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Amtliche Abkürzung:APrOTL
Fassung vom:12.12.2018
Gültig ab:01.01.2019
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204
Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn der Technischen Lehrkräfte an beruflichen Schulen
(APrOTL)
Vom 14. Mai 2018

§ 13
Ausbildung an der Schule

(1) Die Schulleitung regelt in Abstimmung mit dem Seminar die Ausbildung an der Schule. Der Stammschule obliegt die Sorge für die Ausbildung in Schulkunde. Die Ausbildung an der Schule erfolgt an den beruflichen Schulen, denen die Anwärterin oder der Anwärter gemäß § 4 Absatz 5 zugewiesen ist. Die Anwärterinnen und Anwärter erhalten von der Schulleitung auf Nachfrage und aus gegebenem Anlass mündliche Rückmeldungen zu ihrem Leistungsstand. Die Schulleitung ist verpflichtet, in jedem Ausbildungsabschnitt mindestens einen Unterrichtsbesuch durchzuführen.

(2) Die Schulleitung bestellt im Einvernehmen mit dem Seminar eine Mentorin oder einen Mentor. Die Mentorinnen und Mentoren koordinieren in Abstimmung mit der Schulleitung die Ausbildung und weisen die Anwärterinnen und Anwärter begleitenden Lehrkräften für die Ausbildungsfächer zu. Insbesondere Schulleitung sowie Mentorinnen und Mentoren sind Ansprechpersonen der Anwärterinnen und Anwärter. Sie beraten und besuchen sie im Unterricht, was jederzeit möglich ist. Mentorinnen und Mentoren und begleitende Lehrkräfte lassen die Anwärterinnen und Anwärter in ihrem Unterricht hospitieren. Die Mentorinnen und Mentoren stehen in Kontakt mit den Seminarlehrkräften.

(3) Im ersten Ausbildungsabschnitt erfolgt die Ausbildung, indem die Anwärterinnen und Anwärter mit insgesamt durchschnittlich acht Wochenstunden, bei Schwerbehinderung oder Gleichstellung sieben Wochenstunden, an der Schule hospitieren und unterrichten; sie unterrichten zunehmend eigenverantwortlich im Rahmen des Lehrauftrags der begleitenden Lehrkräfte (begleiteter Ausbildungsunterricht). Der Umfang des begleiteten Ausbildungsunterrichts soll in der Regel mindestens 90 Unterrichtsstunden betragen. An sonstigen Veranstaltungen der Schule nehmen die Anwärterinnen oder Anwärter teil.

(4) Im zweiten Ausbildungsabschnitt erfolgt die Ausbildung mit insgesamt 14 Wochenstunden, bei Schwerbehinderung oder Gleichstellung durchschnittlich 13 Wochenstunden, an der Schule, wobei durchschnittlich elf Wochenstunden, bei Schwerbehinderung oder Gleichstellung zehn Wochenstunden, in kontinuierlichen Lehraufträgen selbstständig unterrichtet werden.

(5) Die Schulleiterinnen und Schulleiter der Stammschulen erstellen, im Falle einer Zuweisung an mehr als eine berufliche Schule in Abstimmung mit der Schulleiterin und dem Schulleiter der anderen beruflichen Schule, etwa drei Monate vor Ende der Ausbildung eine schriftliche Beurteilung (Schulleiterbeurteilung) über die Berufsfähigkeit der Anwärterinnen und Anwärter und beteiligen hierbei die Mentorinnen und Mentoren sowie die Seminarlehrkräfte nach § 8 Satz 2. Die Beurteilung wird unverzüglich dem Prüfungsamt und dem Seminar zugeleitet. Beurteilt werden vorrangig Qualität und Erfolg des Unterrichts und die pädagogischen, erzieherischen, didaktischen sowie methodischen Kompetenzen. Das Engagement, schulkundliche Kenntnisse und das gesamte dienstliche Verhalten sind zu berücksichtigen. Maßgeblicher Zeitraum ist die bis zum Beurteilungszeitpunkt abgeleistete Ausbildung.

(6) Die Schulleiterbeurteilung steht bis zum Ende der Ausbildung unter Änderungsvorbehalt. Sie ist zu ändern, wenn die weiteren Leistungen oder das dienstliche Verhalten der jeweiligen Anwärterin oder des jeweiligen Anwärters dies erfordern. Sie schließt mit einer Note nach § 23. Werden in der Schulleiterbeurteilung die pädagogischen und erzieherischen Kompetenzen oder die Lehrfähigkeit in einem Ausbildungsfach als nicht ausreichend beurteilt, darf die Note »ausreichend« (4,0) oder eine bessere Note nicht erteilt werden.

(7) Nach Übergabe des Zeugnisses nach § 28 Absatz 2 wird die Beurteilung auf Antrag ausgehändigt.

 


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