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Amtliche Abkürzung:RahmenVO-BS-KM
Fassung vom:29.04.2016
Gültig ab:01.08.2016
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums über Rahmenvorgaben für die Umstellung der
Studiengänge für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen mit den beruflichen Fachrichtungen
Gerontologie, Gesundheit und Care sowie Sozialpädagogik/Pädagogik auf die gestufte Studiengangstruktur
(Rahmenvorgabenverordnung berufliche Lehramtsstudiengänge - RahmenVO-BS-KM)
Vom 29. April 2016

Anlage

(zu § 4 Absatz 11 Satz 1)

Berufliche Fachrichtungen

1.

Gerontologie, Gesundheit und Care

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen mit dem Masterabschluss über die fachwissenschaftlichen und praktischen Kenntnisse, die in Verbindung mit fachdidaktischen Kompetenzen zur Vermittlung gerontologischer und pflegewissenschaftlicher Kompetenzen im berufsschulischen Unterricht, der praktischen Ausbildung von Pflegefachkräften und im fachspezifischen Unterricht in beruflichen Gymnasien erforderlich sind.

Das Studium beinhaltet die fachliche und methodische Einführung

in die Gerontologie,

in die Pflegewissenschaft,

in die Geriatrie,

in die beeinflussenden wissenschaftlichen Nachbardisziplinen,

in die Pflegehandlungen, Lebenswelt- und Tagesgestaltung.

Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, sich inhaltlich mit den Arbeitsfeldern der Gerontologie und dem Berufsfeld der Pflege von Menschen in verschiedensten Pflegesituationen auseinander zu setzen und beziehen dabei rechtliche, soziale und gesellschaftspolitische Bedingungen und Entwicklungen ein.

Der Aspekt der angestrebten Lehrerrolle an beruflichen Schulen wird durch schul- und berufspädagogische sowie fachdidaktische Inhalte vermittelt und mit den Erfahrungen im Schulpraxissemester verknüpft. Dabei findet eine methodische und praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Curricula des Berufsfeldes Pflege statt.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

 

Gerontologie

können die wichtigsten Grundlagen bezogenen gerontologischen Theorien und strukturiertes Überblickswissen der Gerontologie anwenden.

Gerontologische Theorien und zentrale Befunde der Genetik, Physiologie, Psychologie, Psychiatrie, Soziologie, Sozialpolitikwissenschaft, sowie die Mehrdimensionalität von Entwicklungsprozessen.

haben Kenntnisse über Migration im Zusammenhang mit Pflege und können eine eigene professionelle Haltung zum Thema Migration entwickeln.

Pflegebedürftige Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Migrationshintergrund als Pflegende.

verfügen über Kompetenz in der Ethik in der Pflege und können eine eigene professionelle Haltung entwickeln.
sind vertraut mit den Grundlagen und Formen der Leidens- und Sterbensbegleitung.

Ethik der Pflege, der Thanatologie und Palliativpflege; Grundlagen und Formen der Leidens- und Sterbebegleitung.

können die Grundlagen biografisch orientierter Forschung anwenden.

Grundlagen zum Autobiographischem Gedächtnis und seinen Veränderungen im Alter, Coping-Theorien,
Rolle von Daseinsthemen und ihre Erfassungsmöglichkeiten bei Demenz, Theorien zur Biographiearbeit und Biographieforschung. Dabei sollen sowohl die jeweils wichtigsten theoretischen Hintergründe als auch praxisrelevante Aspekte einbezogen werden.

verfügen über ein strukturiertes Überblickswissen aus der Gerontopsychiatrie.

Einführung in die Psychopathologie,
Diagnostik und Therapie,
Unterstützung von Lebensqualität im Alter durch Bearbeitung von biographisch bedeutsamen Ereignissen und Themen in Pflege und Psychotherapie.

Pflegewissenschaft

kennen Theorien und Geschichte des Care-Konzepts sowie die aktuellen institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Pflege und können die daraus entstehenden Konsequenzen erfassen und darstellen.

Einflussfaktoren auf Nursing, Palliativ- und Healthcare;
Geschichtliche Entwicklung der Pflege im Kontext der aktuellen Gesundheitspolitik, Entwicklung beruflichen Selbstbewusstseins in der Pflege.

können die wichtigsten pflegetheoretischen Modelle anwenden und sind in der Lage, die Konsequenzen aus der Umsetzung in die praktische Pflege zu erfassen und zu beurteilen.

Pflegetheoretische Einordnungssysteme, Pflegemodelle und Pflegekonzepte aus dem angloamerikanischen und deutschsprachigen Raum;
Aktueller pflegewissenschaftlicher Diskurs.

sind mit den Grundlagen des Pflegeprozesses vertraut und können ihn differenziert wahrnehmen und beurteilen.

Theoretische Grundlagen des Pflegeprozess kennen und diese in die Praxis umsetzen.

Integrierte Pflegepraxis

verfügen über die Qualifikation einer Pflegefachkraft.
können komplexe fachliche Fragen in Entscheidungsverantwortung übernehmen.
können die Verantwortung für Lernkontexte in der praktischen beruflichen Entwicklung von Auszubildenden in Pflegeberufen übernehmen.

Pflegehandlungen-, Lebenswelt- und Tagesgestaltung;
Praxis in der (Alten-) Pflege;
Anleitung von Auszubildenden;
Wundmanagement;
Angewandte Rehabilitation.

Geriatrische Medizin

kennen Grundlagen der Anatomie und Physiologie, der Ernährung, der Geriatrie und der Pharmakologie (des Alters).

Kennenlernen von allgemeinen Grundlagen der Anatomie und Physiologie und ihrer speziellen Veränderungen im Alter.

kennen die wichtigsten Grundlagen bedeutender körperlicher Erkrankungen (im Alter) und können diese im pflegefachlichen Kontext beurteilen.

Kennenlernen von allgemeinen Grundlagen der Krankheitslehre und ihrer speziellen Veränderungen im Alter, sowie diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen in der Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams.

kennen die wichtigsten Grundlagen der Pharmakologie und der besonderen Wirkungsweisen (im Alter) und können diese einordnen.

Wirkungsweisen und Einsatzbereiche der wichtigsten pharmakologischen Substanzen.

verfügen über ein strukturiertes Überblickswissen aus der Ernährungswissenschaft.

Ernährungswissenschaftliche Grundlagen, Besonderheiten der Ernährung im Alter, Diätetik.

Gesundheitsförderung, Prävention, und Rehabilitation

verfügen über ein strukturiertes Überblickswissen aus der Sport- und Bewegungswissenschaft und können Rehabilitations- und Veränderungspotenziale im biografischen Kontext beurteilen.

Salutogenese,
Methoden der Gesundheitsförderung und Prävention,
zentrale Methoden der Aktivierung.

 

 

Quantitative und qualitative Forschung

sind mit den Methoden der empirischen Forschung vertraut.

Grundlagen und Methoden quantitativer und qualitativer Forschung.

Recht, Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Management in der Pflege

sind vertraut mit den rechtlichen Grundlagen der Pflege.

Allgemeine rechtliche Grundlagen,
SGB V, SGB IX, SGB XI,
Heimrecht, Betreuungsrecht,
Haftungsrecht, Arbeitsrecht.

verfügen über grundlegende Kenntnisse der Betriebswirtschaft in Institutionen der Altenhilfe und der Gesundheitsversorgung.

Betriebswirtschaftliche Grundlagen der Pflege.

verfügen über Kenntnisse des Pflegemanagements, der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung und können diese anwenden und bewerten.

Pflegemanagement,
Qualitätsmanagement,
Case - Management.

Berufspädagogik

verfügen über grundlegende Kompetenzen in Berufspädagogik und fundiertes Wissen über den Aufbau und die Struktur beruflicher Schulen.

Geschichte der beruflichen Bildung,
Komplexität und Heterogenität beruflicher Schulen;
rechtliche und institutionelle Strukturen der beruflichen Bildung;
Bildungsauftrag beruflicher Schulen,
rechtliche und institutionelle Strukturen der pflegerischen Ausbildung.

Fachdidaktik des Berufsfelds Pflege

sind vertraut mit den Grundlagen für die Erziehungs- und Bildungsarbeit an beruflichen Schulen im Berufsfeld Pflege.
haben Einblicke in wesentliche fachdidaktische Konzepte der beruflichen Bildung im Berufsfeld Pflege und können die daraus entstehenden Unterrichtskonzepte reflektieren.

Theorie und Geschichte der Erziehungswissenschaft im Kontext der Professionalisierung der Pflegepädagogik;
Einschlägige Ergebnisse der Lehr-Lernforschung;
Lehr-Lernprozesse im Zusammenhang mit Lernvoraussetzungen und Lernschwierigkeiten in der Erwachsenenbildung;
Reflexion konzeptioneller Entwürfe vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse;
Fachdidaktisch relevante Konzepte des Berufsfeldes Pflege.

können Curricula in Unterrichtseinheiten übertragen, Bildungs- und Lernziele ermitteln und Unterrichte planen.

Kennenlernen von Methoden zum Entwurf von Unterrichtseinheiten.
Curricula vergleichen und zugehörige Unterrichtspläne in attraktive konsekutive Unterrichtseinheiten umsetzen.
Aufgabenstellungen erwachsenengerecht aufbereiten, in die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler, bzw. Auszubildenden übertragen und einen handlungsorientierten Unterricht gestalten.

2.

Sozialpädagogik/Pädagogik

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen mit dem Masterabschluss über die fachwissenschaftlichen und praktischen Kenntnisse, die in Verbindung mit fachdidaktischen Kompetenzen zur Vermittlung sozialpädagogischer Kompetenzen im berufsschulischen Unterricht, der praktischen Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern und Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern sowie im fachspezifischen Unterricht in beruflichen Gymnasien erforderlich sind.

Das Studium beinhaltet die fachliche und methodische Einführung

in die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens,

in die allgemeine Pädagogik,

in die Sozialpädagogik und die Pädagogik der frühen Kindheit,

in das sozialpädagogische Handeln

in die Psychologie,

in die Berufspädagogik,

in die Fachdidaktik.

Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, sich inhaltlich mit den Arbeitsfeldern der Sozialpädagogik und der Pädagogik der frühen Kindheit sowie mit relevanten Bezugswissenschaften auseinander zu setzen und beziehen dabei rechtliche, soziale und gesellschaftspolitische Bedingungen und Entwicklungen des Berufsfeldes ein.

Der Aspekt der angestrebten Lehrerrolle an beruflichen Schulen wird durch schul- und berufspädagogische sowie fachdidaktische Inhalte vermittelt und mit den Erfahrungen im Schulpraxissemester verknüpft. Dabei findet eine methodische und praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Curricula des Berufsfeldes Sozialpädagogik/Frühpädagogik sowie der Fächer Pädagogik und Psychologie statt.

Kompetenzen

Studieninhalte

Die Absolventinnen und Absolventen

 

Methoden wissenschaftlichen Arbeitens

beherrschen die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und sind in der Lage pädagogische und sozialwissenschaftliche Sachverhalte selbstständig zu erarbeiten und zu beurteilen.

Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.

haben Kenntnisse über wissenschaftstheoretische und forschungsmethodische Grundlagen.

Methoden der qualitativen und quantitativen Bildungs- und Sozialforschung.

besitzen einen Überblick über grundlegende Konzepte und Erhebungsverfahren der qualitativen und quantitativen Bildungs- und Sozialforschung und können sozialwissenschaftliche Methoden anwenden.

Wissenschaftstheoretische Grundlagen empirischer Forschungsmethoden.

kennen Verfahren der qualitativen und quantitativen Datenanalyse.

Qualitative und quantitative Datenanalyse.

Allgemeine Pädagogik

kennen die wichtigen wissenschaftlichen Grundlagen und Theorien der Pädagogik.

Grundlagen und Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft.

können Bildungs- und Erziehungsverhältnisse sowie Bildungsprozesse und deren Rahmenbedingungen unter historischen, lebensweltlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Aspekten analysieren, reflektieren und bewerten.

Erziehung und Bildung im Kontext;
International vergleichende Pädagogik.

Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit

kennen die Handlungs- und Praxisfelder sozialpädagogischer Arbeit.

Pädagogische Institutionen, Organisationen und Arbeitsfelder;
Kooperationsformen zwischen allen am Erziehungsprozess Beteiligten;
Kommunikation und Interaktion mit Kindern und Eltern;
Fallbeschreibung und Analyse von Lebenslagen von Kindern und Familien.

besitzen vertiefte Kenntnisse von Konzeptionen, Bildungsplänen und Institutionen der Pädagogik der (frühen) Kindheit und des Jugendalters.

Bildungsprozesse und Erziehungsverhältnisse von der frühen Kindheit bis zum Jugendalter;
Konzepte, Bildungspläne und Institutionen der Pädagogik (der frühen Kindheit);
Historische und internationale Aspekte der Frühpädagogik und Kindheit;
Konzepte der Verbindung frühpädagogischer Theorie und Praxis.

besitzen einen Überblick über theoretische, historische und empirische Aspekte der ästhetisch-kulturellen Bildung im Kindes- und Jugendalter.

Ästhetisch-kulturelle Bildung und Medienpädagogik;
Kinder- und Jugendliteratur.

können die sozialpolitischen und rechtlichen Grundlagen sozialpädagogischer Arbeit anwenden.

Sozialpolitische und rechtliche Grundlagen sozialer Arbeit;
Strukturen der Hilfesysteme.

Psychologie

verfügen über ein strukturiertes, vertieftes Wissen in der Psychologie und ihren relevanten Teildisziplinen.

Kennenlernen von allgemeinen Grundlagen der Psychologie:
Persönlichkeit, Motivation, Lernen, Wahrnehmung und Beobachtung;
Ausgewählte psychologische Schulen;
Psychologische Grundlagen in pädagogischen Interventionsansätzen;
Psychologische Diagnostik sowie systemische Ansätze.

kennen die entwicklungspsychologischen Grundlagen (früh)pädagogischen Handelns

Entwicklungstheorien und -bereiche sowie deren Förderung: Wahrnehmung, Denken, Sprache, Lernen, Gedächtnis, Motivation und Emotion (von der frühen Kindheit bis zum Alter).

Berufspädagogik

verfügen über grundlegende Kompetenzen in Berufspädagogik und fundiertes Wissen über den Aufbau und die Struktur beruflicher Schulen.

Geschichte der beruflichen Bildung,
Komplexität und Heterogenität beruflicher Schulen,
rechtliche und institutionelle Strukturen der beruflichen Bildung,
Bildungsauftrag beruflicher Schulen,
Lehrerprofessionalität an beruflichen Schulen,
rechtliche und institutionelle Strukturen der Ausbildung für sozialpädagogische Berufs- und Arbeitsfelder,
internationale Perspektiven.

Fachdidaktik

sind vertraut mit den Grundlagen für die Erziehungs- und Bildungsarbeit an beruflichen Schulen in pädagogischen bzw. sozialpädagogischen Fächern sowie Berufs- und Arbeitsfeldern.
haben Einblicke in wesentliche fachdidaktische Konzepte der beruflichen Bildung und können die daraus entstehenden Unterrichtskonzepte reflektieren.

Relevante Bildungs- und Lehrpläne,
Bildungsziele, didaktische Modelle und Konzepte des sozialpädagogischen Unterrichts,
Auswahl und Begründung von Unterrichtsinhalten in verschiedenen Schularten,
Fachdidaktisch relevante Konzepte des Berufsfeldes,
Vor- und Nachbereitung des Schulpraktikums.

können Curricula in Unterrichtseinheiten übertragen, Bildungs- und Lernziele ermitteln und Unterrichte planen.

Methoden zum Entwerfen von Unterrichtseinheiten;
Curricula vergleichen und zugehörige Unterrichtspläne in Unterrichtseinheiten umsetzen;
Aufgabenstellungen adressatengerecht aufbereiten, in die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler, bzw. Auszubildenden übertragen und einen handlungsorientierten Unterricht gestalten;
Unterrichtsplanung und -übungen,
Unterrichtsreflexion.

 


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