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Amtliche Abkürzung:SPO 2014
Fassung vom:03.11.2020
Gültig ab:14.11.2020
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Baden-Württemberg
Gliederungs-Nr:2204-3
Verordnung des Kultusministeriums über den Vorbereitungsdienst
und die den Vorbereitungsdienst abschließende Staatsprüfung für das Lehramt Sonderpädagogik
(Sonderpädagogiklehramtsprüfungsordnung - SPO 2014)
Vom 3. November 2014

§ 2
Zulassungsvoraussetzungen

(1) Zum Vorbereitungsdienst wird zugelassen, wer

1.

die persönlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis oder für ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis erfüllt,

2.

ein Zeugnis über die allgemeine Hochschulreife, eine fachgebundene Hochschulreife oder eine sonstige Qualifikation besitzt, die zum Studium für das Lehramt Sonderpädagogik an einer Pädagogischen Hochschule befähigt (§ 58 Absatz 2 des Landeshochschulgesetzes),

3.
a)

in Baden-Württemberg die Erste Staatsprüfung für das Lehramt Sonderpädagogik nach der Sonderpädagogiklehramtsprüfungsordnung I (SPO I) vom 20. Mai 2011 (GBl. S. 316 - SPO I 2011) oder für das Lehramt an Sonderschulen nach der Sonderschullehrerprüfungsordnung I (SPO I) vom 19. Dezember 2000 (GBl. 2001 S. 34, ber. 2003 S. 320 - SPO I 2000) oder nach der Sonderschullehrerprüfungsordnung I (SPO I) vom 24. August 2003 (GBl. S. 541, ber. S. 743 - SPO I 2003) in den jeweils geltenden Fassungen bestanden oder erfolgreich ein gleichgestelltes auf das Lehramt Sonderpädagogik bezogenes Masterstudium abgeschlossen hat oder dieses Masterstudium bis spätestens 31.März des jeweiligen Jahres, in dem der Vorbereitungsdienst beginnt, abschließen wird,

b)

außerhalb Baden-Württembergs eine nach den Vorgaben der Kultusministerkonferenz geregelte mit den in Buchstabe a) genannten Prüfungen vergleichbare Erste Staatsprüfung für ein sonderpädagogisches Lehramt oder eine gleichartige und gleichwertige Prüfung mit in Baden-Württemberg angebotenen Fächern oder Fachrichtungen bestanden oder erfolgreich ein gleichgestelltes auf das Lehramt Sonderpädagogik bezogenes Masterstudium abgeschlossen hat oder dieses Masterstudium bis spätestens 31.März des jeweiligen Jahres, in dem der Vorbereitungsdienst beginnt, abschließen wird,

4.

nach Zeugnis einer Ärztin oder eines Arztes nach § 14 Absatz 5 des Gesundheitsdienstgesetzes (ärztliches Gesundheitszeugnis) die gesundheitliche Eignung für die Übernahme in den Vorbereitungsdienst und die angestrebte Laufbahn besitzt, als schwerbehindert oder gleichgestellt anerkannt ist und über ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verfügt,

5.

bei Bewerbung mit dem Fach Sport ihre oder seine Rettungsfähigkeit im Schwimmunterricht nachweist,

6.

ein Betriebs- oder Sozialpraktikum im Umfang von mindestens vier Wochen oder eine vergleichbare sonstige praktische Tätigkeit mit Kindern oder Jugendlichen absolviert hat,

7.

in den letzten zwei Jahren an einer Ausbildung in Erster Hilfe im Umfang von mindestens neun Unterrichtseinheiten teilgenommen hat.

(2) Wer nicht über die Staatsangehörigkeit nach § 7 Absatz 1 Nummer 1 des Beamtenstatusgesetzes verfügt, kann zum Vorbereitungsdienst zugelassen werden, wenn die sonstigen Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllt sind.

(3) Wurde die in Absatz 1 Nummer 3 genannte Erste Staatsprüfung oder der Hochschulabschluss ganz oder teilweise mehr als vier Jahre vor dem Zulassungstermin abgelegt, kann das örtlich zuständige Regierungspräsidium in einem Kolloquium überprüfen lassen, ob die Kenntnisse und Fähigkeiten für einen erfolgreichen Vorbereitungsdienst noch vorhanden sind. Auf die Überprüfung kann verzichtet werden, wenn der weiteren Ausbildung förderliche Tätigkeiten oder entsprechende Aus- oder Weiterbildung nachgewiesen werden. In Fächern mit fachpraktischer Prüfung kann die Überprüfung durch einen fachpraktischen Teil ergänzt werden.

(4) Das Regierungspräsidium bestimmt ein Seminar, das für die Überprüfung eine Kommission bildet. Sie besteht aus einer Vertreterin oder einem Vertreter der Kultusverwaltung für den Vorsitz und aus einer Fachvertreterin oder einem Fachvertreter des Seminars für die betreffenden sonderpädagogischen Fachrichtungen. Die Überprüfung dauert pro sonderpädagogischer Fachrichtung und in Erziehungswissenschaften etwa 30 Minuten.

(5) Die Leistungen werden unmittelbar nach der Überprüfung beurteilt und mit »bestanden« oder »nicht bestanden« bewertet. Bei Stimmengleichheit entscheiden die Vorsitzenden. Unmittelbar nach der Überprüfung eröffnen sie das Ergebnis, falls gewünscht auch die tragenden Gründe der Bewertung, und unterrichten unverzüglich das Regierungspräsidium. Die Überprüfung kann einmal binnen Jahresfrist wiederholt werden. § 16 gilt entsprechend.

(6) Für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst in den Fächern Evangelische Theologie/Religionspädagogik und Katholische Theologie/Religionspädagogik ist die Zugehörigkeit zur jeweiligen Konfession erforderlich. Diese ist von der Lehramtsanwärterin oder dem Lehramtsanwärter beim Antrag auf kirchliche Lehrerlaubnis nachzuweisen. Für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst im Fach Islamische Religionslehre ist die Zugehörigkeit zum Islam sunnitischer Prägung Voraussetzung. Ein Antrag auf Erteilung einer vorläufigen Lehrbefugnis ist bei der Stiftung Sunnitischer Schulrat zu stellen.

 


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