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Amtliche Abkürzung:APrOTL
Fassung vom:14.05.2018
Gültig ab:21.06.2018
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204
Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn der Technischen Lehrkräfte an beruflichen Schulen
(APrOTL)
Vom 14. Mai 2018

§ 21
Beurteilung der Unterrichtspraxis

(1) In jedem Ausbildungsfach werden die unterrichtspraktischen Fähigkeiten, insbesondere aus dem Bereich der Unterrichtsplanung und -reflexion und dem der Steuerung und Gestaltung von Lernprozessen, beurteilt. Hierzu werden die Anwärterinnen und Anwärter an verschiedenen Tagen in ihrem Unterricht besucht. Der jeweilige Unterricht dauert mindestens 45 und höchstens 180 Minuten. In jedem Ausbildungsfach findet eine unterrichtspraktische Prüfung statt. Dabei soll grundsätzlich beachtet werden, dass eine der unterrichtspraktischen Prüfungen nicht im Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB), dem ersten Jahr der Berufsfachschule (BFS) oder der Grundstufe der Berufsschule (erstes Ausbildungsjahr) stattfindet. Für die unterrichtspraktischen Prüfungen fertigen die Anwärterinnen und Anwärter jeweils einen schriftlichen Unterrichtsentwurf. Zweite prüfende Person nach § 15 Absatz 2 ist die eigene Seminarlehrkraft. Im Anschluss an den Unterricht kann die Anwärterin oder der Anwärter zu dessen Ablauf Stellung nehmen. Unmittelbar anschließend wird nach § 23 bewertet. Der schriftliche Unterrichtsentwurf und die Stellungnahme werden in der Beurteilung berücksichtigt.

(2) Die Mentorinnen und Mentoren sowie die Schulleiterin oder der Schulleiter der jeweiligen Anwärterin oder des jeweiligen Anwärters dürfen nicht zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses nach § 15 bestellt werden.

(3) Das Prüfungsamt bestimmt Zeiträume, in denen die Prüfungen nach Absatz 1 stattfinden. Die Anwärterin oder der Anwärter leitet dem Prüfungsausschuss für diesen Zeitraum den eigenen Stundenplan und den verbindlichen Themenverteilungsplan zu, der für das betreffende Ausbildungsfach die Themen des einzelnen Unterrichts enthält. Die prüfende Person legt im Einvernehmen mit der oder dem Prüfungsvorsitzenden entsprechend dem Lehrauftrag und dem Themenverteilungsplan Thema, Prüfungstermin und gegebenenfalls die Dauer der zu beurteilenden Unterrichtspraxis fest und unterrichtet darüber das Prüfungsamt, die Schule und die Prüfungsvorsitzende oder den Prüfungsvorsitzenden. Diese Festlegungen werden der Anwärterin oder dem Anwärter am dritten Werktag vor dem Tag, an dem die jeweilige Prüfung stattfindet, von der Schulleitung bekannt gegeben. Zuvor wird über diesen Termin Stillschweigen bewahrt.

(4) Für jede der beiden unterrichtspraktischen Prüfungen ist ein Exemplar des jeweiligen schriftlichen Unterrichtsentwurfs pro Ausschussmitglied und eines für die Akten von den Anwärterinnen und Anwärtern der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses etwa 30 Minuten vor Beginn des Unterrichts zu übergeben. Der Entwurf umfasst ohne Materialien bis zu fünf DIN A4-Seiten. Er muss den Zusammenhang mit vorherigem und folgendem Unterricht darlegen. Eine Einsichtnahme des Prüfungsausschusses in die jeweiligen Klassentagebücher ist zu gewährleisten.

(5) § 19 Absatz 4 gilt entsprechend.

(6) § 18 Absatz 3 Satz 4 gilt entsprechend.

 


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