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Amtliche Abkürzung:Sek I PO 2014
Fassung vom:10.02.2021
Gültig ab:11.02.2021
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums über den Vorbereitungsdienst
und die den Vorbereitungsdienst abschließende Staatsprüfung für das Lehramt Sekundarstufe I
(Sekundarstufen I - Lehramtsprüfungsordnung - Sek I PO 2014)
Vom 3. November 2014

§ 4
Zulassung zum Vorbereitungsdienst

(1) Das Kultusministerium bestimmt das Seminar, zu dem im Falle der Zulassung zugewiesen wird; es kann seine Zuständigkeit auf nachgeordnete Stellen übertragen.

(2) Über den Zulassungsantrag entscheidet das Regierungspräsidium, in dessen Bezirk das nach Absatz 1 bestimmte Seminar liegt. Die Zuweisung erfolgt zu dem nach Absatz 1 bestimmten Seminar.

(3) Die Zulassung erfolgt auf der Grundlage der beiden Fächer (Ausbildungsfächer, die Prüfungsgegenstand des lehramtsbezogenen Masterstudiums des Lehramts Sekundarstufe I nach § 1 Absatz 2 in Verbindung mit § 5 Absatz 3 der Rahmenvorgabenverordnung Lehramtsstudiengänge (RahmenVO-KM) waren. Wurde das Lehramtsstudium mit einer Ersten Staatsprüfung nach einer der in § 2 Absatz 1 Nummer 3a genannten Rechtsverordnungen abgeschlossen, erfolgt die Zulassung auf der Grundlage des Hauptfaches und eines im Zulassungsantrag festzulegenden Nebenfachs. Bei einer diesen Voraussetzungen entsprechenden Vorbildung nach § 2 Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe b oder § 2 Absatz 3 gilt dies entsprechend.

(4) Bei bestandener Erweiterungsprüfung nach § 5 Absatz 6 RahmenVO-KM kann nach bereits zum Zulassungszeitpunkt erfolgter Festlegung von zwei Ausbildungsfächern ein Tausch der Ausbildungsfächer bis zum Beginn der Ausbildung erfolgen, wenn hierdurch eine Fächerkombination entsteht, die Prüfungsgegenstand des lehramtsbezogenen Masterstudiums sein konnte.

(5) Die Ausbildung orientiert sich an den Vorgaben der aktuellen Bildungspläne. Soweit ein Fach des lehramtsbezogenen Masterstudiums oder der Ersten Staatsprüfung Bestandteil eines schulischen Fächerverbundes ist, wird in der Regel in diesem Fächerverbund unterrichtet, in ihm ausgebildet und geprüft. Die unterrichtspraktische Prüfung nach § 21 soll einen inhaltlichen Schwerpunkt im studierten Fach haben, eine anschließende Prüfung nach § 22 auch die Didaktik des Fächerverbundes berücksichtigen.

(6) Wer innerhalb des lehramtsbezogenen Masterstudiums nach § 5 Absatz 11 Rahmen VO-KM oder in der Ersten Staatsprüfung bilingual geprüft wurde, kann seine bilinguale Ausbildung im Rahmen der Ausstattung und Möglichkeiten der Seminare fortsetzen und schließt sie entsprechend ab. Gleiches gilt für das Europalehramt.

(7) Die Zulassung ist zu versagen, wenn die in § 2 Absatz 1 genannten Voraussetzungen oder die in § 3 Absatz 2 geforderten Unterlagen nicht vorliegen. Wer nach den in § 7 Absatz 3 Nummer 1, 2, 4 oder 5 genannten Gründen entlassen worden ist, darf nicht wiedereingestellt werden. Nach sonstigen Entlassungen soll nicht wiedereingestellt werden, es sei denn, der Vorbereitungsdienst hat noch kein Unterrichtshalbjahr gedauert und es wurde ein wichtiger Grund anerkannt. Dies gilt entsprechend für einen nicht in Baden-Württemberg begonnenen Vorbereitungsdienst. § 7 Absatz 3 Nummer 3 bleibt unberührt. Wurde bereits ein Prüfungsrechtsverhältnis durch Antritt einer Prüfung nach § 17 begründet, erfolgt die Wiedereinstellung in Abstimmung mit dem Landeslehrerprüfungsamt und dem Seminar, an das nach Absatz 1 zugewiesen wurde.

(8) Eine Zulassung wird unwirksam, wenn der Vorbereitungsdienst nicht zu dem vom Regierungspräsidium bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb einer Nachfrist angetreten wird.

(9) Die Seminarleitung weist die Lehramtsanwärterin oder den Lehramtsanwärter im Benehmen mit der unteren Schulaufsichtsbehörde, soweit möglich unter Berücksichtigung sozialer Belange, der Schule zu, an der die schulpraktische Ausbildung erfolgt. Erfolgt diese an mehr als einer Schule, legt die Seminarleitung eine Stammschule fest. In Einzelfällen kann das Regierungspräsidium die Schule bestimmen.

(10) Die Zulassung zum Vorbereitungsdienst begründet keinen Anspruch auf spätere Übernahme in den öffentlichen Schuldienst.

 


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