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Einzelvorschrift
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Normgeber:Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Aktenzeichen:33/31-6810.1/572
Erlassdatum:04.11.2015
Fassung vom:18.06.2020
Gültig ab:08.09.2020
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2210
Fundstelle:K. u. U. 2015, 415, ber. 2016, S. 134
 

3.5
Aufnahme in die Hochbegabtenzüge der allgemein bildenden Gymnasien in der Normalform (siehe § 4 Aufnahmeverordnung)


3.5.1
Beabsichtigen die Erziehungsberechtigten die Anmeldung ihres Kindes für einen Hochbegabtenzug des allgemein bildenden Gymnasiums in der Normalform geht dem Aufnahmeverfahren nach Nummer 3.4 ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren voraus.


3.5.2
Zum vorgesehenen Termin melden die Erziehungsberechtigten ihr Kind für das Aufnahmeverfahren an einem Gymnasium mit Hochbegabtenzug an. Hierüber wird die zuständige schulpsychologische Beratungsstelle informiert, an welcher die Testung der Intelligenz des Kindes erfolgt.


3.5.3
In Form eines Gruppentests nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden stellt die schulpsychologische Beratungsstelle die Hochbegabung des Kindes fest, wenn nicht in begründeten Ausnahmefällen anstelle des Gruppentests ein anderer standardisierter Intelligenztest zugelassen wurde. Getestet werden im Rahmen des Gruppentests


die Fähigkeit zum Umgang mit sprachlichem Material im Rahmen des schlussfolgernden Denkens (verbaler Teil), wobei sowohl der Grad der Aneignung der Sprache als auch die Fähigkeit, Relationen zwischen Begriffen herzustellen, Relevanz hat.


die Rechenfertigkeit und die Fähigkeit, logische Beziehungen zwischen Zahlen und Mengen herzustellen (numerischer Teil), und


die Fähigkeit zum Umgang mit figural-bildhaftem Material (nonverbaler Teil), wobei sowohl der Umgang mit zweidimensionalen als auch dreidimensionalen Figuren, als auch die Fähigkeiten, zu formallogisch räumlich korrektem Denken und zur Herstellung logischer Relationen zwischen Figuren umfasst sind.


Für jeden Teil wird ein Prozentrang gesondert ermittelt, daneben ein Prozentrang im Sinne eines Gesamtwerts. Ist eine Teilnahme an dem Gruppentest im Einzelfall nicht möglich, kann die schulpsychologische Beratungsstelle mit dem Gymnasium einen Termin für eine Nachtestung bestimmen.


Die Ergebnisse werden den Erziehungsberechtigten von der schulpsychologischen Beratungsstelle in einem Beratungsgespräch eröffnet. Wurde eine Hochbegabung festgestellt, wird dies dem jeweiligen Gymnasium durch die schulpsychologische Beratungsstelle mitgeteilt.


3.5.4
In Gesprächen mit den Erziehungsberechtigten und in der Regel durch die Teilnahme an einem Probeunterricht stellt das Gymnasium die Eignung des hochbegabten Kindes für die Aufnahme in den Hochbegabtenzug fest.


3.5.5
Die Schulleitung teilt die Entscheidung über die Aufnahme des Kindes in den Hochbegabtenzug oder die Ablehnung schriftlich mit.


3.5.6
Die Teilnahme an dem Aufnahmeverfahren setzt voraus, dass die Erziehungsberechtigten für ihr Kind insbesondere in die Teilnahme an der Gruppentestung oder der anderweitigen Testung einwilligen. Die Verarbeitung personenbezogener Daten des Kindes zur Durchführung des Aufnahmeverfahrens in den Hochbegabtenzug durch die beteiligten verantwortlichen Stellen Gymnasium und schulpsychologische Beratungsstelle ist lediglich bei Einwilligung der Erziehungsberechtigten zulässig.



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