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Amtliche Abkürzung:2BFS-VO
Fassung vom:23.11.2008
Gültig ab:01.08.2008
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2223-2
Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung an
den zweijährigen zur Prüfung der Fachschulreife führenden
Berufsfachschulen (2BFS-VO)
Vom 23. November 2008

§ 16
Praktische Prüfung

(1) Die praktische Prüfung erstreckt sich in allen Bereichen auf das Fach Berufspraktische Kompetenz.

(2) Im gewerblich-technischen Bereich soll der Prüfling nachweisen, dass er in ausreichendem Umfang handwerklich-praktische Grundfertigkeiten erworben hat und diese für die Ausführung einfacher Arbeitsaufträge anwenden kann. Für die Durchführung gilt Folgendes:

1.

Die Prüfung dauert sechs bis zwölf Stunden, wobei die Arbeitszeit am Tag acht Stunden nicht überschreiten darf. Abweichend hiervon dauert die Prüfung im Profil Labortechnik 180 Minuten.

2.

Die Aufgaben werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Grund von Vorschlägen der Fachlehrkräfte gestellt; die obere Schulaufsichtsbehörde kann bezirkseinheitliche Aufgaben anordnen und bei entsprechender Aufgabenstellung die Prüfungsdauer auf einen Tag beschränken. Im Rahmen der Aufgabenstellung kann auch verlangt werden, dass der Prüfling ein kurz gefasstes Protokoll über den Arbeitsverlauf und die hierbei auftauchenden Probleme und deren Lösungen anfertigt. Soweit Vertreter der Wirtschaft nach § 14 Abs. 3 Satz 3 Nr. 4 in den Fachausschuss zur Abnahme der praktischen Prüfung im gewerblich-technischen Bereich berufen sind, sind diese an der Aufgabenstellung zu beteiligen.

3.

Die Aufsicht während der Prüfung wird abwechselnd durch die Mitglieder des Fachausschusses ausgeübt. Der Leiter des Fachausschusses kann weitere fachkundige Personen zur Aufsichtsführung beiziehen.

4.

Der Fachausschuss legt auf Grund des Arbeitsergebnisses und der Arbeitsweise des Schülers das Ergebnis der praktischen Prüfung fest; dabei sind ganze und halbe Noten zu verwenden. Kann sich der Fachausschuss auf keine Note einigen oder mehrheitlich mit der Stimme des Leiters für keine bestimmte Note entscheiden, so wird die Note aus dem auf die erste Dezimale errechneten Durchschnitt der Bewertungen aller Mitglieder gebildet, der auf eine ganze oder halbe Note zu runden ist. § 15 Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 2 gilt entsprechend.

5.

Über die praktische Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, die von den Mitgliedern des Fachausschusses unterschrieben wird.

(3) Im kaufmännischen Bereich soll der Prüfling seine Schreibleistung nachweisen, ein formgerechtes Dokument der betrieblichen Kommunikation computergestützt erstellen sowie eine Anwendungsaufgabe aus der Büropraxis ausführen. Für die Durchführung gilt Folgendes:

1.

Die Prüfung dauert 90 Minuten; ihre Leitung obliegt dem Schulleiter oder einer von ihm beauftragten Lehrkraft.

2.

Die Aufgaben werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Grund von Vorschlägen der Fachlehrkräfte gestellt. Die obere Schulaufsichtsbehörde kann bezirkseinheitliche Aufgaben anordnen.

3.

Für die Niederschrift sowie für die Korrektur und die Bewertung der Arbeiten gilt § 15 Abs. 4 und 5 entsprechend. Für die Feststellung der Prüfungsnote zählen die drei Prüfungsteile je einfach.

(4) Im Bereich Ernährung und Gesundheit soll der Prüfling im Profil Hauswirtschaft und Ernährung nachweisen, dass er hauswirtschaftliche Aufgaben dem Bedarf entsprechend in organisatorischer, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht richtig planen und ausführen kann. Im Profil Gesundheit und Pflege soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist, eine pflegerische Problemstellung in pflegerischer und labortechnischer Hinsicht zu bewältigen und die hiermit im Zusammenhang stehenden Büroarbeiten sachgerecht zu erledigen, wobei sich die einzelne Prüfung je nach Aufgabenstellung jeweils auch auf den pflegerischen oder den labortechnischen Aspekt und die hiermit jeweils in Verbindung stehenden Büroarbeiten beschränken kann. Im Profil Ernährung und Gastronomie soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist, eine ganzheitliche gastronomische Aufgabenstellung mit den Schwerpunkten Organisation, Nahrungszubereitung und Service zu bewältigen. Für die Durchführung gilt Folgendes:

1.

Die Prüfung besteht jeweils aus einer schriftlichen Ausarbeitung und einem praktischen Teil. Der Gesamtumfang der Prüfung beträgt im Profil

a)

Hauswirtschaft und Ernährung

180 Minuten

b)

Gesundheit und Pflege

120 Minuten

c)

Ernährung und Gastronomie

180 Minuten.

Die schriftliche Ausarbeitung umfasst jeweils etwa ein Drittel des Gesamtumfangs der Prüfung.

2.

Die Aufgaben werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Grund von Vorschlägen der Fachlehrkräfte gestellt.

3.

Für die Korrektur und Bewertung der schriftlichen Ausarbeitung gilt § 15 Abs. 5 entsprechend mit der Maßgabe, dass an Stelle des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses der Leiter des Fachausschusses tritt.

4.

Für die Beaufsichtigung und die Bewertung des praktischen Teils gilt Absatz 2 Nr. 3 und 4 entsprechend.

5.

Bei der Ermittlung der Note der praktischen Prüfung zählen die Note der schriftlichen Ausarbeitung einfach und die Note des praktischen Teils zweifach. Der Durchschnitt ist auf die erste Dezimale zu berechnen und auf eine ganze oder halbe Note zu runden; § 15 Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 2 gilt entsprechend.

6.

Absatz 2 Satz 2 Nr. 5 gilt entsprechend.

(5) Die Note der praktischen Prüfung wird dem Schüler fünf bis sieben Tage vor der mündlichen Prüfung bekannt gegeben.

(6) Der Schulleiter kann bestimmen, dass die praktische Prüfung durch die Durchführung einer Projektprüfung mit Präsentation im Bereich der berufspraktischen Kompetenz ersetzt wird. Für die Durchführung der Projektprüfung gilt Folgendes:

1.

Die Projektprüfung besteht aus der Planung, der Durchführung, der Dokumentation und Präsentation eines Projekts.

2.

Der Zeitpunkt der Abnahme der Projektprüfung wird vom Schulleiter bestimmt. Dabei kann auch bestimmt werden, dass die Prüfung bereits vor der Feststellung der Anmeldenoten nach § 13 durchgeführt wird.

3.

Die Projektprüfung wird von einem Fachausschuss abgenommen. Für dessen Zusammensetzung gilt § 14 Abs. 3 Satz 3 bis 5 entsprechend.

4.

Das Thema der Projektprüfung wird im Rahmen der Bildungs- und Lehrpläne auf Vorschlag der jeweiligen Fachlehrkräfte im Fach Berufspraktische Kompetenz, die die Schüler in angemessener Form bei der Themenfindung beteiligen, vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses festgelegt.

5.

Die Projektprüfung wird in Form einer Gruppenprüfung der an dem jeweiligen Projekt beteiligten Prüflinge durchgeführt, bei der jeder Prüfling eine individuelle Leistungsbewertung erhält; sofern das Projekt nur von einem Prüfling durchgeführt wurde, findet eine Einzelprüfung statt.

6.

Die Planung und Durchführung des Projekts einschließlich der Dokumentation umfasst 10 bis 20 Zeitstunden, die Präsentation soll die Dauer von 10 bis 15 Minuten je Prüfling nicht überschreiten.

7.

Für die Führung der Aufsicht, die Bewertung und die Niederschrift gilt Absatz 2 Satz 2 Nr. 3 bis 5 entsprechend.

8.

Soweit eine Projektprüfung durchgeführt wurde, ist deren Thema im Zeugnis anzugeben.

9.

Die für die Projektprüfung erteilte Note gilt als Note der praktischen Prüfung im Sinne von § 18 Abs. 2 Nr. 2.


 


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