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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Wirtschaftsministerium
Aktenzeichen:II/1-6503.4/56
Erlassdatum:02.08.1983
Fassung vom:03.12.1993
Gültig ab:01.01.1994
Gültig bis:31.12.2000  Schriftgrafik ausserkraft
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2221
 

Zum Hauptdokument : Gemeinsame Grundsätze des Kultusministeriums und des Wirtschaftsministeriums über die Ausbildung in Berufsschule und überbetrieblichen beruflichen Ausbildungsstätten und über die Maßnahmen der beruflichen Fortbildung



Anlage 2

Gegenstand der Abstimmung sind die fachtheoretischen Kenntnisse, die im wesentlichen die Berufsschule zu vermitteln hat, und die Fertigkeiten und fachpraktischen Kenntnisse, die im wesentlichen der Ausbildungsbetrieb zu vermitteln hat. Durch diese Grundsätze sollen die Maßnahmen in überbetrieblichen Ausbildungsstätten, die die Berufsausbildung im Betrieb ergänzen können, und der Unterricht der Berufsschule besser aufeinander abgestimmt werden. Sie gelten für die Ausbildung in gewerblichen Berufen. Sie sind, soweit möglich, entsprechend auf die Ausbildung in anderen Berufen anzuwenden.

Von diesen Grundsätzen werden nicht erfaßt das Berufsgrundbildungsjahr in der Form des Vollzeitunterrichts und die einjährigen gewerblichen Berufsfachschulen, die auch die notwendigen Fertigkeiten zu vermitteln haben.



1.
Grundsätze der inhaltlichen Abstimmung


Grundlage der Berufsausbildung sind

die jeweilige Ausbildungsordnung mit dem Ausbildungsrahmenplan, auf dem der einzelbetriebliche Ausbildungsplan aufbaut, und
der unter Beteiligung der Wirtschaft erarbeitete Lehrplan des Landes Baden-Württemberg für die Berufsschulen, der auf dem Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz aufbaut.


1.1
Aufgaben des Berufsschulunterrichts


Im Berufsschulunterricht werden auf der Grundlage des Lehrplans die notwendigen fachtheoretischen Kenntnisse vermittelt. Zum Berufsschulunterricht gehört auch die praktische Fachkunde, in der durch Demonstrationen und Versuche in den Labors und Werkstätten der Berufsschule der fachtheoretische Unterricht veranschaulicht und abgerundet wird. Insbesondere soll die "Praktische Fachkunde" die im fachtheoretischen Unterricht gewonnenen Erkenntnisse über

die Eigenschaften der Werkstoffe und Materialien,
die Bearbeitungsmöglichkeiten der Werkstoffe,
die Verarbeitungsmöglichkeiten der Rohstoffe,
die Ursachen und Wirkungen von Fehlern bei der Handhabung der Werkzeuge und Maschinen sowie bei der Bearbeitung der Werkstoffe und der Verarbeitung von Rohstoffen,
die Funktion von Werkzeugen und Maschinen sowie Zusammenhänge meß-, regel- und steuerungstechnischer Abläufe


durch unmittelbare Anschauung und praktische Versuche umsetzen und festigen. Sie ersetzt weder ganz noch teilweise Maßnahmen der überbetrieblichen Ausbildung.



1.2
Aufgaben der überbetrieblichen Ausbildung


Soweit im dualen Ausbildungssystem überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen erforderlich sind, sind diese Bestandteil des betrieblichen Ausbildungsbereichs. Sie dienen insbesondere der

Vermittlung beruflicher Grundbildung
Ergänzung und Vertiefung der Fachausbildung
Vermittlung der an die technische Entwicklung angepaßten weiteren, im wesentlichen fachpraktischen Ausbildungsinhalte.

Sie ersetzen weder ganz noch teilweise die praktische Fachkunde der Berufsschule.



2.
Grundsätze der organisatorischen Abstimmung


Überbetriebliche Ausbildung findet in der Regel in organisationseigenen Einrichtungen der Wirtschaftstatt. Werden in besonders gelagerten Fällen für überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen von Organisationen der Wirtschaft schulische Werkstätten genutzt, so müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein;

Die überbetriebliche Ausbildungsmaßnahme wird von einer Organisation der Wirtschaft getragen.
Die betreffenden Einrichtungen stehen im Schuljahr für die überbetriebliche Ausbildung über den erforderlichen Zeitraum und zu zumutbaren Zeiten zur Verfügung.
Zwischen dem Träger der überbetrieblichen Ausbildung und dem Schulträger wird ein längerfristiger Nutzungsvertrag abgeschlossen. In diesem müssen u.a. die zur Verfügung gestellten Einrichtungen und Leistungen ausreichend bestimmt sein.


Wird in einer überbetrieblichen Bildungsstätte eine einjährige berufliche Grundbildung vermittelt, so wird der Besuch der Berufsschule nach § 79 SchG geregelt.



Der Besuch des begleitenden Berufsschulunterrichts durch die Teilnehmer an überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen ist zwischen den Trägern dieser Maßnahmen und den Berufsschulen unter Einbeziehung der Möglichkeit des Blockunterrichts und gegebenenfalls der Verlegung des Berufsschulunterrichts abzustimmen. Beurlaubungen vom Berufsschulunterricht können nur unter den Voraussetzungen der Schulbesuchsverordnung erfolgen.



Soweit Blockunterricht erteilt wird, gibt das Kultusministerium mindestens acht Monate vor Schuljahresbeginn einen Blockplan als Grundlage für die Planung der Schulen heraus, den diese bei ihren eigenen Planungen berücksichtigen. Der Blockplan dient auch dazu, den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ihre Planung zu erleichtern.



Die Planung überbetrieblicher Maßnahmen und die Unterrichtsplanung der Berufsschulen sollen dadurch erleichtert werden, daß

die überbetrieblichen Ausbildungsstätten den Berufsschulen auf Wunsch Teilnehmerlisten zur Verfügung stellen,
die Berufsschulen den Trägern überbetrieblicher Ausbildungsmaßnahmen auf Wunsch Listen der betreffenden Auszubildenden zur Verfügung stellen,
die Planung überbetrieblicher Ausbildungsmaßnahmen für einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr erfolgt und
die Termine kurzfristig vorgesehener überbetrieblicher Ausbildungsmaßnahmen möglichst drei Monate vor dem Beginn abgestimmt werden, sofern durch sie der Unterricht an der Berufsschule berührt wird.


3.
Regionale Abstimmung


Soweit bei der Anwendung dieser Grundsätze eine Abstimmung auf regionaler Ebene erforderlich ist, erfolgt diese zwischen dem Träger der überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahme und der jeweiligen Schule. Das zuständige Oberschulamt koordiniert unter mehreren beteiligten Schulen.





 


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