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juris-Abkürzung:LehrArbZV BW
Fassung vom:23.02.2016
Gültig ab:01.08.2016
Gültig bis:31.07.2020  Schriftgrafik ausserkraft
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Fundstelle:GBl. 2014, 311
Gliederungs-Nr:2204-6

§ 3
Unterrichtsverpflichtung des Schulleiters

(1) Aufgabe des Schulleiters ist es, die Schule zu leiten. Der daneben zu erteilende Unterricht bestimmt sich nach den Absätzen 2 bis 5.

(2) Die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung der Schulleiter nach § 2 Absatz 1 vermindert sich in Abhängigkeit von der Anzahl der Klassen an der Schule um die Leitungszeit. Diese beträgt

1.

bei bis zu 20 Klassen: 1,2 Wochenstunden je Klasse,

2.

ab der 21. bis 40. Klasse: eine Wochenstunde je Klasse,

3.

ab der 41. Klasse: 0,5 Wochenstunden je Klasse.

Für Schulleiter von Schulen mit weniger als acht Klassen beträgt die Leitungszeit zehn Wochenstunden.

(3) An Unterricht sind mindestens zu erteilen

1.

vom Schulleiter: vier Wochenstunden,

2.

vom ständigen Vertreter: acht Wochenstunden,

3.

von anderen mit Schulleitungsaufgaben betrauten Lehrkräften: 14 Wochenstunden.

Bei teilzeitbeschäftigten Schulleitern, ständigen Vertretern und anderen mit Schulleitungsaufgaben betrauten Lehrkräften ermäßigen sich die nach Satz 1 mindestens zu leistenden Unterrichtswochenstunden entsprechend dem Beschäftigungsumfang. Ausnahmen von Satz 1 und 2 bedürfen der Zustimmung der oberen Schulaufsichtsbehörde.

(4) Bei Stundenbruchteilen von 0,5 und mehr wird aufgerundet, im Übrigen abgerundet.

(5) Erteilt der Schulleiter über seine Verpflichtung nach den Absätzen 2 bis 4 hinaus Unterricht, kann anderen Lehrkräften, die mit Schulleitungsaufgaben betraut werden, ihre Unterrichtsverpflichtung entsprechend reduziert werden.

(6) Für den Schulleiter einer verbundenen Schule gilt die niedrigste Unterrichtsverpflichtung der verbundenen Schularten.

(7) Maßgebend ist die Klassenzahl, die sich bei Anwendung der Berechnungsgrundlage für die Klassenzahl des jeweils geltenden Organisationserlasses ergibt. In der Oberstufe (Jahrgangsstufe 1 und 2) und in der Praktikantenausbildung im Bereich der Beruflichen Schulen zählen 20 Schüler beziehungsweise Praktikanten beziehungsweise jede Jahrgangsstufe als eine Klasse.

§ 3 - Vorgriffstunde [Ausgewählte Fassung vom 21.0 ... einblenden§ 3 - Vorgriffstunde [Ausgewählte Fassung vom 21.07.2020, gültig ab 01.08.2020] ...

Fassungsvergleich einblendenFassungsvergleich ...

§ 3
Unterrichtsverpflichtung des SchulleitersVorgriffstunde

(1) Aufgabe des Schulleiters ist es, dieAb dem Schuljahr 2020/2021 können vollbeschäftigte und teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte auf Antrag bei Vorliegen dienstlicher Interessen an der Schule zu leiten. Der daneben zu erteilende Unterricht bestimmt sich nach den Absätzen 2 bis 5.

(2) Die wöchentliche Unterrichtsverpflichtungam Vorgriffstundenmodell teilnehmen Dienstliche Interessen an der Schulleiter nach § 2 Absatz 1 vermindert sichSchule liegen in Abhängigkeit von der AnzahlRegel vor bei Lehrkräften: 1 an Grundschulen 2 an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren 3 regional an Werkreal-, Haupt- und Realschulen sowie Gemeinschaftsschulen zur Sicherung der KlassenUnterrichtsversorgung im Pflichtbereich 4 an allgemein bildenden Gymnasien und beruflichen Schulen bezogen auf einzelne Fachbedarfe (2) Das Vorgriffstundenmodell besteht aus einer Anspar-, einer Karenz- und einer Rückgabephase, die jeweils drei aufeinanderfolgende Schuljahre umfassen und unmittelbar aufeinanderfolgen (3) In der Schule umdrei Schuljahre umfassenden Ansparphase erteilen die LeitungszeitLehrkräfte über die jeweilige individuell festgesetzte Unterrichtsverpflichtung hinaus wöchentlich jeweils eine zusätzliche Unterrichtsstunde (Vorgriffstunde). Diese beträgt

1.

bei bis zu 20 Klassen: 1,2 Wochenstunden je Klasse,

2.

abwirkt sich nicht auf die festgesetzte Unterrichtsverpflichtung aus (4) Während der 21. bis 40. Klasse: eine Wochenstunde je Klasse,

3.

abunmittelbar auf die Ansparphase folgenden, drei Schuljahre umfassenden, Karenzphase erteilen die Lehrkräfte Unterricht gemäß der 41. Klasse: 0,5 Wochenstunden je Klasse.

Für Schulleiter von Schulen mitfür sie individuell festgesetzten wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung (5) Die Rückgabe der zusätzlich erteilten Unterrichtsstunden erfolgt unmittelbar im Anschluss an die Karenzphase, in dem die Lehrkräfte in drei aufeinanderfolgenden Schuljahren wöchentlich jeweils eine Unterrichtsstunde weniger erteilen als acht Klassen beträgtfür sie individuell festgesetzt ist (Rückgabephase) Dies gilt unabhängig davon, ob die Leitungszeit zehn Wochenstunden.

(3) An Unterrichtbetroffenen Lehrkräfte vollbeschäftigt oder teilzeitbeschäftigt sind mindestens zu erteilen

1.

vom Schulleiter: vier Wochenstunden,

2.

vom ständigen Vertreter: acht Wochenstunden,

3.

von anderen mit Schulleitungsaufgaben betrauten Lehrkräften: 14 Wochenstunden.

Bei teilzeitbeschäftigten Schulleitern, ständigen Vertretern und anderen mit Schulleitungsaufgaben betrauten Lehrkräften ermäßigen sichAuf Antrag der Lehrkraft kann die nachRückgabe der zusätzlich erteilten Unterrichtsstunden abweichend von Satz 1 mindestenszusammengefasst im letzten Jahr der Rückgabephase erfolgen, wenn dienstliche Interessen an der Schule nicht entgegenstehen Der Antrag ist im letzten Jahr der Karenzphase bis spätestens zu leistenden Unterrichtswochenstunden entsprechend dem Beschäftigungsumfang. Ausnahmenfür die Mitteilung über stellenwirksame Änderungswünsche festgelegten Termin des betreffenden Jahres über die Schule einzureichen Absatz 6 findet Anwendung (6) Für jede am Vorgriffstundenmodell teilnehmende Lehrkraft ist vor Eintritt in die Rückgabephase von Satz 1 und 2 bedürfen der ZustimmungSchulleitung ein Rückgabeplan festzulegen der oberen Schulaufsichtsbehörde.

(4) Bei Stundenbruchteilen von 0,5sonstige Anrechnungen, Ermäßigungen und mehr wird aufgerundet, im Übrigen abgerundet.

(5) ErteiltFreistellungen auf die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung berücksichtigen muss Dieser ist von der Schulleiter über seine Verpflichtung nachzuständigen Schulaufsichtsbehörde zu genehmigen Eine vollständige Rückgabe der im Rahmen des Vorgriffstundenmodells zusätzlich erteilten Unterrichtsstunden muss vor Eintritt beziehungsweise Versetzung in den AbsätzenRuhestand erfolgen (7) Die Regelung nach Absatz 1 gilt nicht für 1 Lehrerinnen während ihrer Schwangerschaft 2 bisLehrkräfte, die vor Beginn des jeweiligen Schuljahres (1 August) noch nicht drei Jahre im aktiven Schuldienst tätig waren oder deren Probezeit noch nicht abgelaufen ist 3 begrenzt dienstfähige Lehrkräfte 4 hinaus Unterricht, kann anderen Lehrkräftenschwerbehinderte Lehrkräfte 5 Lehrkräfte in einer Maßnahme nach § 68 Absatz 3 des Landesbeamtengesetzes (LBG) 6 Schulleiterinnen und Schulleiter 7 Lehrkräfte in Altersteilzeit 8 Lehrkräfte, denen Teilzeitbeschäftigung nach § 69 Absatz 5 LBG bewilligt wurde 9 Lehrkräfte, die mit Schulleitungsaufgaben betrautvor Beginn des Schuljahres 2020/2021 das 50 Lebensjahr vollendet haben (Geburtsdatum bis einschließlich 01.08.1970) Diese können auf Antrag einbezogen werden, ihre Unterrichtsverpflichtung entsprechend reduziert werden.

(6) Fürwenn eine vollständige Rückgabe der zusätzlich erteilten Unterrichtsstunden vor Eintritt beziehungsweise Versetzung in den SchulleiterRuhestand erfolgt Für Zeiten einer verbundenen Schule gilt die niedrigste UnterrichtsverpflichtungAbordnung in den außerschulischen Bereich, Beurlaubung oder Zuweisung der verbundenen Schularten.

(7) Maßgebend istLehrkräfte die Klassenzahl, die sich bei Anwendungin der Berechnungsgrundlage fürAnsparphase mindestens ein halbes Schuljahr umfassen, wird kein Ausgleich nach Absatz 5 gewährt Fallen solche Zeiten in die Klassenzahl des jeweils geltenden Organisationserlasses ergibt. InRückgabephase, wird der Oberstufe (Jahrgangsstufe 1Ausgleich nach Absatz 5 entsprechend zeitversetzt und 2) undgegebenenfalls zusammengefasst gewährt Zeiten einer Dienstunfähigkeit infolge Krankheit, die nicht mindestens sechs Wochen umfassen, bleiben unberücksichtigt Als Zeiträume in denen die Ansparverpflichtung erfüllt wurde, gelten auch Zeiten einer Elternzeit ohne Teilzeitbeschäftigung bis zu sechs Monaten Treten Gründe, die die vorgesehene Teilnahme am freiwilligen Vorgriffstundenmodell unmöglich machen, vor dem Beginn der Praktikantenausbildung im BereichAnsparphase nach Absatz 3 ein, ist die Bewilligung der Beruflichen Schulen zählen 20 Schüler beziehungsweise Praktikanten beziehungsweise jede Jahrgangsstufe als eine KlasseVorgriffstunde zu widerrufen, im Übrigen findet § 71 des Landesbesoldungsgesetzes Baden-Württemberg Anwendung.