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Amtliche Abkürzung:APrOTL
Fassung vom:14.05.2018
Gültig ab:21.06.2018
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204
Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn der Technischen Lehrkräfte an beruflichen Schulen
(APrOTL)
Vom 14. Mai 2018

§ 10
Dauer der Ausbildung

(1) Die Ausbildung erfolgt in einem zielgerichteten Ausbildungsverhältnis und dauert in der Regel vier Unterrichtshalbjahre.

(2) Die Ausbildung beginnt am ersten Schultag eines Schuljahres und endet regelmäßig nach vier Unterrichtshalbjahren. Im Übrigen endet sie nach § 7 Absatz 2 Satz 2 oder durch Entlassung.

(3) Bei einer Unterbrechung der Ausbildung von mehr als vier Jahren kann das nach § 4 Absatz 2 Satz 1 zuständige Regierungspräsidium in einem Kolloquium überprüfen lassen, ob die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine erfolgreiche Ausbildung noch vorhanden sind. Dieses bestimmt das für die Überprüfung zuständige Seminar, das einen Prüfungsausschuss bildet. § 15 Absatz 1 bis 5 gilt entsprechend. Die Überprüfung erfolgt durch den Prüfungsausschuss nach Satz 2 nach Maßgabe des Seminars unter Beachtung des § 12 Absatz 5 und dauert etwa 30 Minuten. Die Leistungen werden unmittelbar nach der Überprüfung beurteilt und mit »bestanden« oder »nicht bestanden« bewertet. Bei Stimmengleichheit entscheidet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Unmittelbar nach der Überprüfung eröffnet die oder der Vorsitzende das Ergebnis, falls gewünscht auch die tragenden Gründe der Bewertung, und unterrichtet die Seminarleitung, die unverzüglich dem Regierungspräsidium nach Satz 1 das Ergebnis mitteilt. Die Überprüfung kann einmal binnen Jahresfrist wiederholt werden. § 16 gilt entsprechend. Auf die Überprüfung kann verzichtet werden, wenn der weiteren Ausbildung förderliche Tätigkeiten oder entsprechende Aus- oder Weiterbildung nachgewiesen werden.

(4) Der erste Ausbildungsabschnitt (§ 11 Absatz 2) wird vom nach § 4 Absatz 2 Satz 1 zuständigen Regierungspräsidium einmal um längstens sechs Monate verlängert, wenn festgestellt ist, dass selbständiger Unterricht im zweiten Ausbildungsabschnitt (§ 11 Absatz 3) nicht zu verantworten ist. Im Benehmen mit der Schule berichtet in diesem Fall die Seminarleitung unverzüglich dem Regierungspräsidium nach Satz 1, das die Verlängerung der Anwärterin oder dem Anwärter mitteilt. Wird während der Verlängerung erneut festgestellt, dass selbstständiger Unterricht nicht zu verantworten ist, berichtet die Seminarleitung im Benehmen mit der Schule dem Regierungspräsidium nach Satz 1 in der Regel spätestens sechs Wochen vor Verlängerungsende.

(5) Das nach § 4 Absatz 2 Satz 1 zuständige Regierungspräsidium kann auf Antrag im Einvernehmen mit dem Seminar die Ausbildung wegen Krankheit um bis zu ein Unterrichtshalbjahr verlängern. Bei längerdauernder Erkrankung soll das Regierungspräsidium nach Satz 1 zu gegebener Zeit eine ärztliche Untersuchung anordnen.

(6) Ist eine Aufnahme in einen der laufenden Kurse zum Zeitpunkt der Rückkehr nur mit Schwierigkeiten möglich, wird für eine Übergangszeit im Rahmen der personellen Möglichkeiten des Seminars ein individueller Ausbildungsplan erstellt. Ist eine Wiedereingliederung auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht möglich, wird der weitere Verlauf entsprechend Satz 1 individuell festgelegt. Auf § 167 Absatz 2 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch wird hingewiesen.

(7) Auf Antrag kann die Anwärterin oder der Anwärter bis zur Wiedereingliederung nach Absatz 6 Satz 1 ohne Anwärterbezüge beurlaubt werden.

(8) Ist die Prüfung ungeachtet von § 18 Absatz 4 und § 19 Absatz 5 erstmalig nicht bestanden, kann das nach § 4 Absatz 2 Satz 1 zuständige Regierungspräsidium auf Vorschlag des Prüfungsamtes die Ausbildung, falls und soweit geboten, einmal und höchstens um ein Unterrichtshalbjahr verlängern. Gleiches gilt, wenn die Prüfung erstmalig als nicht bestanden gilt. Ist eine der unterrichtspraktischen Prüfungen nach § 21 nicht bestanden und ist die Note nicht schlechter als »mangelhaft« (5,0), kann nach Beratung und unter Abwägung der Umstände des Einzelfalles die Wiederholung auf Antrag noch während der laufenden Ausbildung gestattet werden, wobei der entsprechend § 24 Absatz 2 berechnete Notendurchschnitt insgesamt 2,50 oder besser betragen soll. Nicht bestandene Kolloquien können auf Antrag während der laufenden Ausbildung wiederholt werden. Ist auch eine unterrichtspraktische Prüfung nicht bestanden, finden alle Wiederholungen in der verlängerten Ausbildungszeit statt. Satz 3 bis 5 gilt nicht, wenn der erste Ausbildungsabschnitt nach Absatz 4 verlängert worden ist.

(9) Zeiten von Beschäftigungsverboten für Mütter nach §§ 32 und 34 der Arbeitszeit- und Urlaubsverordnung (AzUVO) sowie Elternzeit nach §§ 40 und 41 AzUVO werden auf Verlängerungen nach Absatz 4, 5 und 8 nicht angerechnet.

 


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