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Amtliche Abkürzung:LVO-KM
Fassung vom:30.04.2019
Gültig ab:18.05.2019
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204
Verordnung des Kultusministeriums über die Laufbahnen seines Geschäftsbereichs
(Laufbahnverordnung Kultusministerium - LVO-KM)
Vom 10. Januar 2012

§ 8
Erwerb der Laufbahnbefähigung des gehobenen Schuldienstes für das Lehramt
Werkreal-, Haupt- und Realschule und für das Lehramt Sonderpädagogik durch horizontalen Laufbahnwechsel

(1) Lehrkräfte mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen nach der Verordnung über den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen oder einer entsprechenden Laufbahnbefähigung nach einer vorhergehenden Prüfungsordnung, die

1.

an einer Realschule Tätigkeiten einer Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Realschulen nach der Realschullehrerprüfungsordnung II oder für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschule nach der Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung II ausüben,

2.

für ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum Tätigkeiten einer Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Sonderschulen nach der Sonderschullehrerprüfungsordnung II oder für das Lehramt Sonderpädagogik nach der Sonderpädagogiklehramtsprüfungsordnung II ausüben,

3.

an einer Gemeinschaftsschule in der Sekundarstufe I unterrichten oder

4.

an einer Haupt- und Werkrealschule unterrichten und ab dem auf den Beginn des Lehrgangs nach Absatz 2 folgenden Schuljahr an einer Realschule Tätigkeiten einer Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschule nach der Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung II ausüben oder an einer Gemeinschaftsschule in der Sekundarstufe I unterrichten sollen

und mit den jeweiligen Tätigkeiten voraussichtlich dauerhaft, gemessen an der individuell festgesetzten, wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung, überwiegend beschäftigt werden, können mit der erfolgreichen Teilnahme an einem Lehrgang nach Absatz 2 bei einer Beschäftigung mit Tätigkeiten nach Satz 1 Nummer 1, 3 und 4 die Laufbahnbefähigung für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschule nach der Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung II und bei einer Beschäftigung mit Tätigkeiten nach Satz 1 Nummer 2 die Laufbahnbefähigung für das Lehramt Sonderpädagogik nach der Sonderpädagogiklehramtsprüfungsordnung II erwerben (Ziellaufbahnen). Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme ist für Lehrkräfte nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3, dass die Lehrkraft die Tätigkeiten, gemessen an der individuell festgesetzten, wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung, überwiegend ausübt oder im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre ausgeübt hat.

(2) Die Lehrgänge bestehen aus einer Einführung in die Aufgaben der neuen Laufbahn durch die Schulleitung der Realschule, des sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums oder der Gemeinschaftsschule (Zielschularten) und einer Qualifizierungsmaßnahme nach § 1 Absatz 5. Für Rektorinnen und Rektoren sowie Konrektorinnen und Konrektoren soll die Einführung durch das Staatliche Schulamt erfolgen. Die Lehrgangsdauer beträgt für Lehrkräfte nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 ein Jahr. Für Lehrkräfte nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 findet die Qualifizierungsmaßnahme nach § 1 Absatz 5 in der Regel während der Tätigkeit an der Haupt- und Werkrealschule statt, das Einführungsjahr beginnt mit der Aufnahme der Beschäftigung an der Realschule mit Tätigkeiten einer Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschule nach der Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung II oder an der Gemeinschaftsschule in der Sekundarstufe I; der Lehrgang endet mit dem Ende des Einführungsjahres.

(3) Die Qualifizierungsmaßnahme nach Absatz 2 wird für Lehrkräfte nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 durch das Bestehen eines fachdidaktischen Kolloquiums, für Lehrkräfte nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 und 4 durch das Bestehen eines fachdidaktischen Kolloquiums und einer unterrichtspraktischen Prüfung abgeschlossen; die Vergabe einer Note erfolgt hierbei nicht. Die Durchführung des fachdidaktischen Kolloquiums und der unterrichtspraktischen Prüfung erfolgt in entsprechender Anwendung der für die jeweilige Ziellaufbahn maßgeblichen Prüfungsordnung.

(4) Lehrkräfte mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Grund-, Haupt-und Werkrealschulen nach der Verordnung über den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen oder einer entsprechenden Laufbahnbefähigung nach einer vorhergehenden Prüfungsordnung, die an Schulen besonderer Art nach § 107 SchG in schulartspezifischen Klassen (Sekundarstufe I) Tätigkeiten einer Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschule nach der Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung II oder für das Lehramt an Realschulen nach der Realschullehrerprüfungsordnung II ausüben, können an dem Lehrgang für Lehrkräfte nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 teilnehmen. Sind Lehrkräfte nach Satz 1 nicht in schulartspezifischen Klassen tätig, können sie an dem Lehrgang für Lehrkräfte nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 teilnehmen. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.

(5) Lehrkräfte mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen nach der Verordnung über den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen oder einer entsprechenden Laufbahnbefähigung nach einer vorhergehenden Prüfungsordnung, die seit mindestens einem Jahr

1.

als Ausbilderinnen und Ausbilder in der Qualifizierungsmaßnahme nach Absatz 2 eingesetzt sind,

2.

als Ausbilderinnen und Ausbilder an einem Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Werkreal-, Haupt- und Realschulen) gemessen an ihrem dortigen Lehrauftrag überwiegend in der Ausbildung von Lehrkräften für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschule nach der Werkreal-, Haupt- und Realschullehramtsprüfungsordnung II eingesetzt sind,

3.
a)

als Fachberaterinnen und Fachberater für Unterrichtsentwicklung beziehungsweise Schulentwicklung,

b)

in der Schulaufsicht bei einem Staatlichen Schulamt, einem Regierungspräsidium oder dem Kultusministerium,

c)

in anderen Bereichen in der Schulverwaltung, insbesondere dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung oder dem Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg oder

d)

beim Landesmedienzentrum

überwiegend für die jeweilige Zielschulart eingesetzt sind oder

4.

als Dozentinnen und Dozenten der Pädagogischen Hochschulen des Landes gemessen an ihrem dortigen Lehrauftrag überwiegend im Studiengang Sekundarstufe I oder in sonderpädagogischen Studiengängen eingesetzt sind,

können an einem der Lehrgänge nach Absatz 2 oder 6 für diejenige Zielschulart teilnehmen, für die sie eingesetzt sind. Die Einführung in die Aufgaben der neuen Laufbahnen nach Absatz 2 Satz 1 findet in den Fällen des Satzes 1 Nummer 1 und 2 durch die Seminarleitung, in den Fällen des Satzes 1 Nummer 3 Buchstabe a, b sowie d und 4 durch die Schulaufsicht sowie in den Fällen des Satzes 1 Nummer 3 Buchstabe c durch die jeweilige Leitung statt.

(6) Lehrkräfte mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Grund-, Haupt-und Werkrealschulen nach der Verordnung über den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen oder einer entsprechenden Laufbahnbefähigung nach einer vorhergehenden Prüfungsordnung, die an einer Haupt- und Werkrealschule unterrichten und zukünftig als Lehrkraft mit der Befähigung für das Lehramt Sonderpädagogik eingesetzt werden sollen, können durch den erfolgreichen Abschluss eines zweijährigen Aufbaustudiums an einer Pädagogischen Hochschule des Landes für die zukünftige, voraussichtlich dauerhafte Beschäftigung als Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Sonderpädagogik nach der Sonderpädagogiklehramtsprüfungsordnung II die Laufbahnbefähigung für dieses Lehramt erwerben. Das Aufbaustudium findet in der Regel während der Tätigkeit an der Haupt- und Werkrealschule statt; die Einführung in die Aufgaben der neuen Laufbahn erfolgt im Rahmen dieses Aufbaustudiums an der Pädagogischen Hochschule. Inhalte und Abschluss des Aufbaustudiums werden in entsprechenden Studien- und Prüfungsordnungen der Pädagogischen Hochschulen geregelt.

(7) Die Teilnahme an den Qualifizierungsmaßnahmen nach Absatz 2 wird von den jeweiligen Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte bescheinigt. Das Ergebnis der Prüfungen nach Absatz 3 Satz 1 wird durch das Landeslehrerprüfungsamt oder der Erwerb des Studienabschlusses nach Absatz 6 von den Pädagogischen Hochschulen mitgeteilt. Eine Empfehlung über die Befähigung für die neue Laufbahn wird bei den Lehrgängen nach Absatz 2 grundsätzlich von der für die Einführung zuständigen Person oder Stelle am Ende des Einführungsjahrs abgegeben. Auf Grundlage der jeweiligen Bescheinigung und gegebenenfalls der Mitteilung des Prüfungsergebnisses sowie bei den Lehrgängen nach Absatz 2 einer Empfehlung entscheidet der oder die Dienstvorgesetzte abschließend über den Erwerb der Befähigung für die neue Laufbahn.

(8) § 7 Absatz 5 gilt entsprechend.

(9) Wird die Befähigung für die neue Laufbahn am Ende der Einführung nach Absatz 2 mangels entsprechender Empfehlung nach Absatz 7 nicht festgestellt, kann der Lehrgang vom Dienstvorgesetzten einmal um ein halbes Jahr verlängert werden. Am Ende des Verlängerungszeitraums wird eine erneute Empfehlung nach Absatz 7 abgegeben. Werden das fachdidaktische Kolloquium oder die unterrichtspraktische Prüfung nach Absatz 3 Satz 1 nicht bestanden, können diese einmal wiederholt werden; dazu kann der Lehrgang vom Dienstvorgesetzten in Abstimmung mit dem Landeslehrerprüfungsamt längstens um ein halbes Jahr verlängert werden. Bestandene Prüfungen nach Absatz 3 Satz 1 beziehungsweise eine positive Empfehlung nach Absatz 7 bleiben für den jeweiligen Lehrgang gültig. Werden das fachdidaktische Kolloquium oder die unterrichtspraktische Prüfung in der Wiederholung nicht bestanden beziehungsweise kann eine entsprechende Empfehlung am Ende des Verlängerungszeitraums nach Satz 1 nicht abgegeben werden, ist die jeweilige Laufbahnbefähigung nicht erworben und eine erneute Bewerbung für den jeweiligen Lehrgang notwendig.

 


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