger Bildung.

grundlegende Theorien des Spracherwerbs, des Fremdsprachenlehrens und -lernens, auch aus historischer Perspektive

fremdsprachliches und interkulturelles Lernen unter Berücksichtigung relevanter Grundlagentexte

kommunikativer Italienischunterricht, Aufgaben- und Kompetenzorientierung

Grundlagen der Beobachtung, Planung, Durchführung und Reflexion von Italienischunterricht

didaktische und methodische Entscheidungsfelder mit heterogenen Lerngruppen

Grundlagen der Diagnose, der Binnendifferenzierung und individuellen Leistungsförderung sowie der Evaluation

fachbezogene Ansätze der Mediendidaktik

verschiedene Verfahren empirischer Unterrichtsforschung

Ansätze der Mehrsprachigkeitsdidaktik, Prinzipien des Bilingualen Lehren und Lernens

6.

Jüdische Religionslehre

Studienvoraussetzungen

Hebraicum der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über eine solide religiöse wie religionswissenschaftliche jüdische Bildung, wobei sie das Judentum in allen seinen Strömungen und kulturellen Ausprägungen in Geschichte und Gegenwart kennen und unter Einbeziehung aktueller fachdidaktischer Methoden im Religionsunterricht vermitteln können. Sie sind in der Lage,

die religiösen Hauptquellen des Judentums in den Originalsprachen (Hebräisch, eventuell Aramäisch) zu lesen und zu verstehen, ihre historische und aktuelle Relevanz zu erklären und ihre jeweiligen kulturellen Rahmen darzulegen,

die systematischen und historisch-kritischen Arbeitsmethoden des Faches anzuwenden,

in Ansätzen adäquate Lernumgebungen für Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung aktueller Ergebnisse der fachdidaktischen und lernpsychologischen Forschung zu gestalten.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Gymnasium

Bibel und Talmud

kennen die religiösen Hauptquellen des Judentums auf dem heutigen Stand der Jüdischen Studien und besitzen die Fähigkeit, ihre normative Geltung zeitgemäß darzustellen und zu vertreten,

sind mit den traditionellen Auslegungsmethoden der jüdischen Quellen vertraut und kennen zugleich die modernen wissenschaftlichen Interpretationen,

kennen die Formen jüdischer Religionsausübung in den verschiedenen Ausprägungen und Richtungen des Judentums,

kennen sowohl die kritischen Potentiale wie die fundamentalistischen Gefahren ihrer Religion und sind imstande, den absoluten Anspruch des Glaubens mit Pluralismus und Toleranz zu vermitteln.

Hebräisch in seinen verschiedenen Sprachstufen, gegebenenfalls Aramäisch

Aufbau, Inhalte und Themen der Hebräischen Bibel

Bibel als Offenbarungsurkunde und als Produkt der Textgeschichte

Textgattungen der Hebräischen Bibel: Geschichte und Gesetze, Geschichte und Gebete

Jüdische Auslegungstradition (Parschanut) und ihre wichtigsten Vertreter (Rabbinerbibel)

Hauptwerke der rabbinischen Literatur: Mischna, Tosefta, halachische und aggadische Midraschim, Jerusalemer und Babylonischer Talmud

Entstehung, Aufbau, Inhalte der rabbinischen Quellen und ihre Rezeption in den mittelalterlichen Codices, Responsen und Kommentaren

Rabbinische Hermeneutik und Logik: Interpretationsprinzipien und Auslegungsregeln

Rabbinische Rechtskultur und Jüdisches Recht

Geschichte des jüdischen Volkes

kennen die Geschichte des jüdischen Volkes, sowie die Schulen der modernen jüdischen Historiographie,

Überblick über die wichtigsten Perioden und Zentren der jüdischen Geschichte und Kulturen vom Altertum bis zur Gegenwart (1. und 2. Tempel, rabbinisches und hellenistisches Judentum der Antike, sefardisches und aschkenasisches Judentum im Mittelalter, West- und Ostjudentum in der Neuzeit, Zionismus und Geschichte des Staates Israel)

Ursachen und Folgen der Judenfeindschaft (Judaeophobie, Antijudaismus, Antisemitismus)

Religiöse und säkulare Strömungen des modernen Judentums

Entstehung und Richtungen der modernen jüdischen Geschichtsschreibung

Jüdische Philosophie

sind in der Lage, aus der erworbenen Quellenkenntnis und aus dem angeeigneten historischen und kulturwissenschaftlichen Methodenwissen einen philosophischen Begriff des Judentums zu bilden.

Epochen der Jüdischen Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart

Systeme der Jüdischen Theologie, Anthropologie und Eschatologie

Hauptströmungen der Jüdischen Mystik und Spiritualität (Kabbala, Chassidismus)

Jüdische Kunst und Literaturen

sind mit der Vielfalt jüdischer Kulturschöpfungen vertraut und verfügen über kultur-, kunst- und literaturwissenschaftliches Methodenwissen, um sie zu erschließen.

Epochen, Zentren und Formen der jüdischen Kunst von der Antike bis zur Gegenwart

Bildverbot und Bildgebrauch in der jüdischen Kunst im Mittelalter und in der Neuzeit

hebräische, jiddische und jüdische Literaturen

Fachdidaktik

kennen die Geschichte der jüdischen Pädagogik und sind mit der aktuellen religionspädagogischen Forschung vertraut,

können die religiösen Quellen auf aktuelle Fragen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler beziehen,

können die sinnliche Erscheinung der jüdischen Religion in Farbe, Klang, Geschmack, Körperhaltung, und Raumgestaltung unterrichtlich einsetzen,

nutzen aktuelle theologisch-religionspädagogische Forschungsergebnisse, ihre eigenen Kompetenzen auszudifferenzieren, den Religionsunterricht weiterzuentwickeln, ihn fächerverbindend auszugestalten, besonders auch in konfessionell-kooperativer Hinsicht, und das Schulleben um seine religiöse Dimension zu bereichern

Geschichte des jüdischen Erziehungswesen von der Antike bis in die Moderne

Traditionelle jüdische Lernkultur und Krise der Tradition in der jüdischen Aufklärung

Grundkonstellationen des Religionsunterrichts in der Gegenwart (1. Familie, Gemeinde, Schule; 2. Staat, Kirche, Schule)

Theologische und religionspädagogische Begründungen von Religionsunterricht

Theorien, Konzepte, Modelle und Prinzipien der Religionsdidaktik

aktuelle Tendenzen in der Religionsdidaktik

Einführung in religionspädagogische Forschungsmethoden

7.

Latein

Studienvoraussetzungen

Graecum und Latinum,

Beim Erweiterungsfachstudium im Umfang von 90 ECTS-Punkten: Latinum

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über die sprachlichen und fachwissenschaftlichen Kenntnisse, die in Verbindung mit fachdidaktischen Kompetenzen zur Vermittlung der lateinischen Sprache und Literatur im schulischen Unterricht erforderlich sind.

Sie sind in der Lage,

auch schwierige lateinische Texte ohne Hilfsmittel zielsprachenorientiert zu übersetzen,

deutsche Texte, die dem antiken Gedankenkreis zugeordnet sind, ins Lateinische zu übertragen,

Elemente der lateinischen Sprache in metasprachlichen Kategorien zu beschreiben und sprachvergleichend über die Funktion von Sprache zu reflektieren,

lateinische Texte im Zusammenhang des Werkes (Ganzschriftenlektüre), der Gattung und der literaturgeschichtlichen Entwicklung auf der Basis wissenschaftlicher Forschungen zu interpretieren,

Texte in ihren historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Kontext einzuordnen und in ihrer Bedingtheit zu verstehen,

die Rezeption der in den Texten begegnenden Begriffe, Vorstellungen und Konzepte bis in die Gegenwart zu verfolgen,

Wurzeln europäischen Denkens und Handelns in der römischen Kultur zu benennen,

die Themen und Gegenstände der antiken Literatur und Kultur mit den Inhalten anderer Disziplinen (also etwa Moderne Sprachen und Literaturen, Geschichte, Philosophie, Kunst und Religion) fachübergreifend zu vernetzen,

in Kenntnis grundlegender Modelle der Fachdidaktik Entwürfe zur Unterrichtsgestaltung in der Spracherwerbs- und Lektürephase zu erstellen.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Gymnasium

Literaturwissenschaft

verfügen über ein gutes Grundlagenwissen in den wichtigsten Bereichen der Lateinischen Literaturwissenschaft,

kennen die Geschichte der lateinischen Literatur, sind vertraut mit grundlegenden Methoden der Philologie (Texterschließung) und Literaturwissenschaft (Interpretation) und haben sich eine repräsentative Auswahl von Texten aus verschiedenen Phasen und Gattungen der lateinischen Literatur in eigener Lektüre und in Auseinandersetzung mit der Überlieferungs- und Forschungsgeschichte erarbeitet.

Lateinische Literaturgeschichte: Literaturtheorie, Rhetorik, Poetik, Periodisierung und Epochen, Gattungen und Textsorten, Literaturbegriff

auf eigener Lektüre in der Originalsprache (Dichtung und Prosa) beruhende Kenntnis wesentlicher, vor allem schulrelevanter Autoren und Werke aus unterschiedlichen Epochen der lateinischen Literatur

Textgeschichte und Überlieferung

Rezeption lateinischer Texte in Literatur, Philosophie, Bildender Kunst, Musik

Methoden der Textarbeit

Grundbegriffe und Methoden der Literaturwissenschaft

Hilfswissenschaften: Epigraphik, Paläographie

Sprachwissenschaft

verfügen über einen Wortschatz und Grammatikkenntnisse, die sie befähigen, auch schwierige lateinische Texte in Übersetzung und Interpretation zu erschließen,

überblicken die Entwicklung der lateinischen Sprache und sind mit den Eigenheiten der Dichtersprache und des Stils wichtiger lateinischer Autoren vertraut,

sind in der Lage, einen lateinischen Text prosodisch und metrisch korrekt zu lesen.

Aneignung eines für die Originallektüre notwendigen Wortschatzes

Wortgrammatik, Satzgrammatik, Textgrammatik

Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik

Prosodie und Metrik

Geschichte der lateinischen Sprache einschließlich Fortwirkung in den modernen europäischen Sprachen

wissenschaftliche Sprachbetrachtung (Grundbegriffe und Methoden der Sprachwissenschaft)

Antike Kultur

verfügen über Grundlagenwissen in antiker Kultur und Geschichte,

sind vertraut mit der Geschichte und Entwicklung der Klassischen Philologie.

Geschichte des griechisch-römischen Altertums

Geographie des Mittelmeerraums, Topographie Roms

antike Lebenswelt

Kunst und Architektur

Mythologie und Religionsgeschichte

Philosophie und Ideengeschichte

Staat und Gesellschaft

römisches Recht

Fortwirken der römischen Kultur in der modernen Welt

Geschichte der Klassischen Philologie

Fachdidaktik Latein

sind imstande, die Studieninhalte didaktisch und methodisch für einen angemessenen, altersgerechten Schulunterricht aufzubereiten,

kennen Kriterien zur Beurteilung des Unterrichtsgeschehens und haben grundlegende Erfahrungen in der Planung, Durchführung und kritischen Reflexion von Einzelstunden und von Unterrichtseinheiten gesammelt,

kennen die unterschiedlichen Formen der Lektüre und verfügen über das methodische Können, Texte im Unterricht erschließen, interpretieren, bewerten und mit der aktuellen Lebenswelt in Beziehung setzen zu lassen.

Lehrbuchvergleich und Lehrbuchkritik

sach- und situationsgerechter Einsatz von Unterrichtsmitteln

für die Spracherwerbsphase: Einführung von Vokabeln und Umgang mit dem Wortschatz, Methoden der Einführung von neuen Formen und neuer Syntax und ihrer Systematisierung, sprachvergleichendes Arbeiten und Sprachreflexion

Methoden der Text- und Satzerschließung

für die Lektüre: Formen der Interpretation, die eine gegenwartsbezogene Rezeption der Antike ermöglichen und auch kreative und produktionsorientierte Zugänge umfassen

Unterrichtsformen, die nachhaltiges und individuelles Lernen fördern

Legitimation der alten Sprachen im Bildungs- und Fremdsprachenprofil der Schule

Formen der Lernerfolgskontrolle und der Leistungsbeurteilung

Vermittlung einer zielorientierten und kritisch reflektierten Medienkompetenz

8.

Naturwissenschaft und Technik (NwT)

Studienvoraussetzungen

Gleichzeitiges oder vorausgehendes lehramtsbezogenes Studium mindestens eines der Fächer Biologie, Chemie, Physik oder Geographie mit Schwerpunkt Physische Geographie.

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in technischen Wissenschaften und mindestens drei der Naturwissenschaften Biologie, Chemie, Physische Geographie und Physik, dazu in Fachpraxis und naturwissenschaftlicher sowie technischer Fachdidaktik. Sie kennen die Grundlagen der Physik, insbesondere der Mechanik, sowie des naturwissenschaftlichen Experimentierens. Sie verfügen über breite Kenntnisse in den allgemeinen Grundlagen der Technik und vertiefte Kenntnisse in mindestens zwei technischen Themengebieten.

Sie

beherrschen die grundlegenden Arbeits- und Erkenntnismethoden der naturwissenschaftlichen Fächer und deren technischen Anwendungen,

sind in der Lage, Experimente selbstständig zur Untersuchung und Demonstration naturwissenschaftlicher und technischer Phänomene und Sachverhalte einzusetzen und sind vertraut mit der Handhabung von (schultypischen) Geräten sowie deren Sicherheitsvorschriften,

diskutieren grundlegende Konzepte, Modellbildungen und Herangehensweisen der Technik, können in der technischen Fachsprache kommunizieren und technische Sachverhalte allgemeinverständlich darstellen,

können naturwissenschaftliche und technische Gebiete durch Identifizierung schlüssiger Fragestellungen strukturieren und durch Querverbindungen vernetzen,

können Unterschiede in den Zielsetzungen und der Herangehensweise bei einer Problemlösung in Naturwissenschaften und Technik erläutern,

können die Geschichte ausgewählter naturwissenschaftlicher und technischer Konzepte, Theorien und Begriffe beschreiben,

sind in der Lage, neuere Forschung in Übersichtsdarstellungen zu verfolgen und in Ansätzen geeignete neue Themen in den Unterricht einzubringen,

können die gesellschaftliche Bedeutung der Technik begründen sowie gesellschaftliche Diskussionen und Entwicklungen unter technischen Gesichtspunkten bewerten,

können grundlegende Begriffe und Methoden der Mathematik zur Beschreibung und Modellierung von Prozessen adressatengerecht erklären,

verfügen grundlegend über allgemein-naturwissenschaftliches, technisches und fachdidaktisches Wissen, insbesondere der Ergebnisse aus der Lehr-Lernforschung, typischer Lernschwierigkeiten und Schülervorstellungen in den Themengebieten des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts, sowie von Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler für das Lernen von technischen Sachverhalten zu motivieren,

verfügen über erste reflektierte Erfahrungen im Planen und Durchführen von kompetenzorientierten Unterrichtsstunden.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Gymnasium

Fachwissenschaften

können unterrichtsrelevante grundlegende Konzepte und Herangehensweisen der Physik und mindestens zweier weiterer Naturwissenschaften beschreiben,

können Sachverhalte aus naturwissenschaftlicher Sicht erfassen, darstellen und im Rückgriff auf naturwissenschaftliche Instrumentarien und gesellschaftliche Wertvorstellungen reflektieren,

verfügen über anschlussfähiges Fachwissen aus naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen, das ihnen ermöglicht, in Ansätzen Unterrichtskonzepte fachlich korrekt zu gestalten, zu bewerten, neuere Entwicklungen zu verfolgen,

können die grundlegenden Merkmale, Strukturen, Begriffe der Naturwissenschaften und der Technik im Zusammenhang erläutern,

beherrschen ausgewählte, grundlegende Arbeitsmethoden der Naturwissenschaften und der Technik und können diese auf neue Fragestellungen oder Aufgaben anwenden,

kennen Methoden zur praktischen Fehleranalyse in technischen Systemen und Programmen, und kennen grundlegende Strategien zur Lösung von fachspezifischen Problemen,

können grundlegende Eigenschaften verschiedener Werkstoffe beschreiben und verfügen über praktische Erfahrungen in ihrer Be- und Verarbeitung,

beherrschen grundlegende wissenschaftliche Methoden und technische Verfahren, die zum Planen, Konzipieren, Herstellen und Testen technischer Gegenstände und Systeme erforderlich sind,

verfügen über Fähigkeiten zur mathematischen und grafischen Beschreibung sowie Modellierung technischer Systeme auf der Grundlage von Prinzipien und Methoden der Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften,

können Geräte, Werkzeuge und Maschinen sicher und fachgerecht handhaben,

können schulrelevante Sicherheitsaspekte naturwissenschaftlichen und technischen Unterrichts darlegen, begründen und Experimente und Arbeiten sicher durchführen,

sind in der Lage, individuelle und gesellschaftliche Voraussetzungen und Auswirkungen naturwissenschaftlicher und technischer Entwicklungen zu analysieren und darzustellen.

Bereich Biologie

Grundkenntnisse wichtiger biologischer Sachverhalte durch Berücksichtigung des Alltagsbezugs aus den Bereichen

Grundlagen des Energiestoffwechsels von Zellen und Organismen

Anatomische und physiologische Grundlagen der Humanbiologie

Stoffkreisläufe und Energiefluss in Ökosystemen

Bereich Chemie

Grundkenntnisse wichtiger chemischer Sachverhalte unter Berücksichtigung des Alltagsbezugs aus den Bereichen

Grundkonzepte der allgemeinen und physikalischen Chemie

bedeutsame anorganische und organische Stoffe in Natur und Technik

Bereich Physik

Grundkenntnisse wichtiger physikalischer Sachverhalte unter Berücksichtigung des Alltagsbezugs aus den Bereichen

Mechanik und Akustik

Wärmelehre

Elektrizitätslehre

Optik

Bereich Physische Geographie

Grundkenntnisse der Allgemeinen Physischen Geographie unter Berücksichtigung des Alltagsbezugs aus den Bereichen

Geomorphologie, einschließlich endogener und exogener Prozesse und ihrer geologischen Grundlagen

Wetter und Klima

Böden

Allgemeine Grundlagen der Technik

Energie und Nachhaltigkeit

Messen, Steuern und Regeln

Modellieren und Simulieren

Konstruktionstechniken

Bewertung der Technik

Statik und Festigkeitslehre und Technische Mechanik

Technische Fertigungsprozesse

Lehrveranstaltungen in Mathematik, sofern im Studium nicht anderweitig erfolgt

Praktikum für den Erwerb relevanter Fertigkeiten, sofern nicht anderweitig erfolgt

Technischer Wahlbereich

Vertiefungen zu mindestens zwei Themengebieten, die sich an den Angeboten der ingenieurwissenschaftlichen Studien orientieren (zum Beispiel Vertiefungen in Bautechnik, Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Medizintechnik, Verfahrenstechnik)

Fachdidaktik

können fachdidaktische Lerninhalte vernetzen und situationsgerecht anwenden,

kennen Konzepte fachbezogener Bildung und können diese kritisch analysieren und in Ansätzen anwenden,

kennen fachdidaktische Forschungsergebnisse, reflektieren diese kritisch,

kennen Chancen und Grenzen fächerverbindenden Unterrichts,

können in Ansätzen individuelle Lernprozesse im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht beobachten und analysieren.

Konzepte der Naturwissenschafts- und Technikdidaktik

Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen: Methoden und Medien des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts

Didaktische Aspekte des projektorientierten Arbeitens im NwT-Unterricht

Wissenschaftsverständnis (›Nature of Science‹), Technikverständnis

grundlegende Planung und Analyse von NwT-Unterricht unter besonderer Berücksichtigung von Kompetenzorientierung

Experimente, Medieneinsatz im NwT-Unterricht

Fachdidaktische Forschungen und deren kritische Reflexion

9.

Russisch

Fachspezifisches Kompetenzprofil

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über vernetzte Kompetenzen in der Fremdsprachenpraxis, der Fachwissenschaft (Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Landes- und Kulturwissenschaften), der Fachdidaktik und der Schulpraxis. Der schulische Fremdspracheunterricht erfordert, dass die Absolventinnen und Absolventen das im Studium erworbene Wissen systematisch abrufen und ihre Kompetenzen schülerbezogen einsetzen können.

Sie

verfügen über eine fremdsprachliche Kompetenz, die dem Mindestniveau von C1 (GeR) und in Einzelkompetenzen der Niveaustufe C2 (GeR) entspricht,

verfügen über eine akademische Sprachkompetenz,

verfügen über authentische Erfahrungen und kulturelle Kenntnisse, die sie möglichst im Rahmen eines zusammenhängenden mehrmonatigen Aufenthalts in Ländern der Zielsprache erworben haben,

sind in der Lage, ihre fremdsprachliche und interkulturelle Handlungskompetenz auf dem erworbenen Niveau zu erhalten, auszubauen und ständig zu aktualisieren,

verfügen über Erkenntnis-, Beschreibungs- und Arbeitsmethoden des Studienfachs Russisch sowie über einen Habitus des forschenden Lernens,

können Fachwissen der verschiedenen Teildisziplinen unter Bezugnahme relevanter Nachbarwissenschaften auf Unterrichtsprozesse beziehen,

kennen ausgewählte Ansätze der Sprach-, Literatur-, Kultur- oder Mediendidaktik und können diese für die Planung und Reflexion unterrichtlicher Prozesse heranziehen,

verfügen über vertieftes Wissen zur Entwicklung und Förderung von kommunikativer, interkultureller und textbezogener fremdsprachlicher Kompetenz, methodischer Kompetenz und Sprachlernkompetenz von Lernenden,

können die russische Sprache, Literatur und Kultur im Kontext der slavischen Kulturen beschreiben.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Studium Lehramt Gymnasium

Sprachpraxis

verfügen über ein vertieftes Sprachwissen und nativnahes Sprachkönnen in der Fremdsprache,

können allgemeinsprachliche und fachwissenschaftliche sowie literarische Texte aus mündlichen, schriftlichen und audiovisuellen Quellen rezipieren und verarbeiten,

können fachliche und fachdidaktische Fragestellungen und Forschungsergebnisse reflektiert in der Fremdsprache darstellen,

können textsorten- und adressatenbezogen in verschiedenen Kommunikationssituationen normgerecht mündlich und schriftlich kommunizieren,

beherrschen mündliche und schriftliche Formen der Sprachmittlung,

sind in der Lage, aus der Kontrastierung der Sprachen Sprachbewusstheit aufzubauen (Einsichten in Besonderheiten des Wortschatzes, der Strukturen und des Stils),

sind in der Lage, einen allgemeinsprachlich, fachsprachlich und professionsbezogenen differenzierten Wortschatz situationsangemessen zu verwenden,

verfügen über eine differenzierte und reflektierte Grammatikkompetenz,

verfügen über eine der Standardnorm entsprechende Aussprache und können Prozesse der Lautbildung erklären,

besitzen eine solide, transferfähige Sprachlernkompetenz (Sprach- und Sprachlernbewusstheit; eigenverantwortlicher auch mediengestützter Spracherwerb).