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54 Gesundheitswesen
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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Aktenzeichen:VII 324.01/8
Erlassdatum:09.11.1984
Fassung vom:24.08.1994
Gültig ab:02.10.1994
Gültig bis:31.12.2001  Schriftgrafik ausserkraft
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-2
Fundstelle:K. u. U. 1984, 721
Organisation und Inhalte der Ausbildung und Prüfung im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an beruflichen Schulen


Organisation und Inhalte der Ausbildung und Prüfung im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an beruflichen Schulen



Verwaltungsvorschrift vom 9. November 1984
VII 324.01/8



Fundstelle: K. u. U. 1984, S. 721

Zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschrift vom 24.08.1994 (K. u. U. 1994, S. 483)





Aufgrund von § 28 der Verordnung des Ministeriums für Kultus und Sport über den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an beruflichen Schulen (APrObSchhD) vom 31.August 1984 (GBl. S. 584) werden folgende Regelungen getroffen:



Teil I
Allgemeine Vorschriften

Zu §§ 1 bis 13:

Soweit nach diesen Vorschriften Entscheidungen zu treffen sind, ist das Ministerium für Kultus und Sport zuständig, sofern nicht andere Zuständigkeiten festgelegt sind.



Zu § 1:

Die entscheidende Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit für den Erfolg einer Berufstätigkeit an beruflichen Schulen muß in der Ausbildung immer wieder gezeigt werden. Neben der Arbeit am Seminar ist dies insbesondere bei der Beratung und Beurteilung des Studienreferendars zu verwirklichen.



Zu § 2:

Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a:



1.
Das Ministerium für Kultus und Sport anerkennt die nach der Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Wirtschaftspädagogik der Universitäten Mannheim und Hohenheim abgelegten Diplomprüfungen (Diplom-Handelslehrerprüfungen) sowohl der Studienrichtung I als auch der Studienrichtung II als Zulassungsvoraussetzung für den Vorbereitungsdienst für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen, wenn in allen Fächern der Prüfung mindestens die Note "ausreichend" (4,0) erreicht worden ist und wenn Gegenstand der Diplomprüfung im Wahlpflichtfach oder Doppelwahlpflichtfach war:


a)
bei Diplomprüfungen der Studienrichtung I an der Universität Mannheim
eine spezielle Betriebswirtschaftslehre, Öffentliches Recht, Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht, Statistik oder ein nach § 24 Abs. 5 der Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Wirtschaftspädagogik zugelassenes anderes Fach, das einen in der Stundentafel der kaufmännischen Schule vertretenen Unterrichtsbereich oder ein Unterrichtsfach abdeckt;
b)
bei Diplomprüfungen der Studienrichtung I an der Universität Hohenheim
zwei der folgenden Wahlpflichtfächer a) bis r), wobei mindestens ein Fach den unter a) bis m) angegebenen Fächern entnommen worden sein muß:
a)
Industriebetriebslehre
b)
Rechnungswesen und Finanzierung
c)
Kreditwirtschaft (Bankbetriebslehre)
d)
Absatzwirtschaft
e)
Unternehmensforschung
f)
 Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Prüfungswesen
g)
Personalwesen und Organisation
h)
Controlling
i)
 Wirtschaftsinformatik
j)
 Internationales Management
k)
Industrieökonomie und Strukturpolitik
l)
 Makroökonomie und Prozeßpolitik
m)
Außenwirtschaft
n)
Finanzwissenschaft
o)
Statistik und Ökonometrie
p)
Konsumökonomik
q)
Politische Ökonomie
r)
Rechtswissenschaft;
c)
bei Diplomprüfungen der Studienrichtung II an den Universitäten Mannheim und Hohenheim
Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Mathematik, Physik (insbesondere Physikalische Technologie), Chemie (insbesondere Chemische Technologie), Geschichte (einschließlich Wirtschaftsgeschichte), Politische Wissenschaft, Geographie (einschließlich Wirtschaftsgeographie), Sport, Evangelische Theologie, Katholische Theologie, Wirtschaftsinformatik oder Geschichte/Politische Wissenschaft.


2.
Als die beiden Unterrichtsbereiche/-fächer, in denen diese Bewerber im Vorbereitungsdienst auszubilden sind (§ 4 Abs. 2), werden bestimmt:
Bei Bewerbern mit einer Diplomprüfung der
Studienrichtung I

Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre

Studienrichtung II

Betriebswirtschaftslehre oder Volkswirtschaftslehre und das geprüfte Doppelwahlpflichtfach.



3.
Das Kultusministerium anerkennt die nach
der Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Technikpädagogik der Universität Stuttgart und
der Prüfungsordnung für den Studiengang Gewerbelehrer der Universität Karlsruhe
abgelegten Diplomprüfungen (Diplom-Gewerbelehrer) als Zulassungsvoraussetzung für den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an beruflichen Schulen, wenn in allen Fächern der Prüfung mindestens die Note "ausreichend" (4,0) erreicht worden ist und wenn Gegenstand der Diplomprüfung im Vertiefungsgebiet oder Wahlpflichtfach war:
Fahrzeugtechnik, Feinwerktechnik, Fertigungstechnik, Fördertechnik, Heizung-Lüftung-Klimatechnik, Fabrikbetrieb, Fertigungs- und Produktionstechnik, Energie- und Umwelttechnik, Informationstechnik im Maschinenbau, Informationstechnik in der Elektrotechnik, Energietechnik, Nachrichtentechnik, Konstruktiver Ingenieurbau, Massivbau, Holzbau, Straßenbau, Vermessungswesen, Massivbau/Baubetrieb, Holzbau/Entwerfen und Konstruieren, Straßenbau/Geotechnik, Vermessungswesen/Straßenbau, Straßen- und Vermessungswesen, Wirtschaftswissenschaften (Betriebs- und Volkswirtschaftslehre), Chemie, Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik, Politikwissenschaft, Sport.


4.
Die unter Nr. 3 aufgeführten Vertiefungsgebiete und Wahlpflichtfächer werden wie folgt den Unterrichtsbereichen/-fächern, in denen die Bewerber im Vorbereitungsdienst auszubilden sind (§ 4 Abs. 2), zugeordnet:

Ausbildungsfächer im Vorbereitungsdienst

Vertiefungsgebiete/Wahlpflichtfächer im Studium

Fahrzeugtechnik

Fahrzeugtechnik

Fertigungstechnik

Feinwerktechnik


Fertigungstechnik


Fertigungs- und Produktionstechnik


Fabrikbetrieb


Fördertechnik

Metallbautechnik

Heizung, Lüftung, Klimatechnik


Energie- und Umwelttechnik

Informationstechnik

Informationstechnik im Maschinenbau


Informationstechnik in der Elektrotechnik

Energietechnik

Energietechnik

Nachrichtentechnik

Nachrichtentechnik

Hochbautechnik

Konstruktiver Ingenieurbau


Massivbau


Massivbau/Baubetrieb

Ausbautechnik

Holzbau


Holzbau/Entwerfen und Konstruieren

Tiefbautechnik

Straßenbau


Straßenbau/Geotechnik

Vermessungstechnik

Vermessungswesen


Vermessungswesen/Straßenbau


Straßen- und Vermessungswesen

Volks- und Betriebswirtschaftslehre (gewerblich)

Wirtschaftswissenschaften (Betriebs- und Volkswirtschaftslehre)

Geschichte mit Gemeinschaftskunde

Politikwissenschaft.





Abs. 3:



Anerkannt werden können Staats- und Diplomprüfungen, mit denen ein Studium an einer Universität, einer Technischen Hochschule oder an einer anderen Hochschule in gleichgestellten Studiengängen in folgenden Studiengängen abgeschlossen wurde und die ein Regelstudium von mindestens drei Jahren und sechs Monaten voraussetzen, wenn in allen ausbildungsrelevanten Prüfungsgebieten mindestens die Note "ausreichend" (4,0) erreicht worden ist und nachgewiesen wird, daß zwei in der Stundentafel des jeweiligen Schultyps vertretene Unterrichtsbereiche/-fächer in hinreichendem Umfange studiert worden sind:

a)
für den Bereich der gewerblichen Schulen
ingenieurwissenschaftliche und andere Studiengänge, die gewerblichen Berufsfeldern entsprechen;
b)
für den Bereich der kaufmännischen Schulen
betriebswirtschaftliche Studiengänge mit Abschluß (z.B. Diplom-Kaufmann, Diplom-Ökonom);
c)
für den Bereich der hauswirtschaftlichen Schulen
1.
der Studiengang Haushaltswissenschaft der Universität Hohenheim,
sofern die notwendigen Studienanteile auch in Haushaltstechnologie sowie in Sozialökonomik des Privathaushalts oder des Großhaushalts nachgewiesen werden,
2.
der Studiengang Ernährungswissenschaft der Universität Hohenheim,
sofern die notwendigen Studienanteile auch in Chemie nachgewiesen werden,
3.
die Studiengänge Haushalts- und/oder Ernährungswissenschaften,
sofern nachgewiesen wird, daß zwei in der Stundentafel der hauswirtschaftlichen Schulen vertretene Unterrichtsbereiche/-fächer in hinreichendem Umfang studiert worden sind;
d)
für den Bereich der landwirtschaftlichen Schulen
1.
Studiengänge der Gartenbauwissenschaft mit Studienschwerpunkt oder Hauptfachrichtung auf dem Gebiet der gartenbaulichen Produktionstechnik,
2.
Studiengänge der Forstwissenschaft, wenn das Fach Biologie in hinreichendem Umfang studiert und geprüft worden ist,
3.
Studiengänge der Allgemeinen Agrarwissenschaften mit Studienschwerpunkt oder Hauptfachrichtung Tier- oder Pflanzenproduktion;
e)
für den Bereich der sozialpädagogischen Schulen

den Studiengang Erziehungswissenschaft

Studienrichtung Sozialpädagogik

der Universität Tübingen,

sofern Erziehung in früher Kindheit – Vorschulerziehung als Schwerpunkt gewählt und eine Prüfung im Zusatzfach Kinder- und Jugendliteratur/Medienpädagogik abgelegt wurde,

oder entsprechend ausgestaltete Studiengänge anderer Universitäten.

Abs. 3:

1.
Die Betriebspraxis soll dem Praktikanten, der über einen beruflichen Lehramtsstudiengang oder einen diesem gleichgestellten Studiengang den Zugang zum Vorbereitungsdienst anstrebt, fachpraktische Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, Einblicke in die Organisation und Einrichtungen von Betrieben geben und das Verständnis für wirtschaftliche Arbeitsweisen fördern.
Darüber hinaus soll er mit der Berufswelt seiner späteren Schüler vertraut werden und neben fachspezifischen Problemen auch die sozialen Bedingungen der Arbeitswelt kennenlernen. Dieses Ziel soll für den Praktikanten nach § 2 Abs. 3 Satz 1 APrObSchhD durch das dreimonatige Praktikum erreicht werden.
Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen die im Unterricht notwendige Verknüpfung von theoretischem Wissen mit den Erfordernissen der Praxis herstellen.
2.
2.1
Die Praxis muß in Betrieben, Unternehmen oder sonstigen Einrichtungen (Betrieb) abgeleistet werden, die ein entsprechendes Praktikum gewährleisten können.
2.2
Das Praktikum ist in zusammenhängenden Abschnitten von mindestens einem Monat Dauer abzuleisten.
Teilzeitpraktika werden in der Regel nicht berücksichtigt.
2.3
Die Praktika sind durch Bescheinigungen gemäß Anlage 1 (aufgehoben) nachzuweisen.
2.4
Der Praktikant hat über seine praktische Tätigkeit Berichte zu verfassen; dabei ist von ihm jeweils über einen zusammenhängenden Abschnitt ein Tätigkeitsbericht gemäß Anlage 2 (aufgehoben) zu erstellen.
Die Tätigkeitsberichte sind nach Beendigung der jeweiligen Teilpraktika der Betriebsleitung oder deren mit der Organisation des Praktikums Beauftragten zur Kenntnisnahme und Unterzeichnung vorzulegen.
Die einzelnen Teilpraktika sind in einer Übersicht gemäß Anlage 3 (aufgehoben) zusammenzufassen.
2.5
Durch Krankheit oder andere Behinderungen ausgefallene Praktikumszeit muß in vollem Umfang nachgeholt werden.
2.6
Der Nachweis des geforderten Praktikums kann auch durch den Abschluß einer einschlägigen Berufsausbildung oder durch eine entsprechende einschlägige Berufstätigkeit von mindestens zwei Jahren geführt werden.
2.7
Sonstige Tätigkeiten und Bildungsgänge, die den Zielen des Praktikums entsprechen, können ganz oder teilweise anerkannt werden.
3.
3.1
Die Gesamtdauer des Praktikums gemäß § 2 Abs. 3 beträgt mindestens 12 Monate (52 Wochen). Mindestens vier Monate sollten vor Beginn des Studiums abgeleistet werden. Die übrige Zeit kann während des Studiums oder danach abgeleistet werden.
3.2
Einschlägige Tätigkeiten im Ausland können in bestimmten Fällen bis zu sechs Monaten angerechnet werden. Der Lehramtsbewerber muß die Landessprache sprechen und in der Regel zuvor beim Oberschulamt die Zustimmung einholen.
3.3
Einschlägige Tätigkeiten bei der Bundeswehr, dem Bundesgrenzschutz oder im Ersatzdienst innerhalb der Pflichtzeiten können höchstens bis zu drei Monaten angerechnet werden, wenn ein erweitertes Dienstzeugnis sowie Nachweise gemäß den Nummern 2.3 und 2.4 vorgelegt werden.
3.4
Eine abgeschlossene einschlägige Grundausbildung an einer beruflichen Schule kann in angemessenem Umfang als Praktikum anerkannt werden.
3.5
Praktika, die von Bewerbern im Rahmen von Diplom- oder Lehramtsstudiengängen abzuleisten sind, werden für das Lehramt anerkannt, wenn sie nach Inhalt und Umfang diesen Vorschriften entsprechen.


Abs. 4:

Für den Nachweis der Betriebspraxis gemäß § 2 Abs. 4 Satz 1 gelten folgende allgemeine Bestimmungen:

1.
Die Praxis muß in Betrieben, Unternehmen oder sonstigen Einrichtungen abgeleistet werden, die ein entsprechendes Praktikum gewährleisten können.
2.
Das Praktikum ist in zusammenhängenden Abschnitten von mindestens einem Monat Dauer abzuleisten. Durch Krankheit oder andere Gründe ausgefallene Praktikumszeit muß nachgeholt werden.
3.
Die Praktika sind von der Praktikumsstelle zu bescheinigen. Der Praktikant hat Berichte über seine praktische Tätigkeit beizufügen.
4.
Der Nachweis des geforderten Praktikums kann auch durch den Abschluß einer einschlägigen Berufsausbildung oder durch eine entsprechende einschlägige Berufstätigkeit von mindestens zwei Jahren geführt werden.
5.
Sonstige Tätigkeiten und Bildungsgänge, die den Zielen des Praktikums entsprechen, können ganz oder teilweise anerkannt werden. Einschlägige Tätigkeiten bei der Bundeswehr, dem Bundesgrenzschutz oder im Ersatzdienst innerhalb der Pflichtzeiten können höchstens bis zu drei Monaten angerechnet werden, wenn neben der Bescheinigung gemäß Nr. 3 ein erweitertes Dienstzeugnis vorgelegt wird.
6.
Einschlägige Tätigkeiten im Ausland können bis zu sechs Monaten angerechnet werden, wenn der Bewerber die entsprechende Landessprache hinreichend beherrscht.
7.
Eine abgeschlossene einschlägige Grundausbildung an einer beruflichen Schule kann in angemessenem Umfang als Praktikum anerkannt werden.
8.
Praktika, die im Rahmen von Diplom- oder Lehramtsstudiengängen abgeleistet wurden, werden anerkannt, wenn sie nach Inhalt und Umfang den Anforderungen entsprechen.


Zu § 3 Abs. 2 Nr. 11:

Das amtsärztliche Zeugnis soll sich dazu äußern, ob der Bewerber gesundheitlich den Anforderungen des Vorbereitungsdienstes gewachsen ist und ob sein Einsatz in der Schule verantwortet werden kann. Ist ein Bewerber schwerbehindert, muß aufgrund eines amtsärztlichen Gutachtens festgestellt werden, ob und gegebenenfalls welche Erleichterungen der Bewerber erhält. Dies geschieht für den Bereich der Ausbildung durch das Oberschulamt im Benehmen mit dem Seminar, für den Bereich der Prüfung durch die Außenstelle des Prüfungsamtes.



Zu § 4:

Abs. 4:

Der Bewerber hat den Vorbereitungsdienst grundsätzlich zu Beginn des jeweiligen Kurses anzutreten. Ist der Bewerber unverschuldet gehindert, den Vorbereitungsdienst rechtzeitig zu beginnen (z.B. wegen Erkrankung), kann ihm vom Oberschulamt eine Nachfrist von höchstens sechs Wochen eingeräumt werden. Kann der Bewerber den Vorbereitungsdienst nicht innerhalb der ihm eingeräumten Nachfrist aufnehmen, so kann er zu diesem Kurs nicht mehr zugelassen werden.

Abs. 5:

Bei der Zuweisung ist zu beachten, daß für die Ausbildung in den einzelnen Fächern zur Betreuung geeignete Lehrer zur Verfügung stehen müssen.



Zu § 7:

Abs. 3:

(aufgehoben)

Abs. 3 Nr. 2:

Wird über die mutterschutzrechtlichen Bestimmungen hinaus eine Unterbrechung der Ausbildung erforderlich, kann diese nur für die Dauer von zwei Unterrichtshalbjahren in Kauf genommen werden.

Abs. 3 Nr. 3:

Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn die in § 22 Abs. 2 letzter Satz genannte Frist überschritten ist oder wenn sich der Studienreferendar in solchem Maß als ungeeignet für das Amt des Lehrers und Erziehers erweist, daß er nicht länger ausgebildet oder im Unterricht verwendet werden kann.



Zu § 8 Abs. 2:

Die Personalakte des Studienreferendars ist beim Oberschulamt, die Prüfungsakte bei der Außenstelle des Prüfungsamts zu führen. Soweit Vorgänge am Seminar oder an den Ausbildungsschulen anfallen, die nicht zu den Personalakten gehören, werden sie in einer Ausbildungsakte bei diesen Stellen zusammengefaßt.



Zu § 9:

Die Ausbildung ist nach Möglichkeit so zu organisieren, daß sich Veranstaltungen am Seminar und an der Schule nicht überschneiden. Sind in Einzelfällen Überschneidungen nicht zu vermeiden, entscheidet der Direktor des Seminars im Benehmen mit dem Schulleiter, welche der Veranstaltungen Vorrang hat.

Das Betriebspraktikum wird in die letzten vier Wochen des ersten Ausbildungsabschnitts unmittelbar vor die Sommerferien gelegt. Es wird im Seminar vorbereitet und von der Ausbildungsschule im Benehmen mit dem Seminar organisiert; insbesondere sind die Praktikantenplätze zu vermitteln. Der Studienreferendar schließt mit dem für ihn vorgesehenen Betrieb einen Praktikantenvertrag ab.

Bei der Auswahl eines Praktikantenplatzes ist darauf zu achten, daß der Studienreferendar in solche Fachgebiete seiner Ausbildungsfächer eingeführt wird, die durch die bisherige fachpraktische Tätigkeit noch nicht oder nur unzureichend abgedeckt wurden. Wünsche des Studienreferendars können berücksichtigt werden.

Über seine fachpraktische Tätigkeit bzw. über seine Erfahrungen hat der Studienreferendar einen Bericht zu erstellen, der über Inhalt und Art der verrichteten Tätigkeiten Aufschluß gibt. Der Bericht ist vom Betrieb abzuzeichnen und dem für das betreffende Ausbildungsfach zuständigen Fachleiter am Seminar vorzulegen.

Bei der Auswahl von Praktikantenplätzen für Studienreferendare mit zwei allgemeinbildenden Fächern liegt das Hauptgewicht auf dem Kennenlernen betrieblicher Arbeitsbedingungen, insbesondere von Auszubildenden.

Kann in besonders gelagerten Einzelfällen für eine bestimmte Fachrichtung kein geeigneter Praktikantenplatz gefunden werden, so darf ersatzweise auch eine Schulwerkstatt zur Ableistung des Praktikums herangezogen werden.

Während des Praktikums wird der Studienreferendar vom zuständigen Fachleiter besucht. Bei einem Studienreferendar mit nur allgemeinbildenden Fächern bestimmt der Direktor des Seminars, welcher Fachleiter den Besuch durchzuführen hat.



Zu § 10:

Abs. 1:

Der Vorbereitungsdienst ist ein zielgerichtetes Ausbildungsverhältnis. Über § 12 der Urlaubsverordnung hinausgehende Beurlaubungen sind daher mit Ausnahme der Regelung zu Absatz 4 während dieser Zeit nicht möglich.

Im Falle einer Schwangerschaft gelten die mutterschutzrechtlichen Bestimmungen.

Abs. 4:

Die Ausbildung ist im Benehmen mit dem Seminar und der Außenstelle des Prüfungsamts um den Zeitraum zu verlängern, der unter Berücksichtigung der Ausfallzeiten und im Blick auf eine sinnvolle Wiedereingliederung des Studienreferendars für den ordnungsgemäßen Abschluß der Ausbildung notwendig ist. Ist eine Eingliederung in einen der laufenden Kurse nach dem Zeitpunkt der Rückkehr nur mit Schwierigkeiten möglich, muß für den Studienreferendar ein individueller Ausbildungsplan bis zur Zeit der Wiedereingliederung in einen der laufenden Kurse erstellt werden. Ist eine solche Wiedereingliederung in angemessener Zeit nicht möglich, ist der weitere Verlauf der Ausbildung individuell festzulegen. Auch im Falle einer Schwangerschaft beträgt der Verlängerungszeitraum höchstens zwei Unterrichtshalbjahre; die aufgrund der mutterschutzrechtlichen Bestimmungen entstandenen Ausfallzeiten zählen jedoch bei der Berechnung der Dauer der Verlängerung nicht mit. Grund einer Verlängerung in diesem Sinne kann zum Beispiel sein, das Kind nach einer Frühgeburt oder einer Erkrankung über die mutterschutzrechtlichen Verlängerungszeiten hinaus betreuen zu müssen. Die Verlängerung um den genannten Zeitraum kann für jede Schwangerschaft erfolgen.

Auf Antrag kann der Studienreferendar auch bis zu dem Zeitpunkt ohne Bezüge beurlaubt werden, ab dem er wieder in den Ausbildungsablauf eingegliedert werden kann.

Abs. 5:

Der Studienreferendar bleibt in der Regel an seiner bisherigen Ausbildungsschule. Das Oberschulamt stellt im Einzelfall den Zeitraum der Verlängerung fest. Die Dauer der Verlängerung hängt von dem Umfang der Ausbildung und Hilfe ab, die der Studienreferendar nach dem Ergebnis des ersten Prüfungsdurchgangs bei Anlegung eines durchschnittlichen Maßstabes noch benötigt, um sich der Wiederholungsprüfung mit Aussicht auf Erfolg unterziehen zu können.

In Zweifelsfällen entscheidet das Ministerium für Kultus und Sport.



Zu § 11:

Abs. 3 Satz 5:

(aufgehoben)

Abs. 4:

Eine Ausnahme für einen Schulwechsel liegt vor, wenn an der Schule des ersten Ausbildungsabschnitts keine weitere ordnungsgemäße Ausbildung möglich ist.



Zu § 12:

Abs. 1:

Die Veranstaltungen des Seminars werden als laufende, wöchentliche Veranstaltungen und als Kompaktseminare angeboten. Der Umfang der Veranstaltungen beträgt in der Regel

120

Stunden je Fachdidaktik,

150

Stunden in Pädagogik/Pädagogische Psychologie und

40

Stunden in Schul- und Beamtenrecht, schulbezogenem Jugend- und Elterrecht und Schulorganisation.

In Experimentalfächern werden zusätzliche Praktika durchgeführt.

Die wöchentlichen Veranstaltungen sind im ersten Ausbildungsabschnitt an bis zu zwei Vormittagen, im zweiten Ausbildungsabschnitt an höchstens einem Vormittag und im übrigen nachmittags abzuhalten. Das Nähere ist mit den Schulleitern der Ausbildungsschulen abzustimmen. In der Regel sollen für den Studienreferendar im ersten Ausbildungsabschnitt nicht mehr als zwei Nachmittage pro Woche, im zweiten Ausbildungsabschnitt nicht mehr als durchschnittlich ein Nachmittag pro Woche am Seminar angesetzt werden.

Veranstaltungen in Form von Kompaktseminaren sind jeweils für den gesamten Kurs, nicht nur für einzelne Fächer durchzuführen.

Die Kompaktseminare geben den Seminaren Gelegenheit, Themen vertieft zu behandeln sowie pädagogische und fachdidaktische Veranstaltungen eng miteinander zu verknüpfen. Ein Kompaktseminar dauert mindestens eine Woche und umfaßt in der Regel 18 bis 24 Stunden pro Woche.

Ein Kompaktseminar ist zu Beginn des ersten Ausbildungsabschnitts durchzuführen. Dieses Kompaktseminar beinhaltet pädagogische, fachdidaktische sowie schul- und beamtenrechtliche Veranstaltungen zur Vorbereitung der Studienreferendare auf Hospitation und eigene Unterrichtstätigkeit.

Die Seminare können im Laufe des ersten Ausbildungsabschnitts ein weiteres bis zu einer Woche dauerndes Kompaktseminar anbieten, das jedoch nur in unmittelbarem zeitlichen Anschluß an einen Ferienabschnitt durchgeführt werden darf. Die Ausbildungsschulen sind sofort nach Festlegung des weiteren Kompaktseminars davon zu verständigen.

Ein Teil der Veranstaltungen in Pädagogik und Fachdidaktik ist gemeinsam durchzuführen.

Ganz- oder mehrtägige Unternehmungen einzelner Fächer (oder Fächergruppen) können durchgeführt werden. Sie sind in der Regel in der unterrichtsfreien Zeit oder während des zweiten Kompaktseminars durchzuführen.

Die Veranstaltungen in Fachdidaktik der Ausbildungsfächer beinhalten im ersten Ausbildungsabschnitt Unterrichtsvorführungen der Fachleiter und Lehrübungen der Studienreferendare. Die Teilnahme an den Lehrübungen in den Fachdidaktik-Veranstaltungen werden den Studienreferendaren mit zwei Stunden/Woche auf die schulpraktische Tätigkeit angerechnet.

Abs. 3:

Die Fachleiter besuchen den Studienreferendar in jedem Fach mindestens zweimal in Klassen des Berufskollegs, der Berufsoberschule (Oberstufe), dem beruflichen Gymnasium oder der Fachschule und mindestens zweimal in Klassen der übrigen Schularten, insbesondere der Berufsschule.

Abs. 4:

Der Direktor entscheidet spätestens einen Monat vor Ende des ersten Ausbildungsabschnitts, ob dem Studienreferendar selbständiger Unterricht übertragen werden kann und teilt dies unverzüglich der Ausbildungsschule dem Oberschulamt und dem Prüfungsamt mit.



Zu § 13:

Abs. 1:

Die betreuenden Lehrer und die ausbildenden Fachlehrer, denen der Studienreferendar zugeteilt ist, oder die den Studienreferendar während des selbständigen Unterrichts betreuen, tragen während dieser Zeit die fachliche Verantwortung für den Studienreferendar. Sie lassen ihn während des begleiteten Ausbildungsunterrichts in der jeweiligen Klasse (bzw. im jeweiligen Kurs) hospitieren und unter ihrer Aufsicht unterrichten. Sie leiten ihn im jeweils notwendigen Maße an, beraten ihn und besprechen die Unterrichtsstunden ausführlich mit ihm. Ausnahmsweise kann der Studienreferendar auch für einzelne Stunden ohne Aufsicht eingesetzt werden. Nach Möglichkeit soll der Studienreferendar mindestens einmal den für seine Fächer zuständigen betreuenden Lehrern zugeteilt werden.

Für den zweiten Ausbildungsabschnitt beauftragt der Schulleiter entsprechend befähigte Lehrer mit der Beratung des Studienreferendars. Diese betreuen den Studienreferendar in allen Unterrichtsangelegenheiten, besuchen ihn im entsprechenden Fach in seinem selbständig erteilten Unterricht im erforderlichen Umfang, sorgen dafür, daß der Studienreferendar gemäß dem Erziehungs- und Bildungsauftrag und in Übereinstimmung mit geltenden Vorschriften unterrichtet und überzeugen sich unter anderem von der Angemessenheit der Klassenarbeiten und der Leistungsbewertungen. Der Schulleiter kann dies in seinen Fächern auch selbst besorgen.

Der Schulleiter kann jederzeit den Unterricht angesagt oder unangesagt besuchen. Er ist verpflichtet, in jedem Fach mindestens einen Unterrichtsbesuch durchzuführen, wobei mindestens ein Unterrichtsbesuch in der Oberstufe erfolgen muß.

Abs. 2:

Der Studienreferendar soll im ersten Ausbildungsjahr mindestens 90 Stunden unter Anleitung unterrichten. Bei dieser Zahl sind die Lehrübungen nicht berücksichtigt.

Zu den sonstigen Veranstaltungen zählen insbesondere Lehrer- und Klassenkonferenzen sowie Klassenpflegschaftssitzungen.

Der Schulleiter entscheidet spätestens einen Monat vor Ende des ersten Ausbildungsabschnitts, ob dem Studienreferendar selbständiger Unterricht übertragen werden kann.

Die Beurteilung ist dem Studienreferendar auszuhändigen und mit ihm zu besprechen. Je eine Mehrfertigung ist dem Oberschulamt und dem Seminar spätestens einen Monat vor Ende des ersten Ausbildungsabschnitts zuzuleiten.

Abs. 2 und 4:

Die betreuenden Lehrer und die ausbildenden Fachlehrer erstellen jeweils am Ende des Zeitraums, während dessen ihnen der Studienreferendar zugewiesen ist, ein Gutachten über die Leistung und das Verhalten des Studienreferendars, das vom Schulleiter – erforderlichenfalls nach ergänzenden Gesprächen – bei der Erstellung der Beurteilung zu berücksichtigen ist.

Der Schulleiter hat sich in seiner Beurteilung auch über die Person des Studienreferendars mit seinen Möglichkeiten und Grenzen als Lehrer und Erzieher zu äußern und diesen Gesamteindruck bei der Bewertung zu berücksichtigen.

Der Schulleiter ist bei der Erstellung der schriftlichen Beurteilung am Ende des ersten bzw. zweiten Ausbildungsabschnitts nicht an die von den einzelnen Fachlehrern abgegebenen Gutachten gebunden.



Abs. 3:

Die schulischen Gegebenheiten und die Struktur der Ausbildungsfächer erlauben keine starre Einsatzregelung. Deshalb wurde eine Mindest- und eine Höchstzahl für die Erteilung selbständigen Unterrichts festgesetzt. Der Studienreferendar ist unter Berücksichtigung dieser Gegebenheiten in einem ausgewogenen Verhältnis in seinen Ausbildungsfächern einzusetzen.

Abs. 4:

Die Beurteilung ist der zuständigen Außenstelle des Prüfungsamts und dem Seminar zuzuleiten.



Zu § 15:

Abs. 2:

Über die Prüfungslehrproben und die mündlichen Prüfungen sind Niederschriften zu fertigen. In die Niederschrift sind aufzunehmen:

1.
Tag, Ort und Art der Prüfung,
2.
die Besetzung des Prüfungsausschusses,
3.
der Name und der Geburtstag des Prüfungsteilnehmers,
4.
die Dauer der Prüfung und die Themen, bei der Prüfungslehrprobe der Verlauf der Stunde,
5.
die Prüfungsnote und
6.
besondere Vorkommnisse.

Die Niederschrift ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses unmittelbar im Anschluß an die Prüfung zu unterzeichnen und vom Vorsitzenden unverzüglich der Außenstelle des Prüfungsamtes zuzuleiten.

Abs. 3:

Der Vorsitzende eines Prüfungsausschusses ist verantwortlich für die Einhaltung der Vorschriften. Er legt fest, wer die Niederschrift zu fertigen hat. Besteht ein Prüfungsausschuß für eine mündliche Prüfung nur aus zwei Prüfern, so fertigt der Prüfer die Niederschrift, der nicht selbst prüft.

Abs. 6:

Ein dienstliches Interesse liegt vor bei Personen, die künftig Prüfungen abnehmen sollen.

Personen, denen nach dieser Vorschrift die Anwesenheit gestattet ist, sind nicht berechtigt, bei der Prüfung, der Beratung und der Bewertung mitzuwirken.



Zu § 16:

Der Außenstelle des Prüfungsamts sind von den Seminaren insbesondere folgende Unterlagen und Daten zu liefern:

Name, Vorname
Promotionsurkunde
gegebenenfalls Heiratsurkunde
Schuladresse
Wohnadresse und gegebenenfalls Telefonnummer
Geburtstag
Fächer
Fachleiter und Lehrbeauftragte, die den Studienreferendar betreuen
Schwerpunkte für die mündlichen Prüfungen in Pädagogik, Pädagogischer Psychologie und in den Fachdidaktiken (§ 19)
Mehrfertigung des Zeugnisses über die Wissenschaftliche Prüfung oder die Diplomprüfung in amtlich beglaubigter Kopie

In welcher Weise und zu welchem Zeitpunkt diese Daten und Unterlagen zu übermitteln sind, ist zwischen der Außenstelle des Prüfungsamts und dem Seminar abzustimmen.



Zu § 17:

Abs. 1:

(aufgehoben)

Abs. 3:

Das Original und die Mehrfertigung der schriftlichen Arbeit ist dem Direktor des Seminars maschinengeschrieben und gebunden vorzulegen. Dieser leitet das Original dem Fachleiter zu, der das Thema der schriftlichen Arbeit vergeben hat und übersendet die Mehrfertigung dem Prüfungsamt.

Abs. 5:

Das Prüfungsamt legt die Abgabetermine für die Erst- und Zweitgutachten fest.



Zu § 18:

Abs. 1:

Die Prüfungslehrproben sind grundsätzlich innerhalb selbständiger Lehraufträge abzulegen. Muß eine Prüfungslehrprobe außerhalb dieses selbständigen Unterrichts abgehalten werden, muß dieser Unterrichtseinsatz mindestens dreiwöchig sein und auch dann zu Ende geführt werden, wenn die Prüfungslehrprobe nicht in der letzten Stunde stattfindet. Im Hinblick auf die Chancengleichheit nimmt der Fachlehrer am Unterricht vom Beginn des Lehrprobenzeitraums bis zur Prüfungslehrprobe nicht teil.

Die Prüfungslehrprobe dauert in der Regel eine Unterrichtsstunde. Das Prüfungsamt setzt für jede Prüfungslehrprobe den Zeitraum fest, bestimmt auf Vorschlag der Ausbildungsschule die Klasse und teilt beides dem Studienreferendar mit. Der Studienreferendar leitet dem Vorsitzenden und dem Prüfer (Fachleiter) zu dem vom Prüfungsamt festgesetzten Termin einen Stoffverteilungsplan für den Unterricht während des Prüfungszeitraums zu. Im Zweifelsfall legt das Prüfungsamt die Dauer der Prüfungslehrprobe fest.

Abs. 2:

Der Zeitraum beträgt für jede Prüfungslehrprobe drei Wochen. Die Außenstelle des Prüfungsamts setzt diesen Zeitraum jeweils fest, bestimmt auf Vorschlag der Ausbildungsschule die Klasse und teilt beides dem Studienreferendar mit. Der Studienreferendar leitet dem Vorsitzenden und dem Prüfer (Fachleiter) spätestens zu dem vom Prüfungsamt festgesetzten Termin einen Stoffverteilungsplan für den Unterricht während der drei Wochen zu. Der Prüfer teilt dem Studienreferendar nach Herstellung des Einvernehmens mit dem Vorsitzenden Termin und Thema der Lehrprobe rechtzeitig mit.

Unmittelbar vor Beginn der Prüfungslehrprobe übergibt der Studienreferendar dem Vorsitzenden einen schriftlichen Lehrprobenentwurf in dreifacher Fertigung; eine dieser Fertigungen ist zu den Prüfungsakten zu nehmen.

Abs. 5:

Bei der Bewertung ist das erzieherische, fachliche und didaktische Können in einer Aussage über die Lehrerpersönlichkeit zusammenzufassen.



Zu § 19:

Abs. 1:

Die Prüfung im Schwerpunkt geht von einer vertieften, über den Seminarstoff hinausgehenden Beschäftigung mit einem Thema aus. Sie umfaßt etwa ein Drittel der Prüfungszeit.

Entsprechend den Möglichkeiten des jeweiligen Seminars ist die Prüfung in Pädagogik bzw. Pädagogischer Psychologie mit der Prüfung in einer Fachdidaktik zu koppeln.

Abs. 5:

Als Zuhörer können Studienreferendare zugelassen werden, die am selben Seminar ausgebildet werden.



Zu § 24 Abs. 2:

(aufgehoben)



Zu § 25:

Die Prüfungsakten können innerhalb eines Jahres nach Abschluß der Laufbahnprüfung eingesehen werden.



Zu § 26:

Dem Studienreferendar ist Gelegenheit zu geben, vier Wochen in der Klasse zu hospitieren, in der er die Prüfungslehrprobe abzulegen hat.



Teil II
Inhaltliche Anforderungen

Die inhaltlichen Anforderungen ergeben sich aus der Anlage.



Teil III
Inkrafttreten

Die Verwaltungsvorschrift tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.






Anlagen (nichtamtliches Verzeichnis)

Anlage: Vorläufige Ausbildungsinhalte (Anlage 4)

 


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