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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Aktenzeichen:6520.50/88
Erlassdatum:21.11.2001
Fassung vom:21.11.2001
Gültig ab:01.01.2002
Gültig bis:31.07.2010  Schriftgrafik ausserkraft
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2206
Fundstelle:K. u. U. 2002, 1
 


Ethikunterricht



Verwaltungsvorschrift vom 21. November 2001
Az.: 6520.50/88



Fundstelle: K. u. U. 2002, S. 1





1.
Einrichtung
Nach § 100a SchG ist für Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht als ordentlichem Unterrichtsfach teilnehmen, das Fach Ethik als ordentliches Unterrichtsfach einzurichten. Das Fach Ethik ist bisher eingerichtet an den
a)
Klassen 8 bis 10 der Haupt- und Realschulen sowie der Sonderschulen mit entsprechenden Bildungsgängen,
b)
Klassen 8 bis 11 und den Jahrgangsstufen im neunjährigen Bildungsgang Gymnasien, an den Sonderschulen mit entsprechendem Bildungsgang und an den beruflichen Gymnasien,
c)
Klassen 7 bis 10 und den Jahrgangsstufen im achtjährigen Bildungsgang Gymnasien.


2.
Gruppenbildung
Die Gruppenbildung im Fach Ethik erfolgt nach Maßgabe der Verwaltungsvorschrift über die Unterrichtsorganisation (Organisationserlass). Dabei können auch bei den Gymnasien über Parallelklassen und Klassen oder Jahrgangsstufen hinweg Gruppen gebildet werden. Gegebenenfalls können Gruppen auch zwischen benachbarten Schulen der gleichen Schulart gebildet werden.
Falls im Verlauf des ersten Schulhalbjahres die erforderliche Schülerzahl erreicht wird, ist das Fach Ethik zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres einzurichten.
Falls im Verlauf des Schuljahres die erforderliche Schülerzahl unterschritten wird, ist der Unterricht bis zum Ende des Schuljahres fortzusetzen.


3.
Teilnahmepflicht
Zur Teilnahme am Ethikunterricht sind Schülerinnen und Schüler verpflichtet,
a)
die keiner Religionsgemeinschaft angehören,
b)
für die Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach nicht eingerichtet ist,
c)
die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben.
In den Fällen der Buchstaben a) und b) entfällt die Teilnahmepflicht, wenn die Schülerin oder der Schüler am Religionsunterricht als ordentlichem Unterrichtsfach einer Religionsgemeinschaft mit deren Zustimmung teilnimmt. Ferner besteht für Schülerinnen und Schüler keine Teilnahmepflicht, wenn der Religionsunterricht ihres Bekenntnisses an der Schule eingerichtet ist, jedoch für die entsprechende Klassenstufe ausnahmsweise nicht erteilt wird.


4.
Austritt aus dem Ethikunterricht
Der Austritt aus dem Ethikunterricht ist nur zu Beginn eines Schulhalbjahres und nur, wenn anschließend Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach besucht wird, zulässig.


5.
Leistungserhebung und Leistungsbeurteilung
Das Fach Ethik ist ordentliches Unterrichtsfach. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen zur Leistungserhebung und Leistungsbeurteilung. Das Fach Ethik ist ein für die Versetzung maßgebendes Fach im Sinne der Versetzungsordnungen. Dies gilt auch dann, wenn der Ethikunterricht erst zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres besucht wird.
Für den Ethikunterricht in den Jahrgangsstufen gelten die Bestimmungen der Verordnungen über die Jahrgangsstufen sowie die Abiturprüfung der allgemein bildenden und der beruflichen Gymnasien.


6.
Inkrafttreten
Die Verwaltungsvorschrift tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2002 in Kraft.
Die Verwaltungsvorschrift Ethikunterricht an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien vom 19. Mai 1994 (K.u.U. S. 411) ist auf Grund der Bereinigungsanordnung vom 16. Dezember 1981 (GABl. 1982 S. 14), geändert durch Bekanntmachung vom 8. Januar 1997 (GABl. S. 74) mit Ablauf des 31. Dezember 2001 außer Kraft getreten.




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