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Inhalt
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Amtliche Abkürzung:RahmenVO-KM
Fassung vom:27.04.2015
Gültig ab:01.08.2015
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204
Rechtsverordnung des Kultusministeriums über Rahmenvorgaben für die Umstellung
der allgemein bildenden Lehramtsstudiengänge an den Pädagogischen Hochschulen,
den Universitäten, den Kunst- und Musikhochschulen sowie der Hochschule
für Jüdische Studien Heidelberg auf die gestufte Studiengangstruktur mit Bachelor-
und Masterabschlüssen der Lehrkräfteausbildung in Baden-Württemberg
(Rahmenvorgabenverordnung Lehramtsstudiengänge - RahmenVO-KM)
Vom 27. April 2015

Anlage 8

(zu § 4 Absatz 6 und 14, § 5 Absatz 5 und 12, § 6 Absatz 9 und 17 und § 7 Absatz 5 und 12)

Alle Lehrämter: Bildungswissenschaften

INHALTSÜBERSICHT

1.

Fachspezifisches Kompetenzprofil

2.

Bildungswissenschaften Lehramt Grundschule

3.

Bildungswissenschaften Lehramt Sekundarstufe I und Lehramt Gymnasium

4.

Bildungswissenschaften Sonderpädagogik (Ergänzungen)

1.

Fachspezifisches Kompetenzprofil Bildungswissenschaften

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über professionsbezogene Kompetenzen und kennen die Bedeutung zeitgemäßer Bildung. Sie sind mit den erziehungswissenschaftlichen und psychologischen, sowie den soziologischen, theologischen, philosophischen, ethischen und politikwissenschaftlichen Grundfragen der Bildung vertraut. Sie kennen die christlichen und abendländischen Bildungs- und Kulturwerte. Zugleich berücksichtigen sie altersangemessene Vermittlungsformen, Grundsätze der Bildung für nachhaltige Entwicklung, medienpädagogische und genderbezogene Erkenntnisse und messen der Entwicklung der Personalkompetenz besondere Bedeutung bei. Sie sind in der Lage, mit Eltern zu kooperieren, interkulturelle Kompetenz zu fördern und verfügen über Diagnostik- und Förderkompetenz insbesondere im Hinblick auf integrative und inklusive Bildungsangebote. Auf dieser Basis sind sie in der Lage, ihr pädagogisches Handeln zu gestalten und zu reflektieren. Sie werden durch das Lehramtsstudium dazu angeleitet, ihren Beruf, ihre eigene professionelle Entwicklung und ihre zukünftige Arbeit an der Schule auf der Basis von Forschungsergebnissen zu analysieren. Die Absolventen und Absolventinnen verfügen über eine ihrem Ausbildungsstand entsprechende Kompetenz, einen in Ansätzen schülerorientierten Unterricht zu gestalten, der geprägt ist von Wertschätzung und professionellem Handeln. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über grundlegende Kenntnisse, Unterricht motivierend und individuell fördernd zu gestalten, auch in heterogenen Lerngruppen. Sie verstehen sich als verantwortliche Akteure im Bildungssystem und kennen die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ihres Handelns. Sie verfügen über grundlegende forschungsmethodische Kompetenzen, um ihr Handeln in Unterricht- und Schule zu analysieren und um relevante Forschungsergebnisse sachgerecht und kritisch interpretieren zu können. Die Absolventinnen und Absolventen verstehen die Notwendigkeit, ihre professionellen Kompetenzen beständig weiter zu entwickeln und für ihre berufsbiographische Entwicklung die Unterstützungs- und Beratungsangebote der institutionalisierten Lehrerbildung zu nutzen.

2.

Bildungswissenschaften Lehramt Grundschule

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Kompetenzbereich Unterrichten

können Unterricht sach- und fachgerecht planen, gestalten, reflektieren und begründen, damit Lern- und Entwicklungsprozesse gelingen,

kennen Theorien, Modelle und Konzepte der Gestaltung von Lernsituationen und können methodisch-didaktische sowie pädagogische Entscheidungen theoriegestützt treffen,

wissen, wie Lernsituationen motivierend gestaltet werden, Schülerinnen und Schüler Zusammenhänge herstellen und Gelerntes nutzen können,

kennen Grundlagen und Methoden der Förderung selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und kooperativen Lernens und Arbeitens, insbesondere mit Blick auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen.

Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule unter Berücksichtigung vorausgehender und anschließender Bildungseinrichtungen und Übergänge

Allgemeine und stufenbezogene Didaktik

Umgang mit Heterogenität

Inklusion in Schule und Unterricht

Klassenführung und -management, soziale Interaktion im Unterricht, Qualitätsmerkmale und Prädiktoren von Unterricht, Instruktionsmethoden, sozial-konstruktivistische Unterrichtsmethoden, kooperative Lehr-Lernmethoden, Lernen mit Medien, computerbasiertes Lernen

Lerntheorien, Wissenserwerb und Transfer, Metakognition und Strategisches Lernen, Expertise-Erwerb, Lern- und Leistungsmotivation, Motivationsförderung, Selbstkonzept und Selbstwirksamkeit

Konzepte der Medienpädagogik und -psychologie, Möglichkeiten und Grenzen eines anforderungs- und situationsgerechten Einsatzes von Medien im Unterricht

Bedeutung, Chancen und Grenzen außerschulischer Lernorte

Soziale Ungleichheit, Heterogenitätsdimensionen, Migration und kulturelle Vielfalt und deren Bedeutung bei der Planung von Unterricht

Konzepte entdeckenden, problemorientierten, situierten und selbstregulierten Lernens

Individuelles und gemeinsames Lernen

Gestaltung von Lernumgebungen, Lernmedien und Lernmaterialien, Aufgabenkultur

Emotionale Einflüsse auf Lernen und Leistung, Selbstregulation, Zielorientierung, Fähigkeitsselbstbilder, Selbstwirksamkeit

Kompetenzbereich Erziehen

kennen Werte und Normen und können diese unter Berücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung und kulturellen Heterogenität im Rahmen ihrer Erziehungsaufgabe reflektieren,

wissen, wie selbstbestimmtes Urteilen und Handeln von Schülerinnen und Schülern unterstützt werden kann,

kennen soziale, migrations- und milieuspezifische Lebensbedingungen der Schülerinnen und Schüler, kennen Ursachen der Bildungsungleichheit und verfügen über Lösungsansätze im Rahmen der schulischen Möglichkeiten,

kennen Lösungsansätze für Schwierigkeiten und Konflikte in Schule und Unterricht.

Bildungs- und Erziehungstheorien, damit korrespondierende empirische Befunde, Bedeutungen für das erzieherische Handeln

Kennzeichen politischer Systeme demokratischer Gesellschaften

Pädagogische, soziologische und psychologische Theorien der Entwicklung und Sozialisation von Vorschulkindern, Kindern und Jugendlichen

Entwicklung von Normen und Werthaltungen

Werte und Grundlagen der europäischen Kultur, Phänomene des Religiösen und von Religion, insbesondere des Christentums

Dialog der Religionen

Theorien der Entwicklung, Sozialisation und Enkulturation von Kindern unter besonderer Berücksichtigung von Geschlecht, Kultur und sozialem Milieu und deren Begründung für die Gestaltung pädagogischen Handelns

Veränderungsmechanismen des Entwicklungsgeschehens (Reifung, Lernen, Prägung; Anlage und Umwelt), kognitive, motivationale (insbesondere Leistungsmotiv) Entwicklung, entwicklungsförderliche Kontexte in Schule und Familie

Gestaltung des Unterrichtsklimas, Kommunikations- und Konflikttheorien, Prävention und Intervention

Formen der Gesprächsführung, der Konfliktbewältigung und des demokratischen Umgangs

Beratung von und Kooperation mit Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten (Elternarbeit), kollegiale Kooperation

Kompetenzbereich Beurteilen

kennen Möglichkeiten der Diagnose von Lernvoraussetzungen und Lernprozessen sowie der gezielten Unterstützung und Förderung von Schülerinnen und Schülern,

kennen Prinzipien und Ansätze einer dialogorientierten Rückmeldung für und Beratung von Grundschülerinnen und -schülern und deren Eltern,

kennen Grundlagen und Formen der Erfassung der Leistungen von Schülerinnen und Schülern auf der Basis transparenter Beurteilungsmaßstäbe.

Lern- und Instruktionsdiagnostik, Entwicklungs- und Erziehungsdiagnostik, Schullaufbahndiagnostik, Diagnostik bei Lern- und Leistungsauffälligkeiten, Diagnostik bei sozial-emotional auffälligem Verhalten

Konzepte und Methoden der Lernbegleitung und der pädagogischen Diagnostik und Förderung bei Grundschulkindern

Konzepte, Methoden und Formen und der Gesprächsführung und Rückmeldung an Schülerinnen und Schüler und Eltern und Erziehungsberechtigte

Kooperation mit Kindergarten, Vorschule und anderen Schularten, Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

Grundlagen pädagogischer und psychologischer Diagnostik, Test- und Befragungsmethoden, Beobachtungsverfahren, Leistungs- und Verhaltensbeurteilung

Diagnose von Lernvoraussetzungen, Lernausgangslagen und Lernentwicklungen,

Grundlagen, Formen und Verfahren der Lern- und Leistungsdiagnostik und Leistungsbeurteilung

Leistungserziehung

Kompetenzbereich Innovieren

entwickeln ein professionelles Konzept ihrer Rolle als Lehrperson und ein konstruktives und lösungsorientiertes Verhältnis zu den Anforderungen ihres künftigen Berufs,

kennen die besondere Verantwortung und Verpflichtung ihres zukünftigen öffentlichen Amtes,

kennen und reflektieren den spezifischen Bildungsauftrag der Grundschule sowie vor- und nachgeordneter Bildungsinstitutionen,

kennen Ziele und Methoden der Schulentwicklung, der Evaluation und Qualitätssicherung, der Organisations- und Kooperationsstrukturen an Schulen sowie Bedingungen für erfolgreiche Kooperationen in multiprofessionellen Teams,

kennen Ergebnisse der Bildungsforschung zu unterschiedlichen Schulsystemen und Bildungsgängen und kennen Elemente bildungspolitischer Steuerung.

Theorien und Forschungen zur Professionalisierung im Grundschullehrerberuf

Lehrerleitbild

Berufsbezogene Wertvorstellungen und Einstellungen, Entwicklung professioneller Identität und Handlungskompetenz

Bewältigung von Belastung, Stressprävention, Gesundheitsförderung und -prävention in der Schule

Umgang mit berufsbezogenen Konflikt- und Entscheidungssituationen

Schule als soziales System und soziale Organisation

Aufbau des deutschen Bildungssystems, insbesondere in Baden-Württemberg

Übergangstheorien und Konzepte der Kooperation zwischen Elementar-, Primar- und Sekundarbereich sowie mit der Sonder- und Sozialpädagogik und außerschulischen Partnern

Schulentwicklungstheorien

Qualitätssicherung und -entwicklung an Grundschulen

Selbst- und Fremdevaluation

Konzepte und Verfahren der Teamentwicklung

Schultheorien

Methoden, Ziele und Ergebnisse der Bildungsforschung

Strukturen und Entwicklungen von Bildungssystemen

Internationale Schulvergleichsforschung

3.

Bildungswissenschaften Lehramt Sekundarstufe I und Lehramt Gymnasium

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und
Absolventen

Studium Lehramt Sekundarstufe I
und Lehramt Gymnasium

erweitert im Studium Lehramt
Sekundarstufe I

Kompetenzbereich Unterrichten

können unter Berücksichtigung einschlägiger Bildungs- und Erziehungstheorien entsprechende bildungstheoretische Ziele formulieren,

nutzen ihr erworbenes Wissen über Lerntheorien und -verfahren, um Lernsituationen motivierend zu gestalten,

berücksichtigen in der Unterrichtsplanung soziale Interaktionen sowie Aspekte der Lehrer-Schüler-Beziehung,

sind in der Lage, Grundlagen und Methoden der Förderung selbstbestimmten Lernens und der Förderung verantwortlicher Autonomie zu benennen und Lernumgebungen entsprechend zu gestalten,

können sich mit lernförderlichen und -hinderlichen Emotionen auseinandersetzen,

kennen geeignete Unterrichtsformen und sind in Ansätzen in der Lage, diese einzusetzen.

Bildungs- und Erziehungstheorien

Unterrichtsqualität (zum Beispiel Klassenführung)

Unterrichtsbeobachtung und -planung

Didaktik, Unterrichtsmethoden, Aufgaben

Medien im Unterricht

Unterrichtsgestaltung

Lehrer-Schüler-Beziehung

soziale Interaktion im Unterricht

Schülerorientierung

Lerntheorien und -verfahren

Motivation, Selbstkonzept

Individualisierung, Differenzierung und Selbstregulation

Lernförderliche und hinderliche Emotionen

geeignete Unterrichtsformen und -konzepte

Lernumgebungen

Autonomie

vertiefte Auseinandersetzung mit diagnostikgestützter Differenzierung im Unterricht

vertiefte Auseinandersetzung mit Lern- und Motivationstrainings,

Analyse und Gestaltungsmöglichkeiten von Lehrer-Schüler-Beziehungen

vertiefte Auseinandersetzung mit den Themenfeldern problembasierte und kooperationsförderliche Lernumgebungen sowie mit dem Spannungsfeld von Autonomie und Steuerung und Führung

Kompetenzbereich Erziehen

reflektieren Bildungsgerechtigkeit hinsichtlich sozialer, milieu- und migrationsspezifischer Lebensbedingungen der Schülerinnen und Schüler und können mögliche Lösungsansätze beschreiben,

können Sozialisationstheorien nachzeichnen,

reflektieren Werte und Normen und deren Entstehung in ihrer kulturellen Heterogenität.

wissen, wie selbstbestimmtes Urteilen und Handeln von Schülerinnen und Schülern unterstützt werden kann,

können Gefährdungen in Kindheit und Jugend beschreiben und sind in der Lage, Lösungsansätze präventiv sowie interventiv für Schwierigkeiten und Konflikte in Schule und im Unterricht reflektiert einzusetzen.

Familie, Kindheit, Jugend, Sozialisationstheorien, Entwicklungstheorien, pädagogische Anthropologie

Differenzlinien, unter anderem Geschlecht, Migration, Milieu, Herkunft, Bildungsschicht

Bildungsungleichheit, Bildungsgerechtigkeit

Werte, Normen, Demokratie und Menschenrechte

Moral, Identität

Krisen

Argumentieren, Urteilen, Handeln

Risiken und Gefährdungen in Kindheit und Jugend, Prävention

Beratung, Gesprächsführung, Kommunikation, Formen der Schüler- und Elternpartizipation, Konflikte und Gewalt: Formen, Prävention, Intervention, Training

Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt

vertiefte Auseinandersetzung mit Entwicklungs- und Sozialisationsbedingungen

Entwicklungsförderliche und -hinderliche Kontexte in Schule und Familie und Möglichkeiten ihrer Beeinflussung

vertiefte Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen der Wertvorstellungen in unserer Gesellschaft

Förderung der Moralentwicklung und der sozial-emotionalen Entwicklung

vertiefte Auseinandersetzung mit Konfliktfeldern in der Schule

Differentielle Problemkonstellationen (zum Beispiel Multiproblemlagen), Ressourcen, Zuständigkeiten

Unterrichtsklima, Training und Förderung (Kommunikation, Prosozialität)

Elternberatung und -kooperation

Kompetenzbereich Beurteilen

kennen Grundlagen der Diagnostik von Schülerinnen und Schülern,

kennen Prinzipien der gezielten Förderung sowie Beratung der Schülerinnen und Schüler und Eltern,

sind in der Lage, den Umgang mit der heterogenen Schülerschaft zu reflektieren,

sind in der Lage, pädagogisch-psychologische Grundlagen der Diagnostik zu beschreiben und zu erklären,

können Leistungen von Schülerinnen und Schülern auf der Basis transparenter Beurteilungsmaßstäbe erfassen, auch mit Blick auf heterogene Lerngruppen.

Diagnostik: unter anderem Lerndiagnostik, Teilleistungsdiagnostik, Verhaltensdiagnostik, Schullaufbahndiagnostik

Formen, Ziele und Merkmale von Feedback, Förderung und von Beratung

Reflexion des Umgangs mit Heterogenität

pädagogisch-psychologische Grundlagen der Diagnostik (zum Beispiel Gütekriterien, Bezugsnormen, Fairness)

formative und summative Verfahren der Leistungsbeurteilung

vertiefte Auseinandersetzung mit Diagnostik von Lern- und Leistungsauffälligkeiten und sozial auffälligem Verhalten im sozialen und schulischen Kontext

vertiefte Auseinandersetzung mit Leistungsbeurteilung im Kontext von Heterogenität

Kompetenzbereich Innovieren

reflektieren ihre Rolle als Lehrerin oder Lehrer sowie die besonderen Anforderungen des Lehrerberufs als ein öffentliches Amt mit besonderer Verantwortung und Verpflichtung,

können die Grundlagen der Evaluation und Qualitätssicherung beschreiben und nutzen sie für den schulischen Kontext,

verstehen ihren künftigen Beruf als Lehrer oder Lehrerin als ständige Lernaufgabe, indem sie in der Lage sind, ihre professionelle Entwicklung systematisch zu reflektieren,

reflektieren Ziele und Methoden der Schulentwicklung und kennen Bedingungen für erfolgreiche Kooperationen in multiprofessionellen Teams,

können Merkmale und Forschungen unterschiedlicher Schulsysteme und Bildungsgänge vergleichen und beschreiben Elemente bildungspolitischer Steuerung.

Pädagogische Professionalität, Haltungen, Verantwortung, demokratischer Umgang, Berufsethos, Führung

Merkmale und Anforderungen des Lehrerberufs, Theorie-Praxis-Verhältnis

Belastung und Beanspruchung: Formen, Befunde, Prävention, Bewältigung

Evaluation und Qualitätssicherung: Formen, Methoden, Merkmale, ethische und datenschutzrechtliche Aspekte, Bewertung und Nutzung von Ergebnissen

Nachhaltige Kompetenzentwicklung

systematische Reflexion der eigenen professionellen Entwicklung

Theorie der Schule

Theorien und Konzepte der Schulentwicklung, Schulsteuerung, Schulkultur, Schulqualität, Schulleitung, Partizipation

Kooperation, auch in multiprofessionellen Teams, regionale Schulentwicklung

Institutionelle Diskriminierung

Schulsysteme national und international: Merkmale, Vergleich

Educational Governance und politische Steuerung

Schularten, Übergänge

Lehrerbildung

vertiefte Auseinandersetzung mit Merkmalen und Handlungsfeldern des Lehrerberufs

Lehrergesundheitsförderung

vertiefte Auseinandersetzung mit Verfahren der Qualitätssicherung

vertiefte Auseinandersetzung mit der Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen

vertiefte Auseinandersetzung mit den Themenfeldern, Theorie der Schule und Schulentwicklung

vertiefte Auseinandersetzung mit Schulsystemen insbesondere im internationalen Vergleich, neuen Steuerungsinstrumenten und Systemsteuerung

4.

Bildungswissenschaften Sonderpädagogik (Ergänzungen)

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

Kompetenzbereich Unterrichten

können schulische Lehr-Lern-Prozesse ausgehend von den Bildungspotentialen der Lernenden sowie von Lerntheorien und didaktischen Modellen planen,

können begründet Unterrichtstheorien anwenden und Methoden, Sozialformen und Medien einsetzen,

kennen theoriegeleitete und praxisbezogene Konzepte des Classroom-Managements,

verfügen über ein Repertoire an Methoden, um Konflikte zu erkennen, zu bearbeiten und zu lösen,

können Lehr- und Lernprozesse methodisch und systematisch dokumentieren und reflektieren und sich dabei an wissenschaftlichen Verfahren und Standards orientieren.

Didaktische Theorien und Modelle

Konzepte zur Unterrichtsplanung und -reflexion

Techniken der Klassenführung; Theorien der Kommunikation

Konzepte der Beziehungsgestaltung und des Konfliktmanagements

Grundlagen der Forschungsmethoden und Evaluationsforschung

Schüler- und Unterrichtsbeobachtung

Leistungsbegriff und Formen der Leistungsmessung

Kompetenzbereich Erziehen

kennen Theorien der Bildung, Erziehung und sozialen Benachteiligung und können diese in ihrer wissenschaftlichen Bedeutung, in ihren Konsequenzen für die Praxis und im Hinblick auf die Diskurse zu Diversität und Inklusion reflektieren,

können Erkenntnisse zur Heterogenität und Diversität in Bezug auf soziale Ungleichheit, Migration und Transkulturalität, Gender sowie Behinderung im pädagogischen Handeln anwenden,

können anthropogene Voraussetzungen (wie individuelle soziale, psychosoziale und körperlich-leibliche Bedingungen) von Kindern und Jugendlichen erkennen, analysieren und reflektieren,

können Kontexte und Strukturen der Sozialisation analysieren und reflektieren,

können die Wirkung, Chancen und Risiken, ihres pädagogischen Handelns erkennen und reflektieren,

können Ursachen von Lernprozessstörungen in eigenen und fremden Handlungsweisen reflektieren und daraus Konsequenzen für ihr pädagogisches Handeln ziehen,

wissen um die Herausforderungen und die Bedeutung der Identitätsentwicklung junger Menschen mit Behinderungen, überprüfen und reflektieren auf diesem Hintergrund kritisch ihr sonderpädagogisches Handeln und beziehen entsprechende Bildungsangebote ein,

kennen Modelle und Methoden der Gesprächsführung, Beratung und Moderation und können diese in Kooperationen mit schulischen und außerschulischen Partnern reflektiert anwenden.

Gegenstandsfelder, Hauptströmungen und Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft

Theorien zur Heterogenität sowie zur Inklusion und Exklusion

Reflexion eigener Einstellungen und Haltungen sowie Strategien zum Umgang mit Diversität

Theorien und Konzepte zur Diversität, interkulturellen Pädagogik, sozialen Benachteiligung, Gender, Behinderung

Sozialisationstheorien

Methoden des inklusiven Unterrichts

pädagogische Methoden zum kooperativen Lernen

Professionalisierungstheorien und -forschung

Reflexion von pädagogischen Einstellungen und Wertevorstellungen

Dokumentation und Beurteilung von Entwicklungs- und Bildungsprozessen

Reflexion von Leistungsrückmeldungen und -bewertungen

Belastungsforschung und Präventionsstrategien

Rollenverständnis in der Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Psychologie des Lehrens und Lernen

Entwicklungspsychologische Grundlagen (Differentielle Psychologie und Sozialpsychologie)

Identitätsentwicklung

Grundlagen zu Entwicklungs- und Sozialisationsprozessen

Methoden der Beratung, Kooperation mit Eltern und Unterstützungssystemen wie Jugendhilfe, Sozialarbeit

Teambildung und Teamarbeit

Kompetenzbereich Beurteilen

kennen diagnostische Instrumente und können diese situationsbedingt einsetzen,

können kriteriengeleitet und strukturiert Lernsituationen und Schülerverhalten beobachten, beschreiben und bewerten.

Grundlagen der Diagnostik in pädagogischen Kontexten

Grundlagen in qualitative und quantitative Datenerfassungsmethoden

formelle und informelle Verfahren zur Erfassung von Lernausgangslagen

Kompetenzbereich Innovieren

kennen die Bedeutung von Netzwerkstrukturen insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung von Unterstützungssystemen und Übergängen,

können bildungs- und sozialpolitische Organisationssysteme, deren Strukturen, Entwicklungen und Kooperationen analysieren reflektieren und Innovationsmöglichkeiten einschätzen.

Rechtsgrundlagen und Formen von Unterstützungssystemen

Theorien und Konzepte der Schulkultur, Schulentwicklung und -evaluation

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