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56 Arbeit
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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Aktenzeichen:II/1-6722.6-01/23
Erlassdatum:19.07.2001
Fassung vom:19.07.2001
Gültig ab:01.01.2002
Gültig bis:08.04.2004  Schriftgrafik ausserkraft
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-2
Organisation und Inhalte der Ausbildung und Prüfung im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an Gymnasien - Anlage: Vorläufige Ausbildungsinhalte

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis


Zum Hauptdokument : Organisation und Inhalte der Ausbildung und Prüfung im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an Gymnasien



Anlage



Ausbildungsinhalte



Vorwort



Der Vorbereitungsdienst soll die Lehramtsbewerber befähigen, ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag als Lehrer an Gymnasien verantwortlich und erfolgreich wahrzunehmen.

Er baut auf den fachwissenschaftlichen Kenntnissen, Einsichten und Fertigkeiten auf, die während des Studiums erworben wurden. Die Einführung in den Erziehungs- und Bildungsauftrag des Gymnasiums, der Erwerb der erforderlichen pädagogischen, psychologischen, didaktischen und methodischen Kenntnisse und Fertigkeiten und damit die in eigener schulpraktischer Tätigkeit zu erprobende und vertiefende Befähigung zur sachgerechten und altersgemäßen Umsetzung des Bildungsplans und der Lehrpläne stehen im Mittelpunkt der Ausbildung.



Die im folgenden aufgeführten, verbindlichen Ausbildungsinhalte

in Pädagogik/Psychologie,
in den Didaktiken der Fächer und der Didaktik des fächerverbindenden Unterrichts,
in Schul- und Beamtenrecht

sind von diesem Ziel bestimmt. Soweit möglich, sollen sie aufeinander abgestimmt und miteinander verbunden werden.



Pädagogik/Pädagogische Psychologie



Die nachfolgenden Ausbildungsinhalte unterscheiden zwischen

Grundkurs
Vertiefungskurs
gemeinsame Veranstaltungen mit der Fachdidaktik.


Ausbildungsordnung für Pädagogik
und Pädagogische Psychologie

A.
Ziele der Ausbildung in Pädagogik
und Pädagogischer Psychologie

Die Ausbildung des Studienreferendars in den Fächern Pädagogik und Pädagogische Psychologie soll ihn zur Ausübung des Berufs des Lehrers an Gymnasien befähigen. Ausbildungsinhalte und Ausbildungsformen werden von diesem Ziel bestimmt.

Grundvoraussetzungen für den Lehrerberuf sind, daß der Auftrag, junge Menschen zu bilden und zu erziehen, persönlich angenommen, daß der von der Verfassung gesetzte Erziehungsauftrag innerlich bejaht und daß der junge Mensch akzeptiert und in seiner besonderen Situation als Schüler verstanden wird.

Der Studienreferendar soll sich deshalb mit den Grundfragen und Grundbedingungen seines Berufs, insbesondere mit der schulischen Erziehung, sachkundig auseinandersetzen. Er soll neben den verschiedenen in unserem Bildungssystem möglichen schulischen Bildungsgängen den besonderen Erziehungs- und Bildungsauftrag des Gymnasiums kennen und wahrnehmen lernen. Er soll die von der Verfassung vorgegebenen Ziele und Werte seiner Erziehungsarbeit zugrundelegen. Er soll die Bedingungen schulischer Bildung und Erziehung, wie sie unter anderem durch die körperliche und seelische Entwicklung, das Lehren und Lernen und die sozialen Gruppierungen gegeben sind, kennen und im Unterricht anwenden lernen.

Um diese Ausbildungsziele zu erreichen, muß der Studienreferendar mit den wichtigsten Inhalten und Methoden der Pädagogik und der Pädagogischen Psychologie so vertraut gemacht werden, daß sie ihm helfen, eine begründete und verantwortbare Praxis zu gewinnen. Die historische Entwicklung ist dabei mit heranzuziehen, sofern sie zum Verständnis beiträgt.

B.
Lehrveranstaltungen

1.


Im Grundkurs soll der Studienreferendar grundlegende und orientierende Kenntnisse sowie Problembewußtsein in den wichtigsten Bereichen seiner Tätigkeit als Lehrer gewinnen. Er wird eingeführt in die spezifischen Formen pädagogischen Sehens und Denkens, es werden ihm problemerschließende Sachkenntnisse vermittelt, und er wird angeleitet zu selbständigem Einarbeiten in die theoretischen Grundlagen der Praxis.

Weil der Grundkurs die Ausbildung der Referendare an den Schulen während des ersten Jahres des Vorbereitungsdienstes begleitet, soll diese Lehrveranstaltung auch Gelegenheit bieten, Probleme und Schwierigkeiten, mit denen sich die Referendare in ihrem aktuellen Unterricht konfrontiert sehen, zur Sprache zu bringen. Es sind je nach Bedarf und Sachlage als konkrete Hilfen für die Praxis gedachte Übungs- und Anleitungsphasen einzubauen, in denen das aktive Erarbeiten, Einüben und Verbessern von unzureichend beherrschten Lehrfertigkeiten ins Zentrum des gemeinsamen Bemühens rückt.



I.
die Begründung und Bedeutung schulischer Erziehung
die Vielfalt schulischer Bildungsgänge und Bildungsziele
der Bildungs- und Erziehungsauftrag des Gymnasiums
Fächerkanon, Fachwissenschaft und Schulfach


II.
Berufsbild und Berufspflichten des Lehrers, das pädagogische Selbstverständnis des Lehrers
Werte und Normen, anthropologische Begründung, Pluralismusprobleme, Erziehung zu wertbezogenem Verhalten
Begründung und Problematik pädagogischer Zielsetzungen
Voraussetzungen für erziehenden Unterricht, pädagogische Freiheit, Verantwortung, Autorität, erzieherische Möglichkeiten des Fachunterrichts
Erwartungen an den Lehrer (z. B. von Schülern, Eltern und Gesellschaft)
Begründung und Anwendung von Erziehungsmitteln
spezifische Schwierigkeiten des Lehrers


III.

(Planung, Vorbereitung und Gestaltung von Unterricht in enger Zusammenarbeit mit der Fachdidaktik)

Unterrichtsinhalte, Lernziele
Didaktische Reduktion und exemplarisches Prinzip
Methoden der Planung von Unterricht
Sozialformen des Unterrichts
Lehrentscheidungen: Fragen und Impuls, Gesprächsführung, Anschaulichkeit und Begriffsbildung
Umgang mit Medien
Didaktik der Hausaufgaben


IV.
Ergebnisse der Lernpsychologie
Lernen, Gedächtnis, Motivation, Transfer
Verstehen, Erkennen, Erleben im Unterricht
Entdeckendes Lernen und problemlösendes Verhalten
Soziales und emotionales Lernen
Üben, Ergebnissicherung, Lerntechniken
Lernstörungen


V.
Problem der Begabung
Überforderung, Unterforderung, Verfrühung und Überlastung
Möglichkeiten und Grenzen der Differenzierung
Bewertungskriterien, Leistungsfeststellung, Notengebung
Möglichkeiten der Erfolgskontrolle
Hilfen bei Lernschwierigkeiten
Schüler- und Elternberatung


VI.
die entwicklungspsychologischen Grundlagen
Identitätsfindung
Leistungsforderung als pädagogisches Problem
Werterziehung und Entwicklungsstufen
besondere Gefährdungen im Jugendalter
Angst und Aggressivität


VII.
die Klasse als soziale Gruppe, soziologische Grundtatsachen
Wechselwirkung von Lehrer- und Schülerverhalten
Möglichkeiten pädagogischer Klassenführung
Klassengemeinschaften


VIII.
Arbeitsgemeinschaften, Möglichkeiten fächerübergreifenden Unterrichts, Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten, Feste und Feiern
Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern, Schulgemeinschaft
SMV und Schülerzeitung


2.


Im Vertiefungskurs wird dem Studienreferendar im Rahmen eines begrenzten Wahlangebots Gelegenheit gegeben, sich in einen wichtigen – nicht spezialistisch verengten – Problembereich seiner Praxis einzuarbeiten.

Das Ziel ist, daß der Studienreferendar unter Anleitung in vertiefter Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlichen Inhalten und Methoden die Fähigkeit gewinnt, sich die für seine Berufspraxis notwendigen wissenschaftlichen Voraussetzungen selbständig zu erarbeiten. Damit soll eine unreflektierte rezeptorientierte Praxis verhindert und statt ihrer eine pädagogisch selbständige und damit verantwortbare Praxis vorbereitet werden.

Die Themen dieses Vertiefungskurses sind den Ausbildungsinhalten des Grundkurses zu entnehmen (B 1). Für das Themenangebot sollten auch Wünsche und Vorschläge der Referendare berücksichtigt werden.



3.


In den gemeinsamen Veranstaltungen mit der Fachdidaktik soll der Referendar zusammen mit den Fachleitern der Fachdidaktik und Erziehungswissenschaften grundsätzliche Probleme des Unterrichts aus der Sicht des jeweiligen Faches erörtern. Dadurch soll die vom Studienreferendar selbständig zu leistende Integration von schulpraktischer Erfahrung, Fachdidaktik und Erziehungswissenschaft erreicht werden.

Die Themen dieser Veranstaltungen orientieren sich an den spezifischen Gegebenheiten der einzelnen Schulfächer und an den Unterrichtserfahrungen der Studienreferendare.



Didaktiken der Unterrichtsfächer



In Seminarveranstaltungen, Fachhospitationen und eigenen Unterrichtsversuchen soll der Referendar erwerben:

die genaue Kenntnis des Bildungsplanes für das Gymnasium und der Fachlehrpläne seiner Fächer; eine gründliche Kenntnis fachdidaktischer und fachmethodischer Prinzipien und facheigener Arbeitsweisen sowie die Befähigung zu ihrer richtigen Anwendung bei der Vorbereitung, Gestaltung und Erfolgskontrolle des Unterrichts,
die Kenntnis der spezifischen erzieherischen Möglichkeiten seiner Fächer und die Befähigung zu ihrer Realisierung,
die Kenntnis fächerübergreifender Themen und Unterrichtsformen und die Befähigung zu Arbeit mit diesen Themen und in diesen Formen,
die Befähigung zur Einbeziehung außerunterrichtlicher Erziehungs- und Lernmöglichkeiten.


Der folgende Katalog ist eine für die Seminarveranstaltungen in den einzelnen Fächern verbindliche Zusammenstellung der Ausbildungsinhalte. Er ist jedoch kein Ausbildungsplan, der vorzeichnet, in welcher Reihenfolge diese Inhalte zu behandeln sind. Vielmehr gehört es zur Aufgabe des Fachleiters, die Inhalte so zu ordnen und miteinander zu verbinden, wie es für die praktische Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit der auszubildenen Lehrer am zweckmäßigsten und förderlichsten ist.

Die Bedeutung der Themen für die Unterrichtspraxis ist ungleich, deshalb werden auch Dauer und Intensität der Erarbeitung unterschiedlich sein. Eine Gewichtung von etwa ¼ (Teil A) – ½ (Teil B) – ¼ (Teile C und D) soll angestrebt werden, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß die Inhalte der Teile A bis C eng miteinander verbunden sind. Es wird häufig möglich sein, über Inhalte des Teils B zu Teil A und Teil C zu gelangen.



Bildende Kunst



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Bildende Kunst im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Bildende Kunst im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung des Fachs; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; für die Schule wichtige kunstpädagogische Konzeptionen.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen.


B.
Didaktik und Methodik des
Faches Bildende Kunst

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen und Arbeitsbereichen; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe; Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband); eigene praktisch-bildnerische Arbeit des Schülers.


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion; Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, entdeckendes Lernen;


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.

An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Didaktik und Methodik der fachspezifischen Arbeitsbereiche und Arbeitsformen auf den verschiedenen Stufen
Zwei- und dreidimensionales Gestalten in Unter-, Mittel- und Oberstufe; Inhalte und Methoden der Kunst- und Werkbetrachtung; Analyse und Interpretation; Kunstgeschichte; Erziehung zur ästhetischen Bildung und Urteilsfähigkeit.
Entdeckendes und verstehendes Erfassen von Kunstwerken in Verbindung mit den Erkenntnissen der Wahrnehmungspsychologie; Vermittlung eines kunstgeschichtlichen Überblicks über die Epochen in ihren spezifischen Erscheinungsformen und inhaltlichen Ausprägungen.
Die Einführung der Referendare in die Arbeit mit den einzelnen Arbeitsbereichen "Malerei, Graphik, Fotografie, Plastik, Architektur" orientiert sich an den im Lehrplan ausgewiesenen Themenkreisen, die exemplarisch behandelt werden.


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Fach Bildende Kunst
Förderung und Entwicklung der Fähigkeit zu eigenständigem bildnerischen Arbeiten; Erlernen und Einüben spezifischer handwerklich-technischer und bildnerisch-formaler Fertigkeiten und Fähigkeiten; Entwicklung des Sinns für Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten; das Problem des Spannungsverhältnisses zum divergierenden Denken als Voraussetzung für das Finden von kreativen Lösungen (Gegensatz bzw. Spannungsverhältnis von Bindung und Freiheit); Erproben der eigenen Fähigkeiten und Wecken der Freude an selbständigen Problemstellungen und Problemlösungen; Vermittlung der Fähigkeit zur Betrachtung und Beurteilung eigener und fremder Arbeiten; Erschließen des Zugangs zu Kunstwerken; Förderung des bewußten Wahrnehmens und des ganzheitlichen Erlebens; Probleme des Einsichtigmachens unterschiedlicher Wertvorstellungen und Werthaltungen verschiedener Epochen und Erziehung zu verantwortlichem Umgang mit dem kulturellen Erbe.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; besondere Bedeutung des verständlichen, veranschaulichenden Erklärens, des Demonstrierens und Präsentierens durch den Lehrer; Bedeutung einer sachgerechten Verwendung von Fachsprache; Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunden in Phasen.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs
Stellenwert einer altersgemäßen Motivation als notwendige Voraussetzung insbesondere für kreative Prozesse; aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer


Muttersprachliche Erziehung im Fach Bildende Kunst
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Ausbildung des sprachlichen Ausdrucksvermögens im Bereich des Erlebens, des bewußten Wahrnehmens und Erkennens; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Unterrichtsprotokolle; Arbeitshefte.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung; Planung und Aufgabenstellung für praktische und schriftliche Arbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur); Erwartungshorizont;
Beurteilung schriftlicher, mündlicher und fachpraktischer Leistungen; Notentransparenz, Korrekturverfahren; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte; Korrekturübungen; Anwendung der Notendefinitionen; der Beurteilungskommentar als individuelle Lernhilfe; Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung;
Erlasse, Vorschriften und Verordnungen.


4.


Problematik der Vermittlung und Übertragung künstlerischen Schaffens in das Schulfach Bildende Kunst.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Kunsterziehers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Kunsterziehers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen aufzuzeigen, und es ist zu erörtern, wie im Fach Bildende Kunst dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins gegeben werden können.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen, wie z. B. Gründlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Sauberkeit, Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit, Selbstdisziplin; Eigeninitiative, Experimentierfreudigkeit; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen;
Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für private gestalterische Tätigkeit.
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftsabende, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeit zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z. B. von Schullandheimaufenthalten, Studienfahrten, Besuch von Museen, Theatern, Werkstätten, Ateliers und Industriebetrieben, Organisation von Ausstellungen, kunstgeschichtlichen Exkursionen, Schulfesten, Leitung von Arbeitsgemeinschaften.



Biologie



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Biologie im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Biologie im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung des Fachs; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen
z. B. des Lehrplans Klasse 5 mit dem Lehrplan Klasse 4, sowie mit dem Lehrplan der Klasse 5 der Realschule und Hauptschule.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Biologie

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband, Lehrerexperiment, Praktikum).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zu Selbsttätigkeit; experimentierender Unterricht; exemplarisches, orientierendes systematisches und entdeckendes Lernen; problemorientierte Kausalanalyse; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes; das Naturobjekt sollte, soweit möglich und vertretbar, im Mittelpunkt des Unterrichts stehen; bei der Verwendung von Modellen muß dem Schüler der Modellcharakter verdeutlicht werden;
Einweisung in die sinnvolle Nutzung der Fachräume.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Didaktik und Methodik des Faches Biologie auf den verschiedenen Stufen
Grundsätze der Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung; Stundentafel; Lehrplan im Längsschnitt; Umsetzung des Lehrplans; didaktische Beziehungen zwischen Schüler, Lehrstoff und Lehrer; Motivation; Interaktion;
Strukturierung des Unterrichtsstoffes:
Monographische Betrachtungsweise; systematische und lebensräumliche Betrachtungsweise; humanbiologische Zentrierung; Wissenschafts- und Gesellschaftsorientierung;
Schwerpunktthemen:
Vermittlung angemessener Formen- und Artenkenntnisse; Bau und Leistung ausgewählter Pflanzen- und Tierformen; Beziehung der Lebewesen zu ihrer Umwelt; Humanbiologie; Schwerpunktthemen der gymnasialen Oberstufe mit Praktikum; Entwickeln der Experimentierfähigkeit; in den Seminarsitzungen sind verstärkt experimentelle Arbeitsweisen vorzustellen und einzuüben.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer sachgerechten Verwendung von Fachsprache; Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen;
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs;
Umgang mit Lebewesen (Beachtung geltender Gesetze und Vorschriften); Verantwortung; Entwicklung der Fähigkeit des Betrachtens, Beobachtens, Untersuchens, Experimentierens, Beschreibens und Protokollierens;
Planung und Durchführung von Lerngängen, Exkursionen und Schulversuchen.
Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben- und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


Muttersprachliche Erziehung im Fachunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Arbeitshefte; Unterrichtsprotokolle;
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung; Planung und Aufgabenstellung von schriftlichen Arbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont;
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Notentransparenz; Korrekturverfahren, Korrekturzeichen; Gewichtung der inhaltlichen und sprachlichen Leistung; Korrekturübungen; Anwendung der Notendefinitionen; Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung;
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


4.
Spezifische Fragen des Biologieunterrichts


Durchführung wesentlicher Schulversuche, der Umgang mit Geräten und Materialien, eingehende Sicherheitserziehung.

Geschlechtserziehung unter Beachtung der geltenden Richtlinien.



C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Biologielehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Biologielehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen als heuristische Aspekte der Interpretation wissenschaftlicher Ergebnisse und Theorien aufzuzeigen. Es ist zu erörtern, wie aus der verantwortungsbewußten Beschäftigung mit der lebendigen Natur dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins gegeben werden können; besondere Stellung des Menschen und seine Verantwortlichkeit gegenüber sich selbst und seiner Mitwelt.
Erziehung zu begrifflich genauem Erfassen, sachlicher Darstellung und logischer Gedankenführung;
erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen wie z.B. intellektuelle Redlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer, Verläßlichkeit; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für fördernde Freizeitgestaltung;
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.



An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet z.B. von Schullandheimaufenthalten, Arbeitsgemeinschaften, Tier- und Pflanzenpflege, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Natur- und Heimatvereinen.



Chemie



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Chemie im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Chemie im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Besondere Stellung des Faches Chemie als Naturwissenschaft; Begründung des Fachs; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Zusammenhang und Abfolge der Inhalte; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen


B.
Didaktik und Methodik des Chemieunterrichts

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen; Auswahl und Verteilung von Experimenten; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe; Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z.B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband, Demonstrationsexperiment und experimentelle Schülerübungen, Praktikum und Arbeitsgemeinschaft).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion; Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; zentrale Stellung des Experiments; Verknüpfung von Experiment und Theorie; Aktivierung der Schüler zu Selbsttätigkeit; Exemplarisches, orientierendes systematisches und entdeckendes Lernen; Unterscheiden von Modell und Phänomen; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes;


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u.a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Didaktik und Methodik der verschiedenen Themenkreise und Arbeitsformen auf den verschiedenen Stufen
Folgende Themenkreise sollen behandelt werden:
Der Anfangsunterricht und seine Problematik; Atommodelle und chemische Bindung; Chemie in Technik und Umwelt; quantitative Beziehungen bei chemischen Reaktionen; Energetik; Gleichgewichtslehre; Elektrochemie; ein Thema aus der organischen Chemie.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer sachgerechten Verwendung der Fachsprache; Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen; Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs;
Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben- und Themenstellung; Stellung des Experiments und seiner Auswertung im methodischen Aufbau des Unterrichts; induktives und deduktives Vorgehen; Schulung der Beobachtungsfähigkeit; Darstellung der Methodenvielfalt (z. B. schülerorientiert, problemorientiert, forschungsorientiert, historisch).


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


Muttersprachliche Erziehung im Chemieunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Arbeitshefte; Unterrichts- und Praktikumsprotokolle;
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont;
Durchführung, Korrektur, Bewertung und Auswertung schriftlicher Arbeiten; Korrekturübungen; Anwendung der Notendefinitionen; Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung; Formen, Durchführung und Stellenwert mündlicher und praktischer Leistungsmessung; Notentransparenz.


4.
Spezifische Fragen des Chemieunterrichts


Der Chemielehrer benötigt in besonderem Maße Fertigkeiten bei der Planung und Durchführung von Versuchen. In der fachdidaktischen Ausbildung ist somit die Anleitung zum Planen und Durchführen von Experimenten besonders erforderlich, am besten in Form eines Praktikums. Hierbei sind vorwiegend solche Demonstrations- und Praktikumsversuche heranzuziehen, die als grundlegende Unterrichtsversuche geeignet sind.

Besonderes Gewicht ist hierbei auf die Sicherheitsausbildung zu legen. Der Referendar muß über Maßnahmen, die bei Laborunfällen erforderlich sind, unterrichtet sein. Er muß mit gefährlichen Substanzen umgehen können und in der Lage sein, die Gefährlichkeit von Experimenten abzuschätzen. Er soll entscheiden können, welche Experimente als Lehrer- und welche als Schülerversuche geeignet sind. Er soll befähigt werden, ein Schülerpraktikum zu organisieren und zu betreuen.



C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Chemielehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Chemielehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen aufzuzeigen, und es ist zu erörtern, wie im Fach Chemie dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins gegeben werden können.
Förderung von Bereitschaft zu Problem- und Verantwortungsbewußtsein sowie zur Zusammenarbeit und Aufgeschlossenheit. Offenheit gegenüber wissenschaftlichen Verfahren; genaues Beobachten und sorgfältiges Experimentieren, klares Beschreiben von Experimenten und chemischen Sachverhalten, kritisches Lesen und Auswerten von Texten über Chemie; Erziehung zu sachlicher Darstellung und logischer Gedankenführung;
erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen wie z. B. intellektuelle Redlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer und Verläßlichkeit; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe;
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z.B. von Lerngängen (z.B. Gewässer-, Boden- und Luftuntersuchung), Betriebsbesichtigungen, Schauversuche für Schulfeste und Schulfeiern, Betreuung von Schülerwettbewerben.



Deutsch



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Deutsch im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Deutsch im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Besondere Stellung des Faches als Grundlagenfach; Begründung, Abgrenzung und Beziehung des Faches zu anderen Fächern (s. auch Querverweise im Lehrplan); Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Bedeutung und Problematik der Vermittlung fachwissenschaftlicher Ergebnisse im Deutschunterricht.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen
mindestens des Lehrplans Klasse 5 mit dem Lehrplan Klasse 4.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Deutsch

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten, die Unterrichtspraxis des Fachleiters durch Einzel- und Gruppenhospitation kennenlernen und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Klassenstufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aus den drei Arbeitsbereichen; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Lehrervortrag, Gruppenarbeit).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zu Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes systematisches und entdeckendes Lernen; Prinzip des verbundenen Deutschunterrichts; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u. a. Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.

Der Behandlung von Literatur kommt besonderes Gewicht zu. Die Bedeutung des Zusammenhangs zwischen Kenntnissen, Verstehensvorgängen und Lebensbezug ist in allen Arbeitsbereichen aufzuzeigen.



Didaktik und Methodik der fachspezifischen Arbeitsbereiche und Arbeitsformen auf den verschiedenen Stufen
Arbeitsbereich "Sprechen und Schreiben"/"Sprachliche Übungen"
Zielsetzung, Formen und Leistung schriftlicher und mündlicher Äußerungsarten; Kriterien der Themen- und Stoffwahl auf den verschiedenen Stufen; Vermittlung von Rede-, Gesprächs- und Schreibtechniken; sprachliche Anforderungen und Leistung der einzelnen Darstellungsarten und Gestaltungsübungen; Erweiterung der Ausdrucks- und sprachlichen Gestaltungsfähigkeit; Erziehung zu sachgerechter Darstellung und logischer Gedankenführung, zu begrifflich genauem Erfassen; gedankliche und rhetorische Entfaltung von Problemen, Struktur und Gang der Textanalyse bzw. Texterörterung; Möglichkeiten der Förderung der freien Rede und der sachgerechten Argumentation.


Arbeitsbereich "Literatur"
Allgemeine Aufgaben der literarischen Bildung:
Wecken von Lesefreude, Entwicklung von Literaturfähigkeit und literarischer Interessenbildung beim Schüler; lesepädagogische Fragestellungen; literarische Urteilsbildung und Geschmackserziehung; Orientierung an Wertvorstellungen bei der Begegnung mit Literatur; Sicherung und Sichtung der literarischen Tradition.
Unter- und Mittelstufe:
methodische Möglichkeiten, Leseerfahrung der Schüler für die Behandlung von Texten zu nutzen; Methoden der Texterschließung; Setzung altersgemäßer interpretatorischer Schwerpunkte; Lesevortrag als Gestaltungsaufgabe und literaturästhetische Erfahrung; Lesebucharbeit; die Behandlung von Lyrik; Vermittlung epischer oder dramatischer Ganzschriften an Beispielen aus dem Lehrplan ausgehend von textimmanenten Methoden; Hinführung zu wertvoller Jugendliteratur; Sinn des Auswendiglernens, Techniken des Memorierens; der erzieherische Wert des Schulspiels.
Erziehung zu sinnvollem und kritischem Umgang mit Massenmedien am Beispiel der exemplarischen Behandlung eines der Themenbereiche Zeitung, Rundfunk und Fernsehen im Unterricht.
Oberstufe:
Fortführung methodischer Arbeitsweisen der Mittelstufe; das Problem des historischen Verstehens von Literatur; Möglichkeiten und Grenzen verschiedener im Lehrplan angeführter Interpretationsmethoden.


Arbeitsbereich "Sprachbetrachtung und Grammatik"
Systematischer und funktionaler Grammatikunterricht; Funktion und Zielsetzung einer muttersprachlichen Schulgrammatik, ihre Erörterung mit Bezug auf die didaktische Reichweite wissenschaftlicher Grammatikmodelle.
Unter- und Mittelstufe:
Methodik und Terminologie des Grammatikunterrichts; Stoffverteilung des Lehrplans, Koordination mit den Fremdsprachen.
Systematische und funktionale Formen des Rechtschreibunterrichts. Einfügung sprachkundlicher Themen in den verbundenen Deutschunterricht; kreativer Umgang mit Sprache als Hinführung zu Reflexion über Sprache; Beitrag der Sprachbetrachtung zur Interpretation.
Oberstufe:
didaktische Probleme und methodische Verfahrensweisen bei der Vermittlung von sprachgeschichtlichen, sprachphilosophischen oder sprachtheoretischen Einsichten sowie zur Betrachtung von Sprache als ästhetischer Kategorie.


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Deutschunterricht
Die Entfaltung des mündlichen und des schriftlichen Sprachgebrauchs in ihrem Wirkungszusammenhang; die Wechselbeziehung rezeptiver und kreativer Prozesse; Erziehung zu unvoreingenommener Betrachtung, zu rationaler Haltung sowie zu schlüssigem Denken und genauem Sprechen; Artikulation von Gefühlen und Überzeugungen; Schwierigkeiten beim Verständnis der Sprach- und Denkformen, von Wertvorstellungen und -haltungen auch vergangener Epochen. Erziehung zum Hinhören und zum Eingehen auf den Gesprächspartner.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer sachgerechten Verwendung von Fachsprache; Heuristik der Frage; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen; Lernformen der Selbständigkeit, des individuellen und gemeinschaftlichen Lernens.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs;
aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


3.


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Merk- und Arbeitshefte (z. B. Literatur- und Grammatikhefte); Unterrichtsprotokolle. Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten und Aufsätzen auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen;
Anwendung der Notendefinitionen;
Notentransparenz;
Verfahren und Probleme der Aufsatzkorrektur, Korrekturzeichen; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte (inhaltliche, strukturierende, sprachliche, orthographische Leistung, äußere Form); der Beurteilungskommentar als individuelle Lernhilfe;
Korrekturübungen;
Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung. Erlasse, Vorschriften und Verordnungen.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Deutschlehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Deutschlehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen als heuristische Aspekte der Interpretation aufzuzeigen und es ist zu erörtern, wie Literatur dem Schüler Hilfen zur Enwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins geben kann.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen, wie z. B. intellektuelle Redlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer und Selbstdisziplin; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen;
Prognostischer Wert der Leistungen im Fach Deutsch, Wahl von Kursen in der NGO.
Vorschläge für Privatlektüre der Schüler.
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet z. B. von Schullandheimaufenthalten, Museums-, Theater- oder Bibliotheksbesuchen, Studienfahrten, Schulfesten, Theateraufführungen, die Betreuung von Schülerwettbewerben, Leitung von Arbeitsgemeinschaften.



Erdkunde



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Erdkunde im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Erdkunde im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung des Faches; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Fachwissenschaft als Grundlage des Erdkundeunterrichts.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; die stufenbezogenen methodisch-didaktischen Ansätze und Anforderungen; Verbindlichkeit des Lehrplans, Möglichkeiten individueller Ausdifferenzierung, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen
Mindestens des Lehrplans Klasse 5 und 6 mit dem Sach- und Heimatkunde-Lehrplan der Grundschule.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Erdkunde

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen; Stoffauswahl, Stoffverteilung; sachgerechte Auswahl von geographischen Methoden und Arbeitsmitteln.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; vom Nahen zum Fernen; Aktualisierung, Problemorientierung; Vertiefung und Ausweitung, Vergleich und Kontrast; systematischer Aufbau eines topographischen und begrifflichen Grundwissens; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Die besondere Bedeutung der geographischen Hilfsmittel zur Erlangung facheigener Fertigkeiten und Kenntnisse; Auswahl und gezielter Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; sinnvoller Medienverbund, Nachteile eines übertriebenen Medieneinsatzes.
Ausstattung von Fachsammlung und Fachraum.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet. Die Wahl der Schwerpunkte erfolgt unter der Zielsetzung, daß neben der Vermittlung von Kenntnissen vor allem grundlegende Einsichten und Problembewußtsein zu entwickeln sind und das Verständnis sowohl für den Heimatraum wie für fremde Länder und Kulturen zu fördern ist.



Didaktik und Methodik des Erdkundeunterrichts auf den verschiedenen Stufen, fachspezifische Arbeitsformen
Unterschiedliche regionale Betrachtungsweisen (Landeskunde, Länderkunde, allgemeingeographische Themen an regionalen Beispielen; der Heimatraum als Erfahrungsraum); Einordnung der allgemein-geographischen Beispiele in ihre räumlichen Zusammenhänge, Schaffung eines topographischen Rasters, Erweiterung und Festigung topographischer Kenntnisse; Einbeziehung des Vorwissens der Schüler; Vermittlung von instrumentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten (Arbeitstechniken).


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Erdkundeunterricht
Neben seinem Beitrag zur materialen Bildung leistet der Erdkundeunterricht Beiträge für die kategoriale und funktionale Bildung:
Geographische Grundbegriffe und ausgewählte Begriffe der Partnerfächer; geographische Fertigkeiten; geographisches Denken und geographische Betrachtungsweisen;
formale Bildung:
Genaues Beobachten; Sammeln, Ordnen, Systematisieren und Interpretieren von Informationen; rezeptives und fragend-forschendes Lernen; sachgerechter sprachlicher Ausdruck; Erziehung zu sachlicher Darstellung und zu logischem Denken (z. B. Induktion und Deduktion, Abstraktion und Generalisierung, Definition und Begriffsbildung, Analyse und Synthese); Erziehung zu Kritikfähigkeit und Objektivität; unvoreingenommene Betrachtung fremder Völker und Kulturen, Einsicht in deren Wertvorstellungen und Werthaltungen.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer sachgerechten Verwendung von Fachsprache; Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen;
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs;
Anwendung geographischer Untersuchungsmethoden in unmittelbarer und mittelbarer Begegnung mit dem Raum; aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben- und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Begriffe und Arbeitsweisen der Partnerfächer; Zusammenwirken benachbarter Fächer.


Muttersprachliche Erziehung im Erdkundeunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Förderung der freien Rede; Herkunft und Sinngehalt geographischer Ausdrücke, besonders auch topographischer Bezeichnungen; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Arbeitshefte; Unterrichts- und Versuchsprotokolle; Exkursionsbericht;
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung bei Klassenarbeiten und schriftlichen Wiederholungsarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Formen der mündlichen Überprüfung;
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Notentransparenz; Korrekturverfahren, Korrekturzeichen; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte (inhaltliche, strukturierende, aber auch sprachliche und orthographische Leistungen, äußere Form); Korrekturübungen; Anwendung der Notendefinitionen; Besprechungsverfahren als allgemeine und individuelle Lernhilfe; Formen der Verbesserung;
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


4.
Spezifische Fragen des Erdkundeunterrichts


Planung und Durchführung von Lerngängen, Exkursionen und Schulversuchen


Der Grundkurs Geologie


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Erdkundelehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Erdkundelehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen aufzuzeigen, und es ist zu erörtern, wie die Einsicht in geographische Sachverhalte und Zusammenhänge dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins, insbesondere aber die Verantwortungsbereitschaft gegenüber Mensch und Natur bieten kann. Dem Referendar ist aufzuzeigen, welche Bedeutung nicht nur der intellektuelle, sondern auch der emotionale Zugang des Schülers zu raumbezogenen Themen, Natur- und Kulturräumen sowie Landschaften und Menschen besitzt.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen, wie z. B. intellektuelle Redlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer, Verläßlichkeit; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für ergänzende Fachlektüre für Schüler;
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen. Dabei sind insbesondere Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten, Exkursionen und Lerngänge zu berücksichtigen. Durch Seminarexkursionen soll der Referendar den Wert der originalen Begegnung erfahren. An konkreten Beispielen soll er Möglichkeiten handlungsorientierten Arbeitens, die raum- und altersgerechte Themenwahl, die Möglichkeiten der Einbeziehung von Schülern in die Planung, die Stärkung des Sozialverhaltens und den erzieherischen Wert der personalen Begegnung von Lehrer und Schüler außerhalb des Unterrichtsgeschehens erkennen.



Englisch und Französisch



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Die Fächer Englisch/Französisch im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Englisch bzw. Französisch im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung der Fächer; ihre Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Einblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Entwicklung der Fächer.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen.


B.
Didaktik und Methodik
der Fächer Englisch/Französisch

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen aus verschiedenen Stufen; Integration der Arbeitsbereiche; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband, verschiedene Übungsformen, Spiele).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Unterrichtsökonomie; Aktivierung der Schüler zu Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Funktionsgerechter Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien (z. B. Tonband, Flanelltafel, Film, Sprachlabor); Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.


Die Entwicklung der sprachlichen Fertigkeiten des Schülers ist integrierendes Prinzip des gesamten Fremdsprachenunterrichts. An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Didaktik und Methodik der fachspezifischen Arbeitsbereiche und Arbeitsformen auf den verschiedenen Stufen


Arbeitsbereiche "Sprachliche Fertigkeiten", "(Sprachliche) Kenntnisse und Einsichten"
Hören und Sprechen; Lesen und Schreiben; Übersetzen (Beitrag zur muttersprachlichen Erziehung); stufenweise Entwicklung dieser Fertigkeiten zur Ausbildung der Kommunikationsfähigkeit; Übungsmöglichkeiten.
Lautlehre:
Lautbildung (auch Varianten), systematische Hör- und Ausspracheschulung (Artikulation, Betonung, Intonation), Lautschrift.
Wortschatz:
Auswahl und Stufung des Wortschatzes; Methoden der Wortschatzvermittlung, -arbeit und -erschließung; Hinführung zur selbständigen Arbeit mit dem Wörterbuch.
Grammatik:
Die Rolle der Grammatik beim Spracherwerb; Progression und systematischer Aufbau; Möglichkeiten der Einführung, Übung und Bewußtmachung; Sprachvergleich; Fachterminologie.
Stil, Register.
Texte:
Methodische Möglichkeiten der Arbeit mit Lehrbuchtexten und Lektüren; schrittweise Hinführung zur selbständigen Texterschließung; aufbereitete Texte, authentische Texte.


Arbeitsbereich "Literatur"
Allgemeine Aufgaben der literarischen Bildung:
Entwicklung des Interesses für Literatur beim Schüler und Begegnung mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und -haltungen.
Behandlung von Textauszügen, Textreihen und Ganzschriften; Behandlung verschiedener Gattungen und Textarten; unterschiedliche Interpretationsmethoden; sinnvoller Aufbau des Lektürekurses.


Arbeitsbereich "Themenbereiche/Landeskunde"
Die Konzeption der Landeskunde im Rahmen des Lehrplans; Zusammenstellung landeskundlicher Einheiten und Methoden der Vermittlung; Möglichkeiten und Probleme der Verbindung von Literatur und Landeskunde.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen; Techniken des Auswendiglernens und des Vokabellernens.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs;
Probleme des Anfangsunterrichts; Verhältnis von Ein- und Zweisprachigkeit; Imitation und Kognition; Problem der Verfügbarkeit von Sprache (rezeptive und produktive Sprachfertigkeit); Englisch als 1. oder 2., Französisch als 1., 2. oder 3. Fremdsprache; Harmonisierung in Klasse 11.
Aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft durch Aufgaben und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


3.

Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.

Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Merk- und Arbeitshefte (z. B. Vokabel-, Grammatikhefte), landeskundliche Dossiers; Unterrichtsprotokolle.
Hausaufgaben und ihre Einbeziehung in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung bei Klassenarbeiten und schriftlichen Wiederholungsarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont;
Beurteilung schriftlicher und mündlicher Leistungen;
Anwendung der Notendefinitionen; Notentransparenz;
Verfahren und Probleme der Korrektur; Korrekturzeichen; Korrekturübungen;
Besprechung und Formen der Verbesserung.
Erlasse, Vorschriften und Verordnungen.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Englisch-/Französischlehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Englisch-/Französischlehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Aufgabe, die Schüler in der Begegnung mit dem angloamerikanischen bzw. französischen Sprach- und Kulturraum zu Toleranz, zur Achtung gegenüber Andersdenkenden, zum Mut zur eigenen Meinung, zur Überwindung von Vorurteilen, zu intellektueller Redlichkeit und Sachlichkeit in der Auseinandersetzung zu erziehen.
Besonderer Beitrag von Literatur und Landeskunde zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen, wie z. B. Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer, Selbstdisziplin; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern
z. B. zusätzliche Aufgaben und Unterrichtsangebote, Arbeitsgemeinschaften.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen;
Englisch als 1. oder 2., Französisch als 1., 2. oder 3. Fremdsprache; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler;
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet z. B. von Studienfahrten, Schüleraustausch, Städte- und Schulpartnerschaften, Briefwechsel.



Evangelische Religionslehre



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Evangelische Religionslehre im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Evangelische Religionslehre im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife Besondere Stellung des Faches Evangelische Religionslehre in der Bindung an biblisch-theologische Inhalte; Begründung und Abgrenzung des Faches, seine Beziehung zu anderen Fächern (s. auch Querverweise im Lehrplan); historische Entwicklung; Beitrag und Wert des Faches im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; religionspädagogisch verantwortlicher Umgang mit Methoden und Ergebnissen wissenschaftlicher Theologie.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau sowie theologische und didaktische Zielsetzungen des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans im Zusammenhang von Pflicht- und Wahlbereich; Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen
mindestens des Lehrplans Klasse 5/6 mit dem Lehrplan der Grundschule.


B.
Didaktik und Methodik des Faches
Evangelische Religionslehre

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Mittel- und langfristige Unterrichtsplanung
Ein Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen und Arbeitsbereichen; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Mit thematischem Schwerpunkt aus Unterrichtseinheiten der gewählten Arbeitsbereiche; Vorführung mindestens einer gemeinsam vorbereiteten Einzelstunde durch den Fachleiter mit Besprechung und Auswertung; häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht; Unterrichtsgespräch; Lehrervortrag; Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit; längerfristiges Projekt im Klassenverband).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zu überlegter Eigentätigkeit, zu partnerschaftlichem und sozialem Lernen und Verhalten, zu praktischer Toleranz; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen; Elementarisierung komplexer biblisch-theologischer Sachverhalte; Anleitung zu selbständigem Lernen; wissenschaftlich-theologische Propädeutik auf der Oberstufe.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; verantwortlicher Umgang mit Film-, Bild- und Tonmedien sowie mit Werken aus Kunst, Literatur und Musik zur Erschließung theologischer Unterrichtsgehalte, Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl zusätzlichen Materials nach den Kriterien der Lehrplanangemessenheit, des erzieherischen Wertes, kirchlich-theologischer Aktualität, des Schwierigkeitsgrades, der didaktischen Ergiebigkeit, Vermeidung inhaltlicher Einseitigkeit.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung des Lehrers:
Pädagogisch-Theologisches Zentrum, Religionspädagogisches Institut Karlsruhe, Kirchl. Medienzentralen, Kreisbildstellen, LEU u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.


An konkreten Beispielen werden die theologisch-didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Dabei sollen wichtige erzieherische und fachliche Ziele der Lehrplaninhalte berücksichtigt werden. Dem Referendar sind stufenspezifische Möglichkeiten und Probleme der Arbeitsbereiche, das Prinzip der Vermittlung biblisch-theologischer Glaubensinhalte und gegenwärtiger Lebenswirklichkeit in den Arbeitsbereichen sowie deren innerer Zusammenhang einsichtig zu machen und ist ein Überblick über unterschiedliche religionspädagogische Konzepte zu geben.

Die Behandlung von Themen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen soll unter der Zielsetzung verdeutlicht werden, daß neben der Vermittlung von Kenntnissen die Förderung von Verstehensvorgängen und die Einsicht in die Relevanz theologischer Inhalte für Glauben und Leben unverzichtbar sind.



Didaktik und Methodik der fachspezifischen Arbeitsbereiche und Arbeitsformen auf den verschiedenen Stufen


Arbeitsbereich "Biblische Tradition"
Auslegung biblischer Texte aus den im Lehrplan genannten Themenbereichen des Alten und Neuen Testaments im Blick auf Fragen und Probleme der Gegenwart und der Schüler in theologisch und pädagogisch reflektierter und verantwortlicher Weise.
Unter- und Mittelstufe:
Erzählen biblischer Geschichten anhand ausgewählter Texte; Erarbeitung bibelkundlichen Grundwissens und Memorieren wichtiger Texte; Anbahnung von Verständnis für Überlieferung, Aufbau, Form und Absicht biblischer Texte.
Oberstufe, über die Aufgaben von Unter- und Mittelstufe hinaus:
Einbeziehung der vielfältigen Wirkungsgeschichte; Hinführung zum Umgang mit wissenschaftlich-theologischen Auslegungsmethoden; Anleitung zur Teilnahme am Dialog zwischen Theologie und Wissenschaft.


Arbeitsbereich "Kirchen- und theologiegeschichtliche Tradition"
Kirchen- und Theologiegeschichte als Geschichte der Auslegung des Evangeliums und seine Wirkungen in der Welt in bezug auf Fragen und Probleme der Gegenwart und der Schüler; Berücksichtigung komplexer Bedingungen historischer Abläufe bei der Behandlung kirchen- und theologiegeschichtlicher Themen und Ereignisse. Didaktische Grundtypen des Kirchengeschichtsunterrichts.
Unter- und Mittelstufe:
Psychologische Voraussetzungen für die Entwicklung geschichtlichen Bewußtseins und Möglichkeiten seiner Förderung; Gefahr der Personalisierung; Fähigkeit zu sachgemäßer Auswahl von Quellen und zur Darstellung unterschiedlicher Interpretationen; Methoden des Kirchengeschichtsunterrichts (z. B. Lehrererzählung, historischer Bericht, Hörspielszenen, Arbeit mit Text- und Bildquellen u. a.).
Oberstufe, über die Aufgaben der Unter- und Mittelstufe hinaus:
Vermittlung der kirchen- und theologiegeschichtlichen Dimensionen in den Themen des Pflicht- und Wahlbereichs des Oberstufenlehrplans; Möglichkeiten zur Erstellung eigener kirchen- und theologiegeschichtlicher Unterrichtseinheiten aus Zielen und Inhalten des Lehrplans; Erschließung kirchen- und theologiegeschichtlicher Themen und Ereignisse unter dem Aspekt gegenwärtiger Fragen und Probleme und im Hinblick auf den Verstehenshorizont der Schüler; Einsichten aus dem Umgang mit kirchen- und theologiegeschichtlichen Inhalten als Hilfe für die Orientierung individuellen und gesellschaftlichen Handelns in Gegenwart und Zukunft.


Arbeitsbereich "Dialog der Theologie und Kirche mit den Human-, Sozial- und Naturwissenschaften"
Vermittlung theologisch-systematischen und ethischen Grundlagenwissens; Dialog der Theologie mit Fragestellungen, Methoden und Ergebnissen heutiger Wissenschaften.
Unter- und Mittelstufe:
Vermittlung von Grundwissen zum Bekenntnis der Kirche in Geschichte und Gegenwart; Anbahnung von Verständnis für fremde Religionen und ihre Erscheinungen. Darstellung verschiedener Gottesdienstformen und ihres theologischen Sinngehaltes; Gestaltung von alten und neuen Kirchenliedern und Anleitung zum Verständnis der entsprechenden musikalischen Gestaltung.
Vermittlung von Elementen biblischen Gottes- und Christusglaubens und ihre Bedeutung für anthropologische und sozialethische Fragestellungen.
Stadien der religiösen Sozialisation hinsichtlich der Vermittlung von Glaubensinhalten und der kritischen Infragestellung des Glaubens; Phasen der Entstehung des moralischen Bewußtseins und Einführung in Fragen der Gewissensbildung aus theologischer Sicht im Vergleich mit psychologischen und soziologischen Theorien.
Einführung in sachgemäßen Umgang mit biblischen Überlieferungen (z. B. Schöpfung) im Vergleich zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen (z. B. Evolution). Einführung in Formen und Inhalte des christlichen Gebets.


Oberstufe, über die Aufgaben der Unter- und Mittelstufe hinaus:
Stärkere Berücksichtigung der Methodenreflexion; Orientierung an der Methode sozialethischer Urteilsbildung in den Denkschriften der Evangelischen Kirche in Deutschland. Einsicht in Anspruch und Grenzen der Theologie bzw. der Wissenschaften; Kenntnis von Grenzüberschreitungen von Theologie und Wissenschaften, ihrer Gründe und ihrer Folgen.


Arbeitsbereich "Andere Religionen und Weltanschauungen"
Anleitung zum Verständnis der Erscheinungsformen von Religionen und Weltanschauungen, ihrer Ursprungssituation und ihrer Entwicklung. Einübung in den Dialog zwischen christlicher Kirche und Theologie und anderen Religionen und Weltanschauungen unter bewußter Berücksichtigung des christlichen Standpunkts und der eigenen kulturellen Voraussetzungen. Aufweis der Problematik wertender Vergleiche von Religionen und Weltanschauungen und ihrer Repräsentanten.
Unter- und Mittelstufe:
Begegnung der Schüler mit anderen Religionen: Vermittlung wichtiger religionskundlicher Kenntnisse aus Geschichte und Gegenwart; Anleitung zu methodisch überlegtem Religionsvergleich und zu sachlich begründeter Wertung von Erscheinungen eigener und fremder Religion; Anbahnung von Einsicht in Zusammenhänge zwischen Religion und gesellschaftlichem Leben.
Begegnung der Schüler mit Weltanschauungen: Vermittlung wichtiger Kenntnisse über Inhalte, Erscheinungs- und Organisationsformen von Weltanschauungen und Ideologien in Geschichte und Gegenwart; Verständnis für Entstehung, Ausformungen und Wirkungen; Einübung der Fähigkeit zu kritischer Bewertung aufgrund theologischer Gesichtspunkte; Anbahnung von Einsicht in Zusammenhänge zwischen Weltanschauungen und gesellschaftlichem Leben.
Oberstufe, über die Aufgaben der Unter- und Mittelstufe hinaus:
Reflexion der Legitimation abendländischer Christen zu Wahrnehmung, Darstellung und Beurteilung anderer Religionen. Reflexion der Vorurteile gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen, ihre Entstehung und ihre Überwindung.
Das Problem des Vergleichs von Religionen und ihrer Bewertung. Einführung in die Spannung von Toleranz und Wahrheit. Auseinandersetzung mit heutigen Fragen der Mission und des Dialogs zwischen Religionen und Weltanschauungen.
Methodenprobleme
Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer altersgemäßen Verwendung von Fachsprache; Fragetechnik; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs.
Aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben- und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer; die Frage der Kompetenz des Theologen im Bereich anderer Wissenschaften.


Muttersprachliche Erziehung im Fachunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit im Umgang mit theologischen und existenziellen Fragen; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Arbeitshefte; Unterrichtsprotokolle; Diktatformulierungen; Techniken des Memorierens; Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Theologische und pädagogische Gesichtspunkte der Leistungsbeurteilung im Fach Ev. Religionslehre. Unterscheidung von überprüfbaren und nicht überprüfbaren Zielen und Inhalten im Fach Evangelische Religionslehre.
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten und schriftlichen Wiederholungsarbeiten (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Anwendung der Notendefinitionen, Notentransparenz; Verfahren und Probleme der Korrektur; Korrekturzeichen; Zusammenhang und Gewichtung möglicher Beurteilungsaspekte; Korrekturübungen; Randbemerkungen und Beurteilungskommentar als individuelle Lernhilfe; Besprechungsverfahren bei Schülerarbeiten.
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


4.


Der Referendar ist in die Problematik des Faches als gemeinsamer Veranstaltung von Staat und Kirche einzuführen.

Der rechtliche Status des Faches: Verfassungsrecht (GG, LV) und Schulrecht (SchG); die kirchliche Verantwortung für die Inhalte des Faches, Bindung an die "Grundsätze der Religionsgemeinschaften" (Art. 7 GG) und ihre Auslegung in der EKD-Stellungnahme 1971; die Frage der Beaufsichtigung des Faches (allgemeine Schulaufsicht des Staates, Fachaufsicht der Kirche); Konfessionalität und Möglichkeiten konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts; die Frage der Teilnahme (Schüler ohne Bekenntnis oder anderer Bekenntnisse oder Religionen); die Frage der Abmeldung (rechtliche Begründung, Verfahren); das Verhältnis des Faches zum Ersatzfach Ethik.



C.
Unterricht und Erziehung

Die Grundlagen des Faches Evangelische Religionslehre und allgemeine erzieherische Aufgaben des Religionslehrers



Grundlage christlicher Erziehung im Fach Evangelische Religionslehre ist das Evangelium von Jesus Christus. Entsprechend dem biblischen Menschenbild ist jeder Schüler in seiner Einzigartigkeit Gottes Geschöpf. Die Würde des Schülers verlangt, daß er nicht als Objekt, sondern als Person betrachtet wird. Damit steht das Fach Evangelische Religionslehre in unmittelbarem Zusammenhang mit den Grundwerten im Grundgesetz, Landesverfassung und Schulgesetz. Auf dieser Basis lernt der Referendar die spezifischen erzieherischen Möglichkeiten des Religionsunterrichts kennen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Bedeutung der Inhalte des Evangelischen Religionsunterrichts für die Erziehung: Hilfe für die Orientierung in der Welt, für die Suche nach Sinn und Werten, für die Suche nach eigener Identität, für die Befähigung zur Freiheit und Verantwortung. Bedeutung der Lehr- und Lernverfahren für die erzieherische Dimension des Unterrichts.
Berücksichtigung des Schülers: Religiöse Sozialisation, religiöse Bedürfnisse und Vorstellungen der Schüler.
Gesichtspunkte religionspädagogischer Verantwortung:
Vermeidung unnötiger Verunsicherung; Stabilisierung von Glaubenshaltungen; Freigabe des Schülers zur Eigenverantwortung; Förderung der Kooperationsbereitshaft; Einübung praktischer Toleranz gegenüber unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Positionen.


Die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit für den Unterricht
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts. Eröffnung von Identifikationsmöglichkeiten für den Schüler in seiner religiösen und menschlichen Entwicklung. Die religiöse Herkunft und Einstellung des Lehrers und mögliche Auswirkungen auf den Unterricht. Der Religionslehrer im Spannungsfeld verschiedener Erwartungen. Der Religionslehrer als Beauftragter der Kirche (Vocatio) und als staatlicher Beamter.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern; Umgang mit verhaltensgestörten und gefährdeten Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Beratung in Glaubens- und Lebensfragen; Beratung in Gewissenskonflikten und -entscheidungen; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler; Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z. B. von Schullandheimaufenthalten, Studienfahrten, Exkursionen, Lerngängen, Freizeiten, Wochenenden; diakonische Einsätze, Arbeit mit Behinderten; Teilnahme und Mitwirkung an Gemeindegottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen; Betreuung von Schülerbibelkreisen.



Gemeinschaftskunde



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Gemeinschaftskunde im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Gemeinschaftskunde im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Besondere Stellung des Faches Gemeinschaftskunde, die auch in Artikel 21 der Verfassung des Landes Baden-Württemberg zum Ausdruck kommt; Begründung des Faches; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Bezugswissenschaften des Faches Gemeinschaftskunde.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Gemeinschaftskunde

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen.


Einsatz von Medien
der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.
Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet. Neben der Vermittlung von Kenntnissen und der Förderung von Verstehensvorgängen ist zu zeigen, wie das Interesse des Schülers am politischen Geschehen entwickelt werden kann.



Didaktik und Methodik des Faches Gemeinschaftskunde auf den verschiedenen Stufen


Mittelstufe
Klasse 10:
Kriterien der Themen- und Stoffwahl; Auswertung von Tabellen und Schaubildern; Zeitung als Informationsträger (Tagespolitik); öffentliche Haushalte; der gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Erfahrungsbereich der Schüler; überschaubare Sachverhalte der Politik.


Oberstufe
Klasse 11:
Analyse und Erörterung von Texten (z. B. Zeitbezug); Auseinandersetzung mit abstrakten Inhalten; Zugang zur Arbeitsweise der Oberstufe;
Ziele und Aufgaben der Politik, Recht und Rechtsordnung, Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik; politisches System in der DDR einschließlich der ideologischen Grundlagen.
Grundkurse:
Grundlegende methodische Verfahrensweisen des Faches (z. B. Zusammenfassung von Daten, Interpretation kontroverser Texte, Auswertung von Zeitreihen); Formen selbständigen Arbeitens (z. B. Auswertung von Darstellungen in Zeitungen); Vermittlung von Überblickswissen; Arbeiten mit den Ergebnissen der Bezugswissenschaften (Geschichte, Geographie) in vereinfachter Form; politisches System der Bundesrepublik Deutschland, Vermittlung von Themen der internationalen Politik.
Leistungskurse:
Formen wissenschaftlichen Arbeitens (z. B. Fragestellungen, Methoden, Bildung und Überprüfung von Hypothesen); Ermitteln und Verarbeiten von Informationen; Auswertung wissenschaftlicher Abhandlungen; Auseinandersetzung mit politischen Theorien; Planung und Durchführung von Projekten (z. B. empirische Sozialforschung in vereinfachter Form).


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Gemeinschaftskundeunterricht
Erziehung zum selbständig denkenden und handelnden Staatsbürger; Verständnis und Aneignung der Wert- und Rechtsnormen der freiheitlich demokratischen Grundordnung; Anerkennung der Regeln für ein rationales Austragen politischer Konflikte; Bereitschaft, demokratische Mehrheitsentscheidungen loyal zu respektieren; Bereitschaft, eine Wirtschaftsordnung, bei der alle Beteiligten zusammenwirken, anzuerkennen; Fähigkeit zum regelgerechten Austragen von Interessengegensätzen, aber auch zum Konsens; Erziehung zum Hinhören und zum Eingehen auf den Gesprächspartner.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit;
Analyse und Wertung von politischen Sachverhalten; begriffliche Klarheit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer sachgerechten Verwendung von Fachsprache; Strukturierung von Inhalten; Herstellung von Bezügen;
Fragetechnik; Strukturierung des Unterrichts durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen; Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs;
Planung und Durchführung einer Fallanalyse;
Aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben- und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


Muttersprachliche Erziehung im Gemeinschaftskundeunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Erziehung zu begrifflich genauem Erfassen, sachlicher Darstellung und logischer Gedankenführung; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.

Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Merk- und Arbeitshefte; Unterrichtsprotokolle;
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht, Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten und Wiederholungsarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Notentransparenz; Verfahren und Probleme der Korrektur; Korrekturzeichen; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte (inhaltliche, strukturierende, sprachliche, orthographische Leistung, äußere Form); Korrekturübungen; Anwendung der Notendefinitionen; der Beurteilungskommentar als individuelle Lernhilfe; Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung.
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Gemeinschaftskundelehrers

Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Gemeinschaftskundelehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen als Kriterien zur Beurteilung politischen Verhaltens sowie politischer Sachverhalte und Prozesse aufzuzeigen. Dabei ist zu erörtern, inwieweit eine solche Bewertung dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins geben kann.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen, wie z. B. intellektuelle Redlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer, Selbstdisziplin; soziales Verhalten.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler;
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung von außerunterrichtlichen Veranstaltungen erarbeitet, z. B. von Schullandheimaufenthalten, Betriebsbesichtigungen, Gerichtsbesuchen, Studienfahrten (z. B. DDR), Wettbewerben, Besuch des Landtags, Bundestags, Europarats, bei einer Gemeinde- oder Kreisveranstaltung, bei Schulfesten.



Geschichte



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Geschichte im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Geschichte im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Stellung des Faches Geschichte im Bildungsplan und besonders im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich; Begründung, Abgrenzung und Beziehung des Faches zu anderen Fächern (s. auch Querverweise im Lehrplan); Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; historische Bildung als unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung; Verhältnis des Unterrichtsfaches zur Fachwissenschaft; Einblick in die Geschichte des Geschichtsunterrichts.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten;
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Inhalte, Ziele und Wertigkeit des Faches in den Klassen 7 bis 10 und in der Oberstufe; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen


B.
Didaktik und Methodik des Faches Geschichte

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Unterrichtsplanung
Einzelstunde, Vorführung mindestens einer gemeinsam vorbereiteten Einzelstunde durch den Fachleiter mit Besprechung und Auswertung; häufige Fehler des Lehrers, Hinweis zur Abhilfe;
Unterrichtseinheit; Jahresplan


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. Lehrervortrag, fragend-entwickelndes Verfahren, Arbeitsauftrag, Gruppenarbeit).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; orientierendes, vertiefendes, exemplarisches und entdeckendes Lernen; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien, z. B. Bild, Karte, Quelle, Diagramm und Tabelle; Tafel und Tageslichtschreiber; audio-visuelle Medien; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl zusätzlichen Materials im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit; Vermeidung methodischer und inhaltlicher Einseitigkeit.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung; Erprobung von Methoden, Lernmitteln und Unterrichtsmodellen (z. B. zur Regional- und Heimatgeschichte, zur deutschen Frage, zum Europagedanken), auch im Zusammenhang mit den pädagogischen Prüfungsarbeiten.


2.


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele der Lehrplaninhalte, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Ziele und Inhalte
Ziele des Geschichtsunterrichts und ihre Begründung; Verhältnis von Zielen und Inhalten; Auswahl und Anordnung von Inhalten, z. B. Universalgeschichte, europäische Geschichte, National- und Regionalgeschichte, politische und soziale Geschichte, Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Ereignis und Struktur, Person und Gruppe, genetisch-chronologisches Verfahren, exemplarisches Prinzip, thematischer Längsschnitt und epochaler Querschnitt.


Methoden und Unterrichtsorganisation
Methoden des Geschichtsunterrichts und ihre stufenspezifische Anwendung, z. B. darbietende und arbeitsunterrichtliche Verfahren, Orientieren und Vertiefen; Sozialformen des Unterrichts; Vermittlung und Sicherung historischer Kenntnisse (Fakten, Begriffe, Überblick, Zusammenhänge); Problemorientierung, Einübung von Arbeitsweisen;
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus; Fragetechnik;
Strukturierung des Unterrichtsgesprächs; Strukturierung der Stunde in Phasen;
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs.


Stufenspezifische Besonderheiten
Psychologische Voraussetzungen, Altersgemäßheit, Anschaulichkeit und Abstraktion, Vorwissen, Problem der Verwendung von Fachsprache;
Mittelstufe
Besondere Bedeutung des genetisch-chronologischen Prinzips, des Aspekts handelnder Personen und Gruppen, lokal- und regionalgeschichtlicher Beispiele.
Klasse 11
Übergangs- und Vorbereitungsfunktion der Klasse 11 für den Kursunterricht (anhand antiker, mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Themen werden grundsätzlichere und umfassendere Betrachtungsweisen der Geschichte eingeführt).


Grund- und Leistungskurse
Verbindung von chronologischem Prinzip und thematisch-strukturellen Fragestellungen; sicheres Begriffswissen und sachgerechte Anwendung der Fachsprache; Bedeutung der Bewertungs- und Beurteilungsebene; Hinführung zur selbständigen Auseinandersetzung mit der Geschichte.


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Geschichtsunterricht
Verbindung von Wissen, Problemorientierung und Wertung; Pluralität und Perspektiven der Geschichtsdeutung und der Erklärungsmuster; politische Relevanz historischer Bildung; Erziehung zu Werten und Normen, insbesondere zur Demokratie, zum Frieden und zur Toleranz.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und Kollegen anderer Fächer
Formen und Inhalte der Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Fach Gemeinschaftskunde; fachspezifische Beiträge zu fächerübergreifenden Themen, z. B. Deutsche Frage, Europagedanke, Friedenssicherung und Bundeswehr, Landesgeschichte.


Muttersprachliche Erziehung im Geschichtsunterricht
Förderung der mündlichen und schriftlichen Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Üben, Zusammenfassen und Wiederholen; Heftführung; Merkdaten und Grundbegriffe; Nachschreiben im Unterricht, Unterrichtsprotokolle, Exzerpieren, Referate;
Hausaufgaben und ihre Einbeziehung in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten und schriftlichen Wiederholungen auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont;
Verfahren und Probleme der Korrektur (z. B. Anwendung der Notenskala), Gewichtung inhaltlicher und formaler Kriterien, Korrekturübungen, Anwendung der Notendefinitionen, Besprechungsverfahren; sonstige schriftliche Leistungen (z. B. Heftführung, Protokoll); Beurteilung und Gewichtung mündlicher Leistungen; Notentransparenz.
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Geschichtslehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Geschichtslehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.

Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Erziehung zur Demokratie, Frieden, Toleranz und sozialem Verhalten; unvoreingenommene Kenntnisnahme andersartiger Wert- und Gesellschaftssysteme in der Geschichte; Erziehung zur Urteilsfähigkeit, z. B. Unterscheidung von Vorurteilen, Gefühlsurteilen, Sach- und Werturteilen; intellektuelle Disziplin, z. B. Differenzierung, Genauigkeit, Trennschärfe, innere Schlüssigkeit beim eigenen Urteilen und Argumentieren, Offenlegung der Prämissen und eigenen Optionen.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl von Kursen in der reformierten Oberstufe; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler; unterrichtsbegleitende Lern- und Arbeitstechniken; Organisation der Hausaufgaben; Hinweise zur Vorbereitung des Fachlehrers auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

Dem Referendar werden Möglichkeiten zu historischer Bildung, erzieherischer Arbeit und besonderer Motivierung der Schüler im Geschichtsunterricht "vor Ort" gezeigt. Er wird eingeführt in Planung, Durchführung und Auswertung von außerunterrichtlichen Veranstaltungen, z. B. historischer Lerngang, Besuch von Museen und Archiven, Exkursionen zu historischen Stätten, Projekte zur Orts-, Landes- und Zeitgeschichte (z. B. in Verbindung mit Schullandheimaufenthalten und Schülerwettbewerben), Beteiligung an archäologischen Ausgrabungen.



Italienisch und Spanisch



In vielen Fällen wird der Referendar, der die Lehrbefähigung in den Fächern Italienisch bzw. Spanisch erwerben will, gleichzeitig für den Unterricht in einer anderen Fremdsprache ausgebildet, so daß das Fachseminar Italienisch bzw. Spanisch sich an das in den Fachseminaren Englisch oder Französisch Behandelte anlehnen kann.



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Die Fächer Italienisch/Spanisch im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Italienisch bzw. Spanisch im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung der Fächer; ihre Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit.
Für Italienisch: Das Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Italien vom Februar 1958 (vgl. Bundesgesetzblatt 1958, Teil II, S. 78 bis 82).


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf der Grund- und Aufbaustufe; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen


B.
Didaktik und Methodik der Fächer Italienisch/Spanisch

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan für Grund- und Aufbaustufe an einem Beispiel.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen in Grund- und Aufbaustufe; Integration der Arbeitsbereiche; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband; verschiedene Übungsformen).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, systematisches Lernen; Unterrichtsökonomie; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Funktionsgerechter Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien (z. B. Tonband, Film, Sprachlabor); Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.


Die Entwicklung der sprachlichen Fertigkeiten des Schülers ist integrierendes Prinzip des gesamten Fremdsprachenunterrichts. An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunktherausgearbeitet.



Didaktik und Methodik der fachspezifischen Arbeitsbereiche und Arbeitsformen in Klasse 11 und in den Grundkursen der gymnasialen Oberstufe.


Arbeitsbereiche "Sprachliche Fertigkeiten" "(Sprachliche) Kenntnisse und Einsichten"

Hören und Sprechen, Lesen und Schreiben, Übersetzen und elementares Dolmetschen;

Gewichtung, Progression, Übungsmöglichkeiten.

Lautlehre:

Lautbildung, Betonung und Intonation (für Spanisch: kastilische Norm, hispano-amerikanische Varianten); systematische Hör- und Ausspracheübungen; Lautschrift.

Wortschatz:

Auswahl: Grundwortschatz und themenbezogener Aufbauwortschatz; Wortschatz der Textanalyse – Struktur und Umfang; Methoden der Wortschatzvermittlung, -arbeit, -erschließung; selbständige Arbeit mit dem Wörterbuch.

Grammatik:

Die Rolle der Grammatik beim Spracherwerb; Progression und systematischer Aufbau; Möglichkeiten der Einführung und Übung; Fachterminologie; Sprachbetrachtung, Sprachvergleich.



Arbeitsbereiche "Texte", "Literatur"

Allgemeine Aufgaben der literarischen Bildung:

Entwicklung des Interesses für Literatur beim Schüler, Begegnung mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und -haltungen.

Methodische Möglichkeiten der Arbeit mit Lehrbuchtexten; schrittweise Hinführung zur selbständigen Texterschließung, -auswertung und Interpretation; Schwierigkeiten beim Übergang von der Lehrbuchphase zur Lektüre authentischer Texte.

Behandlung von Textauszügen, Textreihen und Ganzschriften; Behandlung verschiedener Gattungen und Textarten; unterschiedliche Interpretationsmethoden; Aufbau des Lektürekurses.



Arbeitsbereich "Landeskunde"

Konzeption der Landeskunde im Rahmen des Lehrplans; Zusammenstellung landeskundlicher Einheiten und Methoden der Vermittlung; Möglichkeiten und Probleme der Verbindung von Literatur und Landeskunde.



Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Probleme des Anfangsunterrichts in den spätbeginnenden Fremdsprachen; Problem der Verfügbarkeit von Sprache (rezeptive und produktive Sprachfertigkeit, Möglichkeiten des Erschließens aus anderen Sprachen); kognitives Lernen und kontrastive Betrachtungsweise beim Erlernen der spätbeginnenden Fremdsprache (Transfer und Interferenz).
Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs.
Aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


3.


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Merk- und Arbeitshefte (z.B. Vokabel-, Grammatik-, Landeskundehefte); Unterrichtsprotokolle.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung; Planung und Aufgabenstellungen bei Klassenarbeiten auf den verschiedenen Stufen, Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Anwendung der Notendefinitionen; Notentransparenz; Verfahren und Probleme der Korrektur; Korrekturzeichen; Korrekturübungen; Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung.
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


4.


Integration von Schülern mit Italienisch bzw. Spanisch als Muttersprache.



C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Italienisch-/Spanischlehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Italienisch-/Spanischlehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Möglichkeiten, die Schüler in der Begegnung mit Menschen und Ideen des italienischen bzw. spanischen Sprach- und Kulturraums zur Achtung und Toleranz von Andersdenkenden und zur Überwindung von Vorurteilen zu erziehen; es ist zu erörtern, wie die Beschäftigung mit Literatur dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins geben kann.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen wie z.B. Sachlichkeit, Ordentlichkeit, Genauigkeit, Ausdauer, intellektuelle Redlichkeit, Selbstdisziplin; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen in der Oberstufe; Wahl des Italienischen bzw. Spanischen als 3. oder 4. Fremdsprache; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z.B. von Studienreisen, Briefwechsel, Schüleraustausch, Städte- und Schulpartnerschaften. Begegnung mit italienischen bzw. spanischen Mitbürgern in Deutschland.



Katholische Religionslehre



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Katholische Religionslehre im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Katholische Religionslehre im Fächerkanon der Schulart und sein Beitrag zur Bildung und Erziehung sowie zur Hochschulreife
Besondere Stellung des Faches; Abgrenzung und Beziehung des Faches zu anderen Fächern (s. auch Querverweise im Lehrplan); Begründung des Faches aus theologischer, pädagogischer und religionspädagogischer Sicht; verschiedene religionspädagogische Konzeptionen besonders seit 1900; Beitrag und Wert des Faches im Hinblick auf ganzheitliche Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; der Religionsunterricht in der Schnittlinie von Auftrag der Kirche und dem Bildungsauftrag der öffentlichen Schule (vgl. Synode, RU in der Schule, 2.1).


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsinhalte, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Theologische Struktur, Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; die Verbindlichkeit des Lehrplans, Pflicht- und Wahlbereich, pädagogischer Freiraum und dessen verantwortliche Nutzung im Rahmen der religionspädagogischen Zielsetzung des Religionsunterrichts.


Vergleich mit anderen Lehrplänen
mindestens des Lehrplans Klasse 5 mit dem Lehrplan der Grundschule.


B.
Didaktik und Methodik des Faches
Katholische Religionslehre

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten.

Dazu soll er klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten. Er soll befähigt werden, die Lehrplaneinheiten und Unterrichtsinhalte kontinuierlich und sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Ebenso lernt er die Kriterien zur Beobachtung und Auswertung kennen und auf seinen eigenen Unterricht anzuwenden.



Mittel- und langfristige Unterrichtsplanung
Beispiel für eine Ganz- und Halbjahresplanung.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten; Beispiele aus verschiedenen Stufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten; didaktische Schwerpunktsetzung; Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Thematische Schwerpunkte aus unterschiedlichen didaktischen Arbeitsfeldern (Bibeldidaktik, Ethik etc.); Vorführung mindestens einer gemeinsam vorbereiteten Einzelstunde durch den Fachleiter mit Besprechung und Auswertung; häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Grenzen der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z.B. fragend-entwickelnder Unterricht; Unterrichtsgespräch; Lehrervortrag; Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit; Rollenspiel; längerfristiges Projekt im Klassenverband).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion; Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer altersgemäßen Verwendung von Fachsprache; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen; Anleitung zu selbständigem Lernen, zu Partnerschaftlichkeit und praktischer Toleranz.
Unterrichtsmethode
Erarbeitung motivierender Einstiege, Fragetechnik, Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen. Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafel-Folienanschriebs; Aufzeigen von gestalterischen Möglichkeiten wie z.B. Collagen, Malen, Arbeiten in Ton; Tragweite und Grenze von erfahrungsorientierten Methoden, sachgemäßer Umgang mit Texten und Quellen.
Einsatz von Medien
Der religionspädagogisch angemessene Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.
Förderung der Muttersprache im Unterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Befähigung, Erfahrungen wahrzunehmen und auszudrücken; Einübung in metaphorisches Sprechen und Symbolverständnis; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl zusätzlichen Materials im Hinblick auf lehrplangemäßen Themen-Bezug, erzieherischen Wert, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit; Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung des Lehrers
LEU, Kreisbildstellen, Religionspädagogische Arbeitsstellen der Diözesen, Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.

An konkreten Beispielen werden Schwerpunkte der didaktischen Arbeitsfelder, ihr Bezug zu den entsprechenden Fachwissenschaften sowie die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung im Unterricht aufgezeigt. Theologische, anthropologisch-erzieherische Richtungsziele des Lehrplans, stufenspezifische und entwicklungspsychologisch bedingte Schwerpunkte und Probleme werden exemplarisch herausgearbeitet; dabei ist die Botschaft des Glaubens in Beziehung zu sehen und zu setzen zu dem, was lebensweltlich von elementarer Bedeutung ist. Durchgehendes didaktisches Prinzip ist hierbei die Verknüpfung der Glaubensbotschaft mit den Erfahrungen der Schüler.

Didaktik und Methodik der Arbeitsfelder auf den verschiedenen Stufen


Bibeldidaktik:
Sachgemäße und exegetisch ausgewogene Interpretation biblischer Texte als Voraussetzung ihrer didaktischen Vermittlung; bibeldidaktische Schwerpunkte und Methoden, u.a. narrative Vermittlung von biblischen Texten.


Glaubenslehre und Wirkungsgeschichte des Glaubens:
Didaktische Erschließung von Schwerpunkten aus Christologie, Sakramentenlehre und Ekklesiologie, Erarbeitung von Längs- und Querschnitten zum Verständnis der lebendigen Gegenwart der Kirche, Traditionsbildung und Kritik (sentire cum ecclesia).


Ethik und Soziallehre:
Entwicklung des sittlichen Bewußtseins und erzieherische Hilfen zur Gewissensbildung; Begründung ethischer Normen im christlichen Sinnhorizont, Gebote als Sinnangebote und Orientierungshilfen bei der Suche nach Lebenssinn und für die Findung der eigenen Identität. Grundsätze verantworteter Geschlechtserziehung (vgl. SchG § 100b); Leben aus christlicher Verantwortung in Kirche und Gesellschaft; Hilfen zur didaktischen Erschließung von Grundbegriffen wie z.B. Freiheit, Menschenwürde, Personalität, Solidarität, Subsidiarität sowie von einzelnen Grundrechten und Pflichten, ethisches Verantwortungsbewußtsein im Verhältnis zur wissenschaftlich-technischen Vernunft.


Kirchengeschichte:
Methodisch-didaktische Erarbeitung kirchengeschichtlicher Quellen; Erschließung kirchenhistorischer Ereignisse im Kontext der Zeitgeschichte; Schwerpunkte wie Kirchenspaltungen und Wege zur Wiedergewinnung der Einheit; Bedeutung großer Heiliger für die Reform der Kirche; soziale Frage; Vatikanum II, Gegenwartsprobleme und Aufgaben der Kirche von heute wie z.B. Dritte Welt, Formen der Mission.


Leben in der Kirche:
Auffinden der drei christlichen Grunddienste (Martyria, Liturgia, Diakonia) in der Ortsgemeinde und in der Weltkirche; Möglichkeiten der Hinführung der Schüler zu ihrer Pfarrgemeinde, z.B. Gestaltung von Fest und Feier, Einführung in die Liturgie, Vorbereiten von Schul- und Schülergottesdiensten; Eröffnen von Zugängen zu Ausdrucksformen religiöser Kunst, zu Lied und Gebet; Hinführung zu Meditation und Gebet; Information über kirchliche Hilfsdienste und Engagement im diakonischen Bereich.


Deutung menschlicher Grunderfahrungen:
Durch persönliche Lebenszeugnisse aus Vergangenheit und Gegenwart die Schüler befähigen, menschliche Grunderfahrungen wie z.B. Glück, Freude, Liebe, Schuld, Krankheit, Tod usw. wahrzunehmen und zur Sprache zu bringen, Aufzeigen der religiösen Dimension dieser Grunderfahrungen sowie deren Deutung im Sinnhorizont des christlichen Glaubens; die Vielfalt menschlichen Suchens nach Sinn und Ganzheit anhand weltanschaulicher Positionen erörtern.


Religionen:
Durch authentische Darstellung charakteristischer Merkmale Verständnis für andere Formen der Gottesverehrung und der religiösen Lebenspraxis wecken und ihre Verflochtenheit mit dem gesellschaftlichen Leben aufzeigen.


3.


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Merk- und Arbeitshefte; Unterrichtsprotokolle; Techniken des Auswendiglernens.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung; Planung und Aufgabenstellung von schriftlichen Arbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Anwendung der Notendefinitionen; Notentransparenz, Verfahren und Probleme der Korrektur; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte; Korrekturübungen; der Beurteilungskommentar als individuelle Lernhilfe; Besprechungsverfahren.
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


4.

Der Referendar ist in die Besonderheit des Faches als gemeinsamer Veranstaltung von Staat und Kirche einzuführen (vgl. dazu SchG §§ 96-100).

Der rechtliche Status des Faches; die kirchliche Verantwortung für die Inhalte des Religionsunterrichts; die Frage der Beaufsichtigung des Faches (allgemeine Schulaufsicht des Staates, Fachaufsicht der Kirche); Konfessionalität, Möglichkeiten und Grenzen konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts in der Sekundarstufe II; die Teilnahme am Fach Religionslehre, die Abmeldung vom Religionsunterricht (Ersatzfach Ethik, vgl. SchG § 100a).



C.
Unterricht und Erziehung

Der Referendar lernt die erzieherischen Möglichkeiten des Religionsunterrichts kennen. Er erfährt, daß die Vermittlung der Inhalte des Religionsunterrichts nicht von der Person des Lehrers zu trennen ist. In dem Prinzip des erzieherischen Unterrichts, das den Umgang des Lehrers mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten bestimmt, wird dem Referendar seine besondere pädagogische Aufgabe und seine Verantwortung als Religionslehrer bewußt.



Die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die sinngebende und befreiende Bedeutung des Glaubens wird durch die Person des Lehrers sichtbar und bezeugt. Seine und die Glaubwürdigkeit der Bildungsinhalte zeigt sich vor allem in seinem Umgang mit den Schülern. Nicht zuletzt davon hängt die erzieherische Wirkung des Religionsunterrichts ab.


Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Eine Fülle von Situationen und Erfahrungen im persönlichen Bereich des Schülers fordern das erzieherische Engagement des Religionslehrers heraus. Er hilft, die Frage nach dem Sinn zu beantworten. In dem Bewußtsein, daß alle Menschen von Gott angenommen und geliebt werden, ermutigt er den Schüler zum Vertrauen und zu verantwortlicher Gestaltung seines Lebens.


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Religionsunterricht
Unterrichtsgruppen aus verschiedenen Klassen und Jahrgängen; unterschiedliche Voraussetzungen bei den Schülern in ihrer religiösen Prägung durch das Elternhaus; Leben mit oder in Distanz zur Kirche; unterschiedliche Einstellung der Eltern und der Schüler gegenüber dem Religionsunterricht mit der Möglichkeit der Abmeldung; Spannung zwischen dem Angebot des Glaubens und der Freiheit der persönlichen Entscheidung des Schülers; Bedeutung des Orientierungswissens; Vermeiden der Anhäufung von nicht verstandenem Wissen.


Erkennen und spezielle Förderung von besonders leistungsfähigen und leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Angebot des persönlichen Gesprächs mit dem Schüler; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler; Möglichkeiten des Kontaktes mit Eltern; Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und Kollegen anderer Fächer; Zusammenwirken benachbarter Fächer.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung z.B. von Schullandheimaufenthalten, Exkursionen und Schulfesten erarbeitet.



Latein und Griechisch



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Die Fächer Latein/Griechisch im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Latein bzw. Griechisch im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung der Fächer; ihre Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Verhältnis von Fachwissenschaft und Unterrichtsfach.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen


B.
Didaktik und Methodik der Fächer Latein/Griechisch

1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen und Arbeitsbereichen; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe; Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z.B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband, verschiedene Übungsformen, Spiele).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion; Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
Fachdidaktische Literatur, LEU, Kreisbildsteilen u.a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Didaktik und Methodik der fachspezifischen Arbeitsbereiche und Arbeitsformen auf den verschiedenen Stufen
Überblick über den gestuften Latein-/Griechischbeginn an den verschiedenen Schultypen:
Auswirkungen auf Zielsetzung, Motivationslage und die jeweils erreichbaren Berechtigungen (Latinum, Großes Latinum, Graecum);
Praxis des Anfangsunterrichts (auch im Vergleich mit den modernen Fremdsprachen);
Spracherwerbsphase und Lektüre in ihrer Abgrenzung und ihrer gegenseitigen Durchdringung;
Abschluß in Klasse 11;
Grund- und Leistungskurse:
Ziele, Inhalte; Differenzierung;
Die Arbeitsbereiche des Lehrplans:
Wortschatz, Satzlehre, Formenlehre;
Kriterien der Textauswahl;
Texterschließung, Übersetzung, Interpretation;
Archäologie, Kunst, Kultur;
Realien: Grundfragen der Vermittlung.


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Latein-/Griechischunterricht
Schwierigkeiten beim Verständnis fremdartiger Denkformen; Probleme des Einsichtigmachens unterschiedlicher Wertvorstellungen und -haltungen.


Muttersprachliche Erziehung im Latein-/Griechischunterricht
Erziehung zu korrekter und differenzierender Sprache und zu kritischer Beurteilung von Sprachäußerungen. Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer sachgerechten Verwendung von Fachsprache.
Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs.
Aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben und Themenstellung:
Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


3.

Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Merk- und Arbeitshefte (z.B. Vokabel- und Grammatikhefte); Unterrichtsprotokolle.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten und Wiederholungsarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Anwendung der Notendefinitionen; Notentransparenz; Verfahren und Probleme bei der Korrektur; Korrekturzeichen; Korrekturübungen;
Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung.
Erlasse, Vorschriften und Verordnungen.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Latein-/Griechischlehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgaben und der Verantwortung des Latein-/Griechischlehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen aufzuzeigen, und es ist zu erörtern, wie im Fach Latein bzw. Griechisch dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins gegeben werden können.
Aufgeschlossenheit für die europäische Kulturtradition.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen, wie z.B. intellektuelle Redlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer, Klarheit des Denkens anhand der Sprach- und Textarbeit;
Selbstdisziplin; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Latein als 1., 2. oder 3. Fremdsprache; Griechisch als 3. Fremdprache; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler.
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z.B. von Museums-, Theater- oder Bibliotheksbesuchen, Studienfahrten, Aufführungen antiker Dramen, die Betreuung von Schülerwettbewerben, Leitung von Arbeitsgemeinschaften, Möglichkeiten der Darstellung antiker Themen außerhalb der Schule.



Mathematik



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Mathematik im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Mathematik im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung des Faches; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Bedeutung und Problematik der Vermittlung fachwissenschaftlicher Methoden und Ergebnisse im Mathematikunterricht.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen
Mathematik-Lehrplan der Grundschule; Lehrpläne von Haupt- und Realschule.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Mathematik

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan am Beispiel einer Klassenstufe.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z.B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband, Schülervortrag, Spielsituation, arbeitsteiliges Vorgehen).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; Spiralprinzip; deduktives bzw. induktives Vorgehen; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen; genetisches Prinzip; heuristisches Prinzip; Themenkreismethode; lokales Ordnen; Anleitung zum selbständigen Lernen.


Einsatz von Medien
Die Tafel als wichtigstes Medium im Mathematikunterricht; der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien (Taschenrechner, Zahlentafeln, Formelsammlungen, Modelle); Einsatzmöglichkeiten des Lehrbuches; Möglichkeiten des Computereinsatzes auf den verschiedenen Klassenstufen; Verwendung von Zirkel und Geodreieck. Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u.a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Didaktik und Methodik der mathematischen Teilgebiete auf den verschiedenen Stufen.
An den Teilgebieten Arithmetik, Geometrie, Algebra, Analysis, Analytische Geometrie, Stochastik und an Informatik und Darstellender Geometrie sollen die grundlegenden Denk- und Arbeitsweisen der mathematischen Disziplinen aufgezeigt und in ihrem Fach- und Unterrichtsbezug untersucht werden. Sie äußern sich im wesentlichen in Kenntnissen von Definitionen, Einzelfakten, Gesetzen, Sätzen, Theorien und Methoden und in Fähigkeiten zum Klassifizieren, Ordnen, Strukturieren, Spezialisieren, Generalisieren, Analogisieren, Formalisieren, Argumentieren, Sich-Kreativ-Verhalten und zum Mathematisieren von Sachverhalten.
Die Inhalte der Teilgebiete sind auch zu betrachten im Blick auf die Anwendbarkeit im Sinne einer allgemeinen Berufsvorbereitung des Schülers und auf Beziehungen zu sonstigen Inhalten des Faches.


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Mathematikunterricht
Entwicklung der Fähigkeit zu argumentieren durch Schulung des folgerichtigen Denkens und des Bildens klarer Begriffe; Stärkung des Willens durch die Selbstzucht in konzentrierter Aufmerksamkeit sowie durch den Zwang zu genauem und beharrlichem Arbeiten; Betonung der Wahrheitsliebe; Klarheit und Sachgerechtigkeit bei den verbalen und formalen Beschreibungen von Sachverhalten; Erziehung zu unvoreingenommener Betrachtung und logisch prägnantem Denken; Schwierigkeiten beim Verständnis der Sprach-, Denk- und Darstellungsformen; Förderung kooperativen Verhaltens durch die gemeinsame Suche nach Lösungen; Erziehung zu Sachlichkeit und Toleranz.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Wichtigkeit von klaren und präzisen Formulierungen des Mathematiklehrers; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer sachgerechten Verwendung von Fachsprache; Notwendigkeit und Grenzen des Gebrauchs einer vorwissenschaftlichen Ausdrucksweise.
Heuristik von Problemlösungen; Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Stellenwert der Aufgabe im Mathematikunterricht; Exaktheit von Konstruktionen, Schulung der Raumanschauung, Zulässigkeit von Zeichenhilfsmitteln.
Strukturierung der Stunde in Phasen;
aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft des Schülers durch Aufgaben- und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


Muttersprachliche Erziehung im Fachunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Arbeitshefte.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten und schriftlichen Wiederholungsarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Notentransparenz; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte (gedankliche, inhaltliche, strukturierende, mathematisch-formale, aber auch sprachliche und orthographische Leistung, äußere Form); Korrekturübungen; Besprechungen als allgemeine und individuelle Lernhilfe, Formen der Verbesserung.
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Mathematiklehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Mathematiklehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen aufzuzeigen, und es ist zu erörtern, wie die Einsicht in mathematische Sachverhalte und Zusammenhänge dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins bieten kann.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen wie z.B. intellektuelle Redlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer, Selbstdisziplin; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern
Wettbewerbe und andere Maßnahmen zur gezielten Förderung einzelner Schüler.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen;
Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für ergänzende Fachlektüre für Schüler.
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z.B. von Schullandheimaufenthalten, Studienfahrten, Exkursionen, Lerngängen, Museums- und Bibliotheksbesuchen, Betreuung von Schülerwettbewerben, Leitung von Arbeitsgemeinschaften.



Musik



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Musik im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Musik im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Besondere Stellung des Faches Musik, in dem emotionale und rationale Kräfte geweckt und gefördert werden und sich auch kreativ entfalten können; Erziehung und Bildung durch das Fach Musik im historischen Überblick und in verschiedenen musikpädagogischen Konzeptionen; Beziehung des Faches zu anderen Fächern (s. auch Querverweise im Lehrplan); Beitrag und Wert des Faches im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Problematik der Umsetzung der fachwissenschaftlichen Ergebnisse im Musikunterricht; die Bedeutung des künstlerisch-praktischen Aspekts.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit Lehrplänen anderer Schularten.


Vergleich mit Lehrplänen anderer Bundesländer.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Musik

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z.B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Gruppenarbeit, Musizieren im Klassenverband); Unterricht in Neigungsgruppen, Chor und Orchester.


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien; Nachteile eines überzogenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes; Stellenwert der von Lehrer oder Schüler im Unterricht dargebotenen Musik.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplanmäßigen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u.a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


Überblick und Einführung in die didaktisch-methodische Literatur des Faches.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele der Lehrplaninhalte, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet. Die Betrachtung von Musik hat zum Ziel, Kenntnisse zu vermitteln, das Hörverstehen zu fördern, Freude und Interesse an der Vielfalt der Musik zu entwickeln und zum Verständnis der heutigen Welt der Musik zu führen.



Didaktik und Methodik der fachspezifischen Arbeitsbereiche und Arbeitsformen auf den verschiedenen Stufen


Arbeitsbereich "Musizieren"
Stimmbildung; Sprecherziehung; Lieddidaktik; vokales und instrumentales Musizieren und Improvisieren; Musik und Bewegung.


Arbeitsbereich "Musiklehre"
Möglichkeiten der Notation; allgemeine Musiklehre; Instrumentenkunde; Formenlehre; Gattungen; Musikgeschichte bis in unsere Zeit.


Arbeitsbereich "Musikhören"
Gehörbildung; Höranalysen, auch in Verbindung mit traditioneller und graphischer Notation; Methoden der Analyse und Interpretation; Aspekt der Rezeptionstheorie.


Bildungs- und Erziehungsprobleme im Musikunterricht
Natürlicher Gebrauch der menschlichen Stimme im Singen und Sprechen; Entwickeln von Kategorien für das Wiedergeben und Selbsterfinden von Musik; Entwickeln von Verständnis- und Erlebnisfähigkeit beim Hören und Darstellen von Musik; das Instrumentalspiel im Klassenunterricht; Arbeit mit vokalen und instrumentalen Gruppen (Organisation, Programmgestaltung, Proben, Aufführung); Erziehung zur Aufgeschlossenheit und Toleranz durch eigenes Musizieren und rationale Beschäftigung mit jeglicher Art von Musik; Ausbildung der Fähigkeit zum konzentrierten Hören mit und ohne Noten; Artikulation von Gefühlen, Erkenntnissen und Einstellungen; Probleme des Hinführens zu eigenständigem Urteil in ästhetischen Fragen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen; Einsichtigmachen von Wertvorstellungen, auch vergangener Epochen.


Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Bedeutung eines angemessenen Sprachniveaus und einer sachgerechten Verwendung von Fachsprache.
Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung des Unterrichts in Phasen.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs.
Methoden des Erfassens und Wiedergebens von Tonhöhen und Tondauern, mindestens Tonika-Do; die Bedeutung des Spielens einfacher Instrumente im Klassenverband, z.B. Orff'sches Instrumentarium, Blockflöte.
Methoden der Hörerziehung, der Werkerarbeitung, der Liederarbeitung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


Muttersprachliche Erziehung im Fachunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Ausbildung des sprachlichen Ausdrucksvermögens im Bereich des Erlebens, des bewußten Wahrnehmens und Erkennens; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Merk- und Arbeitshefte; Unterrichtsprotokolle.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher, schriftlicher und musikpraktischer Leistungen, Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte; Notentransparenz; Verfahren und Probleme der Korrektur; Korrekturzeichen; Korrekturübungen; Anwendung der Notendefinitionen; Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung.
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Musiklehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Musiklehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Das für die Schule verpflichtende Menschenbild macht es dem Musikunterricht zur Aufgabe, zu musikalischer Sensibilität und Gestaltungswillen zu erziehen. Dies geschieht in musikalischer Praxis vielfältiger Art, in der Erziehung zu musikalischer Aufgeschlossenheit und Toleranz, in der Hinführung zur Teilnahme am kulturellen Leben in und außerhalb der Schule und in der Hilfe bei der Entwicklung von ästhetischer Urteils- und Kritikfähigkeit beim Schüler.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen wie z.B. Gründlichkeit, Genauigkeit, Ausdauer, Selbstdisziplin, Eigeninitiative, Experimentierfreudigkeit; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen;
Erlernen eines Instruments; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


Einbeziehung von Eltern und Kollegen in das musikalische Leben der Schule.

D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z.B. von Chor- bzw. Orchesterarbeitstagen, Schulfeiern, Schulkonzerten, Schullandheimaufenthalten oder Schulfesten, Betreuung von Schülerwettbewerben.



Philosophie



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Philosophie im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Philosophie im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung des Faches; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Philosophie als Fach, als Arbeitsgemeinschaft und als philosophische Durchdringung oder Vertiefung des Unterrichts in anderen Fächern.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele des Faches, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Philosophie



1.


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Stoff- und Zeitplan für zwei Halbjahreskurse; Jahresplan einer Arbeitsgemeinschaft Philosophie.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen verschiedener Halbjahreskurse; Logik und Argumentationslehre im Rahmen eines der Halbjahreskurse; ein Beispiel für philosophische Durchdringung oder Vertiefung eines anderen Faches.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z.B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Altersgemäßheit; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches und orientierendes Lernen; vom sachlichen Begreifen zum klärenden Erörtern und zum wertenden Urteil; Weckung eines weiterreichenden philosophischen Interesses.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u.a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Entwicklung einer philosophischen Problematik

z.B. ausgehend von Lebenssituationen oder Problemen der Fachwissenschaften oder anhand nicht-philosophischer Texte aus verschiedenen Lebens- und Kulturbereichen.

Einübung in Formen gemeinschaftlicher Wahrheitssuche:

zusammenfassende Wiedergabe eines Gedankenganges und seiner tragenden Begriffe;

mündliche und schriftliche Darstellung größerer Argumentationszusammenhänge;

Einübung in antithetisches Denken (Finden von Gründen und Gegengründen);

Dialog und Disputation als Mittel der Wahrheitssuche (im Gegensatz zu Rhetorik als Überredungskunst);

das philosophische Lehrgespräch.

Bildungs- und Erziehungsprobleme im Philosophieunterricht
Ausgleich und Vermittlung zwischen gleichrangigen gegensätzlichen Erfordernissen:
Problemoffenheit, Anerkennung des Pluralismus als Reichtum an Meinungen und Bestrebungen. Zugleich Streben nach Begründung und Werten und nach verbindlicher Wahrheit; Festigkeit und Deutlichkeit in Haltung und Wertvorstellungen; Bindung an Grundgesetz und Landesverfassung.
Bestreben, den Traditionen und dem unbefragten Denken und unreflektierten Verhalten gerecht zu werden, und Beachtung der Tatsache, daß die wichtigsten Fragen der Philosophie auch den Unerfahrenen und Ungeschulten angehen. Zugleich Streben nach Reflexion, kritischer Prüfung, vernünftiger Erklärung und gründlichem, auf reichem Fachwissen aufbauendem Urteil.
Geduldige Förderung des eigenständigen Philosophierens der Schüler. Zugleich gründliche Anleitung, Belehrung, Berichtigung durch den Lehrer.
Offenes Eingehen auf die auch ins Irrationale reichenden Fragen des Lebenssinnes und der persönlichen Lebensgestaltung. Zugleich Streben nach Nüchternheit, Meiden von Gefühlsüberschwang, Anerkennung der Grenzen des Sag- und Bestimmbaren.
Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Probleme des Verstehens und des Ausdrucks:
sprachliche Schwierigkeit und hoher Abstraktionsgrad philosophischer Texte und Gedankengänge. Besondere Schwierigkeit bei Texten aus fremden Sprachen oder zurückliegenden Epochen. Einführung in die philosophische Fachsprache und ihre Pflege in mündlichem und schriftlichem Ausdruck.
Problem der Erhaltung von Ausdauer und Spannkraft bei der oft langsam fortschreitenden Arbeit, besonders bei der Lektüre philosophischer Ganzschriften.
Problem der Hinführung und des motivierenden Einstiegs, besonders bei Fragen, die philosophisch wichtig sind, aber dem Alltagsleben und -denken fernliegen; grundsätzlich die Aufgabe, das Schwierige zugänglich zu machen, ohne es zu verfälschen.
Problem der Zusammenfassung und Sicherung der Ergebnisse, der Wiederholung und Übung des Gelernten.
Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken mit anderen Fächern; Philosophie als Fach des Überblicks und der Zusammenschau; die integrierende Aufgabe des Philosophielehrers im Kollegium.


Muttersprachliche Erziehung im Fachunterricht
Ständige Übung und Verbesserung im prägnanten, klaren, schlüssigen und gepflegten Sprechen und Schreiben; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung und Wiederholung; Unterrichtsprotokolle; Arbeitshefte, Kartei, Exzerpt.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung bei schriftlichen Arbeiten und mündlichen Kontrollen; Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Notentransparenz; Korrektur von Klassenarbeiten; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte (Inhalt, gedankliche und sprachliche Form); Anwendung der Notendefinitionen.
Erlasse, Vorschriften, Verordnungen.


C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Philosophielehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Philosophielehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Der Lehrer ermöglicht die bildende Begegnung des Schülers mit der Sache der Philosophie, mit dem Prozeß des Philosophierens und mit der Persönlichkeit bedeutender Philosophen.
Anleitung zum außerschulischen Selberlernen und Selberstudieren, zu privater philosophischer Lektüre.


Die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Der Philosophieunterricht ermöglicht oder erfordert in vielfacher Weise ein persönliches Sich-Aufschließen zwischen Lehrer und Schüler; der Lehrer als Vorbild (z. B. als Wahrheitssuchender).


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern
Wahlangebot des Lehrplans, Arbeitsgemeinschaft Philosophie.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen im Fach Philosophie; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler; Beratungsgespräche.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

Fächerübergreifende Studientage; Vorstellung der Arbeit des Grundkurses oder der Arbeitsgemeinschaft (durch Schülerreferate, Modellunterricht, Podiumsgespräch mit Diskussion, darstellendes Spiel) im Rahmen von Elternabenden, Schulfesten, Jubiläen oder Jahrestagen bedeutender Philosophen.



Physik



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Physik im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Physik im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Physik als Kulturgut; besondere Stellung des Faches Physik als Grundlagenfach für die anderen Naturwissenschaften und die Technik; Begründung des Faches; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Aspektcharakter der physikalischen Naturbeschreibung.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Physik

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan am Beispiel einer Klassenstufe; Spiralprinzip, Unterricht nach Leitlinien.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen; stufengemäße Elementarisierung ohne Verfälschung; Veranschaulichung durch Konkretisierungen, Modellkonstruktionen; Erörterung von Geräten des täglichen Lebens; genetisches Vorgehen; heuristisches Prinzip; historisches Prinzip.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien, Lehr- und Lernmitteln, Tafeln und Formelsammlungen, Taschenrechnern und Computern; Nachteile eines nicht abgesicherten Medieneinsatzes.
Aufbau von Schulversuchen für Demonstration, Praktikum und Schülerexperiment; Einübung der sicheren Handhabung der Experimentiergeräte.
Sammlungsverwaltung (Beurteilung, Beschaffung und Reparatur von Geräten).


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung


LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Die entscheidende Bedeutung des Experiments, insbesondere des Schülerexperiments, im Physikunterricht wird unter der Zielsetzung deutlich gemacht, daß es neben seiner Rolle im physikalischen Erkenntnisprozeß dem Schüler auch Gelegenheit gibt, manuelle Geschicklichkeit zu erwerben und soziale Verhaltensweisen einzuüben, außerdem zu Pünktlichkeit, Gründlichkeit und Selbstkritik erzieht.



Didaktik und Methodik der im Lehrplan genannten physikalischen Fachgebiete mit ihren charakteristischen Schwerpunkten
Mechanik: Beschreibung von Bewegungsabläufen, Kraftbegriff; Newtonsche Axiome als Beispiel für Systembildung in einem Erfahrungsbereich, Erhaltungsgrößen, Energie und Impuls; Gravitation.
Wärmelehre: Temperatur, Teilchenmodell und Aggregatzustände, Energie und ihre Nutzung.
Akustik, mechanische Schwingungen und Wellen: Zuordnung von meßbaren Größen zu subjektiven Empfindungen; Wellenmodell auf der Oberstufe.
Optik: Abbildung; Strahlen- und Wellenmodell; Elektrizitätslehre und Magnetismus; Ladungen und Felder.
Moderne Physik: Kernphysik, Quantisierung, Bezugssystemwechsel; zu beachten sind gebietsübergreifende Strukturen (Energie, Teilchen, Feld).
Fachspezifische Denk- und Arbeitsweisen:
Aktivierung und kritische Betrachtung des Vorwissens der Schüler in der betreffenden Unterrichtseinheit; Anregung zu qualitativen Beobachtungen; Anregung zu sinnvollen Fragestellungen mit Überleitung zur Hypothesenbildung; "Je-desto"-Beziehung; Übergang zur quantitativen Beschreibung durch Einführung von zweckmäßig definierten Größen samt Einheiten; Erarbeitung von Gesetzen durch Experiment bzw. Deduktion und ihre Darstellung in verbaler, graphischer und algebraischer Form, Einübung der notwendigen mathematischen Hilfsmittel, Fehlerbetrachtungen.

Folgerungen aus den gewonnenen Gesetzen; Nachprüfung (Bestätigung bzw. Falsifizierung) durch Beobachtung und Experiment; Vermittlung von Einsichten in den Zusammenhang des Naturgeschehens durch Verknüpfung von Einzelgesetzen zu Systemen und Schaffung übergreifender Modellvorstellungen; Beziehung der Systeme zueinander.

Anwendung physikalischer Erkenntnisse und Einsichten in Natur, Alltag und Technik, Abwägung von Nutzen und Gefahren; Verkehrserziehung.

Blick auf Nachbargebiete.

Einblicke in die historische Dimension der Erkenntnisgewinnung, Würdigung von Forscherpersönlichkeiten.



Bildungs- und Erziehungsprobleme im Physikunterricht
Pflege gewissenhafter Arbeit und sauberer Darstellung; Konzentration und Beharrlichkeit beim Aneignen und Lösen von Problemen; Wille zur Objektivität und Sachbezogenheit; Bereitschaft zur selbständigen Weiterbildung; Bereitwilligkeit, Aufgaben verantwortlich zu übernehmen und mit anderen in der Gruppe zusammenzuarbeiten.
Bereitschaft, falsche Vorstellungen aufgrund experimenteller Erfahrungen und logischer Folgerungen zu korrigieren oder ganz aufzugeben; Bereitschaft und Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen, neue Ansätze zu entwickeln und experimentell zu überprüfen; Wecken von Freude am Experiment, am Selberfinden und an Beweisführungen; Erwerb manueller Geschicklichkeit; Erziehung zu präziser Formulierung in Umgangs- und Fachsprache; Erfassung des Sinngehalts mathematisch formulierter Naturgesetze.
Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs.
Das Experiment als wesentlicher Bestandteil des Physikunterrichts; Abhängigkeit der experimentellen Möglichkeiten von der physikalischen Schulsammlung; Möglichkeiten des Experiments zur Förderung der Erkenntnisgewinnung.
Methoden der physikalischen Erkenntnisgewinnung:
Hypothetisch-deduktives Vorgehen mit experimenteller Bestätigung; analytische und synthetische Denkmethoden; Abstraktions- und Konkretionsreihen; historisches und genetisches Vorgehen; Arbeiten mit Modellen.
Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.
Muttersprachliche Erziehung im Physikunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Förderung der freien Rede; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Unterrichtsprotokolle; Merk-, Arbeits- und Praktikums-Protokolle.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Notentransparenz; Verfahren und Probleme der Korrektur; Korrekturzeichen; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte; Korrekturübungen; Anwendung der Notendefinitionen; der Beurteilungskommentar als individuelle Lernhilfe; Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung.
Erlasse, Vorschriften und Verordnungen.


4.
Spezifische Fragen des Physikunterrichts


Sicherheitsbestimmungen und Unfallverhütung im Physikunterricht (Verordnungen zum Strahlenschutz, Laser, Elektrizität usw.).



C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Physiklehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Physiklehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Der Referendar erfährt, wie die Beschäftigung mit physikalischen Problemen zur Persönlichkeitsbildung beitragen und dem Schüler helfen kann, sich im von der Technik bestimmten Alltag zurechtzufinden, die dort möglicherweise auftretenden Gefahren richtig einzuschätzen, sein Verhalten sachgerecht, verantwortungsbewußt und partnerschaftlich auszurichten und seinen persönlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu erbringen.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen wie z. B. intellektuelle Redlichkeit, Gründlichkeit, Sachlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern
Praktikum und Wettbewerbe ("Jugend forscht", Physikolympiade) zur gezielten Förderung einzelner Schüler.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; prognostischer Wert der Leistungen im Fach Physik; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für Privatlektüre und Experimentiermaterial der Schüler.
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z. B. von Schullandheimaufenthalten, Studienfahrten, Exkursionen, Lerngängen, Besuch in Museen, Forschungsstätten, Universitätsinstituten und Werksbesichtigungen, Schulfesten, Betreuung von Schülerwettbewerben, Leitung von Arbeitsgemeinschaften.



Psychologie



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Psychologie im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Psychologie im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung des Faches; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Verhältnis von Fachwissenschaft und Unterrichtsfach.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele des Faches, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Psychologie

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches und orientierendes Lernen.


Einsatz von Medien
Der methodisch zweckmäßige Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien und ihre sachgerechte Anwendung als Lehr- und Lernmittel; Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung


LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Probleme des Psychologieunterrichts
Vermittlung zwischen den Erwartungen der Schüler und den Angeboten der wissenschaftlichen Psychologie; Umgang mit der emotionalen Betroffenheit der Schüler; Übereinstimmung zwischen den Unterrichtsinhalten (Erziehungsstile, Bedingungen des Lernens etc.) und dem eigenen Lehrerverhalten.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


Muttersprachliche Erziehung im Fachunterricht
Förderung sprachlich korrekter Darstellung und Ausdrucksfähigkeit; Beachtung von korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Syntax bei schriftlichen Arbeiten.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Arbeitshefte; Unterrichtsprotokolle.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht, Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung bei Klassenarbeiten; Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen; Notentransparenz; Korrektur von Klassenarbeiten; Zusammenhang und Gewichtung einzelner Beurteilungsaspekte (z. B. Inhalt, gedankliche und sprachliche Form); Anwendung der Notendefinitionen; Besprechungsverfahren).
Erlasse, Vorschriften und Verordnungen.

C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Psychologielehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Psychologielehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen soll aufgezeigt werden, wie der Psychologieunterricht dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins geben kann und wie Haltungen gefördert und gefestigt werden können, die den in der Verfassung festgelegten Werten und Normen entsprechen.


Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen wie z. B. intellektuelle Redlichkeit, Sachlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer, Selbstdisziplin.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Möglichkeiten der Hilfe bei schulischen und privaten Schwierigkeiten in Einzelgesprächen und Gruppenveranstaltungen; Informationen über öffentliche und private Beratungsdienste.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen (Schullandheimaufenthalte, Leitung von Arbeitsgemeinschaften und Übungen).



Russisch



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Russisch im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung an den Inhalten.


Das Fach Russisch im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung des Faches; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans; Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans, Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Russisch

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen und aus den verschiedenen Arbeitsbereichen; Integration der Arbeitsbereiche; Stoffauswahl, Stoffverteilung.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z. B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband, verschiedene Übungsformen).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Erlebnis und Lebensnähe; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; exemplarisches, orientierendes, systematisches und entdeckendes Lernen; Anleitung zu selbständigem Lernen.


Einsatz von Medien
Funktionsgerechter Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien (z. B. Tonband, Film, Sprachlabor); Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung


LEU, Kreisbildstellen u. a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


Der Referendar soll lernen, die sprachlichen Fertigkeiten des Schülers (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben, Übersetzen) in Verbindung mit den fachspezifischen Arbeitsbereichen auf den entsprechenden Stufen zu entwickeln.

An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Didaktik und Methodik der fachspezifischen Arbeitsbereiche und Arbeitsformen auf den verschiedenen Stufen


Arbeitsbereiche "Sprachliche Fertigkeiten", "(Sprachliche) Kenntnisse und Einsichten"
Hören und Sprechen; Lesen und Schreiben; Übersetzen (Beitrag zur muttersprachlichen Erziehung); stufenweise Entwicklung dieser Fertigkeiten zur Ausbildung der Kommunikationsfähigkeit; Übungsmöglichkeiten.
Einübung der kyrillischen Schrift; Fragen der Rechtschreibung.
Lautlehre:
Lautbildung, systematische Hör- und Ausspracheschulung (Artikulation, Betonung, Intonation), Lautschrift.
Wortschatz:
Auswahl und Stufung des Wortschatzes; Methoden der Wortschatzvermittlung, -arbeit und -erschließung; Hinführung zur selbständigen Arbeit mit dem Wörterbuch.
Grammatik:
Die Rolle der Grammatik beim Spracherwerb; Progression und systematischer Aufbau; Möglichkeiten der Einführung, Übung und Bewußtmachung; Sprachvergleich; Fachterminologie.
Stil, Register.
Texte:
Methodische Möglichkeiten der Arbeit mit Lehrbuchtexten und Lektüren; schrittweise Hinführung zur selbständigen Texterschließung; aufbereitete Texte, authentische Texte.
Arbeitsbereich "Literatur"
Allgemeine Aufgaben der literarischen Bildung:
Entwicklung des Interesses für russische und sowjetische Literatur; Aneignung von Wertvorstellungen und Werthaltungen in der Auseinandersetzung mit Literatur.
Behandlung von Textauszügen, Textreihen und Ganzschriften; Behandlung verschiedener Gattungen und Textarten; unterschiedliche Interpretationsmethoden; sinnvoller Aufbau des Lektürekurses.
Arbeitsbereich "Themenbereiche/Landeskunde"
Die Konzeption der Landeskunde im Rahmen des Lehrplans; Zusammenstellung landeskundlicher Einheiten und Methoden der Vermittlung; Möglichkeiten und Probleme der Verbindung von Literatur und Landeskunde.
Methodenprobleme
Problematik einer überzogenen Wissenschaftlichkeit; Fragetechnik und Unterrichtsgespräch; Strukturierung des Unterrichtsgesprächs durch Schwerpunktsetzung; Strukturierung der Stunde in Phasen; Techniken des Auswendiglernens und des Vokabellernens.
Bedeutung und Möglichkeiten eines strukturierten Tafelanschriebs.
Probleme des Anfangsunterrichts; Verhältnis von Ein- und Zweisprachigkeit; Imitation und Kognition; Problem der Verfügbarkeit von Sprache (rezeptive und produktive Sprachfertigkeit); Russisch als 2. oder 3. Fremdsprache; Harmonisierung in Klasse 11.
Aus der Sache heraus entwickelte, abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts; Herausforderung der Leistungsbereitschaft durch Aufgaben und Themenstellung.


Zusammenarbeit mit Kollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Zusammenwirken benachbarter Fächer.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Methoden der Ergebnissicherung
Übung, Zusammenfassung und Wiederholung; Arbeitshefte (z.B. Vokabel-, Grammatik- und Landeskundehefte); Unterrichtsprotokolle.
Hausaufgaben und ihre Integration in den Unterricht; Kontrolle von Hausaufgaben.


Leistungsbeurteilung
Vermeidung von Über- und Unterforderung;
Planung und Aufgabenstellung von Klassenarbeiten und Wiederholungsarbeiten auf den verschiedenen Stufen (einschließlich Abitur), Erwartungshorizont.
Beurteilung schriftlicher und mündlicher Leistungen;
Anwendung der Notendefinitionen; Notentransparenz; Verfahren und Probleme der Korrektur; Korrekturzeichen; Korrekturübungen; Besprechungsverfahren und Formen der Verbesserung.
Erlasse, Vorschriften und Verordnungen.


4.
Spezifische Fragen des Russischunterrichts


Probleme der Eingliederung von Aussiedlern in den Unterricht.



C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Russischlehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Russischlehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
An konkreten Unterrichtsbeispielen sind die für die Schule verpflichtenden Wertvorstellungen als heuristische Aspekte der Interpretation von Texten und literarischen Werken aufzuzeigen, und es ist darzulegen, wie der Umgang mit der Fremdsprache, der fremdsprachlichen Literatur und Kultur dem Schüler Hilfen zur Entwicklung eines eigenen Weltbildes und Wertbewußtseins geben kann.
Erzieherische Bedeutung von Arbeitshaltungen wie z.B. intellektuelle Redlichkeit, Genauigkeit, Ordentlichkeit, Ausdauer, Selbstdisziplin; soziales Verhalten.


Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern und mit den Bildungsinhalten für die erzieherische Wirkung des Unterrichts.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und von leistungsschwachen Schülern
(besonders auch im Hinblick auf Aussiedler).


Förderung der emotional-expressiven Entwicklung
Gelegenheiten, die Ausdrucksfähigkeit und Schönheit der russischen Sprache aktiv (Rezitation, Spiel, Lied) oder passiv (geeignete Medien) zu erleben.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl des Russischen als 2. bzw. 3. Fremdsprache; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe; Vorschläge für Privatlektüre der Schüler, auch in geeigneten Übersetzungen.
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.

D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z.B. von Studienreisen, Ausstellungen, Theater- oder Bibliotheksbesuchen, Schülerfesten.



Sport



A.
Bildungsziele und Bildungsinhalte

Das Fach Sport im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulart – Einführung in den Bildungsplan und in den Lehrplan des Faches



Der Referendar lernt den Bildungsplan kennen; er soll sich mit dem Schulartpapier und dem Lehrplan des Faches als verbindlicher Grundlage des Unterrichts vertraut machen und in vielfältigem Umgang mit ihnen lernen, im Unterricht die Inhalte des Lehrplans umzusetzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.



Der Bildungsplan
Ziele des Bildungsplanes und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung im Fachunterricht.


Das Fach Sport im Fächerkanon des Gymnasiums und sein Beitrag zur Hochschulreife
Begründung des Faches; seine Stellung im Rahmen des Fächerangebots am Gymnasium; Beziehung und Abgrenzung zu anderen Fächern; Einblick in die historische Dimension; Beitrag und Wert im Hinblick auf Erziehung, Bildung und Studierfähigkeit; Beitrag der Sportarten zur körperlichen Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung.


Der Lehrplan
Die Bildungs- und Erziehungsziele des Faches, Werte und Normen, dargestellt an konkreten Inhalten.
Aufbau und didaktisch-pädagogische Zielsetzung des Lehrplans;
Anforderungen auf den verschiedenen Stufen und Kontinuität im Bildungsgang; Verbindlichkeit des Lehrplans unter Berücksichtigung des Pflicht-/Wahlbereichs; Freiräume und deren pädagogisch verantwortliche Nutzung.


Vergleich mit anderen Lehrplänen.


B.
Didaktik und Methodik des Faches Sport

1.
Planung, Durchführung, Auswertung von Unterricht


Der Referendar soll die Fähigkeit erwerben, Unterricht zielstrebig zu planen und sachgerecht vorzubereiten. Er soll klare Kriterien und praktische Hinweise zur Durchführung von Unterricht erhalten und Verständnis dafür entwickeln, wie im Laufe eines Schuljahres Kontinuität und sinnvoller Aufbau geschaffen werden können. Er soll Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und auf seinen eigenen Unterricht anwenden lernen.



Langfristige Unterrichtsplanung
Der Ganz-/Halbjahresplan an einem Beispiel.


Planung und Aufbau von Unterrichtseinheiten
Umsetzung des Lehrplans in Unterrichtseinheiten an Beispielen aus verschiedenen Stufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.


Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Einzelstunden
Häufige Fehler des Lehrers, Hinweise zur Abhilfe;
Durchführung mindestens eines gemeinsam vorbereiteten Unterrichtsbeispiels durch den Fachleiter im Rahmen seines Unterrichts mit Besprechung und Auswertung.


Unterrichtsformen
Möglichkeiten und Probleme der lehrergesteuerten und schülerzentrierten Unterrichtsformen im Hinblick auf Sachangemessenheit und erzieherischen Wert (z.B. fragend-entwickelnder Unterricht, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, längerfristiges Projekt im Klassenverband).


Unterrichtsprinzipien
Problem der didaktischen Reduktion;
Anschaulichkeit und Altersgemäßheit; Aktivierung der Schüler zur Selbsttätigkeit; Differenzierung, Individualisierung, Intensivierung, Üben und Festigen.


Einsatz von Medien
Funktionsgerechter Einsatz von Medien und Arbeitsmaterialien (z.B. Tonband, Film, Sprachlabor); Nachteile eines übertriebenen und didaktisch nicht abgesicherten Medieneinsatzes.


Kriterien der Auswahl von Lehr- und Lernmitteln
Vergleich von Unterrichtswerken; Auswahl von Lehr- und Lernmitteln im Hinblick auf lehrplangemäßen Themenbezug, erzieherischen Wert, sachliche Richtigkeit, Schwierigkeitsgrad, didaktische Ergiebigkeit, Vermeidung von Einseitigkeiten.


Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung
LEU, Kreisbildstellen u.a., Literatur zur Unterrichtsvorbereitung.


2.
Die Inhalte des Faches und ihre Umsetzung im Unterricht


An konkreten Beispielen werden die didaktischen Grundlagen der im Lehrplan ausgewiesenen fachspezifischen Arbeitsbereiche und die methodischen Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Inhalte im Unterricht vorgestellt. Wichtige erzieherische und fachliche Ziele, stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch mit jeweils wechselndem Schwerpunkt herausgearbeitet.



Didaktik und Methodik des Faches auf den verschiedenen Stufen
Methodische Grundformen:
z.B. Bewegungsanweisung, -demonstration, -korrektur.
Methodische Verfahrensweisen:
z.B. deduktiv – induktiv, ganzheitlich – analytisch.
Methodische Hilfen:
Materiale und mediale Lernhilfen, Helfen und Sichern.
Grundlegende Vermittlungsverfahren:
z.B. Spielvermittlungsmodelle, Anfängerschwimmen, Lehren nach Funktionsphasen und Strukturgruppen.
Grundlegende Erkenntnisse der Bewegungs- und Trainingslehre, ihre Umsetzung in die Unterrichtspraxis und ihre Konsequenzen für die Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung.


Zusammenarbeit mit Fachkollegen und mit Kollegen anderer Fächer
Aufgaben der Fachkonferenz (z.B. Stoffverteilung, Organisation); Zusammenwirken mit anderen Fächern.


3.
Ergebnissicherung, Leistungsbeurteilung


Der Referendar wird in die Formen der Ergebnissicherung eingeführt. Er wird mit der Leistungsbeurteilung vertraut gemacht, so daß er zunehmend Bewertungssicherheit und Bewertungsgerechtigkeit gewinnt.



Leistungsbeurteilung
Vermeiden von Über- und Unterforderung;
amtliche Richtlinien und Vorgaben zur Leistungsbeurteilung und Notengebung; Hilfsmittel zur Leistungserhebung (z.B. Bewertungstabellen).
Grundsätze einer sachgemäßen Leistungserhebung und -beurteilung in den einzelnen Sportarten.
Hinweise zur praktischen Durchführung von Leistungserhebungen.
Schriftliche Arbeiten im Leistungskurs Sport.


4.
Spezifische Fragen des Sportunterrichts


Besonderheiten des Sportunterrichts in den Eingangsklassen, in Grund- und Leistungskursen;

Theorieunterricht im Leistungskurs;

koedukativer Sportunterricht;

Sorgfalts- und Aufsichtspflicht in Schulsport;

Freistellung vom Sportunterricht;

Beschaffung und Verwaltung von Sportgeräten;

Kontakte zu außerschulischen Instanzen, Kooperation Schule und Verein.



C.
Unterricht und Erziehung

Allgemeine erzieherische Aufgaben des Sportlehrers



Der Referendar soll sich der pädagogischen Aufgabe und der Verantwortung des Sportlehrers bewußt werden und im Umgang mit den Schülern und den Bildungsinhalten das Prinzip des erziehenden Unterrichts kennen und verwirklichen lernen.



Möglichkeiten des erziehenden Unterrichts
Die erzieherischen Möglichkeiten der Individual- und der Mannschaftssportarten.
Erkennen erzieherisch bedeutsamer Situationen und der Möglichkeiten pädagogischer Einwirkung, z.B. in Wettbewerbssituationen, bei der Mannschaftsbildung, bei der Mitwirkung von Schülern an der Planung und Durchführung des Unterrichts, bei der Selbstorganisation sportlicher Tätigkeiten.
Bewältigung von Verhaltensproblemen und Disziplinschwierigkeiten allgemeiner und fachspezifischer Art; Hinweise zur Gesundheitsvorsorge und Hygiene.


Die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit
Die Person des Lehrers und die Bedeutung seines Engagements im Umgang mit den Schülern.


Erkennung und Förderung von besonders leistungsfähigen und leistungsschwachen Schülern.


Beratung von Schülern und Eltern
Leistungsanforderungen auf den verschiedenen Stufen; Wahl von Kursen in der gymnasialen Oberstufe.
Sport im außerschulischen Bereich.
Vorbereitung auf Klassenpflegschaftssitzungen, Elternsprechstunde.


D.
Schule als Lebensraum des Schülers

Bildungs- und Erziehungsarbeit in außerunterrichtlichen Veranstaltungen



Der Referendar soll die Möglichkeiten zu erzieherischer und fachspezifischer Arbeit auch bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen kennenlernen.

An Beispielen werden Planung, Durchführung und Auswertung erarbeitet, z.B. inhaltliche und organisatorische Gestaltung von internen und externen Schulsportveranstaltungen; die Betreuung von Schülerwettbewerben, Schullandheimaufenthalten, Skikursen, Kompaktkursen.



Schulrecht, Beamtenrecht sowie schulbezogenes Jugend- und Elternrecht



I. Grundprinzipien der Verfassungsordnung
(freiheitlich-demokratische Grundordnung) und
Standortbestimmung des Schul- und Beamtenrechts



1.
Rechtsstaatsprinzip
Arten und Wertigkeit rechtlicher Normen;
Abgrenzung der Rechtsnorm zum Verwaltungsakt.


2.
Demokratieprinzip, Sozialstaatsprinzip, Bundesstaat (Kulturhoheit der Länder).


II. Schulrecht
sowie schulbezogenes Jugend- und Elternrecht



1.
Schulverfassung
Aufbau des Schulwesens;
Zusammenwirken der am Schulleben beteiligten Gruppen/Gremien;
Kollegiales und direktoriales Prinzip;
Schulaufsicht;
Schulträgerschaft.


2.
Schüler
Schulverhältnis als Rechtsverhältnis;
Rechte und Pflichten;
SMV/Schülerzeitschriften;
Jugendrecht.


3.
Eltern
Elternrecht als vorstaatliches Recht;
Staatliches Erziehungsrecht;
Rechte und Pflichten in der Schule.


4.
Lehrer, Schulleitung
Pädagogische Verantwortung;
Konferenzen;
Rechte und Pflichten in der Schule.


5.
Rechtliche und pädagogische Einzelfelder
Leistungsmessung;
Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen;
Aufsichtspflicht;
Verwaltungsgerichtsverfahren.

III. Beamtenrecht



1.
Einführung der auszubildenden Lehrer in ihren Status.


2.
Beamtenverhältnis

Arten, Begründung, Veränderungen, Beendigung.



3.
Rechte und Pflichten.


Schulkunde



A.
Vorbemerkung

Die Ausbildung in Schulkunde hängt mit der Seminarveranstaltung in Schulrecht, Beamtenrecht sowie schulbezogenem Jugend- und Elternrecht zusammen. Die Ausbildung am Seminar kann auf eine systematische Anlage nicht verzichten, wenn sie zu dem erforderlichen Verständnis führen soll. Sie muß, um anschaulich zu sein, Zweck und Sinn von Normen auch an Beispielen aus der Praxis erläutern, kann aber in der zur Verfügung stehenden Zeit nur einen schmalen Ausschnitt der vielfältigen Fallgestaltungen vorstellen. Sie ist deshalb so zu ergänzen, daß der künftige Lehrer die Verwirklichung der Normen im Schulalltag anschaulich erfahren kann. Dies hat die Schulkunde zu leisten. Schule und Seminar müssen ihre Ausbildung aufeinander abstimmen.



B.
Inhalte

1.
Örtliche Schulverhältnisse:
Ziele und Profile des Gymnasiums; örtliche Schulorganisation
Lehr- und Lernmittelsammlung, Bücherei, weitere Medien der Schule
das Schulgebäude und seine Einrichtungen
Besonderheiten des Schulorts, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und konfessionelle Verhältnisse als Umfeld der Schule
Kooperation mit anderen Schulen
Kooperation Schule und Schulträger und örtliche Institutionen


2.
Organisations- und Verwaltungsbereich der Schule:
Rektorat, Sekretariat
Lehrauftragsverteilungen
Schulordnung, Hausordnung, Pausenordnung, Pausenpläne und Pausenbereich, Vertretungspläne
Aufnahme und Überweisungsverfahren, Orientierungsstufe
Haushaltsplan, Registratur, Karteien, Vordrucke
Organisation der Lernmittelleihe oder des Bonussystems
Vorschriftensammlungen und Periodika
Datenschutzregelungen


3.
Allgemeine Unterrichtsarbeit der Lehrer und kollegiale Beziehungen:
Stundentafel, Lehrpläne, Stoffverteilungspläne, Tagebücher
Wahrnehmung der Aufsicht über die Schüler, Verhalten bei Unfällen und Katastrophen
Schulbesuchsverordnung (Entschuldigung, Beurlaubung von Schülern usw.)
Konferenzen an der Schule, Teilnahme und Mitarbeit
Schülermitverantwortung, Schülerzeitung
Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen


4.
Unterrichtsarbeit des Lehrers; Beziehungen zu seinen Schülern:
Aufgabe des Klassenlehrers und der Fachlehrer
Die pädagogische Verantwortung des Lehrers: Möglichkeiten der Verwirklichung des Erziehungs- und Unterrichtungsauftrags des Lehrers in seinen Fächern, Arten der Leistungsfeststellung und deren Realisierung, Leistungsbewertungen, Leistungsverweigerungen
Noten für Verhalten und Mitarbeit
Zeugnisliste und Zeugnisse


5.
Möglichkeiten von Veranstaltungen außerhalb des Unterrichts; soziale Aufgaben der Schule:
Schullandheimaufenthalte, Jahresausflüge, Wandertage, Lerngänge, Schulfeste, Schulpartnerschaften, Teilnahme an Wettbewerben, Bundesjugendspiele usw.
Schülerbeförderung, Erziehungsbeihilfen, Beratungslehrer, Drogenberatung, Berufsberatung, Jugendschutz, Haftpflichtversicherung


6.
Elternmitwirkung:
Zusammenarbeit zwischen Lehrer und Elternhaus: Sprechstunde, Gespräche mit Eltern, Beratung, Hausbesuche
Klassenpflegschaft
Elternbeirat
Schulkonferenz


7.
Schulaufsicht und das Verhältnis Schulleiter – Lehrer:
Beispielhafte Behandlung der Dienst- und Fachaufsicht und der Funktionen des Schulleiters
Dienstweg, Verhalten bei Krankheit, Urlaub aus besonderen Anlässen, Nebentätigkeit


8.
Mitwirkung der Personalvertretung:
Gliederung der Personalvertretung
Die Mitwirkungsmöglichkeit der örtlichen Vertretung
Die praktische Arbeit der örtlichen Personalvertretung




 


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