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Einzelnorm
Aktuelle Gesamtausgabe
Gesamtausgaben-ListeVorherige Fassung
Amtliche Abkürzung:WRSVO
Ausfertigungsdatum:11.04.2012
Gültig ab:01.08.2012
Gültig bis:31.07.2021
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Fundstelle:GBl. 2012, 334
Gliederungs-Nr:2214-1
Verordnung des Kultusministeriums über die
Ausbildung und Prüfung an Werkrealschulen
(Werkrealschulverordnung - WRSVO)
Vom 11. April 2012* ** ***
Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 01.08.2019 bis 31.07.2021
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Gemäß § 47 der Werkrealschulverordnung vom 11. April 2012 (GBl. S. 334) gelten für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2016/2017 in die Klassen 7 bis 10 eintreten die § 3 Absatz 1 und 5, § 20 Absatz 5, § 33 Absatz 4 sowie die Anlage zu § 2 der Werkrealschulverordnung in der am 31. Juli 2016 geltenden Fassung bis zu deren Abschluss der Werkrealschule weiter.
Beachte auch Art. 9 Abs. 2 der Verordnung vom 4. Juni 2019 (GBl. S. 241): “Die Werkrealschulverordnung vom 11. April 2012 (GBl. S. 334), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 27. Juni 2018 (GBl. S. 280, 281) geändert worden ist, tritt mit Ablauf des 31. Juli 2019 außer Kraft; abweichend hiervon treten die ersten Abschnitte des zweiten und des dritten Teils sowie § 47 jeweils mit Ablauf des 31. Juli 2020 außer Kraft.” Als Bestandteil des Prüfungsrechts wird die Verordnung daher bis zum 31. Juli 2021 weiter im Bestand des geltenden Rechts des Landes Baden-Württemberg geführt.

Fußnoten

*
Verkündet als Artikel 1 der Verordnung des Kultusministeriums zur Änderung schulrechtlicher Vorschriften vom 11. April 2012 (GBl. S. 334)
**
Gemäß § 48 Satz 1 dieser Verordnung gilt folgende Regelung: “Diese Verordnung tritt für Schüler, die zum 1. August 2011 in die Klassenstufen 5 bis 9 eingetreten sind, mit Wirkung vom 1. Februar 2012 in Kraft. Gleichzeitig tritt für diese Schüler die Werkrealschulverordnung vom 11. November 2009 (GBl. S. 693) außer Kraft. Im Übrigen tritt die vorstehend genannte Werkrealschulverordnung zum 31. Juli 2012 außer Kraft.”
***
Beachte Art. 9 Abs. 2 der Verordnung vom 4. Juni 2019 (GBl. S. 241):
“Die Werkrealschulverordnung vom 11. April 2012 (GBl. S. 334), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 27. Juni 2018 (GBl. S. 280, 281) geändert worden ist, tritt mit Ablauf des 31. Juli 2019 außer Kraft; abweichend hiervon treten die ersten Abschnitte des zweiten und des dritten Teils sowie § 47 jeweils mit Ablauf des 31. Juli 2020 außer Kraft.”

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung an Werkrealschulen (Werkrealschulverordnung - WRSVO) vom 11. April 201201.08.2012 bis 31.07.2021
ERSTER TEIL - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
Erster Abschnitt - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
§ 1 - § 2 - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
Zweiter Abschnitt - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
§ 3 - § 11 - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
ZWEITER TEIL - Schulische Prüfungen01.08.2012 bis 31.07.2021
Erster Abschnitt - Werkrealschulabschlussprüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 12 - Zweck der Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 13 - Teile der Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 14 - Ort und Zeit der Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 15 - Teilnahme an der Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 16 - Prüfungsausschuss, Fachausschüsse01.08.2017 bis 31.07.2021
§ 17 - Schriftliche Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 18 - Sprachprüfung01.08.2017 bis 31.07.2021
§ 19 - Mündliche Prüfung01.08.2017 bis 31.07.2021
§ 20 - Ermittlung des Prüfungsergebnisses, Zeugnis01.08.2018 bis 31.07.2021
§ 21 - Wiederholung der Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 22 - Nichtteilnahme, Rücktritt01.01.2016 bis 31.07.2021
§ 23 - Täuschungshandlungen, Ordnungsverstöße01.08.2012 bis 31.07.2021
ZWEITER ABSCHNITT - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
§ 24 - § 34 - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
DRITTER TEIL - Schulfremdenprüfungen01.08.2012 bis 31.07.2021
Erster Abschnitt - Werkrealschulabschlussprüfung für Schulfremde01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 35 - Zweck der Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 36 - Zeitpunkt der Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 37 - Meldung zur Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 38 - Zulassung zur Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 39 - Prüfungsgegenstände01.08.2012 bis 31.07.2021
§ 40 - Durchführung der Prüfung01.08.2012 bis 31.07.2021
Zweiter Abschnitt - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
§ 41 - § 46 - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
VIERTER TEIL - (weggefallen)01.08.2019 bis 31.07.2021
§ 47 - Übergangsbestimmungen01.08.2018 bis 31.07.2021

ERSTER TEIL
(weggefallen)

Erster Abschnitt
(weggefallen)

§ 1 - § 2
(weggefallen)

Zweiter Abschnitt
(weggefallen)

§ 3 - § 11
(weggefallen)

ZWEITER TEIL
Schulische Prüfungen

Erster Abschnitt
Werkrealschulabschlussprüfung

§ 12
Zweck der Prüfung

In der Abschlussprüfung soll nachgewiesen werden, dass in Klasse 10 ein dem Realschulabschluss gleichwertiger Bildungsstand erreicht ist.

§ 13
Teile der Prüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus der schriftlichen Prüfung, der Sprachprüfung und der mündlichen Prüfung.

§ 14
Ort und Zeit der Prüfung

(1) Die Abschlussprüfung wird an den öffentlichen und an den staatlich anerkannten Werkrealschulen sowie an öffentlichen und staatlich anerkannten Sonderschulen mit Bildungsgang Werkrealschule abgehalten.

(2) Die Abschlussprüfung findet einmal jährlich statt.

(3) Die Termine der schriftlichen Prüfung und der Zeitraum der mündlichen Prüfung werden vom Kultusministerium, der Termin der Sprachprüfung wird von der Werkrealschule vor der schriftlichen Prüfung festgesetzt.

(4) Die mündliche Prüfung findet nach der schriftlichen Prüfung statt.

§ 15
Teilnahme an der Prüfung

(1) An der Abschlussprüfung nehmen diejenigen Schüler der Klasse 10 teil, die nach den Anforderungen des Werkrealschulabschlusses unterrichtet worden sind.

(2) Die Noten für die Jahresleistungen in den Fächern der schriftlichen Prüfung sind dem Schüler etwa eine Woche vor Beginn der mündlichen Prüfung mitzuteilen.

§ 16
Prüfungsausschuss, Fachausschüsse

(1) Für die Durchführung der Prüfung wird ein Prüfungsausschuss gebildet, der für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung verantwortlich ist. Diesem gehören an:

1.

als Vorsitzender ein Beauftragter der unteren Schulaufsichtsbehörde,

2.

als stellvertretender Vorsitzender der Schulleiter,

3.

die in den Prüfungsklassen unterrichtenden Lehrkräfte und

4.

weitere von der unteren Schulaufsichtsbehörde oder vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellte Lehrkräfte.

(2) Für die Sprachprüfung wird vom Schulleiter ein Fachausschuss gebildet, dem neben der Fachlehrkraft der Klasse eine weitere Lehrkraft angehört, die zugleich Protokollführer ist.

(3) Für die mündlichen Prüfungen in den einzelnen Fächern bildet der Vorsitzende aus den Mitgliedern des Prüfungsausschusses Fachausschüsse. Jedem Fachausschuss gehören an:

1.

der Vorsitzende oder ein von ihm bestelltes Mitglied des Prüfungsausschusses, zugleich mit der Aufgabe, die Prüfung zu leiten und zu protokollieren und

2.

die Fachlehrkraft als Prüfer.

(4) Über die jeweilige Prüfung wird eine Niederschrift gefertigt, die von den Mitgliedern des Fachausschusses unterschrieben wird.

(5) Im Anschluss an die Prüfung setzt der Fachausschuss die Note fest und teilt sie dem Schüler auf Wunsch mit. Kann sich der Fachausschuss auf keine Note einigen, so wird die Note aus dem auf die erste Dezimale errechneten Durchschnitt der Bewertungen der Mitglieder gebildet.

(6) Der Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende des Prüfungsausschusses können bei allen Prüfungen und Beratungen der Fachausschüsse anwesend sein.

§ 17
Schriftliche Prüfung

(1) Die Leitung der schriftlichen Prüfung obliegt dem Schulleiter.

(2) Die schriftliche Prüfung erstreckt sich auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch.

(3) Die Prüfungsaufgaben werden hinsichtlich der an der Werkrealschule oder gegebenenfalls Sonderschule mit entsprechendem Bildungsgang geprüften Fächer überwiegend dem Stoffgebiet der Klasse 10 mit dem Bildungsziel des Werkrealschulabschlusses entnommen. Sie werden vom Kultusministerium landeseinheitlich gestellt.

(4) Als Prüfungsaufgaben sind eine oder mehrere Aufgaben aus verschiedenen Stoffgebieten zu fertigen. Die Bearbeitungszeit beträgt in Deutsch und Mathematik 240 Minuten und in Englisch 120 Minuten.

(5) Jede Prüfungsarbeit wird von der Fachlehrkraft und einer vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellten Fachlehrkraft beurteilt und bewertet. Weichen die Bewertungen bis zu zwei Noten voneinander ab, gilt der Durchschnitt. Weichen die Bewertungen um mehr als zwei Noten voneinander ab und können sich die Prüfer nicht einigen, wird die Note vom Prüfungsvorsitzenden im Rahmen der Bewertungen festgelegt.

(6) Über den Verlauf der schriftlichen Prüfung ist von der Aufsicht führenden Lehrkraft eine Niederschrift zu fertigen.

(7) Die Noten der schriftlichen Prüfung in den einzelnen Fächern werden den Schülern etwa eine Woche vor der mündlichen Prüfung bekannt gegeben.

§ 18
Sprachprüfung

Der Prüfungsteil »Hör-, Hör-/Sehverstehen, Sprechen und Sprachmittlung« im Fach Englisch besteht aus verschiedenen Aufgabenteilen, für die das Kultusministerium zentrale Prüfungsmaßstäbe vorgibt. § 16 Absatz 4 bis 6 gilt entsprechend.

§ 19
Mündliche Prüfung

(1) Nach Wahl des Schülers findet im Fächerverbund Materie-Natur-Technik oder im besuchten Wahlpflichtfach eine besondere Form der mündlichen Prüfung statt. Daneben findet auf Antrag des Schülers in den Fächern der schriftlichen Prüfung eine mündliche Prüfung statt. Die Fächer der schriftlichen Prüfung, in denen der Schüler mündlich geprüft werden möchte, sind spätestens am zweiten Unterrichtstag nach der Bekanntgabe der Noten der schriftlichen Prüfung gegenüber dem Schulleiter zu benennen. Ob sich die Prüfung auf weitere Fächer erstreckt, die Gegenstand der schriftlichen Prüfung waren, entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Diese Prüfungsfächer werden dem Schüler etwa eine Woche vor der mündlichen Prüfung bekannt gegeben.

(2) Die Aufgaben der mündlichen Prüfung werden überwiegend dem Stoffgebiet der Klasse 10 mit dem Bildungsziel des Werkrealschulabschlusses entnommen. Sie werden von der Fachlehrkraft gestellt. Der Leiter des Fachausschusses kann die Aufgaben erweitern oder einschränken. Er bestimmt den Gang der Prüfung und kann selbst prüfen.

(3) Die mündliche Prüfung wird in der Regel als Einzelprüfung durchgeführt. Wenn es aus organisatorischen oder thematischen Gründen der Durchführung der Prüfung förderlich ist, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Durchführung einer Gruppenprüfung anordnen. Bei Gruppenprüfungen können bis zu drei Schüler zusammen geprüft werden. Dem Schüler ist vor Beginn der Prüfung die Möglichkeit zu geben, ein Schwerpunktthema zu benennen, das in die mündliche Prüfung des jeweiligen Faches einbezogen wird. Jeder Schüler wird je Fach etwa 15 Minuten geprüft. Die mündliche Prüfung nach Absatz 1 Satz 1 kann in Teilen neben dem Prüfungsgespräch eine Präsentation umfassen, wobei die zeitlichen Anteile von Präsentation und Prüfungsgespräch annähernd gleich sind. § 16 Absatz 4 bis 6 gilt entsprechend.

(4) Der Prüfungsvorsitzende kann darüber hinaus weitere Lehrkräfte oder Referendare als Zuhörer bei der Prüfung und Beratung zulassen, sofern der Prüfling sein Einverständnis erteilt hat.

§ 20
Ermittlung des Prüfungsergebnisses, Zeugnis

(1) Bei der Bewertung der Jahresleistungen in den Prüfungsfächern, bei der Bewertung von schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen sowie bei der Sprachprüfung werden Zehntelnoten, im Übrigen nur ganze Noten erteilt.

(2) Die Gesamtleistungen in den einzelnen Prüfungsfächern ermittelt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Gesamtleistung errechnet sich jeweils aus dem Durchschnitt der Jahres- und der Prüfungsleistung, wobei die Leistungen der schriftlichen und der mündlichen Prüfung gleich zählen. Bei der Berechnung der Prüfungsleistung im Fach Englisch zählen die Noten des dezentralen Prüfungsteils »Hör-, Hör-/Sehverstehen, Sprechen und Sprachmittlung« und der schriftlichen Prüfung je zur Hälfte; wird zusätzlich eine mündliche Prüfung im Fach Englisch abgelegt, zählen bei der Berechnung der Prüfungsleistung schriftliche und mündliche Prüfung je ein Viertel, die Sprachprüfung zur Hälfte. Der Durchschnitt wird bis zu einem Zehntel berechnet, wobei in der üblichen Weise zu runden ist (Beispiel: 2,5 bis 3,4 ergibt die Note »befriedigend«). In den Fächern, in denen nicht geprüft wurde, gelten die Jahresleistungen als Gesamtleistungen.

(3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses stellt fest, wer die Prüfung bestanden hat. Die Prüfung ist bestanden, wenn

1.

der Durchschnitt aus den Noten der maßgebenden Fächer und Fächerverbünde 4,0 oder besser ist,

2.

der Durchschnitt aus den Noten in den Fächern der schriftlichen Prüfung 4,0 oder besser ist,

3.

die Gesamtleistungen in keinem der Fächer der schriftlichen Prüfung mit der Note »ungenügend« bewertet sind und

4.

die Gesamtleistungen in nicht mehr als einem der maßgebenden Fächer und Fächerverbünde geringer als mit der Note »ausreichend« bewertet sind. Trifft dies in höchstens drei Fächern oder Fächerverbünden zu, so ist die Prüfung bestanden, wenn für jedes dieser drei mit schlechter als »ausreichend« bewerteten Fächer oder Fächerverbünde ein sinnvoller Ausgleich gegeben ist. Ausgeglichen werden können:

a)

die Note »ungenügend« in einem Fach oder Fächerverbund durch die Note »sehr gut« in einem anderen maßgebenden Fach oder Fächerverbund oder die Note »gut« in zwei anderen maßgebenden Fächern oder Fächerverbünden,

b)

die Note »mangelhaft« in einem Fach der schriftlichen Prüfung durch mindestens die Note »gut« in einem anderen Fach der schriftlichen Prüfung,

c)

die Note »mangelhaft« in einem anderen Fach oder Fächerverbund durch mindestens die Note »gut« in einem anderen maßgebenden Fach oder Fächerverbund oder die Note »befriedigend« in zwei anderen maßgebenden Fächern oder Fächerverbünden.

(4) Über die Feststellung der Ergebnisse der Prüfung ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eine Niederschrift zu fertigen.

(5) Wer die Abschlussprüfung bestanden hat, erhält ein Abschlusszeugnis mit den nach Absatz 1 und 2 ermittelten Endnoten. § 31 Absatz 4 bleibt unberührt. In die Klasse 10 versetzte Schüler, die an der Werkrealschulabschlussprüfung nicht oder nur teilweise teilgenommen oder diese nicht bestanden haben, erhalten ein Zeugnis mit den in Klasse 9 erzielten Jahresleistungen, mit dem bescheinigt wird, dass die Werkrealschule oder Hauptschule nach Klasse 9 erfolgreich abgeschlossen und damit ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Bildungsstand erreicht wurde. Satz 3 kommt nicht zur Anwendung, falls ein Schüler bereits mit Erfolg an der Hauptschulabschlussprüfung teilgenommen hat (§ 11 Absatz 1). Auf Antrag stellt die Schule ein Abgangszeugnis aus Klasse 10 aus.

§ 21
Wiederholung der Prüfung

Wird die Prüfung nicht bestanden, kann sie nach erneutem Besuch der Klasse 10 oder gegebenenfalls der Abschlussklasse der öffentlichen und staatlich anerkannten Sonderschulen mit Bildungsgang Werkrealschule einmal wiederholt werden.

§ 22
Nichtteilnahme, Rücktritt

(1) Die Teile der Prüfung, an denen der Schüler ohne wichtigen Grund nicht teilnimmt, werden jeweils mit »ungenügend« bewertet. Der wichtige Grund ist der Schule unverzüglich mitzuteilen. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet bei der schriftlichen Prüfung und der Sprachprüfung der Schulleiter, bei den übrigen Prüfungsteilen der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.

(2) Als wichtiger Grund gilt insbesondere Krankheit. Ist eine prüfungsrelevante gesundheitliche Beeinträchtigung nicht offenkundig, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen, das eine konkrete Beschreibung dieser gesundheitlichen Beeinträchtigung beinhaltet. Lassen sich Zweifel am Vorliegen einer prüfungsrelevanten gesundheitlichen Beeinträchtigung auf andere Weise nicht ausräumen, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auch die Vorlage eines Satz 2 entsprechenden amtsärztlichen Zeugnisses verlangen.

(3) Wer sich in Kenntnis einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder eines anderen wichtigen Grundes der Prüfung unterzogen hat, kann diese Gründe nachträglich nicht mehr geltend machen. Der Kenntnis steht die fahrlässige Unkenntnis gleich; fahrlässige Unkenntnis liegt insbesondere dann vor, wenn bei Vorliegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht unverzüglich eine Klärung herbeigeführt wurde.

(4) Soweit ein wichtiger Grund vorliegt, gilt die Prüfung als nicht unternommen. Die nicht abgelegten Prüfungsteile können in einem Nachtermin nachgeholt werden. Kann an der Nachprüfung aus wichtigem Grund ganz oder teilweise nicht teilgenommen werden, gilt die Prüfung als nicht unternommen; Absatz 1 Satz 2 und 3 sowie Absatz 2 gelten entsprechend.

(5) Vor Beginn der Abschlussprüfung ist auf diese Bestimmungen hinzuweisen.

§ 23
Täuschungshandlungen, Ordnungsverstöße

(1) Wer es unternimmt, das Prüfungsergebnis durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, oder wer nicht zugelassene Hilfsmittel nach Bekanntgabe der Prüfungsaufgaben mit sich führt oder Beihilfe zu einer Täuschung oder einem Täuschungsversuch leistet, begeht eine Täuschungshandlung.

(2) Wird während der Prüfung festgestellt, dass eine Täuschungshandlung vorliegt, oder entsteht ein entsprechender Verdacht, ist der Sachverhalt von einer Aufsicht führenden Lehrkraft festzustellen und zu protokollieren. Die Prüfung wird bis zur Entscheidung über die Täuschungshandlung vorläufig fortgesetzt.

(3) Wer eine Täuschungshandlung begeht, wird von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen; dies gilt als Nichtbestehen der Abschlussprüfung. In leichten Fällen kann stattdessen die Prüfungsleistung mit der Note »ungenügend« bewertet werden. Im Hinblick auf die Zuständigkeit für die Entscheidung ist § 22 Absatz 1 Satz 3 entsprechend anzuwenden.

(4) Stellt sich eine Täuschungshandlung erst nach Aushändigung des Zeugnisses heraus, kann die untere Schulaufsichtsbehörde das Zeugnis einziehen und entweder ein anderes Zeugnis erteilen oder die Prüfung für nicht bestanden erklären, sofern seit der Ausstellung des Zeugnisses nicht mehr als zwei Jahre vergangen sind.

(5) Wer durch sein Verhalten die Prüfung so schwer stört, dass es nicht möglich ist, die Prüfung ordnungsgemäß durchzuführen, wird von der Prüfung ausgeschlossen; dies gilt als Nichtbestehen der Abschlussprüfung. Absatz 3 Satz 3 gilt entsprechend.

(6) Vor Beginn der Abschlussprüfung ist auf diese Bestimmungen hinzuweisen.

ZWEITER ABSCHNITT
(weggefallen)

§ 24 - § 34
(weggefallen)

DRITTER TEIL
Schulfremdenprüfungen

Erster Abschnitt
Werkrealschulabschlussprüfung für Schulfremde

§ 35
Zweck der Prüfung

Die Prüfung dient dem Erwerb der Werkrealschulabschlussprüfung für Bewerber, die keine öffentliche oder staatlich anerkannte Hauptschule, Werkrealschule oder Realschule, kein öffentliches oder staatlich anerkanntes Gymnasium, keine öffentliche oder staatlich anerkannte Gemeinschaftsschule oder Sonderschule mit entsprechendem Bildungsgang besuchen (Schulfremde).

§ 36
Zeitpunkt der Prüfung

Die Abschlussprüfung für Schulfremde findet in der Regel einmal jährlich zusammen mit der ordentlichen Abschlussprüfung statt.

§ 37
Meldung zur Prüfung

(1) Die Meldung zur Abschlussprüfung ist bis zum 1. März jeden Jahres an die für den Wohnsitz des Bewerbers zuständige untere Schulaufsichtsbehörde zu richten.

(2) Zur Prüfung wird zugelassen, wer

1.

die Abschlussprüfung nicht eher ablegt, als es bei normalem Schulbesuch möglich wäre,

2.

nicht bereits die ordentliche Werkrealschulabschlussprüfung oder die entsprechende Abschlussprüfung für Schulfremde mit Erfolg abgelegt hat,

3.

nicht mehr als einmal erfolglos an der ordentlichen Werkrealschulabschlussprüfung oder der entsprechenden Abschlussprüfung für Schulfremde teilgenommen hat und

4.

keine Hauptschule, Werkrealschule, Realschule, kein Gymnasium, keine Gemeinschaftsschule oder keine Sonderschule mit entsprechendem Bildungsgang besucht.

(3) Der Meldung sind beizufügen

1.

ein Lebenslauf mit Angaben über den bisherigen Bildungsgang und gegebenenfalls über die ausgeübte Berufstätigkeit,

2.

ein von einer öffentlichen Stelle ausgestellter Identitätsnachweis, etwa ein Personalausweis, Reisepass oder eine Geburtsurkunde (beglaubigte Abschrift oder Ablichtung),

3.

die Abgangs- oder Abschlusszeugnisse der besuchten Schulen (beglaubigte Abschriften oder Ablichtungen),

4.

eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls mit welchem Erfolg schon einmal an der Abschlussprüfung an Werkrealschulen teilgenommen wurde,

5.

die Benennung des Fachs oder des Fächerverbunds, in denen der Prüfling nach § 39 Absatz 2 mündlich geprüft werden will, sowie

6.

Angaben über die Art der Vorbereitung auf die Prüfung.


§ 38
Zulassung zur Prüfung

(1) Die untere Schulaufsichtsbehörde entscheidet über die Zulassung zur Prüfung und unterrichtet den Bewerber über die getroffene Entscheidung. Die Versagung der Zulassung ist schriftlich zu begründen.

(2) Die zugelassenen Bewerber werden von der unteren Schulaufsichtsbehörde zur Ablegung der Prüfung einer öffentlichen Schule zugewiesen.

§ 39
Prüfungsgegenstände

(1) Die schriftliche Prüfung erstreckt sich auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch.

(2) Die mündliche Prüfung findet in den Fächern Deutsch, Mathematik und im Fächerverbund Materie-Natur-Technik, die Sprachprüfung im Fach Englisch statt. Nach Wahl des Bewerbers findet darüber hinaus eine mündliche Prüfung im Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft oder im Fach Religion oder Ethik statt.

(3) Vor Beginn der mündlichen Prüfung und der Sprachprüfung wird den Bewerbern das Ergebnis der schriftlichen Prüfung mitgeteilt.

§ 40
Durchführung der Prüfung

(1) Für die Prüfung gelten die §§ 16 bis 18, 19 Absatz 2 und 3 sowie die §§ 20 bis 23 entsprechend mit folgenden Maßgaben:

1.

Fachlehrkraft im Sinne von § 17 Absatz 5 Satz 1 ist die vom Leiter der Werkrealschule bestimmte Lehrkraft;

2.

bei der Festlegung des Prüfungsergebnisses zählen allein die Prüfungsleistungen;

3.

die Note in den Prüfungsfächern, in denen schriftlich und mündlich geprüft wurde, wird aus dem Durchschnitt der Noten für die schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen gebildet;

4.

die Prüfung ist bestanden, wenn

a)

der Durchschnitt der Gesamtleistungen der geprüften Fächer und Fächerverbünde 4,0 oder besser ist,

b)

die Gesamtleistungen in keinem der Prüfungsfächer nach § 39 Absatz 1 und 2 mit der Note »ungenügend« bewertet sind und

c)

die Gesamtleistungen in nicht mehr als einem der geprüften Fächer und Fächerverbünde geringer als mit der Note »ausreichend« bewertet sind; trifft dies in höchstens drei Fächern oder Fächerverbünden zu, so ist die Prüfung bestanden, wenn für jedes dieser drei Fächer oder Fächerverbünde ein sinnvoller Ausgleich gegeben ist; ausgeglichen werden kann die Note »mangelhaft« durch die Note »gut« in einem geprüften Fach oder Fächerverbund oder durch die Note »befriedigend« in zwei geprüften Fächern oder Fächerverbünden.

(2) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann sie einmal, frühestens nach einem Jahr, wiederholen. § 37 Absatz 2 Nummer 3 bleibt unberührt.

Zweiter Abschnitt
(weggefallen)

§ 41 - § 46
(weggefallen)

VIERTER TEIL
(weggefallen)

§ 47
Übergangsbestimmungen

Für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2016/2017 in die Klassen 7 bis 10 eintreten, gelten die § 3 Absatz 1 und 5, § 20 Absatz 5, § 33 Absatz 4 sowie die Anlage zu § 2 der Werkrealschulverordnung in der am 31. Juli 2016 geltenden Fassung bis zu deren Abschluss der Werkrealschule weiter. Satz 1 gilt nicht für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer Klassenwiederholung in eine Klasse wechseln, die sich im Schuljahr 2016/2017 in der Klassenstufe 5 oder 6 befand.


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